Airline..? Pilot werden

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5 Antworten

Bemerkenswert und selbstbewusst kommt Ihre Zielorientierung durchaus rüber, wie es normalerweise nicht von Nachteil ist. Dennoch sind die Hürden bis zum "licensed" Verkehrspiloten vglw. nicht ganz leicht zu überwinden. Zum sehr informativen user Beitrag möchte ich teilweise ergänzen und hffntl. nicht mit Details überfordern, zumal Sie offenbar den qualifizierten Schulabschluss noch vor sich haben. Am Beispiel Lufthansa umfasst das sogenannte LH Flight Training eine vierstufige Gesamtzeit von 24-Monaten, welches an der Bremer Verkehrsfliegerschule in mehrmonatiger Theorie sowie im überwiegend praktischen Teil mit ca 300 Flugstunden im amerikanischen Phoenix / Arizona, dem US- "Grand Canyon State", durchgeführt wird. Für das Bewerber Auswahlverfahren werden ausschliesslich Absolventen der Allgemeinen Hochschulreife zugelassen, jedoch ist entgegen häufiger Meinung der Notendurchschnitt nicht vorrangig bzw. ausschlaggebend.

Nach erster Kontaktaufnahme mit der Airline oder einer anderen Fluggesellschaft sind die Unterlagen bzw. Zeugnis-Dokumente, vzgsw. amtlich beglaubigte Kopien u. a. mit einem sehr persönlich formulierten Motivationsschreiben , bspw. welche Ahnung und Vorstellung man von dem Beruf des Flugzeugführers hat, was vor Allem die Gründe für die Entscheidung dieser speziellen Berufswahl ist etc., s e h r gewissenhaft zu fertigen. Hat der Kandidat mit der perfekten Bewerbung einen ausgezeichneten Eindruck ´abgeliefert´, reagiert die Gesellschaft normalerweise mit der Einladung zur BU, der sogenannten Berufsgrunduntersuchung. In Deutschland testet das Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Hamburg, Allgemeinwissen und Befähigungen in differenzierten Fachgebieten sowie der zusätzlichen FQ, eine für Lufthansa Aspiranten zusätzliche Firmenqualifikation, an unterschiedlichen Tagen. Verständlicherweise sind bzgl der sehr strikten Testabläufe beide Eignungsprüfungen nicht zu unterschätzen, da einem sehr hohen Anforderungsprofil entsprochen werden muss und von den jungen Leuten vielseitig unter Beweis zu stellen ist, wobei Chancen zu Test-Wiederholungen in keinem Fall bestehen. Selbst hochintelligente und sehr selbstbewusste Anwärter erreichen die dezidiert gesetzten Vorgaben zum größeren Teil nicht, wenn zu Unwissen insbesondere Psychologen "ein Haar in der Suppe finden" und ihr Votum gegen den Ausbildungsgang für das Lufthansa Flight Training des illusionierten Bewerbers zur Geltung bringen. Da kann auch der Dritte im Bunde, in der Regel ein sehr erfahrener Flugkapitän, alleine nicht überstimmen, womit sich Weiteres, bspw. der Gesundheit-Check etc. erübrigt. Natürlich werden den Aspiranten kognitive Fähigkeiten in Erkenntnis- sowie Informationsverarbeitung, dem Wahrnehmungs-Potenzial hinsichtlich Lernen, Erinnern und Denken, akustische und visueller Merkfähigkeit und nicht zuletzt die Leistungsbefähigung der motorischen Mehrfachbelastung incl Reaktionsschnelligkeit eingehend abverlangt, d. h. ´Multitasking´ verbunden mit ´Coolness´ in höchster Form jeder vorstellbaren, stressbedingten Situation. Eine leichte, optisch korrigierbare Sehschwäche ist normalerweise kein Ablehnungsgrund. Der Lufthansa Konzern, Mitglied der Star Alliance, finanziert den Absolventen einen Eigenanteil von insgesamt ca. 80.000 €uro (Stand 2011) für die Vollausbildung. Bezüglich der Rückzahlung-Modalitäten werden wenige Monate nach dem ersten Piloten-Gehaltbezug kleine Monatsraten von ca. 300€ bis zur vollständigen Bezahlung der Summe einbehalten.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind bei der Lufthansa ca. 5300 aktive Verkehrspiloten beschäftigt, incl dem 5prozentigen, zunehmenden Pilotinnen-Anteil (f.y.i.) Junge Damen haben im Übrigen objektiv die gleichen Berufschancen. Erwähnenswert ist, dass das Berufsziel u. a. nachvollziehbar nur mit sehr viel Ehrgeiz, Fleiss und Disziplin zu erreichen ist. Den Beitrag publizierte ich bereits zum Thema und erhebe selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit bzw einiger alternativen Ausbildungswege. Good luck.

