Agentur für Arbeit - Fragen zu Nebenjob und Zeitsarbeitsfirmen?

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6 Antworten

Zuerst eimal gibt es diese Regelung nicht, dass man Vorschläge von Zeitarbeitsfirmen im ersten halben Jahr ablehenen darf. Grundsätzlich musst du alle Möglichkeiten nuzten um die Arbeitsloigkeit nicht eintreten zu lassen oder schnellst möglich zu beenden. Und Zeitarbeitsfirmen sind nunmal richtige Arbeitgeber.

Bei Vermittlungsvorschlägen solltest du immer darauf achten ob eine Rechtsfolgebelehrung dabe ist. Ist das der Fall, brauchst du einen wichtigen Grund um die Stelle abzulehen, denn sonst kann eine Sperrzeit von drei Wochen eintreten. (159(1)Nr.2 SGBIII)

Als wichtiger Grund sind zum Beispiel die Fahrzeit (Vollzeit: mehr als 2 1/2 Stunden täglich / Teilzeit: mehr als 2 Stunden täglich) und das Einkommen (In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um
mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30
Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der
Arbeitslosigkeit an weniger als das ALG). Dies fällt unter die Regelung der Zumutbarkeit (§140SGBIII)

Es gibt außerdem kein Berufsschutz, das bedeutet dass du jede Beschäftigung annehmen muss, die deinen Fähigkeiten enspricht. Im Merkblatt 1 stehen übrigens alle deine Rechte und Pflichten drin, da kannst du dass alles nochmal nachlesen.

Nun zu deiner Frage mit dem Nebenverdienst: Es ist möglich einen Nebenverdienst auszuüben. Der Freibetrag liegt bei 165€ im Monat. Die Tätigkeit muss unter 15 Stundenin der Woche liegen (dann liegt weiter die Arbeitslosigkeit vor) und die Vermittungsbemühungen der Agentur haben immer Vorrang.  Verdienst du mehr als 165€, erfolgt eine Anrechnung gemäß §155SGBIII an dein ALG. Wenn du also 450€ verdienst dann werden die 285€ abgezogen. Ggf werden Werbungskosten berücksichtigt, dann wird weniger angerechnet. Wichtig ist, dass du der Arbeitsagentur die Aufnahme des Nebenverdienstes unverzüglich mitteilst.

LG

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Du hast dich auf jede zumutbare Beschäftigung die dir angeboten wird zu bewerben bzw.dich vorzustellen und auch du hast dich auf Stellenangebote zu bewerben,die nicht deinem erlernten Beruf entsprechen !

Solange die Beschäftigung deinen körperlichen und geistigen Fähigkeiten entspricht,kannst du diese nur schwer ablehnen und wenn,dann gibt es eine Sperre.

Unter welchen Bedingungen du etwas ablehnen kannst,ohne das es eine Sperre geben würde,findest du im Internet wenn du mal eingibst ,, Zumutbare Beschäftigung im SGB - lll ",dass ist der § 140 SGB - lll.

Eine Beschäftigung kannst du aufnehmen,aber alles was über 165 € Netto liegt wird von deinem ALG - 1 abgezogen,dazu kannst du dann separat noch Aufwendungen für die Beschäftigung geltend machen,wie Fahrkosten zur und von der Beschäftigung.

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Zumutbare Arbeit darfst du überhaupt nicht ablehnen. Die Streitfrage lautet: "Was ist zumutbar".

Zeitarbeit ist NICHT per se unzumutbar.

Die Ablehnung eines Stellengebots musst du defintiv mit nachvollziehbaren Gründen belegen. Das ist GRUNDSÄTZLICH eine Einzelfallentscheidung.

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450€ Job kannst Du machen. Du bist dann auch weiter beim Amt als arbeitssuchend gemeldet. Das Einkommen wird mit dem ALG verrechnet. Es ist jede Form von Arbeit anzunehmen also auch Zeitarbeit.

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Du musst jede Arbeit annehmen ob das jetzt ungerecht ist, ist natürlich eine andere Sache. Du bist verpflichtet dich allein um deinen Lebensunterhalt zu kümmern und darfst in diesem Fall (zumutbares) Angebot ablehnen.

Den 400€ Job kannst du natürlich annehmen, dann würdest du aufstockend H4 bekommen. Aber du müsstest den Job sofort Kündigen wenn du eine Vollzeitstelle in einem anderen Unternehmen bekommen könntest.

So sagt es jedenfalls meine Tante die beim Arbeitsamt arbeitet. Sie sagt auch, dass es reicht wenn du dich bewirbst und dann einfach sagst du hast die Stelle nicht bekommen ;-)

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Also zu Punkt ein kann ich dir sagen: Zeitarbeitsfirmen sind "richtige" Arbeitgeber! Daher auch das Muss zur Bewerbung. Leider ist die Arbeitsweise einiger Zeitarbeitsfirmen unprofessionell und die ganze Brange wird in Mitleidenschaft gezogen. Die Zeitarbeitsfirma muss regelmäßig Verträge (Arbeitnehmerüberlassungsverträge und Arbeitsverträge) der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit vorlegen. Auch müssen sie die Bezahlung angelehnt an einen Tarifverrag vornehmen, tun sie dies nicht, müssen die Leiharbeitnehmer genauso eingestuft werden, wie die Festangestellten in dem Betrieb in den sie verleiht werden. Der AN muss einfach bei Arbeitsvertragsabschluss beachten, in welche Traifgruppe er eingestuft wird. Wer einen Facharbeiterabschluss hat, sollte sich auch dementsprechend einstufen lassen (nicht als Hilfsarbeiter) und schon muss entsprechend gezahlt werden. Viele Zeiarbeitsfirmen stufen einfach falsch ein, um wenig zahlen zu müssen!

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