Aggressionen bei meinem 5 jährigen Sohn- soll ich mit ihm zum Kinderpsychologen?

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8 Antworten

Hallo Schnupsi. Ist eine sehr schwere Frage die Du da stellst. Sicher kann es helfen einen Profi einzuschalten. Aber kennst Du einen dessen Meinung Du wirklich vertrauen kannst? Das Problem dabei ist nämlich, so habe ich es kennen gelernt, dass jeder Profi auf seinem Fachgebiet etwas findet was Dir am Ende nicht wirklich weiterhilft. Ich habe das bei einem meiner Kinder, ich haber vier, auch schon durch. Der Psychologe findet ein psychisches Problem, der Hirnspezi findet epileptische Spitzen, der Schulpsychologe denkt es ist Hochbegabung (was ehrlich gesagt auch nicht unbedingt ein Segen für das Kind ist) usw. Bedenke aber dass Du es mit einem fünfjährigen KIND zu tun hast, nicht mit einem kleinen Erwachsenen. Ich habe Jahre gebraucht um das zu begreifen. Ein Kind lebt gedanklich in einer ganz anderen Welt als wir Erwachsenen. Und da kann es meiner Meinung ganz hilfreich sein professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Einfach damit Du erstmal lernst Dich in die Gedankenwelt Deines Kindes hineinzuversetzen. Das kostet Überwindung ich weiß. Heute stehe ich auf dem Standpunkt dass erst einmal ich bei mir suchen muss was falsch läuft wenn es wieder mal soweit ist. Ich will nicht sagen dass ich immer schuld bin. Aber überlege doch mal woher soll ein kleines Kind die Schuld an seinem Benehmen haben? Sicher gibt es psychisch gestörte auch Kindeer. Aber das dürfte eine verschwindend geringe Zahl sein. Lass Dir nichts einreden was nach ADS oder AHDS oder so klingt. Ich bin heute überzeugt dass es so eine Krankheit gar nicht gibt. Und das S in der Bezeichnung sagt es ja auch schon. S steht für Syndrom, zu deutsch für etwas was zu sein scheint. Noch nicht einmal alle Ärzte glauben das es diese Krankheit überhaupt gibt. Ich würde Dir also raten, gehe in Dich und überlege welche Fehler Du machst. Zweitens setze klare Grenzen. Nein heißt nein und wenn es gesagt wird bleibt das so. Das gleiche gilt allerdings auch für ja. Problematisch sehe ich allerdings die Geschichte mit der Trennung. Etwas was bei Dir verboten ist muss auch bei Deinem Ex verboten bzw. natürlich auch erlaubt sein. Ich weiß nicht wie weit Ihr Euch beide da einig seit. Lerne Dich zu entschuldigen wenn Du einen Fehler gemacht hast. Ich will Dir jetzt wirklich nicht zu nahe treten aber so unrecht hat Dein Ex vielleicht gar nicht wenn Er sagt Du solltest mal einen Psychologen aufsuchen. Nur keine falsche Scham vielleicht kann Er Dir ja bei der Fehlersuche helfen. Und Du als Erwachsene kannst sicher irgendwann erkennen ob er richtig liegt. Ich glaube nämlich auch dass wir als Erwachsene uns, wenn solche Probleme auftreten wie bei Dir, das ganze zu unserem Problem machen. Und dabei sehen wir dann nicht welches Problem eigentlich das Kind hat.