Hallo, wenn Du bei LH Pilot werden willst, findest Du die Voraussetzungen unter

http://www.lufthansa-pilot.de/

oder bei Air Berlin unter

airberlin-flightschool.com/

Du kannst Dich natürlich auch an jede zugelassene Flugschule wenden (wenn Du nicht zu LH oder AB willst). Oder Dich bei der Polizei (für Hubschrauberpilot) oder bei der Bundeswehr (Hubschrauber, Transporter oder Kampfjet) schlau machen. Bei LH dauert die Ausbildung zwei Jahre (4 Jahre mit Studium - das ist der sog. ILST-Lehrgang = Internationaler Studiengang für Luftfahrtsystemtechnik und -management ). Bestimmt nicht schlecht, falls es mal zu einer Fluguntauglichkeit kommt.

Die anteiligen Ausbildungskosten bei LH liegen zur Zeit bei 60.000 €, die aber nur (mit ca. 300 € Monat) zurückzuzahlen sind, wenn Du die Ausbildung schaffst und übernommen wirst. Wer den Eignungstest schafft, macht auch die Ausbildung zu Ende. Und eine Übernahme ist dann immer der Fall. Es könnte aber sein, dass z. B. bei einer Krise ein Flugschüler nach der Ausbildung bei einer Tochter "geparkt" wird. Aber das alles ist durch einen Tarifvertrag geregelt, also ohne Risiko.

Eine der Voraussetzungen bei LH (für Passage oder LCAG) ist die Allgemeine Hochschulreife. Falls Du die Fachhochschulreife machst, bleibt Dir auch der Weg bei Lufthansa CityLine bzw. Germanwings. Beides sind LH-Konzerngesellschaften. Oder wie wäre es mit Frachtflügen bei der LCAG?

Das Jahresgehalt für einen COP = Copilot liegt bei ca. 60.000 € (nicht schlecht für einen nicht IHK-Ausbildungsberuf, oder?), für einen PIC = Pilot In Command = Kapitän liegt das Anfangsgehalt bei ca. 120.000 €. Nach vielen Jahren als COP auf der Kurzstrecke (Eingangsmuster sind die A320 und die B737) wirst Du COP auf der Langstrecke, um dann nach wiederum vielen Jahren und nach Bestehen des Kapitänslehrgangs als PIC auf der Kurzstrecke tätig zu sein und dann wieder auf Langstrecke umzuschulen (wenn Du möchtest).

Monatlich kommen etwa 70 Flugstunden zusammen. Probleme machen vielleicht die unterschiedlichen Zeitzonen, enges Sitzen über viele Stunden, Arbeitsbeginn zu undankbaren Zeiten oder bei der Kurzstrecke mehrtägige Trips zu verschiedenen europäischen Flughäfen mit diversen Übernachtungen.

Bei den LH-Töchtern hat man halt das schönere (Abenteuer) Fliegen. Kleinere Maschinen, kleinere Flughäfen, mehr Starts und Landungen; finde ich persönlich interessanter.

Was gibt's noch? Nicht vorbestraft, keinen Eintrag im Führungszeugnis, Sicherheitsüberprüfung ohne Beanstandung, keine Punkte in Flensburg, nicht drogen- oder medikamentenabhängig, sehr gutes Englisch, gut in Mathe, Physik, Aerodynamik, Technik allgemein, gute Allgemeinbildung, teamfähig, gesund, schnelle Reflexe, Medical Class 1 erfüllt etc.

Viel Erfolg! Aber Du hast ja noch ein paar Jahre Zeit!

Falls es bei den großen Fluggesellschaften nicht klappt (Lufthansa, AirBerlin,....) schau doch mal auf die Seite : http://www.intercockpit.de/ Da kannst du auch die Verkehrspilotenlizenz erhalten. Zwar fliegst du am Anfang nur die kleinen Maschinen,wie die von LufthansaCityLine oder Germanwings, aber ich bin mir sicher, da kann man sich steigern. ALlerdings ist es da halt mit den Übernahmechancen eher gering, aber ich kenn mich da nicht so aus. Ich finde aber, wenn es wirklich nirgends klappt, ist da immer noch eine gute Möglichkeit. Ich habe auch vor, mich da zu bewerben, nachdem ich mein Abi nachgeholt habe.

Ich bin 15 und fliege auch schon ewig fsx. Mach erstmal dein Abi,wie ich :D Und dann würde ich es erstmal bei der Lufthansa versuchen,weil man da die meisten Möglichkeiten hat.Ryanair z.B. MUSS man ja 737 und immer Kurz- und Mittelstrecke fliegen.

Schwimmer2 29.03.2012, 17:23

danke!

P.S. bin aufm gym ( in Bayern)

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Swiss darf man sicher auch zu den größeren/renommierten Airlines zählen.

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