Aggressionen bei meinem 5 jährigen Sohn- soll ich mit ihm zum Kinderpsychologen?

8 Antworten

strafen erzeugen immer nur neue aggressionen. deshalb halte ich das für sinnlos. versuche an dein kind heranzukommen. erzähle von deiner kindheit, als ich fünf war störte mich das und das macht eich das und das. du musst das gespräch suchen, vielleicht gibt es doch ein problem mit dem vater und der familie (eifersucht.....?) und bei dir lässt er es aus, denn du stehst ihm am nächsten. ich habe 2 söhne und bei beiden "tickten" die mit 5 plötzlich aus. sie werden sich in diesem alter auch ihrem "mannsein" bewusst und ich denke für eine mutter ist dies immer schwierig, denn sie ist ja nun mal eine frau. hier ist der vater gefordert, mit in den wald gehen, toben, fussball etc. ich weiss nicht inwiefern er dies tuen kann/ will. versuche es mit sport ringen z.b. er muss diese aggressionen loswerden. versuche es mit empathie, fühle dich in ihn hinein, strafe ihn nicht, sondern sage ihm, dass er dich verletzt, dass du traurig bist, lasse ihn dann ruhig mal allein in seinem zimmer und ziehe dich zurück. setze klar deine grenzen, wenn es um beschimpfungen und schkäge geht. stelle dir in einer problemsituation vor, wie er geboren wurde, wie du ihn liebtest, wie du ihn in anderen situationen liebst. psychologe wäre für mich die letzte alternative. ich denke hier weder an adhs oder hochbegabt. es ist wahrscheinlich banaler.....er ist ein junge !!! jungs wollen nicht nur bücher ansehen, sie wollen action. sport, mit freunden toben. da musst du durch, so anstrengend und nicht deinem wesen entsprechend es auch ist. glaube mir, ich spreche aus erfahrung und mein grosser sohn sollte von depressionen, ads, adhs etc. alles haben und ich natürlich auch (sie projezieren ihre probleme auf ihn....) lass dir nichts einreden. es ist auf gewisse weise normal. er benutzt dich, weil er bei dir die sicherheit verspürt es ausleben zu können. im übrigen stimme ich o.g. schreiber zu, in diesem alter entwickelt sich soziale kompetenz erst richtig. es kann sein, dass er die trennung jetzt erst begreift, mit anderen vergleicht etc. sprich mit deinem ex, er muss jetzt mehr ran, wie du. ich wünsche dir viel kraft, du kannst das.........

Kinderpsychologe ist vielleicht keine schlechte Idee, damit Ihr wieder besser klar kommt. Wie ist Dein Erziehungsstil (sei ehrlich beim Beantworten)? Fordert er bloß Grenzen ein oder ist er wirklich grundlos aggressiv? Was sagt denn der Kinderarzt dazu? Was sagen die Erzieherinnen? Die Omas, Tanten, Onkels? Empfinden die das auch so oder lässt er seine Wut grundsätzlich an Dir aus? Das alles zusammen ergibt bestimmt ein Bild und lässt Dich sicher eine gute Entscheidung treffen.

Ich lasse ihm eigentlich alle möglichen Freiheiten. Er kann tun und lassen was er will, ich finde nicht, dass ich ihn zu sehr einschränke. Wenn er mich beschimpft oder nicht hört oder so bekommt er Verbote. Aber das wirkt irgendwie garnicht mehr. Die Verwandtschaft. Die können und wissen eh alles besser und sein Vater auch. Aber der hat ihn ja auch nur an den Wochenenden. Und er ist wohl um einiges strenger und hat angeblich keine Probleme.

Einige Verwandte glauben, es wäre besser ihn auf Hochbegabung testen zu lassen, weil er bestimmt nur unterfordert ist. Aber ich gehe mit ihm schon zwei Mal die Woche zum schwimmen und lese ihm mehrere Sachbücher am Tag vor, zudem hat er noch sehr viele Sach-Cds, die er oft hört. Habe schon überlegt, noch einen Englisch kurs zu machen, aber er will nicht. Häufig ist das besonders schlimm wenn er vom Vater kommt. Dann macht er auch wieder öfter nachts ins Bett als sonst. Da macht er es aber angeblich nicht.

Er bekommt von mir so viel. Er hat ohne Ende Spielzeug und eigentlich fehlt es ihm an nichts. Ich verstehe das nicht.

Ich selbst bin psychisch seit einigen Wochen ziemlich angeschlagen, aber er ist ja nicht erst seit gestern so. Im Kindergarten geht es, da werde ich nicht angesprochen. Vor einigen Monaten hat er da aber auch mal ein Kind gewürgt. Aber das war wohl eher ein Ausrutscher. Grenzen einfordern kann in der letzten Zeit echt nicht mehr sein. Er bekommt so viele Verbote (TV, Computer und so weiter) weil ich es echt nicht mehr einsehe, wie er mich immer wieder überall blamiert.

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@Schnupsi

Nicht Verbote - ich meine wirkliche, ausgehandelte Grenzen, die IMMER gelten. Nicht mal schnell Fernsehverbot. Also: Wenn Du das und das tust, dann passiert das und das (positiv wie negativ). Sei streng im Sinne von konsequent. Nicht einen Tag so und dann wieder so. Das ist anstrengend, aber Erziehung ist ja auch echte Arbeit. Wenn Du die gut machst, hat Dein Sohn übrigens ein Leben lang was davon. --- Hör auch mal auf Deine Verwandten. Frag sachlich (!) nach und hör' Dir an, was sie zu sagen haben. Bitte sie, ebenfalls sachlich zu bleiben. Es geht ja hier um was wirklich Wichtiges - um Dein Kind! --- Lass ihn unbedingt auf Hochbegabung und/oder ADHS testen - das macht auch ein Kinderpsychologe. Dass Du Bücher mit ihm liest etc. ist dann nämlich einfach zu wenig. --- Erwarte keine Dankbarkeit wegen der vielen Spielsachen. Das kapieren so kleine Kinder noch nicht.

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@butz1510

Aber wie soll ich die Verbote denn durchsetzen? Ich verbiete ihm im Prinzip ja permanent, mich zu beschimpfen etc. Aber ich kann machen was ich will (von sagen, dass ich das nicht möchte bis hin zu Verboten), wenn er es in den Kopf kriegt, macht er es halt. Und wenn er mit einem Brotmesser vor einem kleineren Kind steht und es bedroht ist mir das natürlich auch höchst peinlich, denn er weiss ja, dass man das nicht darf- macht es aber trotzdem.

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Hilfe von ausen wäre nicht schlecht. mit Konsequenter Erziehung schaffst du es sicherlich auch alleine. Sage ihm ganz klar das du weder Beschimpfungen noch Schläge von ihm duldest. Drohe ihm eine Strafe an (Zimmerarrest, Fehrnsehverbot u.s.w.) und halte dein Wort. Es ist ein harter Kampf doch er lohnt sich. Wünsche viel Erfolg.

Oh da wäre ich aber ausgesprochen skeptisch, ob Konsequenz und Strenge sich lohnen, wenn die Ursachen der Aggressionen nicht angegangen werden. Das Kind ist ja nicht aggressiv, weil es so lasch erzogen wurde. Dass man aber Grenzen setzt und diese auch einhält, versteht sich von selbst.

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