Ärztin droht nach schlechter Bewertung mit Klage - ist das legitim?

... komplette Frage anzeigen

14 Antworten

"Anwalt.de" schreibt dazu auszugsweise und aus meiner Sicht recht treffend:


Bewertungen im Internet, genauer in Bewertungsportalen sind
grundsätzlich zulässig und Ausfluss der grundrechtlich durch Art. 5 GG  geschützten Meinungsfreiheit. Danach muss jeder es hinnehmen, dass Dritte die von ihm angebotenen Produkte und Dienstleistungen bewerten.
Hierbei muss er allerdings nur sachliche Kritik und Werturteile
hinnehmen. Ehrverletzende Schmähkritik, welche den Bewerteten herabwürdigen soll und keine sachliche Auseinandersetzung beinhaltet, ist nicht von der Meinungsäußerungsfreiheit geschützt. Das hat zur
Folge, dass man natürlich äußern darf, dass man bestimmte
Dienstleistungen oder Produkte für mangelhaft befindet, jedoch sollte man dabei stets auf die Wortwahl achten. Beispielsweise sollten Begriffe wie „Pfuscher“ oder „Betrüger“, welche beleidigender Natur sind, tunlichst vermieden werden.

Bewertungen bestehen oft jedoch nicht
nur aus Meinungsäußerungen, welche durch das Merkmal des subjektiven Dafürhaltens geprägt sind. Meist sind sie vielmehr mit Tatsachenbehauptungen verbunden. Solche unterscheiden sich von Meinungsäußerungen dadurch, dass deren Inhalt dem Beweis zugänglich ist.
Man kann den Wahrheitsgehalt oder die Unrichtigkeit der Äußerung also nachweisen. Tatsachenbehauptungen im Rahmen von Bewertungen sind ebenfalls solange zulässig und von dem Bewerteten hinzunehmen, wie sie der Wahrheit entsprechen.





Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Blocksätze lese ich nicht.

Daher allgemeine Antwort:

  1. Schmähkritik ist verboten
  2. Unwahre Tatsachenbehauptungen sind verboten
  3. Sachliche Kritik, die wahre Tatsachen beschreibt muss toleriert werden auch wenn sie unternehmensschädigend ist.
  4. Es gibt aus dem Zivilrecht heraus keinen durchsetzbaren Anspruch auf Herausgabe deiner Daten. Das ginge nur über eine Akteneinsicht in eine strafrechtliche Ermittlung.
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Über die Bewertung in solchen Portalen gibt es zahlreiche Urteile, die auch sehr unterschiedlich ausfallen.

Den maßgebende Grundsatz hat das Bundesverfassungsgericht festgehalten (
BVerfG Urteil v. 29.06.2015 – Az.: 1 BvR 2646/15).

Die Meinungsfreiheit überwiegt grundsätzlich immer dem ungestörten Betrieb eines Bewerteten.

Aber die Meinungsfreiheit umfasst nur die Wertung tatsächlicher Begebenheiten. Und hier ist es für dich schwierig, denn die Beweislast liegt bei dir.

Um den Fall aber von allen Seiten beleuchten zu können und eine abschließende Wertung abgeben zu können, solltest du rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen, wenn dir der Beitrag wichtig ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Havenari
23.02.2017, 11:26

die Beweislast liegt bei dir

Die Beweislast liegt grundsätzlich beim Anspruchsteller.

1

Was ist es Dir wert diese Bewertung aufrecht zu erhalten?

Auch wenn sie den Tatsachen entspricht, wirst Du als Studentin vermutlich in wirtschaftliche Nöte geraten, wenn sie wirklich juristisch dagegen vorgeht.

Denn wie würdest Du Deine Aussagen zum Geschehen beweisen wollen? Ich vermute einmal, dass es seitens der bewerteten Praxis keinen Kostenplan für die "Sanierung" dieser laut dem 2. Zahnarzt nicht geschädigten Zähne gibt.

Und genau das wird denn von solchen Ärzten auch ausgespielt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kashimonster
22.02.2017, 19:45

Das ist natürlich richtig, ein gerichtliches Verfahren kann ich mir in keinem Falle leisten - aber zieht man als Patient in einer solchen Situation automatisch den Kürzeren? 

0

Der Anspruch ist legitim; dies insbesondere dann, wenn der Ruf der Medizinerin zu unrecht verleumderisch rufmordend geschädigt wird.

Die daraus folgenden Konsequenzen könnten für Sie recht unangenehm werden!

Warten Sie einfach mal ab, was aus der Sache strafrechtlich mit einem guten Anwalt auf Klägerseite wird und welche Schadenersatzforderungen in einem später anschließenden Schadenersatzprozess durch ein Gericht gegen Sie anerkannt werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kashimonster
22.02.2017, 19:44

Aber kann Sie persönlich gegen mich vorgehen? Die Bewertung ist schließlich anonym. Wäre die Klage dann gegen Unbekannt?

