Ärzte nehmen mich mit Depressionen nicht ernst? Wie viele Doktoren würdet ihr noch ausprobieren? Was kann ich gegen die Ärzte machen?

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22 Antworten

Geh arbeiten, dann ist dir auch nicht mehr langweilig. Oder in die Schule.

Aus deiner anderen Frage:

Wie würdet ihr reagieren, wenn ein Freund, den ihr regelmäßig mündlich verwöhnt, plötzlich seine Kumpels mitbringen würde, damit ihr es denen auch besorgt und

Ne, ich bin ja der Mann. ^^ Ich will Freunde mitnehmen, damit sie uns allesamt befriedigt.

Komisches Hobby für einen depressiven 20-jährigen, der fünf Ärzte konsultiert, weil er nicht arbeiten kann.

Naja, es scheint ja vernünftige Kollegen zu geben, die das Geld nicht zum Fenster rausschmeißen. Dein Arbeitgeber dürfte auch bald die Nase voll haben, dann bekommst du zumindest nix von meinen Krankenkassenbeiträgen. Und deine Eltern schmeißen dich auch endlich bald raus. Hast du ja im letzten Troll-Account geschrieben. Da warst du aber erst 17. Ich würde mit dem Rausschmiss ein wenig Gas geben. Noch ist Sommer, da ist die Eingewöhnung leichter. Im Winter wird es hart.

Deine Geschichten sind immer wieder eine Erheiterung. :-)

Ichsterbe 10.08.2017, 08:18

?? Ich hatte zwar schon viele Accounts, aber war noch nirgendwo 17. ^^

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Ichsterbe 10.08.2017, 08:19

Ich hab gar keinen AG mehr, bekomme aber trotzdem Krankengeld. ^^

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LouPing 10.08.2017, 09:32
@Ichsterbe

Hey Ichsterbe

Auf Ärzte-Hopping reagieren Krankenversicherer hoch allergisch. 

https://www.gutefrage.net/frage/aerzte-nehmen-mich-nicht-ernst-depressionen?foundIn=notification-center#comment-161647117

Dein Krankengeld ist begrenzt-in Kürze musst du zu einem Amtsarzt. Der sichtet deine medizinischen Unterlagen auch wenn du den Termin nicht wahrnimmst. Deine Chancen auf weiter Zahlungen nach der Frist stehen bei praktisch 0 -heißt du wirst nicht  als arbeitsunfähig eingestuft werden. 

In dem Fall kann dir hier wirklich niemand helfen. 

So sehr wie mich so Schauspieler ärgern-du tust mir im Grunde leid. Das ist eine Form von Mitleid die man als Mann eigentlich hasst. 

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Hallo „Ich sterbe" !!!

Zunächst: Wie wäre es, wenn Du als ersten Schritt Deinen Nick veränderst?

Mir kam der Gedanke, dass Du das Wort „sterbe“ einfach durch „lebe“ ersetzt. Aber sicher hast Du einen besseren Einfall.

Dann empfehle ich Dir ein kleines Gedankenexperiment:

Sicher, wir wollen auf unser hoch entwickeltes Gesundheitswesen und auf die damit verschränkte Sozialgesetzgebung nicht verzichten. Aber manchmal mag es hilfreich sein, diese Errungenschaften mal „wegzudenken“.

Jetzt erlebst Du Dich in einem eng geknüpften Netzwerke, in dem scheinbar objektive Diagnosen sagen, was Du hast (oder nicht hast).

Hätten wir dieses Netzwerk nicht, wärest Du auf die Menschen Deiner Nähe angewiesen, die wissen – oder zu wissen meinen – wer Du bist.

"Oh, wie schwermütig, wie verzweifelt er doch ist!"  würden
Einfühlsame meinen und mit Dir überlegen, wie das Leben trotzdem weiter geht und wie Du wieder Licht am Ende des Tunnels sehen kannst.

Ich sage das nicht, um Dich davon abzubringen, nach „Netzwerklösungen“ zu suchen. Die Beratung durch den Psychologen oder Psychiater und die damit verbundenen „Systementscheidungen“ sind sehr wichtig und oft auch hilfreich.

Aber ich möchte Dich ermutigen, die Lösung doch in Deinem Leben zu suchen, im Kontakt mit den Menschen, die nicht in der Abhängigkeit von Systemzusammenhänge denken und handeln.

