Afrika-das reichste Land der Welt

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Weil sämtliche Rohstoffe und Bodenschätze von Amerika und Europa geplündert werden.

Die Antwort ist genau so falsch, wie die Fragestellung. Das sind Kontinente! Und die bestehen aus etlichen Ländern, von denen jedes für sich verantwortlich handelt. Vielleicht ist es Rumänien, das da plündert? Oder welchen Staat in Europa sprichst Du an? Und in Amerika meinst Du wohl Mexiko?

Werdet Euch erst mal über die Begriffe klar, ehe Ihr solche Behauptungen los laßt!

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@helrich

Jo, Helrich ....... hier kriegt man ganz schwer Kopf.

Klischeekiste auf, Klischeekiste zu und schon haben wir wieder etwas gelernt.

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China soltle man auch nicht vergessen, aber insgesamt viel zu kurz gedacht und deshalb unsinnig...

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Vom Amt für Friedenspädagogik, Tübingen:

*M 4: Erste, Zweite, Dritte Welt

Der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen verfasste 1961/62 folgende Definition:

Erste Welt: Länder deren Volkswirtschaften sich hauptsächlich durch ihre Marktorientierung bestimmen.
Zweite Welt: Länder, deren Volkswirtschaften sich hauptsächlich durch ihre zentrale Planung bestimmen.
Dritte Welt: Länder, deren Volkswirtschaften hauptsächlich Tauschwirtschaften sind.

Vgl. BMZ (Hrsg.): Journalisten-Handbuch Entwicklungspolitik 89/90. Bonn o.J., S. 256. M 5: Dritte Welt

Jenseits aller Begriffsscholastik scheint jeder zu wissen, was unter der Dritten Welt gemeint war und noch immer gemeint ist:

Sie ist die »arme Welt«, der im Vergleich zum reichen und industrialisierten Westen »weniger entwickelten Länder«, wobei für die reichen Ölländer zumindest das Merkmal der industriellen Unterentwicklung zutrifft.
Sie ist eine mehrheitlich »nicht-weiße« Welt, die in den entwicklungspolitischen Kinderjahren auch als »nicht-westliche Welt« bezeichnet wurde. (...)
Sie zählt sich selbst weder zur westlich-kapitalistischen Ersten Welt noch zur östlich-sozialistischen Zweiten Welt. Dieses blockpolitische Selbstverständnis, das sich auch in der Zugehörigkeit zur Bewegung der blockfreien Staaten manifestierte, wurde durch die Auflösung der Blöcke hinfällig. (...)

Die Dritte Welt als konstruierte Einheit war schon vor dem Zusammenbruch des militärisch-ideologischen Blocks der Zweiten Welt hinter unterschiedlichen Entwicklungen, Interessen- und Problemlagen verschwunden. Sie bildete niemals eine homogene Gruppe und politische Einheit, sondern immer eine lockere Gruppierung von Staaten in drei Kontinenten, die durch Selbst- und Fremdzuschreibungen jenseits der beiden feindlichen Blöcke in der Bipolarität des Ost-West-Konflikts plaziert wurde. Dritte Welt war immer ein politischer Begriff und kein theoretisches Konstrukt, auch wenn sich Wissenschaftler darum bemühten, sie auf theoretische Fundamente zu stellen. Die Rede vom »Ende der Dritten Welt« setzt etwas voraus, was es niemals gegeben hat; sie verabschiedete sich also gewissermaßen von einem selbstkonstruierten Phantom.

Franz Nuscheler: Entwicklungspolitik. Bonn 2006, S. 120 f. M 6: Vierte Welt

Zur Gruppe der »am wenigsten entwickelten Länder« (Least Developed Countries – LLDC) werden von der UN 49 Länder gezählt. Die Kriterien zur Einteilung wurden 2000 vom Komitee for Development Planning überarbeitet und neu gefasst und beinhalten nun:

ein Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 900 US-$ pro Jahr;
einen Augmented Physical Quality of Life Index (APQLI), bestehend aus Lebenserwartung, Kalorienversorgung pro Kopf, Einschulungsraten in Primar- und Sekundarschulen sowie der Alphabetisierungsrate unter Erwachsenen, der den Grad des »human resource development« messen soll;
einen Economic Vulnerability Index (EVI), der fünf Indikatoren beinhaltet, u.a. die Export-Konzentration, die Instabilität der landwirtschaftlichen Produktion und Aufteilung der Wirtschaft in Produktions- und Dienstleistungsbereiche.

