Ändert sich der Beitrag zur gesetzl. KV der Rentner, wenn ich einen privat vers. Beamten heirate?

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7 Antworten

Ich vermute einmal, dass die Heirat mit einem Beamten nach dem Beginn der Rente eintreten könnte.

Dann hast Du keine Möglichkeit mehr dich über deinen Zukünftigen  über die Beihilfe privat zu versichern.

Als KV-Pflichtversicherte Rentnerin ändert sich der KV-Beitrag nur bei Erhöhung deiner eigenen Rente.

Das hälftige Einkommen deines Mannes wird bei dir solange er lebt nicht angerechnet.

Was anderes wäre es, wenn er verstirbt und Du von ihm als Witwe Versorgungsbezüge erhältst.

Dann musst Du für diese Versorgungsbezüge den vollen KV-Beitrag von 15,8 % + Pflege-Beitrag von 1,425 % (bei Kindern) an deine gesetzliche Krankenkasse zahlen.

Gruß A.

 

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Nein, ich möchte mich gar nicht privat versichern. Ich bin demnächst Rentnerin und mein Partner arbeitet noch 2 Jahre bevor er Pensionär wird. Wollte einfach nur wissen, ob sein Einkommen irgendwelchen Einfluss hat auf meine Beitragshöhe bei der GKV, wenn wir heiraten sollten.

Mir ist schon bewusst, dass ich von einem evtl. höheren Einkommen - d.h. evtl. von Witwenrente - auch mehr KV-Beiträge zahlen müsste.

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Nein, auf Ihren Status bez. Ihrer gesetzlichen KV (pflichtversichertes Mitglied der KVdR) hat das keinen Einfluss. Sie könnten allerdings zusätzlich als Ehefrau eines Beamten beihilfeberechtigt sein, das allerdings nur wenn Sie ein bestimmtes Jahreseinkommen (genauer gesagt, der Gesamtbetrag Ihrer Einkünfte) nicht überschreiten. Die Grenze ist davon abhängig welchen Beihilfeträger Ihr Bräutigam hat (z.B. Land NRW oder dergl., oder Bund), Details findet man in den jeweiligen Beihilfevorschriften.

Vielen Dank für diese ausführliche Antwort. Dass ich evtl. beihilfeberechtigt sein könnte, war mir bekannt, was außer steuerlichen Vorteilen auch noch ein weiterer finanzieller Grund sein könnte, eine Heirat ins Auge zu fassen.

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Durch die Heirat ast du die Möglichkeit ebenfalls einen Beihilfe-Tarif in der privaten Krankenversicherung abzuschließen. Während einer (kurzen) Übergangsfrist, ist das sogar ohne Gesundheitsprüfung möglich. 

Da besteht also Beratungsbedarf. Diese Beratung wird der Versicherer deines Mannes gerne leisten.

Solltest du dich dazu entscheiden, erhältst einen Zuschlag zu deiner gesetzlichen Rentenversicherung von 7,5 % der Rente.

Ob sich der Wechsel lohnt, ist dann eine Rechenaufgabe

Nein, es gibt keinen Bedarf ! Keine Möglichkeit der Beihilfeberechtigung wenn schon Rentnerin und dann erst Heirat. Selbst wenn es ginge, mit 60 + in die PKV ist wohl wenig sinnvoll, auch wenn es "nur" eine Restkostenversicherung ist. Wäre eher ein krasser Beratungsfehler.

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@DolphinPB

Deswegen der Hinweis darauf, dass das ein Fall für eine beratung ist. Diese kann selbstverständlich ergeben, dass der Verbleib in der GKV günstiger ist.

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Hallo,

wenn eine Pflichtversicherung in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) vorliegt, ändet sich durch die Heirat der Beitrag nicht. Die Einnahmehöhe des Ehegatten wäre nach § 240  SGB V (letzter Absatz) nur wichtig, wenn eine freiwillige Krankenversicherung bestände.

Wenn eine Zuzahlungsbefreiung bei der Krankenkasse beantragt wird, werden die Bruttoeinnahmen bei der Berechnung der Belastungsgrenze nach § 62 SGB V berücksichtigt.

Tipp für den Tag X:

Als Witwe sind in der Krankenversicherung aus der Pension zusätzlich die vollen Beiträge (ca. 15,5%) zu zahlen. Als Witwe sind dann aber nur die halben Pflegeversicherungsbeiträge zu zahlen (Info an Krankenkasse dann nicht vergessen).

Gruß

RHW

Klarstellung:

Wenn eine Zuzahlungsbefreiung bei der Krankenkasse beantragt wird, werden auch die Bruttoeinnahmen des privat versicherten Ehegatten bei der Berechnung der Belastungsgrenze nach § 62 SGB V berücksichtigt.


 

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Gegenfrage: Lohnt sich das Heiraten noch ? Könnt Ihr nicht so zusammen leben und lieber eine Gesellschaft gründen zur gegenseitigen Versorgung und Vertretung  ? Tipp: Steuerberater .


Das machen wir ja nun schon seit Jahren!!! Aber eine Überlegung ist es wert,  aber es geht auch darum, dass Pension und Rente "verfallen", wenn wir nicht verheiratet sind. Irgendwie auch schade, wenn man so lange gearbeitet und eingezahlt hat.

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Der Beitrag zur Krankenversicherung der Rentner ändert sich durch die Heirat nicht. Die gegenseitigen Rentenansprüche im Todesfall sind ein gewichtiges Argument. Dabei ist eine Wartezeit von 1 Jahr zu beachten.

Wenn du durch deine Rente in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert bist, ändert sich durch deine Heirat nichts.

Nur deine Rentenhöhe ist ausschlaggebend für den Krankenkassenbeitrag.

Das Einkommen deines Mannes hat darauf keinen Einfluss.

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