Nun ja, hin und wieder gibt es auch Psychologen und Psychiater, die die Menschen meinen und nicht ihr Honorar und den Systemzusammenhang. -

Aber zu Dir:

Dich selber „Ich sterbe“ nennen und dann  darauf vertrauen, dass die Fachleute Dir das Leben bringen, das halte ich für einen verhängnisvollen Irrtum!

Und eigentlich weißt Du das ja auch selber, oder?

Pescatori 10.08.2017, 15:10

Zufällig bin ich heute auf einen Vortrag von Tilmann Lhündrup gestoßen, bei dem ich an Dich gedacht habe.

Auch wenn er ein Lama ist - was er sagt, zeigt ganz gut einen Weg zum (Lebens)-Sinn, finde ich.

https://www.youtube.com/watch?v=GXf6s60oKR8

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Dahika 10.08.2017, 15:21


Zunächst: Wie wäre es, wenn Du als ersten Schritt Deinen Nick veränderst?

Der Fragesteller verändert doch seinen Nick ständig. Das letzte Mal hieß er "tutnix" oder so ähnlich. Das war wenigstens ehrlich.



Mir kam der Gedanke, dass Du das Wort „sterbe“ einfach durch „lebe“ ersetzt. Aber sicher hast Du einen besseren Einfall.

Tja, aber lebende Leute müssen halt arbeiten, für ihr Leben selbst die Verantwortung übernehmen. Und genau das will er ja nicht. Dann fiele ja der gesamte Nutzen, den er von seiner "Depression" hat, weg.  Das geht nicht.

Wenn er gesund wäre, würde ein schreckliches Schicksal auf ihn warten. Er müsste für seinen Lebensunterhalt selbst GEld verdienen. Grauenvoll. Da rennt man lieber von Arzt zu Arzt, um auf ein Attest zu hoffen.

LOL. Wie gesagt, ich finde den jungen Mann mittlerweile äußerst unterhaltsam.



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Pescatori 10.08.2017, 15:44
@Dahika

Hallo Dahika,

Schwächen und Misserfolge befördern sich gegenseitig.

Wer in diesem Prozess befangen ist, findet schwer heraus.

Von Außen hilfreich eingreifen? In der "Netzferne" sind die Chancen dazu doch ziemlich gering. Hin und wieder gibt es kleine Erfolge.

Wie wir die erreichen können, da sind wir sicher unterschiedlicher Meinung. Ich versuche - so gut ich kann - das oft so nahliegende Ping-Pong-Spiel zu vermeiden, das nicht selten "Trotzreaktionen" auslöst.

Was beileibe nicht heißt, dass mit das immer gelingt.

Danke für den Hinweis!

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Ärzte reagieren bei Eigendiagnosen mit Recht empfindlich.Erst recht, wenn sie wittern, dass jemand  die Depression dazu benutzt, nicht zur Arbeit zu gehen.

Bei welchen Ärzten warst du denn jetzt? War ein Facharzt für Psychiatrie darunter? Aber auch die Fachärzte reagieren ungehalten, wenn sie sich missbraucht fühlen.

Was tust du eigentlich, um gesund zu werden? Hast du schon mal an einen Klinikaufenthalt gedacht? Machst du eine Therapie. Bekommst du Medikamente? Oder bist du nur sauer, weil du nicht ewig krankgeschrieben wirst.

Dahika 10.08.2017, 15:00

ich glaube, ich erkenne deinen Stil.Nicht den Schreibstil, sondern den Stil, auf Antworten zu reagieren. Vertrotzt. Bist du  nicht mit anderem Nick der "Tutnix"?

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Ein Arzt entscheidet nach seinem Wissen, Kenntnisstand und Gewissen, ob er einen Klienten für einen Kranken oder einen Simulanten hält. Da ein Mensch kein Auto ist, kann kein Arzt unmittelbar die Wahrheit über eine Krankheit wissen. Tatsächlich ist der Begriff Krankheit auch gar nicht eindeutig definiert. Im Zweifelsfall hangeln sich Ärzte entlang der Entscheidungsfragen von diagnostischen Manualen. Es liegt in der Natur der Sache (und das hat auch ein Arzt im Hinterkopf), dass ein Simulant oder Hypochonder natürlich die Anerkennung seiner Krankheit bekommen möchte.

extrapilot351 10.08.2017, 07:36

Na toll, Du hast noch nie an einer Depression gelitten. Zudem bist Du kein Psychiater der das diagnostizieren kann und verbreitest Annahmen zum Ausbildungsstand von Ärzten. Honk

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JasonSchmid2000 10.08.2017, 07:56
@extrapilot351

wenn du wirklich depressiv wärst, dann wärst du nicht in der lage so emotional zu schreiben. ehrlich, denkst du du bist der einzige der im beruf etc viel stress hat und sich öfters kaputt fühlt? eine richtige depression erkennt jeder normale mensch, 5 ärzte erst recht. hey, es kann gut sein dass du gerade seelisch aus der balance bist und dich beschissen fühlst. das hat aber mit depressionen nichts zu tun.