strafen erzeugen immer nur neue aggressionen. deshalb halte ich das für sinnlos. versuche an dein kind heranzukommen. erzähle von deiner kindheit, als ich fünf war störte mich das und das macht eich das und das. du musst das gespräch suchen, vielleicht gibt es doch ein problem mit dem vater und der familie (eifersucht.....?) und bei dir lässt er es aus, denn du stehst ihm am nächsten. ich habe 2 söhne und bei beiden "tickten" die mit 5 plötzlich aus. sie werden sich in diesem alter auch ihrem "mannsein" bewusst und ich denke für eine mutter ist dies immer schwierig, denn sie ist ja nun mal eine frau. hier ist der vater gefordert, mit in den wald gehen, toben, fussball etc. ich weiss nicht inwiefern er dies tuen kann/ will. versuche es mit sport ringen z.b. er muss diese aggressionen loswerden. versuche es mit empathie, fühle dich in ihn hinein, strafe ihn nicht, sondern sage ihm, dass er dich verletzt, dass du traurig bist, lasse ihn dann ruhig mal allein in seinem zimmer und ziehe dich zurück. setze klar deine grenzen, wenn es um beschimpfungen und schkäge geht. stelle dir in einer problemsituation vor, wie er geboren wurde, wie du ihn liebtest, wie du ihn in anderen situationen liebst. psychologe wäre für mich die letzte alternative. ich denke hier weder an adhs oder hochbegabt. es ist wahrscheinlich banaler.....er ist ein junge !!! jungs wollen nicht nur bücher ansehen, sie wollen action. sport, mit freunden toben. da musst du durch, so anstrengend und nicht deinem wesen entsprechend es auch ist. glaube mir, ich spreche aus erfahrung und mein grosser sohn sollte von depressionen, ads, adhs etc. alles haben und ich natürlich auch (sie projezieren ihre probleme auf ihn....) lass dir nichts einreden. es ist auf gewisse weise normal. er benutzt dich, weil er bei dir die sicherheit verspürt es ausleben zu können. im übrigen stimme ich o.g. schreiber zu, in diesem alter entwickelt sich soziale kompetenz erst richtig. es kann sein, dass er die trennung jetzt erst begreift, mit anderen vergleicht etc. sprich mit deinem ex, er muss jetzt mehr ran, wie du. ich wünsche dir viel kraft, du kannst das.........

Ich kenne das Problem, nur das ich nicht getrennt bin, sondern mit dem Vater meiner Kinder verheiratet bin und wir zusammenleben. Mein Sohn ist 8 Jahre und ständig tickt er bei mir aus und hat bisher noch jeden Babysitter in die Flucht getrieben. Du musst bei der Wahl des Kinderpsychologen sehr vorsichtig sein. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Psychologe mich total auseinander auseinander genommen hat, so dass ich einen Psychologen für mich gebraucht hätte. Aber mit 5 Jahren haben Kinder so eine Phase, wo sie ihre Grenzen austesten, da brauchen sie klare Regeln und Konsequenzen.

Na toll, das fehlt mir noch. DAs Problem ist, dass es immer phasenweise auftritt. Konsequent bleiben ist schwer, weil ich alleine bin. Da bleibt mir oft nichts anderes übrig, als ihn entweder zu ködern (das ich ihm was kaufe wenn er das und das macht ohne Theater) oder ich muss im 5 Minuten-Takt neue Verbote erfinden. Damit reite ich mich aber noch tiefer rein, denn die durchzuhalten ist fast unmöglich, weil er zB beim Zimmerarrest sein ganzes Zimmer auseinandernimmt oder beim TV Verbot meine Wohnung auseinander nimmt.

Wenn es besser läuft gestehe ich ihm ja auch mehr zu, aber irgendwie kapiert er das nicht, dass er mehr darf, wenn er lieb ist. Manchmal glaube ich, dass er schizophren ist....

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Kinderpsychologe ist vielleicht keine schlechte Idee, damit Ihr wieder besser klar kommt. Wie ist Dein Erziehungsstil (sei ehrlich beim Beantworten)? Fordert er bloß Grenzen ein oder ist er wirklich grundlos aggressiv? Was sagt denn der Kinderarzt dazu? Was sagen die Erzieherinnen? Die Omas, Tanten, Onkels? Empfinden die das auch so oder lässt er seine Wut grundsätzlich an Dir aus? Das alles zusammen ergibt bestimmt ein Bild und lässt Dich sicher eine gute Entscheidung treffen.

Ich lasse ihm eigentlich alle möglichen Freiheiten. Er kann tun und lassen was er will, ich finde nicht, dass ich ihn zu sehr einschränke. Wenn er mich beschimpft oder nicht hört oder so bekommt er Verbote. Aber das wirkt irgendwie garnicht mehr. Die Verwandtschaft. Die können und wissen eh alles besser und sein Vater auch. Aber der hat ihn ja auch nur an den Wochenenden. Und er ist wohl um einiges strenger und hat angeblich keine Probleme.

