Änderung des Bundeswahlgesetzes?

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5 Antworten

In meinen Augen hast du da ein tatsächlich existierendes Problem erkannt. 

Allerdings halte ich deinen Lösungsvorschlag für nicht sinnvoll: 

Niemand kann bei einer geheimen Wahl, in der jeder Wähler nur eine Stimme hat, garantieren, dass es dem Wählerwillen entspricht, wenn eine Partei ihre Stimmen an eine andere verschenkt. Vielleicht gab es ja auch Wähler der Linken, die im Fall der Nichtwahl der Linken für die AfD gestimmt hätten und nicht für die SPD, um in deinem Beispiel zu bleiben (Die Wählerwanderung deutet zumindest darauf hin).

Eine mögliche Lösung dieses Problems wäre in meinen Augen ein Präferenzwahlsystem, bei dem jeder Wähler mehrere gewichtete Stimmen abgeben kann.

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Kommentar von MrAnonymous1
23.08.2016, 15:00

Hast du einen Gegenvorschlag?

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In Frankreich ist das so. Wenn da keiner 50 % bekommt gibt's ne 2. Wahl und da schließen sich dann immer da die rechten und da die linken zusammen. Kann ich mir für Deutschland auch vorstellen.

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Kommentar von MrAnonymous1
23.08.2016, 18:56

Das klingt ganz gut, aber wie soll ich das verstehen jeder Wahlkreis in Fr. wählt wie in De. einen Abgeordneten?

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Das ist in meinen Augen Unsinn.

Die Wahl hat doch den Sinn, dass ein Abgeordneter von den Bürgern selbst gewählt werden soll. Gäbe man die Wahl in die Hände der Parteien, hätte das nicht mehr sehr viel mit Demokratie zu tun. Dann hätte man zwar seine Stimme für irgendeine Partei abgegeben, aber die Wahl des Bundestagsabgeordneten bestimmt der Bürger gerade nicht mit.

Das ist in meinen Augen einfach nur ein Szenario für schlechte Verlierer, die nicht akzeptieren wollen, dass die Mehrheit für einen bestimmten Kandidaten gestimmt hat.

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Kommentar von BTyker99
23.08.2016, 16:05

Ein ähnliches System gibt es aber z.B. in Österreich, bei der Wahl des Bundespräsidenten. Da wurde erst mit einem großen Pool an Bewerbern gewählt, und erst im zweiten Wahlgang haben sich einige Parteien darauf verständigt van-der-Bellen gegen den anderen antreten zu lassen. Zumindest habe ich das so verstanden...

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Nicht die Parteien wählen die Bundestagsabgeordneten, sondern der Wähler. Dein Vorschlag untergräbt die Demokratie und den Wählerwillen.

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Kommentar von MrAnonymous1
23.08.2016, 13:38

Du hast den Vorschlag nicht ganz verstanden. Die gewählten Kandidaten wählen endgültig einen Kandidaten. Wir wählen ja keine Parteien.

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Möglich ist alles, aber nein.

Die Erststimme ist immer für den Kandidaten aus deinem Wahlkreis. Punkt. fertig.aus.

Ich wäre sehr empfindlich wenn drei Parteien (dein Beispiel) bestehend aus drei Personen, bloß weil sie mit der Erststimme auf eine höhere Prozentzahl kommen, sich selbst bestimmen wer in den Bundestag zieht.

Ich entscheide mich bewusst für einen Kandidaten. Wenn der gewinnt, gut, dann will ich auch von ihm vertreten werden.

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