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Es gibt einen Unterschied zwischen einer umgangssprachlichen Depression und einer psychiatrischen Depression. Auf der untersten Ebene einer psychischen Depression könnte man gerade eben noch seine Alltagsangelegenheiten meistern, aber hier sollte man sich den Text durchlesen, den Du hier hereingestellt hast. Keine Emotionen (ein nicht unwesentliches Symptom bei echten Depressionen)?; eher im Gegenteil, denn Wut etc. sind auch Emotionen. Die Gedanken sind geordnet, in der Angelegenheit "Depression" bis Du motiviert und kannst dem auch nachgehen etc.p.p. . Der 5. Arzt? Selbst mit einer gering ausgeprägten Depression hätte man Probleme, auch nur einen Arzt aufzusuchen, vielleicht noch der zweite, aber dann ...

Alleine das und was Du hier schreibst zeigt, daß es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um eine Depression handelt (und eine gering ausgeprägte Depression würde i.d.R. nicht medikamentös behandelt werden, da dann Psychopharmaka sogar kontraproduktiv wirken können und gemäß Studien Placebopräparate die gleiche Wirkung zeigen). Es dürfte sich eher um eine Form der Motivationslosigkeit handeln, was auch mit einer Perspektivenlosigkeit zusammenhängen kann.

Damit aber verändert sich die Fragestellung gravierend, denn um was geht es Dir wirklich? Geht es Dir darum, eine Erkrankung anerkannt zu bekommen, weil diese wirklich besteht, oder geht es Dir darum, mit der Anerkenntnis der Erkrankung eine Legitimation für Dich und deine Situation zu erhalten? Selbstdiagnostik ist oft mehr als problematisch.

Statt Dich darum zu bemühen, deine "Depression" durch Ärzte und Bekannte anerkannt zu bekommen, hier steckst Du gerade deine ganze Energie rein, solltest Du vielleicht auf die Suche nach Perspektiven für Dich gehen.

Ichsterbe 10.08.2017, 07:25

Ja, bin schon eher für eine Anerkennung der Krankheit, da ich sowieso keine Perspektiven will (womöglich Folge der Erkrankung?!). Also arbeiten hat mal nicht geklappt mit der Krankheit, konnte mich nicht konzentrieren und hab sehr viel Stress in meinem Beruf.

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Tasha 10.08.2017, 09:25
@Ichsterbe

Ich glaube, du gehst den falschen Weg. 

Was passiert, wenn du krankgeschrieben wirst?

Dann bleibst du zu Hause, evtl. geht es dir dort etwas besser, aber nicht deutlich besser, denn die Depression oder Motivationslosigkeit verschwindet ja nicht einfach so. Du wirst für ein paar Tage oder maximal mit Verlängerungen Wochen krankgeschrieben.

In der Zeit steigt die Angst vor dem erneuten Arbeitengehen, weil sich ja nichts geändert hat.

Besser wäre es, über den Hausarzt eine Therapie gezielt gegen deine Probleme zu bekommen.

Du schreibst auch von Stress bei der Arbeit. Auch der wird nicht einfach plötzlich verschwinden. Das heißt nicht, dass du dich einfach mit deiner Situation abfinden sollst! Analysiere die Ursachen, suche nach Lösungen, entweder im persönlichen Bereich (andere Einstellungen, Übungen gegen Stress, anderer Umgang mit Stresssituationen, anderer Umgang mit Arbeit und Kollegen) - dafür gibt es teilweise auch Kurse, teilweise von der Krankenkasse bezahlt (Entspannungsübungen etc.).

Depression und ähnliche Probleme sind schwierig, weil sie oft nicht einfach so behandelt werden können, besonders, wenn man Medikamente nicht verträgt oder keine nehmen will und auch oft jahrelang nicht von alleine weggehen. Man kann aber nicht jahrelang der Arbeit fern bleiben in der Hoffnung, dass sich das Problem irgendwann gibt. Zudem hat der Depressive oft auch zwischendurch "gute Phasen". Diese würde ich ausnutzen.

