Ärztlicher Behandlungsfehler, Medizinischer Dienst der Krankenkasse (AOK) einschalten?

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8 Antworten

Der MDK wird von der Kasse bezaht und soll der Kasse helfen Geld zu sparen. D.h. er ist daran interessiert, den Ärzten einen Behandlungsfehler nachzuweisen. Dabei interessieren ihn in erster Linie Fakten. Auf die würde ich mich beschränken. 

Da die Ärzte der Schweigepflicht unterliegen braucht der MDK  für jeden Arzt extra eine Schweigepflichtentbindungserklärung, damit er die Behandlungsunterlagen bei den Ärzten anfordern kann.

Es gibt auch noch die Möglichkeit, sich bei einem Verdacht auf einen Behandlungsfehler an die Ärztekammer zu wenden.

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Kommentar von JulietteLima
18.10.2016, 01:04

Sehr informativ, vielen Dank für die Antwort, hat mir auf jeden Fall weitergeholfen.

Also dann sollte ich auf jeden Fall den MDK einschalten, bzw. es wäre nicht zu meinen Nachteil?

Wegen des "Gedächtnisprotokolls" wo man persönlich schildern soll bei welchen Ärzten man war. Habe dort ziemlich genau (wenn auch relativ kurz) geschildert wie die jeweilige Untersuchung abgelaufen ist, z.B. "es wurden keine Therapievorschläge gemacht" und das der Arzt mir in einem Fall den Kommentar "Shit happens" an den Kopf geworfen hat, was im Prinzip einem Schuldeingeständnis gleichkommt wie ich finde. Das war übrigens in der Klinik wo die OP gemacht wurde. Die andere Ärztin hat über die betreffende Klinik sehr negativ geäußert, aber wohl hauptsächlich weil die beiden in direkter Konkurrenz zu einander stehen. Auch habe ich am Ende des Gedächtnisprotokolls noch zum Ausdruck gebracht, was für Einschränkungen ich durch die Thrombose habe und das die Sache für mich, im Falle einer Berufsunfähigkeit ein existenzieller Super GAU wäre!!!

Oder sollte ich das nicht erwähnen? Ich meine der KK geht es erstmal darum ihre eignen (finanziellen) Interessen zu vertreten, mein persönliches Schicksal interessiert die nicht wirklich, oder?

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Hallo,

meine erste Anlaufstelle in deinem Fall wäre für mich auch eine Fach-Anwaltskanzlei und würde mich hier genau erkundigen über Vor oder Nachteile bzw. dem Anwalt die Ist-Situation schildern. Ebenso wegen der Schweigepflichtentbindung, mögliche Unkosten und den etwaigen Konsequenzen für dich. Somit bist du auf der sichersten Seite und siehst für den nächsten Schritt klarer ohne die Pferde scheu zu machen. Lg

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Kommentar von JulietteLima
18.10.2016, 00:32

Die Sache ist die, habe bisher noch keinen Rechtsanwalt gebraucht, von dem her habe ich erst kürzlich eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen und da gibt es ja die mehrmonatige Wartefrist und die geht in meinem Fall bis Anfang Dezember... trotzdem danke.

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Wenn ich richtig informiert bin dann ist der erste Termin bei einem Anwalt zur Information oder Themendarlegung ja kostenlos. Günstig wäre sicher ein schneller Termin den man relativ bald bekommt wenn es um ein "Schnupper" oder Informationsgespräch geht. Und dann dir die nächsten Schritte oder Möglichkeiten vorschlägt, alles normal noch kostenlos. Danach kannst du ja weitersehen. Lg

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Kommentar von JulietteLima
18.10.2016, 01:20

Danke für die Info! Ich werde einfach mal in der Kanzlei anrufen und fragen, die sollten mir das ja sagen können?! Wie gesagt, Rechtsschutz habe ich erst kürzlich abgeschlossen und da besteht eine dreimonatige Wartefrist, die Anfang Dezember abläuft.

Mir wurde aber auch schon gesagt, dass wenn der Fall vor dem Datum an dem man die Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat liegt, die Versicherung nicht zahlen würde?
Stimmt das?

