Aggressiver vaterr?

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7 Antworten

Hallo.

Aus Erfahrung weiß ich, wie du dich fühlen müsstest - meine Mutter hat auch mehrere Jahre meiner Kindheit lang getrunken.
Wie habe ich das überstanden? Mehr schlecht als recht. Ich habe nichts getan - mich niemandem in meinem Familienkreis anvertraut, mit ihr nicht geredet - warum? Ich hatte Angst, nach diesen Gesprächen noch kaputter zu werden.
Heute trinkt sie nicht mehr - aber ich warte immer noch auf den Moment, an dem sie anfängt. Ich bereue es zutiefst, ihr damals keine Vorwürfe gemacht zu haben - vielleicht wären mir dann einige Jahre Hölle, ein Autounfall und ein netter Besuch zuhause von Sanitätern erspart geblieben. Sie war aber, im Gegensatz zu deinem Vater, nie gewalttätig.

Es ist richtig, dass du mit ihm redest, rede auch mit deinem Bruder oder deiner Mutter. Mir persönlich hat es sehr geholfen, mich auch mehreren Personen anzuvertrauen, die ich nicht persönlich kenne - selbst Betroffenen, Jugendtelefon, Telefonseelsorge. Außerdem wäre es gut, wenn du eine Art Tagebuch führst. Wann hat dein Vater getrunken, wie viel ca. (merkst du am Verhalten), was hat deine Mutter getan, wie hat er sich verhalten - im Falls Falle wird es dir sehr viel bringen, glaube mir. Es mag lächerlich klingen, aber ein Weg, um dein Herz etwas zu erleichtern ist, auch seine Gedanken und Gefühle aufzuschreiben, und aufzuheben.

Ich habe früher geschwiegen - aus Scham, aus Enttäuschung, aus Angst. Heute würde ich es ändern, aber das kann ich nicht mehr. Ich hoffe, du wirst deswegen nicht denselben Fehler wie ich machen, und dich in ein Schneckenhaus zurückziehen. Und bitte denk immer daran: Sobald du etwas verlierst, gewinnst du auch etwas. Du hast das Vertrauen in deinen Vater verloren, vielleicht sogar deine Liebe, aber du hast eine spezielle Erfahrung und Weisheit gewonnen, die sonst niemand hat - auch wenn ich meine Vergangenheit hasse, bin ich froh um diese 'Weisheit', die mich ein ganzes Stück älter gemacht hat.

Viel Glück dir weiterhin, und denk bitte daran: Du bist nicht alleine, egal wie leer du dich auch fühlst.

LG

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Tut mir echt leid, dass es bei euch so viel Stress gibt.

So wie du du Situation beschreibst, solltest du sehen so schnell wie möglich Hilfe zu bekommen. Gibt es in deiner Umgebung einen Erwachsenen, dem oder der du dich anvertrauen kannst und die eventuell die Situation kennen? Das kann ein Verwandter, LehrerIn oder Freunde sein.

Dein Vater klingt so als wenn er ein Alkohol- und Gewaltproblem hat. Das macht ihn unberechenbar und deshalb gefährlich (gerade wenn er das selber überhaupt nicht wahrnimmt). Deine Mutter scheint nicht stark genug zu sein, alleine aus der Situation rauszukommen. Versuch trotzdem in einer ruhigen Minute (und wenn dein Vater nicht dabei ist) mit ihr zu sprechen. Denk aber auch daran, dass du erst 16 bist, es ist nicht dein Job, für deine Eltern zu sorgen. Das müssen sie selber in den Griff bekommen. 

Wenn deine Mutter plant zu gehen, dann achtet darauf, dass dein Vater vorher nichts davon weiß und dass Freunde oder Verwandte euch helfen. Gerade am Ende einer gewalttägigen Beziehung kann es zu einem Riesenstreit kommen, der leider oft nicht gut ausgeht. Keine Panik, aber große Vorsicht ist angesagt. Erkundige dich in deiner Umgebung nach Initiativen, die Frauen in dieser Lage helfen, z.B. Frauennotruf (die kannst du auch selber anrufen, sie können dir sagen, wo du in deiner Gegend am besten hingehst).

Wenn gar nichts geht, dann geh zum Jugendamt. Auch dort können sie dir weiterhelfen.

Wenn du irgendwann ganz aktuell Angst hast, verlass die Wohnung möglichst schnell. Wenn es gefährlich ist und deine Mutter nicht gehen will, ruf die Polizei. 

Sorry, dass ich dir keine ganz konkreten Sachen sagen kann, aber schau mal auf diese Seite http://www.frauennotruf.de, da findest du schon mal ein paar Hinweise. Wenn du Frauennotruf und deine Stadt eingibst, findest du etwas in deiner Umgebung (nimm dafür dein Handy, nicht den Familiencomputer!)

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Dein Vater hat ein Alkoholproblem und neigt in diesem Zustand zu Gewaltausbrüchen, die er nicht kontrollieren kann. Die meisten wollen auch vor sich selber nicht eingestehen, dass sie ein Alkoholproblem haben und das macht es noch schwieriger. Und ich denke mal, dass er auch nicht freiwillig zu einem Arzt gehen würde.

Wenn deine Mutter da nichts ändern kann, suche dir Hilfe von außen vielleicht merkt sie dann, dass es dir ganz ernst ist und sieht sich gezwungen, etwas zu verändern. Es geht doch um ihren und den Schutz ihrer Kinder, dafür trägt sie die Verantwortung. Alles Gute

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Hallo,

schau mal, wo es bei euch die nächste Al-Anon Gruppe gibt.
http://al-anon.de/gruppe-finden/gruppen-finder/

Al-Anon ist eine Selbsthilfegemeinschaft für Menschen, die Probleme durch die Folgen des Alkohol trinkens eines nahestehenden Menschen haben.

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Rede mit deiner Mutter. Sie darf das nicht länger durchgehen lassen. Nicht nur für sich, sie hat auch eine Verantwortung ihren Kindern gegenüber und es kann und darf nicht sein, dass sie euch solche Verhältnisse zumutet.

Sie muss sich endlich wehren, sonst geht sie und auch ihr kaputt.

Sie hat die Möglichkeit bei häuslicher Gewalt das alleinige Bleiberecht für die Wohnung zu bekommen. Belästigt er sie (euch) weiter, dann kann sie ein Kontaktverbot erwirken.

Sie darf das nicht länger zulassen. Sie muss als Mutter ihre Kinder vor Schaden bewahren. Dafür muss sie sich endlich mal wehren!

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Meiner Meinung nach solltest du zum Jugendamt gehen. So wie es jetzt ist kann es nicht weiter gehen. Und ein klärendes Gespräch mit dem JA kann dir helfen zu entscheiden, wie du weiter machst. 

LG

Marcel.

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Hier muss ein Psychologe zu Rate gezogen werden, die Familie sprich deine Mutter muss hier mithelfen. Wenn er rabiat oder weiter handgreiflich wird, muss er angezeigt werden, d.h. es ist unumgänglich zum Schutze von euch allen dass die Polizei eingeschaltet wird. Jedoch sollte zunächst die ärztliche Sache präferiert werden, denn ich befürchte der Mann ist krank.


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