Jedenfalls würde ich mit anderen Forderungen zum Arzt gehen. Nicht: "Schreiben Sie mich krank!", sondern "ich habe das und das Problem (konkret aufzählen), könnte das eine Depression sein, was kann ich Ihrer Meinung nach langfristig dagegen machen? Was kann ich kurzfristig dagegen machen? Könnten Sie mich kurzfristig krank schreiben, weil es mir heute sehr schlecht geht? Wenn ja, was kann ich tun, damit es mir morgen oder übermorgen so gut geht, dass ich zur Arbeit gehen kann ohne die ganze Zeit vorher Angst davor zu haben? Was kann ich ggf. an freien Tagen tun, um mich zu erholen und Kraft zu schöpfen für die nächsten Arbeitstage?" etc.

Arbeite an Lösungen!

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PolluxHH 11.08.2017, 06:57
@Ichsterbe

Zuerst wollte ich das Bild nicht bedienen, welches mir beim Lesen deiner Zeilen vorschwebte, denn es waren unzulässige Analogieschlüsse, aber vielleicht kann ich daraus eine Auslage schaffen, aus der Du aussuchen kannst, was Dir davon paßt.

Es war das Bild eines typischen, modernen, männlichen Schülers mit einem narzißtischen Charakter (KEINE Persönlichkeitsstörung), dessen Freizeit aus Videogames, social media etc., Fernsehen und Fun / Sport bestand getreu dem Motto "der Ernst des Lebens kommt noch früh genug". Schule war ein zu duldendes Übel, man lernte nicht, sich zu konzentrieren, zielorientiert zu arbeiten, Pflichten anzunehmen und mit Disziplin zu erledigen, strukturiert zu denken und Lesen gehörte zu den sieben Todsünden. Dabei wird anhand von Kursen und Projekten für Hochbegabte eines deutlich: sie bestehen durchschnittlich zu über 80% aus Mädchen / Frauen, bei den männlichen Teilnehmern stammen diese aus dem Bildungsbürgertum und wurden durchgängig von ihren Eltern gefördert, eine schulische Förderung spielt eigentlich nur bei den weiblichen Teilnehmern eine Rolle.

Dann kam das Ende der Schulzeit und der Ernst des Lebens überholte einen. Man hat es nicht gelernt, zielorientiert zu arbeiten, d.h. Arbeit als solches überfordert einen schon in der Grundauslegung und stellte immer (negativen) Streß dar, wobei schon eine Arbeitsleistung als überfordernd und stressig empfunden werden dürfte, welche nicht einmal geeignet wäre, einen Mindestlohn zu refinanzieren (aber das ist ja Schuld des fiesen, habgierigen Arbeitgebers, der möchte, daß ein Arbeitnehmer wenigstens die durch ihn verursachten Kosten refinanziert, die übrigens um mehr als das Doppelte des Bruttolohns betragen). Als zusätzlicher Streßfaktor käme hinzu, daß man während der Arbeitszeit weder Messages noch Internet (FB & Co.) checken darf, was schon, und das ist bewiesen, als solches Entzugserscheinungen hervorrufen kann.

Aber man möchte seinen sozialen Status erhalten oder ausbauen, wozu man einen guten Job (oder ein Studium o.ä.) braucht, aber für Arbeit ist man nicht geeignet, weil man nicht die dafür erforderliche Disziplin gelernt hat, für ein Studium reichen die schulischen Leistungen nicht. Es wird aber mit zunehmendem Alter immer schwerer, eine Fassade aufrecht zu erhalten, welche einem Anerkennung verschaffte. Solange man sich die richtigen Klamotten leisten kann, ist es in der Schule einfach, den Schein zu wahren, was auch durch den Trend erleichtert wird, daß soziale Kontakte immer oberflächlicher werden und sich der soziale Schwerpunkt auf die virtuelle Ebene verlagert.

An diesem Punkt wäre dann eine attestierte Krankheit optimal, idealerweise eine chronische Erkrankung, welche einen rechtfertigt, ein "ich bin krank, dafür kann ich doch nichts" ermöglicht und damit erlaubt, langfristig den sozialen Status zu erhalten, ohne einer Arbeit oder Ausbildung nachgehen zu müssen.