Einige Verwandte glauben, es wäre besser ihn auf Hochbegabung testen zu lassen, weil er bestimmt nur unterfordert ist. Aber ich gehe mit ihm schon zwei Mal die Woche zum schwimmen und lese ihm mehrere Sachbücher am Tag vor, zudem hat er noch sehr viele Sach-Cds, die er oft hört. Habe schon überlegt, noch einen Englisch kurs zu machen, aber er will nicht. Häufig ist das besonders schlimm wenn er vom Vater kommt. Dann macht er auch wieder öfter nachts ins Bett als sonst. Da macht er es aber angeblich nicht.

Er bekommt von mir so viel. Er hat ohne Ende Spielzeug und eigentlich fehlt es ihm an nichts. Ich verstehe das nicht.

Ich selbst bin psychisch seit einigen Wochen ziemlich angeschlagen, aber er ist ja nicht erst seit gestern so. Im Kindergarten geht es, da werde ich nicht angesprochen. Vor einigen Monaten hat er da aber auch mal ein Kind gewürgt. Aber das war wohl eher ein Ausrutscher. Grenzen einfordern kann in der letzten Zeit echt nicht mehr sein. Er bekommt so viele Verbote (TV, Computer und so weiter) weil ich es echt nicht mehr einsehe, wie er mich immer wieder überall blamiert.

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@Schnupsi

Nicht Verbote - ich meine wirkliche, ausgehandelte Grenzen, die IMMER gelten. Nicht mal schnell Fernsehverbot. Also: Wenn Du das und das tust, dann passiert das und das (positiv wie negativ). Sei streng im Sinne von konsequent. Nicht einen Tag so und dann wieder so. Das ist anstrengend, aber Erziehung ist ja auch echte Arbeit. Wenn Du die gut machst, hat Dein Sohn übrigens ein Leben lang was davon. --- Hör auch mal auf Deine Verwandten. Frag sachlich (!) nach und hör' Dir an, was sie zu sagen haben. Bitte sie, ebenfalls sachlich zu bleiben. Es geht ja hier um was wirklich Wichtiges - um Dein Kind! --- Lass ihn unbedingt auf Hochbegabung und/oder ADHS testen - das macht auch ein Kinderpsychologe. Dass Du Bücher mit ihm liest etc. ist dann nämlich einfach zu wenig. --- Erwarte keine Dankbarkeit wegen der vielen Spielsachen. Das kapieren so kleine Kinder noch nicht.

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@butz1510

Aber wie soll ich die Verbote denn durchsetzen? Ich verbiete ihm im Prinzip ja permanent, mich zu beschimpfen etc. Aber ich kann machen was ich will (von sagen, dass ich das nicht möchte bis hin zu Verboten), wenn er es in den Kopf kriegt, macht er es halt. Und wenn er mit einem Brotmesser vor einem kleineren Kind steht und es bedroht ist mir das natürlich auch höchst peinlich, denn er weiss ja, dass man das nicht darf- macht es aber trotzdem.

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Hilfe von ausen wäre nicht schlecht. mit Konsequenter Erziehung schaffst du es sicherlich auch alleine. Sage ihm ganz klar das du weder Beschimpfungen noch Schläge von ihm duldest. Drohe ihm eine Strafe an (Zimmerarrest, Fehrnsehverbot u.s.w.) und halte dein Wort. Es ist ein harter Kampf doch er lohnt sich. Wünsche viel Erfolg.

Oh da wäre ich aber ausgesprochen skeptisch, ob Konsequenz und Strenge sich lohnen, wenn die Ursachen der Aggressionen nicht angegangen werden. Das Kind ist ja nicht aggressiv, weil es so lasch erzogen wurde. Dass man aber Grenzen setzt und diese auch einhält, versteht sich von selbst.

