Agoraphobie Angst vor der Angst aber vor was?

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7 Antworten

Die Atemprobleme hören sich nach Psychosomatik an - dabei kommt es durch innere Anspannung zu Verspannung oder Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur. Weitere Beispiele psychosomatischer Beschwerden (Agoraphobie bzw. Angststörungen gehören ebenfalls dazu) und was dagegen hilft findest Du hier in meinem Beitrag.

https://www.gutefrage.net/frage/stechen-im-herz-14#answer103332304

Panikattacken gehen häufig mit einer Agoraphobie einher. Ich hatte das genau gleiche Problem wie du. Ich hatte sogar Angst mein Zuhause zu verlassen weil ich draussen so reizüberflutet war.

Panikstörungen und Agoraphobie spielen sich im Kopf ab. Es ist nicht die Reaktion auf einen äusseren Umstand. Es ist viel mehr eine Emotion, die völlig ausser Kontrolle gerät. Es gibt objektiv keinen Grund für Panikattacken, es ist eine psychische Erkrankung da der Botenstoffwechsel (Hormone) im Gehrin eine "Fehlfunktion" aufweist.

Betroffen sind nach heutigem Wissensstand vor allem die Botenstoffe Serotonin und GABA. Desshalb werden als längerfristige Behandlung oft Antidepressiva eingesetzt, welche den Botenstoff Serotonin beeinflussen. Als Akutmedikation werden vor allem Benzodiazepine eingesetzt, da sie den Botenstoff GABA beeiflussen.

Ich fand die Reaktion der Angst vor der Angst irgenwie logisch. Wie sollte man auch keine Angst vor dem Schlimmsten haben das man kennt? Panikattacken sind die Hölle, logisch hat man Angst vor einem Rückfall. Diese Erwartungsangst ist natürlich, kann jedoch mit einer Psychotherapie durchbrochen werden.

Also: Psychotherapie machen und wenns nicht anders geht Medikamente nehmen. Das Leben mit einer Panikstörung und Agoraphobie ist kein Leben.

Es ist die Angst vor der Veränderung die dir Angst bereitet.

Du kannst Gutes erhoffen; du kannst in Erwartungsangst aber auch Böses befürchten. Zwischen diesen beiden Polen pendelt deine Problematik hin und her.

Den Wechsel zwischen Weite und Enge, zwischen Ausweitung und Verengung erleben wir am eigenen Körper ununterbrochen durch die Atmung. Weite und Enge oder Angst in der Brust wird zur Körpersprache. Atemvolumen und Atmungshäufigkeit sind das Barometer der seelischen Wetterlage. Freudvolle Begeisterung und Erwartungen weiten die Brust. Bittere Enttäuschungen und Erwartungsangst, Angst etwas Geliebtes zu verlieren, und Sorgen beengen wie ein Albtraum.

Die Angst vor der Veränderung, vor dem Verlust der menschlichen Beziehungen oder an Besitz ist bei vielen psychosomatischen Erkrankungen mitbeteiligt.

Psychoanalytische Untersuchungen haben ergeben, dass Patienten mit Atemnot den Vater oft als bedrückende Autorität empfunden haben. Das hat bewirkt, dass sie sich vermehrt an die Mutter anklammerten. Die vertrauensvolle Liebe und die aufgeschlossene Teilnahme der Mutter, ihr liebevoll-verwöhnendes Umsorgen haben dem Kind zunächst ein Paradies der Heiterkeit und des Vertrauens bereitet. Früher oder später wird aber jeder aus diesem Paradies vertrieben. Die Fürsorge der Mutter zu entbehren und mit der schonungslosen Realität konfrontiert zu werden, der Verlust des paradiesischen Zustandes erzeugen ein Gefühl der Verlassenheit. Das ist ein todesähnlicher Schock, ein Alptraum, ein atemberaubendes asthmatisches Engegefühl. Die Selbstbehauptung ist dadurch schwach und wird kompensatorisch übersteigert.

Es besteht auch eine Verwandtschaft zwischen dem Asthma und der Depression. Sie wird klinisch als „Feldwechsel“ zwischen Asthma und Depression öfter beobachtet.

(aus: "Signale der Persönlichkeit" von Max Lüscher)

Empfehlung:

Vermeide es, dich Grübeleien hinzugeben. Wichtig für dich ist, dass du unbedingt aktiv bist und die Situation aus eigener Initiative selbst so gestaltest, wie du es gerne haben möchtest. Mach dir keine Sorge über Vergangenes oder über das, was die Zukunft bringen könnte. Bemüh dich ständig, im gegenwärtigen Augenblick zu leben. Mach das Beste aus dieser Gegenwart. Tu alles was möglich ist, damit die Situation jetzt gut und erfreulich ist. Aus einer guten Gegenwart gestaltest du die bestmögliche Zukunft.

Bewerte etwas nicht als unsympathisch oder als schlecht, nur weil es anders ist, als du es erwartest oder wünscht. Mach dich von dem, was du erwartest nicht abhängig.

In dem Masse, wie du dich von solchen unbedingten Erwartungen frei machst, findest du die innere Freiheit, die gerade dir eine wichtige Erleichterung bringt. Du wirst dich wohl fühlen, wenn du deine Gefühle spontan äußerst und unbekümmert und ungehemmt spielerisch tust, was Freude bereitet.

Signale der Persönlichkeit - (Gesundheit, Medizin, Psychologie) der 4-Farben Mensch - (Gesundheit, Medizin, Psychologie) der 4-Farben Mensch - (Gesundheit, Medizin, Psychologie)

Sorry, es ist echt zu heiß und ich kann mich gerade kaum konzentrieren, daher fasse ich mich mal kurz:

Agoraphobie ist eben die Angst vor großen und freien Orten. Diese Orte vermitteln eine gewisse Offenheit und damit Schutzlosigkeit. Du fühlst Dich also der Welt schutzlos ausgeliefert. Und was kann schon größer und bedrohlicher sein, als die ganze Welt.

Es ist eigentlich noch komplexer, aber das ist ungefähr der Kern. Ich hoffe, dass dies ein bisschen Einblick verschafft.

Verdammt, ich bin so fertig. Die Hitze kam zu schnell und morgen soll es noch heißer werden.  (✖╭╮✖)

Ich habe noch nie gehört, dass man soziale Phobien und Ängste in einer Psychatrie behandeln würde. Kann ich Dir gerade kaum abnehmen. Da gehört eine Verhaltenstherapie angesetzt, in der Dir dann auch klar beigebracht wird, wie Du gegen Deine Ängste vorgehen kannst.

Aus Platzmangel hier mal ein Buchtipp, der Dir helfen sollte:

https://www.amazon.de/Ängste-verstehen-überwinden-Phobien-befreien/dp/3923614322/ref=sr_1_4?ie=UTF8

Habe das Buch als Angehöriger gelesen und es ist sehr gut aufgebaut.

depressivekunst 28.05.2017, 16:42

Angst Erkrankungen werden sehr häufig in Psychiatrien behandelt.

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Am besten besprichst du das mit deinem Arzt/Therapeuten.

frag doch mal einenarzt nacheiner psychosimatischen klinikl da kommst du mit gleichgesinnten in kontakt, das kann dir eher helfen

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