Soweit mein initial gehaltenes Bild, was davon "paßt" Dir nun? Erst wenn man die Vorgeschichte kennt, kann man wirklich versuchen, Dir zu helfen.

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Du solltest nicht zum normalen Arzt du solltest zum Psychologen für die Krankschreibung und zum Psychotherapeuten für die Behandlung. Dass ein Haus- oder Allgemeinarzt da wenig Ahnung hat ist klar. Du rennst ja auch nicht wegen einem gebrochenen Bein zum Homöopathen oder bei Lungenproblemen zum Zahnarzt.

Nein Hartz 4 bekommst du nicht. Du musst schon arbeiten gehen. Und ein ständiger Arztwechsel nützt dir auch nichts. Wenn du nicht in Fachärztlicher Behandlung bist, ist die Möglichkeit zu Krankschreibung für die Ärzte sowieso sehr limitiert.

Ichsterbe 10.08.2017, 07:14

Achso, cool, okay, gehe ich bald. Also sollte ich das noch ausprobieren?

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Paulina42 10.08.2017, 07:17

Was heißt "ausprobieren "? Wenn ich mir ein Bein breche, reicht es ja auch nicht aus, nur ein Pflaster drauf zu kleben. Wenn du echte Depressionen hast, wirst du zunächst ambulant behandelt und dann kommt die intensive stationäre Behandlung, wo du auch Medikamente erhältst. Nach diesen 12 Wochen bist du in der Regel wieder arbeitsfähig. Du darfst auch nicht so lange aus den Job raus sonst verlierst du den Anschluss

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Dein Arzthopping wird deiner Krankenkasse spätestens nach Arzt Nr. 5 auffallen. Dann werden sie dich zum medizinischen Dienst schicken und der wird feststellen, dass es keine Depression ist. Woher willst du als Laie das überhaupt wissen, ohne einen Facharzt konsultiert zu haben?

Die Antwort von PolluxHH  ist hierzu die absolut richtige.

Du bist antriebslos, wenn es ums arbeiten geht. Und nein, ALGII bekommst du nicht. Du lebst bei deinen Eltern und bis 25 zahlt das Amt nur unter besonderen Bedingungen. Pass auf, das sie dich nicht rausschmeißen. Dann wird es schwierig.

Ichsterbe 10.08.2017, 08:36

Ich sag immer so: Wenn der Staat mich verhungern lässt, führt das mit Sicherheit zu einem riesigen Skandal, dann sterbe ich halt mal als Märtyrer und sorge dafür, dass künftig jeder (auch unter 25) Essen bekommt. Und warum sollte der medizinische Dienst das feststellen?

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Maxxismo 10.08.2017, 09:30
@extrapilot351

Wenn die Presse die Posts hier auspackt, wird es ein bundesweites Gelächter geben. :D

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LouPing 10.08.2017, 09:52
@Ichsterbe

Hey Ichsterbe

Wenn der Staat mich verhungern lässt, führt das mit Sicherheit zu einem riesigen Skandal, dann sterbe ich halt mal als Märtyrer

Achwas-du bekommst schon hier nicht die gewünschte Aufmerksamkeit. 

Wen sollte das also noch interessieren? 

Was kann ich gegen die Ärzte machen?

Verklage die-weil du gesund bist! In dem Fall hättest du dann sicher die Yellow-Press an deiner Seite. 

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Ichsterbe 11.08.2017, 10:02

Warum sollte es keinen Skandal geben, wenn in einem so zivilisierten Land wie Deutschland jemand verhungern müsste? Ihr werdet schon sehen. ^^

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sassenach4u 11.08.2017, 17:52
@Ichsterbe

Weil es keiner mitbekommt- und wenn- eben einer tot. Kismet- passiert. Und wer soll denn den "Skandal" aufdecken? Du nicht, du bist dann tot.

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Ichsterbe 11.08.2017, 19:18

Schon vor meinem Tod werde ich die Sache aufklären, Presse einschalten, etc. Vllt. sterbe ich ja dann doch nicht, weil ich von der Presse Geld bekomme. ^^

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Ichsterbe 11.08.2017, 19:56

Aber immerhin weiß Deutschland dann, wie weit der Staat gehen würde.

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Was für Ärzte sind das? Fachärzte? Du benötigst psychologische bzw. psychiatrische Hilfe bzw. Beurteilungen von Psychiatern. Nur die können diese Krankheiten diagnostizieren. Hausärzte können das nur vermuten.