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Ja ich würde mit dem Lüdden zum Psychologen und auch dein Ex sollte mit. Dann würde ich mal das Kinder zimmer deines WSohnes durchforsten, denn zuviel Spielzeug überfordert einige Kinder auch, sie wissen dann erst recht nicht, was sie tun sollen. Sei Konsequent! Das ist ganz wichtig. Mach dir eine Liste der Dinge die nicht willst und erkläre deinem Sohn, das er sich an diese Liste halten muss. Mach feste Strafen aus. Dann habt ihr beide etwas, an das ihr euch halten könnt. Allerdings sollten auch Belohnungen drin sein. Immer mehr belohnen als bestrafen. Kinder wollen sich ja auch angenommen fühlen und wenn ihr euch nur noch Zofft wird er vielleicht auch Angst haben, das Mama ihn nicht mehr so lieb hat. Kinder sind da sehr empfindlich. Du schaffst das! Ich kenne das, meine Tochter hatte das auch, sie neigt immer noch zu starken Wutausbrüchen. Aber es wird. Alles gute

Mein Ex würde nicht mitgehen. Für ihn gehöre ich zum Psychologen und nicht das Kind. An Spielzeug ausräumen hab ich auch schon gedacht, aber dann gibts hier nur wieder Terror glaub ich.

Wofür soll ich ihn denn noch belohnen im Moment? WEnn er sich beim einkaufen benimmt bekommt er ja was (in der Regel Playmobil) oder wenn er brav mit zum Arzt geht oder so.

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@Schnupsi

Ich würde ihn eher mit aktionen belohnen als mit spielzeug, wenn er da eh genuch von hat... Eis essen oder ähnliches. Dein Ex macht sich das zu einfach, auch er kann ein auslöser der Agressionen sein, ausserdem sollte ihn das schon interessieren, ist ja auch sein Kind!

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Als engagierter Laienpschologe (-; würde ich sagen, Deinem Kleinen wird jetzt allmählich die Situation der Trennung bewusst und der Loyalitätskonlikt, den es trotz guten Umgangs immer gibt, quält ihn. Ich würde schon mal mit einem Kinderpsychologen sprechen und mit ihm die ganze Geschichte besprechen.

Mein Sohn kennt es doch garnicht anders, als das wir getrennt sind. Seit mein Sohn sich bewusst erinnern kann wohnt er mit mir alleine und Papa mit der (jetzt ja nicht mehr) Neuen zusammen. Seit 2 Jahren ist auch ein kleiner Bruder dort. Ihn liebt er über alles und auch mit der "Neuen" hat er ein gutes Verhältnis (da bin ich ja schon froh drüber). Mit den Verwandtschaftsverhältnissen bzw Beziehungen hat er sich zum Zeitpunkt der GEburt seines Bruders sehr stark auseinandergesetzt.

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@Schnupsi

Das klingt ja alles sehr vorbildlich. Aber wenn ich das unten so alles lese (für meinen Ex gehöre ich zum Psychologen, nicht das Kind), denke ich schon, dass das Kind in einen Loyalitätskonflikt zwischen Papa und dessen Familie einerseits und Mama andererseits gerät. Dass er sich schon mal mit 3 mit den Verwandschaftsbeziehungen auseinandergesetzt hat, ist ja klar, das machen alle Kinder. Aber wahrscheinlich ahnt er jetzt erst, was eine zerrissene Familie bedeutet. Das Kind leidet unter der Trennung (oder unter etwas ganz anderem, was wir hier nicht wissen), und darüber sollte m.E. mit einem Psychologen oder Familientherapeuten geredet werden.

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der Weg zum Psychologen ist schon nicht schlecht, aber ohne dir nahe zu treten wollen, würde ich vorschlagen ihr geht beide... den Kinder sind immer das Spiegelbild der erwachsenen de rnäheren Umgebung und hörst und siehst du dich nicht manchmal selbst, wenn der Kleine austickt?

Und ich kenne das auch, wenn man nach einem Arbeitstag nach Hause kommt und will seine Ruhe haben und wird dann totgeschnattert..die Reaktionen sind manchmal nicht die feinsten..

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