0
Kommentar von herzilein35
22.02.2017, 19:46

Wenn man die Wahrheit schreibt ist es von der Zahnärztin keineswegs ein legitimer Anspruch.

0

Auf jeden Fall kann sie dir gar nichts. Ich gehe mal davon aus, dass du das in einer extra für Ärztebewertungen angelegten Seite geschrieben hast. Wenn du nur sachlich deine Erfahrungen beschrieben hast, ist alles ok. Die Seiten sind dafür da. Wenn du das jetzt wieder zurück nimmst, sieht es aus, als wenn du gelogen hast. Und wie hier schon einer gesagt hat, im äußersten Notfall kannst du Proßesskostenhilfe beantragen, und die bekommst du auch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Meine Meinung, du hast nur deine Meinung wiedergegeben.
Tatsachenbehauptungen, sind keine Meinungsäußerung.

Freie Meinungsäußerung ist im GG nach Art. 5 geschützt.
Tatsachenbehauptungen müssen ggf. auch Bewiesen werden.

Lies deinen Text in aller Ruhe durch, und wenn du der Meinung bist auch nur eine korrekte Meine wiedergegeben zu haben, ist das o.K.

Las erstmal Gras über die Sache wachsen, und nicht etwas tun was nicht den Tatsachen entspricht.
Ich will auch nicht für meine Antworten zur Rechenschaft gezogen werden,deshalb heißt es auch meine Antwort.

Mit freundlichem Gruß aus dem Oldenburger Münsterland

Bley 1914

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Natürlich ist die Bewertung anonym, nur das Portal auf dem die Bewertung abgegeben wurde hat deine Daten.

Und sicher kann sie Beschwerde einlegen, ob das was bringt ist eine andere Frage

Wenn du in deiner Bewertung nur deine persönlichen Erfahrungen wieder gegeben hast ohne dabei beleidigend oder persönlich zu werden, also rein sachlich deine Erfahrungen geschildert hast, kann dir rein gar nichts passieren .

Auch wenn der Ärztin das nicht gefällt, es gilt auch da die Meinungsfreiheit.

 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein du kannst deine Meinung vertreten wie du es erlebt hast. Es muss nur die Wahrheit sein und nicht aus Zorn oder Wut heraus.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ich würde das löschen, denn was du grmacht hast ist ruf mord, öffentlich im Internet mit namen das geht gar nicht. du hättest auf Schadenersatz beim Anwalt klagen können.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kashimonster
22.02.2017, 19:42

Die Frage, die sich mir hier stellt, ist nun: wo endet in diesem Falle das Recht auf freie Meinungsäußerung? In meiner Bewertung bin ich auch auf positive Dinge, wie bspw. die kurze Wartezeit auf einen Termin, eingegangen, von Rufmord kann man meiner Meinung nach also nicht sprechen.

0
Kommentar von Kageyume
22.02.2017, 19:42

Das ist Bullshit. Sofern er nicht gelogen hat ist es ok.

1
Kommentar von herzilein35
22.02.2017, 19:53

Nein das ist keineswegs Rufmord

0

Die Bewertung ist nicht ganz anonym.  Durch die IP kann der Inhaber auch ausfindig gemacht werden. Dazu muss sie nicht in ihre Bücher schauen.  

Ich würde sie einfach löschen. Wenn es damit gut ist. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kashimonster
22.02.2017, 19:56

Aber darf man bei einer solchen Lappalie gleich die IP zurückverfolgen? Das kann ich mir kaum vorstellen.

Gut wäre es damit vermutlich schon, aber eigentlich möchte ich mit dieser Bewertung vermeiden, dass andere Menschen die selbe Erfahrung machen werden wie ich.

0

Nein, sie kann dir gar nichts. Solange du nicht beleidigend in deiner Bewertung bist, hat sie 0 Chance. Sie will dich einschüchtern weil es Ihrem Ruf schadet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

veranschlagte für jede Füllung gleich 70€ 

Und weshalb übernimmt das nicht die Krankenkasse?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Kashimonster
22.02.2017, 19:37

Ab 18 übernimmt die Krankenkasse nur noch Amalgamfüllungen, die zu einem Großteil aus Quecksilber bestehen - will man andere, muss man diese selbst bezahlen.

0
Kommentar von herzilein35
22.02.2017, 19:50

Nein muss man nicht. Amalgam Füllung wird heute gerade aufgrund des Quecksilber nicht mehr verwendet. Heutzutage werden Kunststoff Füllungen gemacht die durch die Kasse abgedeckt sind. Es sei denn sie nimmt nur Privatpatienten.

0
Kommentar von herzilein35
22.02.2017, 19:52

Woher ich das weiß? Ich habe selber genug Kunststoff Füllungen.

0

Woher weiß sie denn das du das warst
Sowas ist immer anonym
Die kann dir so gut wie gar nix

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von herzilein35
22.02.2017, 19:55

Tja es sei denn sie hat noch nicht so viele Patienten und wenn man genau beschreibt was vorgefallen ist wissen die das schnell.

0

Was möchtest Du wissen?