Du hast die Möglichkeit jederzeit selbst in eine psychiatrische Klinik einzuweisen. Am Eingang sagen, ich kann nicht mehr, ich will mich umbringen, bitte helfen sie mir. Dann kommen die psychiatrischen Fachärzte.

Ichsterbe 10.08.2017, 07:36

Okay, so schlimm ist es jetzt momentan noch nicht zum Glück. ^^ Ich war bisher leider immer nur bei Hausärzten, aber gehe jetzt demnächst zu einem Psychiater.

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extrapilot351 10.08.2017, 07:40
@Ichsterbe

Abermals ein Hausarzt kann Dir eine Depression nicht attestieren weil ihm dazu die fachlichen Voraussetzungen fehlen. Er ist jedoch verpflichtet wenn er eine Depression oder depressive Phase vermutet Dich an einen Psychiater zu überweisen. Bevor Du Anspruche von Krankengeld verlierst solltest Du die Möglichkeit der in Anspruchnahme einer Klinik andenken. Du wirst ja nicht weggesperrt, wirst Gespräche bekommen und Dein Attest legst Du Deiner Krankenkasse bzw. Arbeitgeber vor. Der Krankheitscode auf dem Attest lautet F 56.2 (mittelschwere Depression mit latenter Suizidalität.)

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Warum gehst du immer zu anderen Hausärzte. Suche doch einfach mal unabhängig einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie auf. Wenn du anrufst oder besser vorbei gehst mache dein Anliegen dringend.

Dann geh zu einem entsprechenden Facharzt, das wäre ein Psychiater.

Es ist durchaus sinnvoll von einem depressiven Patienten zu verlangen, dass er arbeiten geht. Das kann nämlich sehr gut zu gesund werden verhelfen. Es macht hier den Eindruck das du viel Energie dafür verbrauchst das man anerkennt das du krank bist. Aber welche Energie verwendest du dafür gesund zu werden?

Ichsterbe 10.08.2017, 07:39

Momentan keine, weil bisher nix geholfen hat, was ich selber machen kann. Also ich bin praktisch auf ärztliche Unterstützung (Tabletten, etc.) angewiesen.

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Sanja2 10.08.2017, 07:50
@Ichsterbe

Dann renn nicht von Arzt zu Arzt, sondern such dir einen Facharzt und zieh durch was der sagt.

Leider muss ich auch den vielen Antwortenden zustimmen, das es nicht so wirkt als hättest du wirklich Depressionen. Es wirkt eher so als suchst du eine Ausrede / Diagnose um deine Faulheit zu legitimieren. Aber genau dazu geben sich die Ärzte nicht her. Niemand wird dir eine Depression diagnostizieren wenn sie nicht vorliegt. Nichts desto trotz kannst du dir Hilfe von einem Therapeuten holen, denn auch dieser Drank als krank diagnostiziert zu werden und die Unfähigkeit sich "normalen" Tätigkeiten zu zu wenden ist etwas das man therapeutisch bearbeiten kann. Aber das ist halt nicht ganz einfach und verlangt von dir eine gewissen Motivation auch was verändern zu wollen. Hast du die?

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Kitharea 10.08.2017, 08:27
@Sanja2

Auch die Menschen hier sind nicht dazu prädestiniert jemandem Depressionen oder nicht zu attestieren. Das kann auch ein Therapeut nur nach einigen Gesprächen. Nur weil er sich zum Teil wie ein Ar*sc* verhält heißt es nicht, dass er keine Depressionen hat. Hätte nirgends gelesen, dass Depressive immer unterwürfig, nett und zuvorkommend sind. Das gehört also definitiv nicht zum Krankheitsbild also überlasst die Diagnose bitte einfach den Fachärzten.

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Sanja2 10.08.2017, 11:30
@Kitharea

Ich schreiben nicht das er keine hat, ich schreibe nur das es nicht so wirkt. Ein großer Unterschied. Depressive müssen nicht immer nett etc sein. Aber echte depressive haben nicht die Energie zu 5 Ärzten zu rennen, sich aufzuregen, etc. Echt depressive kämpfen damit überhaupt aus dem Bett zu kommen und eine Tagesstruktur halbwegs zu halten. Das scheint bei dem Fragesteller nicht so zu sein.

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Dahika 10.08.2017, 15:03
@Sanja2


denn auch dieser Drank als krank diagnostiziert zu werden und die
Unfähigkeit sich "normalen" Tätigkeiten zu zu wenden ist etwas das man therapeutisch bearbeiten kann.