Länder mit mehr als 75 Mio. Einwohnern wurden von vornherein aus der LLDC-Gruppe ausgeschlossen.

Vgl. Franz Nuscheler: Entwickungspolitik. Bonn 2006, S. 101.

Anmerkung: Die internationalen Organisationen kürzen »Least Developed Countries« als LDC ab. Im entwicklungspolitischen Sprachgebrauch werden sie aber als LLDC von den LDC (Less Developed Countries) unterschieden. M 7: Zerfallene Staaten

In der April-Nummer von Le Monde Diplomatique tauchte 1999 eine neue Ländergruppe auf: chaotische und unregierbare Gebilde, deren Staatlichkeit kollabierte. Für manche Autoren bilden viele Länder aufgrund zerbrechlicher oder schon zusammen gebrochener Staatlichkeit nur noch virtuelle Konstrukte auf der politischen Landkarte, die mangels Daten auch in internationalen Statistiken nicht mehr existieren. Für sie fallen diese gescheiterten, zerfallenden oder bereits »zerfallenen Staaten« (failed states), »quasi-states« oder Schrumpfstaaten sowohl aus dem Erklärungsbereich der Entwicklungstheorie als auch aus den Zielgebieten sinnvoller Entwicklungspolitik heraus. Dies gilt vor allem für viele afrikanische Länder, beispielhaft für die DR Kongo, Liberia oder Somalia, deren Staatlichkeit nur noch auf dem Papier steht. Zerfallene Staaten schaffen nicht nur ein Entwicklungsproblem, sondern auch ein regionales und internationales Sicherheitsproblem.

Franz Nuscheler: Entwicklungspolitik. Bonn 2006, S. 104.*

Liebe Klara, lies mal und versuche mal dein verdrehtes Weltbild etwas zu 'richten'.

Wie denn?Ich kann das kaum sinnlich verstehen,wie soll das mein Weltbild zurechtrücken??Kannst du mir vielleicht in einfacheren Worten erkläre,woher diese Staaten die Waffen haben um ihr Land zu zersplittern???

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@Klara2012

Verrate mir doch mal wie alt du bist.

DU hast den Begriff 'Dritte Welt' hier eingebracht und ich fürchte, du weißt bis jetzt nicht, wie der Begriff definiert wird bzw. was er aussagt.

Bei der dritten Welt geht es in erster Linie NICHT um Waffen oder Kriege. Das ist ein ganz anderes Thema.

Ganz einfach: die erste Welt erklärt die dritte Welt für arm ............. dieser Begriff ist ein Konstrukt und keine unbedingt den Tatsachen entsprechende Aussage.

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Korruption in allen bereichen von oben bis unten, und Entwicklungshilfe in Billionenhöhe. Asien war vor 50 Jahren noch ärmer und bekam keine Entwicklungshilfe und steht heute sehr gut da, EH schadet viel mehr als es nützt.

Erstens fließt mehr Geld aus der Diaspora nach Afrika und zweitens wird schon lange von afrikanischen Wirtschaftsexperten empfohlen, Entwicklungshilfe abzuschaffen.

Von der Entwicklungshilfe profitieren die Geberländer und davon gibt es immer mehr, selbst Länder, die selbst Entwicklungshilfe bekommen, zahlen mittlerweile an afrikanische Staaten, die ihnen wirtschaftlich von Nutzen sein können.

Korruption in großen Stil wird durch Entwicklungshilfe oft erst möglich gemacht, nicht immer aber eben viel zu oft.

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@Affia

Ich denk mal,die Quelle für das Leid in Afrika führt zur gleichen Quelle,die für die anderen Leiden auf Erden seit dem 18.Jhdt. verantwortlich sind...

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@Klara2012

Hör doch einfach mal auf damit ,dass alle alle alle Menschen in Afrika leiden ohne Ende. Es ist nicht so .......... Punkt!

Anstatt sich über die Verbrechen und Fehler in der Vergangenheit auszulassen, sollte man wirklich über JETZTZEIT reden und diskutieren. Nicht alles, was in Afrika nicht 'rund' läuft ist wirklich noch mit Kolonialzeit in Verbindung zu bringen. Mit dieser Ansicht machen wir Afrikaner zu Opfern und Bittstellern und Menschen zweiter Klasse.

Mein Mann wundert sich, dass ich hier schon den ganzen Tag kurz vor dem Austicken bin .................. ich wünschte, er würde mal hier antworten. Will er aber nicht. Er sagt, er regt sich nicht mehr über die Dummheit der Leute auf.

