aggressive Markenvorgabe von Schulutensilien

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Es ist zwar schon lange her, aber sowas hat es in den 1980er Jahren auch gegeben. Da sollte ein bestimmter Taschenrechnertyp gekauft werden und das am Liebsten bei der örtlichen Schreibwaren Apotheke. Fakt war: Der Rechner kostete da fast doppelt so viel wie im normalen Real (damals Allkauf)

Bei Schulsachen, gerade noch für die 1. Klasse, find ich sowas ziemlich behämmert. Ich versteh auch nicht, warum es unbedingt Markenhersteller sein müssen. Die Lehrerin/Lehrer hat sich wahrscheinlich gedacht, dass sie gute Qualität bei den Schreibwaren haben möchte, weil Marke = besser. Naja, ich bin da nicht immer ganz der Meinung. Im Großen und Ganzen haben Marken ja manchmal tatsächlich größeren Nutzen/bessere Qualität und Haltbarkeit. Aber bei Schulwaren find ich das echt seltsam. Da sind jetzt die Qualitätsunterschiede zwischen einem Stabilo-Füller und irgendeinem No-name-Füller sicherlich für die Kinder nicht sooo extrem signifikant. Es lässt sich sicherlich mit der Lehrerin/Lehrer nochmal reden. Vielleicht stellt sich ja heraus, dass sie nur nett sein wollte und den Eltern eine genaue Empfehlung geben wollte, von welchem Hersteller man was besorgen sollte, damit sie nicht die Qual der Wahl haben ^^

Als Lehrerin einer Grundschule kann ich nur sagen, dass ich niemals sowas verlangen darf. Da Lehrer rechtlich dazu verpflichtet sind, keine Werbung für Marken zu machen. Schüler sind werbefrei! Wenn ich als Lehrer unterscheide möchte, würde ich verschieden farbige Umschläge verlangen und keine bestimmten Schulheft-Marken, die das dreifache kosten!

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