Ändert es für meinen Arbeitgeber etwas ob ich Student bin oder nicht?

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2 Antworten

In dem Moment wo Du kein Student mehr bist muss Dein Arbeitgeber Dich bei der Knappschaft sozialversicherungstechnich ummelden....dann bist Du nämlich nicht mehr als Student versicherungspflichtig sondern als "normaler" geringfügig Beschäftigter...

Stephan5738 23.04.2010, 21:21

Das ist mir klar. Meine Frage ist, ob meinem AG dadurch Nachteile entstehen, dass ich dann "normaler" gerinfügig Beschäftigter bin oder ob es für ihn keinen Unterschied macht ob ich Student bin oder nicht.

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Nobbi07 23.04.2010, 22:14
@Stephan5738

Zitat von NBA Studium .net:

Zuerst ist auch bei Studenten die so genannte Geringfügigkeitsregelung anzuwenden. Jobs, deren Entlohnung nicht über 400 Euro pro Monat liegt (geringfügige Beschäftigung), sind sozialversicherungsfrei, zumindest für den Arbeitnehmer. Arbeitgeber hingegen müssen einen Pauschalbetrag von 25% abführen. Arbeitsverhältnisse, die die Dauer von 50 Arbeitstagen nicht überschreiten und somit nur vorübergehend sind, sind sogar für beide Seiten frei. Auch Studenten, die ein Praktikum im Unternehmen absolvieren, welches für das Studium notwendig ist, sind sozialversicherungsfrei.

Wer als Student jedoch diese Verdienstgrenze überschreitet, wird Sozialversicherungspflichtig, zum Beispiel in der Rentenkasse. In diesen Fällen sind von beiden Seiten je 9,75% des Bruttolohnes in die Rentenkasse einzuzahlen. Lediglich bei einem Arbeitslohn zwischen 400-800 Euro müssen Studenten nur gemäßigte Beiträge zahlen, der Arbeitgeber hingegen muss trotz dessen den vollen Beitrag abführen.

Beiträge für die weiteren Sozialversicherungen wie Pflege-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung entfallen für Studenten. Voraussetzung ist jedoch, dass man weiterhin hauptberuflich als Student tätig ist und sich somit seiner Ausbildung und dem Studium trotzdem voll widmen kann. Dies ist gegeben, wenn der Student innerhalb eines Jahres die Höchstarbeitszeit von 20 Stunden pro Woche nicht überschreitet und die Arbeit an nicht mehr als 26 Wochen ausgeführt wird. Weiterhin darf die Arbeitszeit nicht in die Zeit der Vorlesungen fallen.....

jetzt weißt Du den Unterschied

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Kunterbunt23 23.04.2010, 22:38

Dies gilt nur bei geringfügigen Beschäftigungen. Diese sind allerdings auf 400 Euro monatlich begrenzt. Hier geht es ja wohl um einen Verdienst von 400-600 Euro. Solange dem AG eine Imma-Bescheinigung vorliegt, ist es eine Werkstudentenbeschäftigung, bei der AG und Arbeitnehmer jeweils hälftig Beiträge zur RV zahlen. Fehlt die Imma-besch. ist es eine versicherungspflichtige Beschäftigung, AG und AN zahlen beide Beiträge zur KV, PV, RV und AV.

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Stephan5738 23.04.2010, 22:46
@Kunterbunt23

Ich werde also für meinen Arbeitgeber "teurer" wenn ich kein Student mehr bin?

Dann hoffe ich mal, dass mich mein AG gut genug leiden kann...

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na ja als "normalos" liegt die Grenze bei der Geringfügigkeit bei 400 Euro....

Stephan5738 23.04.2010, 21:59

Ja, aber wird es meinem Arbeitgeber denn "egal" sein, ob ich bei meinen 400-600€ im Monat Student bin oder nicht, oder ist ein Student für ihn "billiger"?

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Nobbi07 23.04.2010, 22:13
@Stephan5738

Lt. DRV zitat: Ein Arbeitgeber führt für Dich im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung einen Pauschalbeitrag in Höhe von 15 Prozent zur Rentenversicherung ab. Diesen Beitrag muss der Arbeitgeber allein zahlen. Obwohl Du nicht an der Beitragstragung beteiligt bist, werden Dir Entgeltpunkte für Deine spätere Rente gutgeschrieben. Dabei stehen die Pauschalbeiträge den "normalen Pflichtbeiträgen" jedoch nicht gleich. Sie bewirken jedoch einen so genannten Zuschlag an Entgeltpunkten, der die Höhe Deiner Rente in gewissen Umfang erhöht. Außerdem wird Deinem Versicherungskonto auch Wartezeitmonate, ohne das diese einem bestimmten Zeitraum zugeordnet werden, gutgeschrieben. Die besonderen versicherungsrechtlichen Vorraussetzungen für Rehabilitationsleistungen, Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit oder bestimmter Altersrenten können damit nicht erfüllt werden....

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