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@Klara2012

Und was hat das Buch explizit mit Afrika zu tun?

Ich empfehle dir afrikanische Literatur von afrikanischen Autoren. Vielleicht verstehst du dann etwas besser die afrikanischen Probleme und Nichtprobleme.

Es gibt sehr trauriges und sehr gutes Leben in Afrika. Du musst lernen zu differenzieren. Es gibt auch hier Armut und Reichtum und immer noch einen zufriedenen Mittelstand. Du würdest doch die deutschen Bürger auch nicht alle über einen Kamm scheren oder sogar alle Europäer.

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Afrika ist kein Land sondern ein Kontinent mit viele verschiedenen Ländern. Afrika ist groß und hat auch verschiedenen Klimazonen. Afrika hat viele Staaten und ist nicht nur einer. dieser Kontinent wurde arm weil er vo den Europäern und anderen reichen Menschen ausgeplündert wurde. es wurde mit der Zeit arm gemacht.

Das Land wurde schon immer ausgebeutet und konnte keinen Gewinn mit seinen Schätzen machen. Außerdem gibt es eine große Bevölkerung in Afrika. Es gibt wenig Sicherheit, die Polizei hat keine Möglichkeit oder sagen wir eine geringe Möglichkeit dem Verbrechen entgegenzutreten. Zusätzlich herrscht eine große Korruption in Afrika. Die ganzen Bürgerkriege, Hungersnöte und Naturkatasstrophen haben ihr übriges dazu getan. China unterstützt zwar zur Zeit Afrika, aber die wollen eigentlich auch nur an die Bodenschätze für wenig Geld. Ganz aktuell sind doch die Aufstände im Norden, wie z.B. in Lybien. Ganz zu schweigen von den Menschenmassen die auf Booten das Meer überqueren, weil sie in Europa ein besseres Leben suchen bzw. eins aufbauen wollen. Warum wollen diese Menschen wohl raus aus ihrem Land, trotz der vielen Bodenschätze? Weil dort leider in vielen Gebieten kein normales, sicheres Leben möglich ist.

Ist zwar richtig, was Du schreibst, aber unvollständig. Das fing doch schon zu Zeiten der "alten Ägypter" an. Woher hatten die denn ihre unermeßlichen Reichtümer?

Und irgendwann kamen dann die Amerikaner und haben den halben Kontinent entvölkert, weil sie Sklaven brauchten.

Die meisten afrikanischen Völker waren eben Naturvölker, wie auch die Indianer, und verfügten über ein hervorragendes Naturwissen, was Pflanzen, Tiere und Medizin betraf, aber über fast kein technisches Wissen. Deshalb haben sie den Anschluß verpaßt und wurden und werden ausgebeutet.

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@Wapiti64

Gebt den Menschen keinen Fisch,sondern zeigt ihnen wie man angelt...

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@Wapiti64

jo hast recht. Das sind natürlich auch noch wichtige Aspekte!

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@Wapiti64

Es gab auf dem afrikanischen Kontinent immer schon KULTUR und KULTUREN.

Übrigens gab es diese Kulturen schon lange vor den Europäern aber uns gefällt es immer noch gut, dass wir den Kontinent kultiviert haben, haben wir aber nicht. Das Ergebnis sieht man ja in einigen Ländern.

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Afrika ist sicherlich nicht bevölkerungsarm aber es ist noch lange nicht der bevölkerungsreichste Kontinent. Es gibt immer noch große unbesiedelte Gebiete und damit meine ich keine Wüstengebiete.

*Es gibt wenig Sicherheit, die Polizei hat keine Möglichkeit oder sagen wir eine geringe Möglichkeit dem Verbrechen entgegenzutreten. Zusätzlich herrscht eine große Korruption in Afrika. Die ganzen Bürgerkriege, Hungersnöte und Naturkatasstrophen haben ihr übriges dazu getan. * Das hört sich ziemlich gefährlich an. Man kann ja praktisch keinen Schritt ohne Angst machen in afrikanischen Ländern??????

Nun ja, ich werde in Ghana immer behandelt wie ein rohes Ei damit mir nur ja nix passiert aber ich wäre nicht ich wenn ich keine Alleingänge starten würde und mir ist nie niemals etwas passiert. Ich war auch allein dort und ich habe dort nachts allein auf der Straße genauso viel Angst wie hier in Deutschland.

