Ärztemarathon, Fußheberschwäche und diffuse Schmerzen

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2 Antworten

Vorausgeschickt schon mal, daß ich Deine Ärzte nicht kenne und natürlich auch nicht kritisieren kann - trotzdem rate ich Dir, noch weitere Ansichten einzuholen. Man sagt ja in einem Bonmot, daß es keine guten Orthopäden gibt und man von vier Orthopäden fünf Meinungen hört. ;-) Ich weiß auch nicht, wie Du zu Deinen Ärzten gekommen bist, ich kann die Lage also schwer beurteilen.

Mein Rat wäre, von Deinen bisherigen Ärzten mal ganz zu lassen und Dir vielleicht einen oder mehrere Sportmediziner zu suchen, an einem universitären Institut zum Beispiel. Die Kommunikation zwischen den Disziplinen greift da u. U. besser ineinander als bei niedergelassenen Ärzten oder kleineren Kliniken. Wenn Du im Einzugsgebiet Münchens wärst, würde ich Dir das sportmedizinische Institut im Olympiapark empfehlen. Die kenne ich aus eigener Anschauung und sie haben auch einen guten Ruf dort. In anderen Bundesländern kenne ich mich auf dem Sektor nicht so gut aus, da mußt Du selbst recherchieren. Es ist in Deinem Fall wahrscheinlich nicht so einfach, zu einer wirklich eindeutigen Diagnose zu kommen, vor allem, wenn alle untersuchenden Mediziner nicht gut vernetzt sind. Es geht ja vorzugsweise um Weichteile, die nicht so leicht zu beurteilen sind wie knöcherne Strukturen. Bis Ende Sept. ist eine lange Zeit, die würde ich nicht nur mit Warten verbringen, sondern mich nochmal um erfahrene Fachärzte bemühen.

Schmerz- und Schlafmittel sind - mal so verkürzt formuliert - zentral dämpfende Mittel. Die greifen nicht in jedem Fall chemisch ineinander, haben aber logischerweise gegenseitigen Einfluß auf die Regelkreisläufe, die sie beeinflussen sollen. Um so mehr natürlich, wenn sie chemisch inkompatibel sind. Es ist gut, wenn Du wegläßt, was Du nicht unbedingt brauchst. Klär auch Deine Ärzte bitte über Deinen Medikamentenkonsum auf. Möglich, daß Dir für jetzt ein anderes Mittel besser helfen kann, das mußt Du ggf. ausprobieren. Unabhängig von dem ganzen akuten Kram, den Du zu bewältigen hast, würde ich Dir raten, Deinen Schlafmittelkonsum wirklich zu überdenken. Schlafmittel gehören für mich mit zum Überflüssigsten, was die Medizin hervorgebracht hat, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen. Sie sind für den Ausnahmefall geeignet, wenn man in einer extremen Situation ist. Sonst sind sie verzichtbar, finde ich. Vielleicht riskierst Du einige schlaflose Nächte, aber irgenwann holt sich der Körper sein Recht auf Schlaf von ganz allein. Wenn man extreme Schmerzen hat, eine pathologische Schlafstörung, in einer extrem fordernden Umgebung ist, kann die Pille MAL helfen, daß man seine Ruhe hat. I. d. R. ist man danach aber nicht ausgeschlafen, hat nur das Gefühl, wenigstens Nachtruhe gehabt zu haben. Wenn Du eigentlich gesund bist, solltest Du Dich bemühen, auf solche Hilfsmittel zu verzichten. Das weißt Du wahrscheinlich selbst. Alles Gute, gute Besserung! Gruß, q.

Vielen Dank für diese kompetente Antwort die mir ein wenig die Angst nimmt. Ich kam jetzt so langsam in ein Stadium, wenn jeder etwas anderes sagt, dass ich einfach Angst bekommen habe, es stellte sich auch für mich die Frage ob ich jemals wieder laufen könnte. Das hat mein Leben ein wenig beeinträchtigt. Jedoch wenn ich nun weiß dass die Orthopäden nicht immer Recht haben und das durchaus öfter vorkommt, fasse ich neuen Mut, danke dafür schon mal.

Ich war in einer Orthopädischen Zentrale in Darmstadt, das war sogar ein Prof. Dr. was weiß ich wie er hieß^^ Fischer glaub ich... aber naja, selbst ein Prof kann sich irren, das weiß ich als Student nur gut genug.

