Wie kann ich meine ärztliche Behandlung im Ausland weiter führen?

4 Antworten

Du müsstest dich auf jeden Fall in Spanien versichern. Dort gilt zum einen Sozialversicherungspflicht, wenn du Einkommen hast. Zusätzlich kannst du noch eine Privatversicherung abschließen, die dir allerdings in diesem Fall nichts nützt, da Rezepte rein von öffentlichen Ärzten erstellt werden dürfen, nicht von Privatärzten.

Vor Ort musst du in das Centro de Salud deines neuen Heimatortes oder -Stadtteils gehen. Das sind Ärztezentren des öffentlichen Gesundheitssystems. Dort brauchst du einen Hausarzt (médico de cabecera) bzw. kannst den Besuch beim Spezialisten beantragen. Ohne Hausarzt bzw. Termin kommst du zur Notaufnahme. Diese darf keine Rezepte ausstellen. Die Kosten bekommst du danach vom Hausarzt ersetzt. Im Normalfall gibt es sehr schnell Arzttermine zudem sind die Wartezeiten meist niedrig im Vergleich zu Deutschland. Krankenhaustermine sind allerdings längerfristiger.

Der Hausarzt bzw. wenn die Sichtung durch einen Spezialisten notwendig ist, dieser, verschreiben dir dann die Medikamente. Über den Daumen gepeilt kann man sagen, dass Medikamente zur Behandlung verschrieben werden, welche die "nur" Sympthome lindern normal vom Patienten voll zu tragen sind. Es gibt einen Selbstbehalt in % bei verschreibungspflichtigen Medikamenten. Medikamente sind aber i.d.R. deutlich günstiger als in Deutschland (werden auch vom Staat von den Kosten her gedeckelt und von der autonomen Region meist in Massen eingekauft, damit billiger). Für chronisch Kranke gibt es dazu noch Grenzen, die den Selbstbehalt auf eine maximale monatliche Grenze deckeln. Einzelheiten hängen aber stark von der autonomen Region ab.

Aber: so mal schnell von Deutschland nach Spanien überweisen geht nicht. Du musst dich dort anmelden und der zuständige (Fach-) Arzt dort entscheidet, im Einklang mit den regionalen Gesetzen.

Anmerkung: natürlich darf ein Privatarzt auch Rezepte ausstellen. Allerdings muss bei Privatrezepten der Patient den Medikamentenpreis voll entrichten.

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@mambero

 Du müsstest dich auf jeden Fall in Spanien versichern. Dort gilt zum einen Sozialversicherungspflicht, wenn du Einkommen hast

Sorry - aber so pauschal ist die Antwort falsch.

Denn bisher steht noch nicht fest, dass er überhaupt in die gesetzliche Krankenversicherung in Spanien muss.

Denn er kann u.U. auch weiterhin privat versichert bleiben.

Ergänzend: ich habe mehrere Kunden die in Spanien leben und bei uns privat krankenversichert sind.

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@Apolon

Hallo, ich meinte damit, dass es - im Gegensatz zu Deutschland - in Spanien keine Versicherungspflichtgrenze gibt, über dieser man von der Sozialversicherungspflicht befreit wäre.

Ebenso ist man z.B. als Selbständiger (Autónomo) weiterhin verpflichtet, in die spanische Sozialversicherung einzuzahlen, kann als Selbständiger jedoch zumindest die Klasse frei wählen, d.h. sich ggf. freiwillig unterversichern.

Eine Privatversicherung wird in Spanien immer zusätzlich zur gesetzlichen KV angeboten. Es gibt dort nicht die entweder-oder-Lösung wie in Deutschland.

Allerdings meinte ich dies alles eben in dem Zusammenhang, dass diejenige Person dort Einkommen erwirtschaftet, also sozialvesicherungspflichtig wird.

Es geht hier auch um eine Überweisung zum spanischen Facharzt inkl. Übernahme der Medikamentenkosten. Diese werden z.B. in Spanien durch Privatversicherungen nie übernommen. Das Rezept berechtigt zwar den Kauf rezeptpflichtiger Medikamente in Spanien, vermindert jedoch nicht den Betrag, der hier dann voll bezahlt werden muss, während es im Rahmen der gesetl. span. KV eben eine teilweise Kostenübernahme inkl. über einem Limit volle Kostenübernahme von Medikamenten gibt.

Inwieweit dies über eine dt. private Krankenversicherung dann abgerechnet wird, war nicht die Frage. Im Normalfall arbeiten auch gesetzliche Einrichtungen in Spanien nicht mit Privatversicherungen zusammen. Entweder es gibt eine europäische Krankenkarte (früher glaube ich war das der E-111), die jedoch nur auf der Reise entstehende Krankheiten und Unfallfolgen übernimmt, oder es muss das Geld vorgestreckt werden, d.h. die span. Sozialversicherung übernimmt diese nicht.

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@mambero

 Hallo, ich meinte damit, dass es - im Gegensatz zu Deutschland - in Spanien keine Versicherungspflichtgrenze gibt, über dieser man von der Sozialversicherungspflicht befreit wäre.

Könntest du dir auch vorstellen, dass Berufssoldaten im , bzw. deutsche Beamte im Ruhestand die keiner Versicherungspflichtgrenze unterliegen nach Spanien auswandern um dort ihren Lebensabend zu verbringen.

Diese können weiterhin in der PKV versichert bleiben.

Leider meldet sich der Threadersteller nicht mehr und informiert uns aus welchem Grund er nach Spanien auswandert.

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 Sobald ich den Wohnsitz abgemeldet habe, darf ich aber keine deutsche Krankenversicherung mehr haben.

Wo hast du denn diese Information her ?

Dies ist falsch, natürlich dürfen privat versicherte, die nicht mehr in Deutschland gemeldet sind unter Umständen ihren Vertrag auch im Ausland weiter führen.

Nur um hier weiterhelfen zu können, müsstest Du uns mal mitteilen, weshalb du nach Spanien auswanderst ?

Was willst du dort machen, Arbeit, Rente, Ruhestand oder evt. aktive Beamtenstatus, oder Bundeswehr, oder um was geht es.

Gruß N.U.

Hallo, da liegt mein Problem: Kann ich als Pensionär, nur in Italien gemeldet, die PKV behalten?  Kerngesund30

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@Kerngesund30

Wenn du bereits in einer PKV bist und als Pensionär in Italien deinen Lebensabend verbringst, kannst du natürlich auch in der PKV versichert bleiben.

Ich habe viele Kunden die im Ausland, sogar außerhalb von Europa ihren Lebensabend verbringen und immer noch bei uns in der PKV versichert sind.

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Dann solltest du vorab klären, ob eine spanische Krankenversicherung dieses Risiko überhaupt übernimmt.

Das ist längst nicht selbstverständlich.

Als Rentner könntest du ohne weiteres in der deutschen Krankenkasse bleiben.

Allerdings deckt die internationale Krankenkarte nur akkute Krankheiten oder Verletzungen, die vor Ort entstanden und ist ausdrücklich nicht für chronische Erkrankungen da. Dort gilt es: entweder es besteht eine spanische KV oder die Seguridad Social kann die Behandlung verweigern bzw. deren Kosten vom Patienten einfordern, da dies ausdrücklich nicht Teil des EU-Abkommens ist.

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@mambero

Leute bitte erst mal die Frage richtig lesen bevor ihr antwortet!

Hier handelt es sich um einen PKV-Versicherten.

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