Eine Freundin lebt und arbeitet in Kamerun. Sie fühlt sich wohl, sie fühlt sich sicher. Andere Freundinnen halten sich oft in Gambia auf, ebenfalls sicher. Für jedes Land der Welt gilt wahrscheinlich, dass man sich nicht bewusst in Gefahr begeben sollte. Ich würde z.B. niemals allein ein Township besuchen.

Und natürlich gibt es afrikanische Länder, die ich zur Zeit wegen zu vieler Konflikte nicht besuchen würde. Da gerät man leicht zwischen die Fronten aber Afrika grundsätzlich für desolat und unsicher zu halten ist schlicht falsch gedacht.

Korruption ist leider weit verbreitet .......... weltweit. Bei solchen Vorwürfen müssten sich viele an die eigene Nase packen.

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@Affia

Warum nennt man es dann "Dritte Welt"?

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@Klara2012

Damit du etwas zu nöhlen hast! ................... Quatsch, das war natürlich ein Scherz.

Ja, erklär mal, was Dritte Welt bedeutet. Ich bin gespannt auf deine Interpretation. Ganz sicher ist es ein Begriff, den WIR (Weißen, Westler) uns ausgedacht haben für die wirtschaftliche Schieflage auf div. Kontinenten. Wir sind erste Welt, die zweite gibt es nicht, ist mir jedenfalls nicht bekannt, und dann gibt es halt die dritte Welt, die durch ihren 3. Platz schon automatisch disqualifiziert ist in fast jedem Bereich.

Du kannst nicht die Menschen und politischen Verhältnisse eines ganzen Kontinentes über einen Kamm scheren, es gibt mehr als 1.500 unterschiedliche Kulturen und Sprachen und die unterschiedlichsten Religionen auf diesem KONTINENT. Genau deshalb solltest du lernen zu unterscheiden zwischen einem Land und einem Kontinent. Das hat nichts mit Wasser und Land zu tun, es geht um viele Staaten auf einem Kontinent.

Wenn es im Osten Afrikas Konflikte oder Hungersnöte gibt, dann bekommt der Westen Afrikas das oft gar nicht mit weil dort politisch gerade alles stabil ist und die Leute eben keine Konflikte im Land haben und auch nicht Hunger leiden.

Wo Menschen zufrieden sind mit den politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen, da wird auch die Kriminalität im Griff zu halten sein. Da geht es in afrikanischen Staaten nicht anders zu als in Europa oder Deutschland. Solche Staaten (ich sag jetzt mal nicht mehr Länder!!!) gibt es in Afrika und einer davon ist Ghana. Du wirst auf den Flüchtlingsbooten nur selten Ghanaen sehen dafür aber umso mehr Menschen aus dem Sudan. Im Sudan geht es den Menschen halt wesentlich schlechter. Die meisten Flüchtlinge aus afrikanischen Ländern (STAATEN) flüchten übrigens in afrikanische Nachbarländer (Nachbarstaaten) und nicht nach Europa.

Manchmal haben wir da eine verschobene Wahrnehmung oder wollen es auch nicht anders wissen.

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@Affia

Versteh ich nicht...Schließlich breiteten sich die ersten Menschen von Afrika über die Erde aus...Was genau ist da schief gelaufen,die werden schließlich nicht seit 2Mill.Jahren Dritte Welt genannt...

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@Klara2012

Eben, sie breiteten sich aus und lebten unter sehr unterschiedlichen klimatischen Bedingungen. Die Menschheit hat sich nicht an einem Ort 'entwickelt'.

Aus afrikanischer Sicht ist bis zur Kolonialisierung und Versklavung tausender Afrikaner nichts schief gelaufen. Es gab immer schon afrikanische Kulturen und die auch höher entwickelt als es heute die Allgemeinheit wahrhaben will. Vielleicht haben Afrikaner nicht das Rad erfunden aber sie waren ohne 'uns' durchaus lebensfähig.

Im übrigen werden nicht nur afrikanische Länder zur dritten Welt gezählt. Es sind alle Länder, in denen das Bruttosozialprodukt zu niedrig ist, alle Menschen eines Landes satt zu bekommen und das hat nichts damit zu tun, dass die Menschen in diesen Ländern unfähiger sind. Sie haben nicht die gleichen Ausgangsbedingungen wie z.B. DU.

Solange die Weltwirtschaft afrikanische Länder nicht gleichberechtigt mit ins Boot holt, wird sich auf dem Kontinent nicht viel ändern. Die Welthandelsbank lässt Afrika kaum die Luft zum Atmen, wie, bitte schön, sollen diese Länder dann jemals ihre Probleme stemmen?

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AFRIKA IST EIN KONTINENT!!!😡

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