Aggresionstheorie zum Terrorismus?

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2 Antworten

Eine einheitliche Theorie zu Terrorismus gibt es nicht. Viele Verhaltensforscher haben dazu verschiedene Theorien der Gruppendynamik. Deshalb gibt es da noch keinen einheitlichen Namen.

Ich habe da vor kurzem eine Serie gesehen, in der ein Experiment gemacht wurde, um zwei Gruppen gegeneinander aufzuhetzen. Das ist psychologisch gut dargestellt und auch schrittweise erklärt. Im Prinzip kann man jeden Menschen gezielt so bearbeiten und manipulieren, dass er für irgend etwas "in einen Krieg zieht" oder sich zum Krieger "entwickelt".

http://www.zdfneo.de/form/globale-suche-10.html?text=Pl%C3%B6tzlich+Krieg+-+EIn+Experiment+%281%29&Suchen=&action=search

Plötzlich Krieg? - ein Experiment. Auf ZDF neo - über die Mediathek aufzurufen. 

Die sechs Folgen solltest du dir genau ansehen. Dort wird gut dargestellt, wie es angehen kann, das zwei Gruppen trotz aller Intelligenz und bisheriger pazifistischer Einstellung richtig ernsthaft aufeinander losgehen und dabei viele bisher durchaus respektierte gessellschaftliche Grenzen dann übertreten.

Interessant ist auch, am Ende zu sehen, wie die Testpersonen selbst darüber erstaunt sind, zu welcher "Brutalität" sie fähig waren. Es floss zwar kein Blut, aber die Sache war grenzwertig. 

Für mich zeigte das einmal ganz klar wie es möglich war, dass damals die Bevölkerung Deutschlsands plötzlich Juden so hassen konnten, dass sie wissend und durch Denuntiation sogar aktiv deren sicheren Tod in Kauf nahmen. Für mich erschrckend, wie einfach so etwas geht.

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John Paul Scott könnte auch passen. Er hat gesagt, dass der Mensch eine natürliche Tötungshemmung hat, welche durch maschinelle Waffen (Drohnen, Maschinengewehre) herabgesetzt wird. 

Ansonsten: 

Udo Rauchfleisch

Gewalt, Aggression oder Dissozialität sind Folgen von defizitären Lebenserfahrungen (in der frühen Kindheit), sodass ein Mensch die Funktion seines Ich nicht sinnvoll ausbilden kann. Es entstehen narzisstische Störungen im Über-Ich, etc.

Wilhelm Heitmeyer

Gewalt ist ein Versuch der Kompensation von sozialer Desintegration und persönlicher Perspektivlosigkeit in einer „Marktgesellschaft“, in der sich Menschen nicht nur als ungleich, sondern auch als ungleichwertig ansehen müssen.

Obwohl Heitmeyer am besten passt. Unser Pädagogiklehrer hat das auch immer miteinander verbunden und wollte Heitmeyer hören:)

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