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Hallo

ich würde mich von einem Fachanwalt für Medizinrecht beraten lassen. Oft ist in so ernsten und wichtigen Fällen ein guter juristischer Berater Gold wert. Das ist oft günstiger als man denkt und gut investiertes Geld. Wir hatten auch einen Fall im Bekanntenkreis und da hat der Anwalt sich um alles gekümmert und super viel erreichen können.

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Kommentar von JulietteLima
18.10.2016, 01:24

Wie bereits (oben) gesagt, habe bisher noch keinen Rechtsanwalt benötigt und erst kürzlich einen Rechtsschutz abgeschlossen, die Wartefrist läuft erst Anfang Dezember ab...

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Mach das. Über den MdK ist eine nicht schlechte Möglichkeit.

Gib ruhig an, was der eine oder andere Doc gesagt hat. Das ist dann nicht unbedingt ein Beweis, kann aber auch für die Krankenkasse wertvolle Hinweise geben.

Eine weitere für Dich kostenfreie Möglichkeit wäre übrigens die  Gutachterschlichtungsstelle der Ärzte.

Anwalt und Gerichtsverfahren würde ich erstmal zurückstellen, besonders, wenn Du dafür noch keinen Rechtschutz hast. Du wirst vor allem Schwierigkeiten haben, ein entsprechendes Gutachten zu bekommen und schon die Erstberatung kostet. Dagegegen kannst Du gut auf den Gutachten der Krankenkasse und der Gutachterschlichtungsstelle aufbauen.

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Kommentar von Silo123
18.10.2016, 08:10

PS: Und schaue, daß Du zur Zeit in ärztlicher Behandlung deswegen verbleibtst,egal,ob die Ärzte helfen können oder nicht, damit Deine jetzigen Einschränkungen dokumentiert bleiben.

Ein kleiner Tipp dabei: Erwähne bei denzur Zeitbehandelnden Ärzten nicht, daß Du einen Behandlungsfehler siehst.

Warum? Weil dann die Ärzte Deine jetzigen Probleme runterspielen können, in der Dokumentation Dir noch Psychosachen anhängen und was nicht alles können, um die erstbehandelnden Ärzte zu schützen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Das letzte muß ich Dir wegen meinen Erfahrungen bei einem Behandlungsfehler schreiben.

Ich könnte darüber fast ein Buch schreiben, der Wahnsinn,was damals abging.

Anwalt schaltest Du dann erst ein, wenn Du hoffentlich für Dich brauchbare Gutachten der oben genannten Stellen hast.

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Meiner Erfahrung nach sind die Chancen solche Rechtsstreitigkeiten gewinnen zu können, sehr gering.

 Rechtsanwälte erzählen da gerne etwas anderes, schliesslich werden sie unabhängig vom Erfolg bezahlt. 

In der Presse liesst man gelegentlich auch, dass Patienten Prozesse gegen Ärzte gewonnen hätten; das sind einzelne Opfer, die das System erbringt, um den Menschen zu suggerieren, sie würden in einem Rechtsstaat leben.

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Dann solltest Du Dich zusätzlich von einem Fachanwalt beraten lassen.

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Nabend,

hatten Sie ein postoperative Thrombose? Damit haben Sie schließlich einen Fakt, den Sie durch einen anderen Arzt bestätigen lassen können. Allerdings ist eine postoperative Thrombose letztlich eine Komplikation die jeder Arzt und Heilpraktiker kennt. Demnach haben Sie doch sicherlich ein Medikament zur Thromboseprophylxe bekommen, oder?

Vor der Operation wurden Sie sicherlich auf die Thrombosegefahr hingewiesen.

Kann aber auch sein das ich müde bin und Ihre Frage nicht verstanden habe.

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Kommentar von JulietteLima
18.10.2016, 00:39

Ja richtig, es hat sich eine postoperative Thrombose eingestellt. Das ist eben der "springende Punkt" ich bekam nur am Tag der OP eine Heparinspritze (Thromboseprophylaxe) und dann eben nicht mehr. Also ich denke die Sachlage ist schon ziemlich eindeutig... Danke für ihren Kommentar. 

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