Leider kaum, da keine Motivation vorliegt. Wie auch. Wenn die "Depression" behandelt würde, müsste der Fragesteller ja wieder arbeiten gehen. Das wäre ja doof.
Übrigens nennt man das, auch wen der Fragesteller noch  nicht in dem Alter ist: "Rentenneurose." Kaum therapierbar.

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Ichsterbe 10.08.2017, 08:20

Ne, die Ärzte können ja nicht besser in meinen Kopf rein sehen als ich selber, weißt?

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Kitharea 10.08.2017, 08:26
@Ichsterbe

Müssen sie auch nicht - geschulte Ärzte wissen aber was zu tun ist, damit du selbst in deinen Kopf gucken kannst.

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Ichsterbe 10.08.2017, 08:37

Danke! :D

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Geh doch mal zum Psychologen? Du bist 20 mach ne Therapie nimm Tabletten versuch es zumindest du bist noch jung steh auf nimm dein Leben in die Hand von Hartz 4 zu leben ist nicht schön... jeder möchte doch was erreichen leben und sich auch mal was gönnen... das was du machst ist vegetieren nicht leben...

Liebe Grüße an deine Eltern! Die sollten dich schnellstmöglich rauswerfen.
Dann klappts auch mit der Arbeit und die "Depressionen " verschwinden!

Achso.

Ich hab einen Freund der ist selber Arzt.

Da Depression und Burnnout ja Mode sind. Seine Meinung oder nenn es Vorurteil: die meisten die das haben sind f a u l.....o Ton.

Also kannst ja verstehen, warum sie so denken.....

Genauso, wie alle dicken hashimoto haben....nein, es liegt nicht am gefuttere.....ausreden hoch 10....

Ausnahmen bestätigen die Regel....will keinem nähertreten, der es wirklich hat....

Dahika 10.08.2017, 15:06

Genauso, wie alle dicken hashimoto haben....nein, es liegt nicht am gefuttere.....ausreden hoch 10....

LOL. Mein Freund/Arzt meinte mal, dass Dicksein in der Tat bei den meisten Patienten auf den Drüsen geruhe. Auf den Geschmacksdrüsen.

Übrigens kenne ich zwei echte Hashimotopatienten. Und die sind rappeldürr.

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GreenDeer 11.08.2017, 12:32
@Dahika

Ich selber bin pummelig und habe Schilddrüsenunterfunktion - Auslöser unbekannt. Ärztin vermutet Hashimoto. Jedenfalls regt es mich IMMER auf, wenn Leute sagen sie seien nur fett wegen der Schilddrüse. :D Natürlich. 

Soviel ich weiß kann erst eine Überfunktion da sein und im Laufe der Erkrankung entwickelt sich die Unterfunktion eben durch Hashimoto. Das kann diese Brechbohnen erklären. (nicht böse gemeint) 

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Kitharea 11.08.2017, 09:46

"....will keinem nähertreten, der es wirklich hat...." aha

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Du solltest vielleicht wegen was anderem zum Arzt gehen. Depressiv hörst du dich nicht an und der Sozialstaat kann solche Eskapaden auch nicht gebrauchen...

Oder auswandern und in Nigeria zum Arzt gehen. Vielleicht hat da der 10. Mitleid.

Ichsterbe 11.08.2017, 10:04

Dann dürftest du aber auch nicht wegen Grippe zum Arzt, weil das in Nigeria bestimmt Gang und Gebe ist und sich da auch nicht jeder Trottel drum kümmern kann. :-)

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Auf jedenfall ist dieser Thread sehr unterhaltsam. Und eine wundervolle Beschreibung, was  es mit dem "sekundärern Krankheitsgewinn" auf sich hat.

Herrlich.  Das sollte man abdrucken und in ein psych. Lehrbuch aufnehmen.

Wieso geht's du deswegen zu Hausärzte? Verstehe ich nicht. Man geht da gleich zum Psychiater und fängt eine Therapie an.

Geh halt zu dem gleichen Arzt der dir auch deine Depression verdachtsdiagnostiziert hat.

Ichsterbe 10.08.2017, 08:48

Gab Differenzen.

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Dahika 10.08.2017, 15:09
@LittleMistery

Wahrscheinlich wollte der Arzt nicht ewig krankschreiben.  Und ist dem Patienten auf die Schliche gekommen, was er wirklich will. Nämlich nicht arbeiten zugehen. Ärgerlich aber auch.