Naja, mit den Schlafmitteln hat sich halt eine Abhängigkeit ergeben die ich nun mit aller Kraft bekämpfe, ich hab halt irgendwie die Meinung dass ich mein Leben ohne Rausch zurück haben möchte, und wenn es eine "Kur" erfordert.

Ich mein, ich bin ja erst 20 Jahre alt... und ich hab eingesehen dass es noch nicht an der Zeit ist mein Leben weg zu werfen...

Es stellt sich mir halt noch eine Frage die ich gern beantwortet hätte... kann es sein dass der Konsum meinen Körper so sehr geschädigt hat als dass andere Medikamente nicht mehr wirken oder gibt es so eine Art der "Toleranz" nicht? Ich meine es handelt sich definitiv um verschiedene Stoffe die keinerlei Bezug zu einander haben...

Für alles weitere werde ich nun mein Ärztehopping weiter führen, vielleicht finde ich schon früher als September einen fähigen Fach/Sport/Unfallarzt der mir kompetent hilft... Zumindest wäre ich froh die URSACHE des Schmerzes zu kennen, auch wenn ich den Momentan im Griff habe... Mir wäre halt eine kausale und keine symptomale Therapie sehr wichtig... Nur auf die Symptome zu gehen und die zu beseitigen davon halte ich inzwischen nichts mehr.

Naja... trotzdem noch ma VIELEN DANK, du hast mir sehr geholfen!

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@blackDreamer

Du hast völlig recht, das Herumdrücken am Symptom bringt höchstens Zufallslösungen. Ich weiß schon, daß das schwierig sein kann und mit einem "lahmen Hax" ist es auch nicht gerade ein Vergnügen, sich durch die Praxen und Institute zu schleppen. Deshalb mein Rat mit der Sportmedizin, die sehr oft interdisziplinär besetzt ist. In M. gibt es auch entsprechende Praxen (da findest Du dann die Bayern-Fußballer), Du bist aber halt in einer ganz anderen Ecke und deshalb hilft Dir das nicht weiter. Ich wünsche Dir, daß Du was geeignetes findest.

Wenn Du jetzt gerade eine Art kalten Entzug machen willst, hast Du nochmal ein Extra-Stück Arbeit vor Dir. Aber besser jetzt als nie mehr. Es kann schon sein, daß Du durch Deinen Konsum schon organisch so beeinträchtigt bist, daß die Wirkungen anderer Mittel dadurch beeinträchtigt werden und höher dosiert werden müssen. Die Mittel haben oft - auch wenn es unterschiedliche chemische "Baustellen" sind und ganz unterschiedliche Rezeptoren besetzen - gewisse Synergieeffekte, die sich aufschaukeln und sehr unangenehm werden können. Wenn ich mich recht entsinne, kommt es bei Diphenhydramin zur Synergie bei zentral dämpfenden Mitteln. Valoron ist so eins, und wenn ich das richtig im Kopf habe, ist es ein Opioid. Die zwei verstärken sich gegenseitig und knallen auch ordentlich auf die Leber.

Leber (als hauptbeteiligtes Organ an der Verstoffwechselung) und Nieren sowie das Herz könnten einen Check vertragen. Inwieweit das ZNS betroffen sein könnte, kann ich logischerweise nicht so beantworten. Deine Ärzte sollten Dir da aber weiterhelfen können. Bei langem Medikamentenmißbrauch - nennen wir es mal so - sollte man sozusagen mal einen "Hauptuntersuchung" machen, einen gründlichen Gesundheitscheck, bei dem alle Werte durchgesehen werden, EKG und so weiter. Denk auch mal dran, beim Augenarzt reinzuschauen, weil manche Medikamente die Durchblutung im Augenhintergrund, die Augenmuskeln und den Augeninnendruck verändern können. Muß nicht sein bei Dir, nachgucken ist aber immer sinnvoll. Also ich hoffe, daß Dir das alles weiterhilft, den Marsch durch die Wartezimmer mußt Du ohnehin selber tun. Ich wünsch Dir jedenfalls alles Gute, Du bist ja noch jung, da kann noch einiges wieder werden, auch Dein Fuß, wenn Du ordentlich behandelt wirst. Viel Glück! Gruß, q.

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@quopiam

Ich werds versuchen :) Danke noch mal... wenn nicht jetzt wann dann, wenn ich eh in Behandlung muss, dann gleich alles oder nichts :)

VlG bD

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hier Wolfgang aus Velbert ich habe diese Probleme seit 28 Jahren Setze dich bitte mit mir in Verbindung zweck eines gedanken austausches Wolfgang

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