AIKIDO- lohnt es sich?

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Ich übe selbst seit rund neun Jahren Aikido und gebe darin mittlerweile selbst Unterricht. Fragen wie deine höre ich von Neulingen oft und ich glaube, dass man ähnliche Fragen in so ziemlich jeder Kampfkunst/-sport hört.

Zu deinen Fragen:

  1. Ja, Aikido setzt keine große Körperkraft voraus. Langjährig aktive Aikidoka sehen nicht aus wie Bodybuilder, sondern eher wie Leichtathleten. Wieviel Wert auf Krafttraining gelegt wird, hängt vom einzelnen Verein und dem Lehrer ab.

  2. Ja, ich für meinen Teil fühle mich selbstsicherer. Aber ich mache mir auch keine Illusionen darüber, dass ich nun jeden Straßenkampf mit Leichtigkeit gewinnen könnte. Egal was viele Leute behaupten, kein Kampfsport/-kunst kommt einem Straßenkampf gleich. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle und es fängt schon damit an, dass man selbst im härtesten Cage-Fight eine Gewissheit hat, die einem auf der Straße meist nicht gegönnt ist: der da vorne wird gleich zuschlagen. Die meisten Leute, die auf der Straße niedergeschlagen werden, sind überrascht worden. Man trifft immer wieder auf Leute die darüber lamentieren, dass Aikido nicht zur Selbstverteidigung taugt. Diese Leute vergessen, dass jede Technik auch sehr schnell, kurz und hart ausgeführt werden kann. Aikido hat seinen Ursprung nicht umsonst im Daito-Ryu Aiki-Jujutsu.

  3. Ja. Andernfalls wäre ich nicht seit rund neun Jahren zwei bis dreimal die Woche beim Training.

  4. Die Frauenquote liegt in meinem Verein bei etwa 20%, die meisten Mitglieder sind zwischen 20 und 50 Jahren alt.

  5. Trainingspausen sollte man zwar vermeiden, aber zwei Wochen am Stück mit einer Woche Pause sollte eigentlich zu überstehen sein.

Aikido zu erlernen ist langwierig und beschwerlich, viele hören schon nach wenigen Monaten gelangweilt oder gefrustet auf. Dies liegt an der sehr flach verlaufenden "Lernkurve", die deutlich flacher ist als in anderen Kampfkünsten. Stell dir vor, du lernst eine Fremdsprache in der Schule. Die ersten Monate lernst du nur Worte und grobe "Satzbrocken", schlägst dich mit Grammatik rum und bist noch weit davon entfernt, die Sprache wirklich zu sprechen. Dieser Zustand ist wohl für die meisten Menschen, verständlicher weise, nicht sehr zufriedenstellend. Interessant wird es aber dann, wenn du (je nach Talent und Trainingshäufigkeit) nach einigen Jahren die "Sprache" des Aikido verstanden hast. Plötzlich musst du neue Bewegungseingänge oder Variaten nur kurz sehen und während dir früher die Umsetzung größte Schwierigkeiten bereitete, geht es nun spielend von der Hand. So wie jemand, der eine Sprache fließend spricht auch mit ihr dichten kann, kann man nach Jahren des Trainings auch im Aikido seine Kreativität ausleben. Weg von groben, plumpen Bewegungen hin zu Akzenten, Details und Eleganz- wie in der Dichtkunst.

Ich kann dir also versprechen, dass das "wirkliche" Aikido erst nach einigen Jahren beginnt. Aber dann wird es zur Sucht.

Also ich hab Aikido gemacht , mir hat es am Anfang auch Spaß gemacht , aber ich war nicht ausgefüllt . Beim Aikido gehts halt um Harmonie . Ob es mehr Jungs oder Mädchen machen kann ich so net sagen , bei uns war es immer unterschiedlch . Was Selbstverteidigung angeht , kannst Aikido aus meiner Sicht totall abhaken , im Ernstfall muss man den GEGNER erst 10 mal anfassen , 12 mal im Kreis drehen bevor es Wirkung zeigt . Ich würde Dir eher Karate oder einen ähnlichen Sport zur Selbstverteidigung empfehlen .

hmm.. ok

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Hallo Misslupa, Deine Frage wird immer wieder gestellt. Ähnliche Fragen sind auch: Was ist besser: Aikido oder... Das kann niemand einfach beantworten. Es gibt auch nur einen Weg, das herauszufinden: Geh hin und probiere aus. Aber Achtung! Man braucht Zeit und Geduld, bis sich Aikido einem erschließt. Wer schon nach ein paar Probetrainings meint, Aikido beurteilen zu können, der wird es nie verstehen. Ansonsten ist Aikido für jede(n) geeignet. Gerade Aikido ist sehr gut für körperlich schwächere geeignet. Grundsätzlich ist aber die Bereitschaft, sich intensiv mit den Dingen der Selbstverteidigung auseinanderzusetzen eher bei den Jungs zu finden. Das liegt vielleicht in der Natur der Sache: Kampf (auch Verteidigung) ist eher Männersache, so sie mit viel Körpereinsatz zu erledigen ist. Frauen sind da meist mehr kopfgesteuerter. Die denken, bevor sie hauen. Deine letzte Frage zur Trainingshäufigkeit ist relativ gut zu beantworten: Nicht die Intensität entscheidet, sondern die Ausdauer und die Geduld, mit der geübt wird. Denke immer an den Spruch, den Buddha gesagt haben soll: "Auch der längste Weg beginnt mit einem ersten Schritt." In diesem Sinne kann ich Dir nur raten: Geh los und mach mit! Ich wünsche Dir viel Spaß dabei. Der Erfolg stellt sich im Laufe des Trainings ein. Geduld, Geduld, Geduld. Eine weibliche Tugend, um die die Mädels zu beneiden sind. Onegai shimazu! (Was soviel heißt wie: Lass uns bitte gemeinsam üben!)

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