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Wie wäre es mit einem Psychologen? Gutachten? Therapie? Diagnose?

Ichsterbe 10.08.2017, 07:10

Also zu einem Psychiater muss ich demnächst, die Frage ist nur, ob der das nicht ähnlich sehen wird ...

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Kitharea 10.08.2017, 08:19
@Ichsterbe

Psychiater und Psychotherapeuten sind darauf geschult dich ernst zu nehmen wenn man so will. Geh zum Zahnarzt und sag ihm du hast Rückenschmerzen - ich vermute der behandelt dich dann genauso wie dein Hausarzt dich jetzt. Der Hausarzt hat schlicht und ergreifend weder Ahnung was das genau ist noch wie es zu behandeln ist - er hätte dich weiter überweisen sollen aber das kann er nur, wenn du das auch willst.
Zu erwarten dass der Hausarzt dich aufs Geratewohl krank schreibt ohne zu wissen, ob und was du genau hast ist etwas viel verlangt. Ich gehe auch nicht zum Osteopathen und lasse mich wegen Asthma krank schreiben. Mit "psychischen" Krankheiten ist das halt ähnlich - es gibt Fachärzte für sowas - die wissen dann auch, was sie tun.

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Dahika 10.08.2017, 15:09
@Ichsterbe

MIT SICHERHEIT. Die sind nämlich nicht blöd.

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Dahika 10.08.2017, 15:11
@Kitharea

Psychiater und Psychotherapeuten sind darauf geschult dich ernst zu nehmen wenn man so will.

Richtig. Aber "ernstnehmen" bedeutet nicht Wunscherfüllung. Ernstnehmen kann durch aus auch einen Tritt in den Allerwertesten bedeuten.

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Ichsterbe 10.08.2017, 07:12

Depression, die unterschätzte Diagnose passt wohl eher. :D

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Kitharea 10.08.2017, 08:38

Um hier mal was anzumerken.
1. Der Hans-Heinrich Jörgensen hatte selbst nie Depressionen ergo hat er null Ahnung. Auch wenn er eine depressive Episode gehabt hätte ist es völliger Quatsch daraus auf eine echte Depression Rückschlüsse zu ziehen
2. Es braucht keine Medikamente für die Heilung. Diese sind oft nur unterstützend um die schlimmsten Phasen überhaupt auszuhalten und wieder Kraft zu schöpfen für den nächsten Schritt.
3. Depressionen wurden mehr inzwischen ja - früher gab es sowas auch nicht aber was es früher auch nicht gab waren so viele Menschen die tief einsam sind und keinen mehr haben mit dem sie sich austauschen können. Wo Kontakt weniger wird, bleibt Leere übrig. Je "moderner" die Welt und je "selbstbezogener" die Menschen desto häufiger Depressionen und Burnout. Vielleicht sind es lediglich Nebenwirkungen einer unmenschlich wirkenden Umwelt wer weiß. Aber - ich würde nicht behaupten, dass Depressionen nicht existieren.
4. Die Arzneien wirken - allerdings oft nicht so wie sich Otto-Normalverbraucher das vorstellt. UND - je "kränker" ein Patient desto mehr wirken sie. Patienten mit einer kleinen Depression merken ergo fast nichts von den Medikamenten.
5. Ich halte nichts von Uraltwissen. Es ist unmenschlich, gemein und jeder ist sowieso selbst schuld. Das sind Dinge, die ursprünglich dem Sündengedanken der Kirche zuzuschreiben sind. Das hat sich wie eine Seuche verbreitet den Menschen zu sagen, sie sind selbst schuld an so etwas weil sie etwas falsch machen, faul sind, oder falsch sind. Ein guter Psychologe/Psychotherapeut weiß, was das für ein Müll an Aussage ist. Und ich jetzt nach meiner Therapie auch. Und ich habe so ziemlich jedes Stadium der Depression durch. Ich kann dir sagen - der Typ hat keine Ahnung was er redet. Er wird Anhänger finden. Genau jene die sich zu schön sind, sich wirklich mit dem Thema zu befassen. Weil jeder Andere - der sich da wirklich interessiert für - nicht zu so einem Schluss kommen kann.

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Kitharea 10.08.2017, 08:41
@Kitharea

Und ich hab ihn auch gleich falsch verstanden. Ich gebe ihm Recht, dass es nicht hilft ewig Pillen zu schlucken.

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