Ähnliche Nomen, gleiches Geschlecht im Spanischen?

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3 Antworten

Fremdwörter im Deutschen, die aus dem Latein oder Griechischen stammen, haben sehr oft ein Geschlecht, das sich an die Ursprungssprache anlehnt.

Bei Fremdwörtern im Spanischen, die aus dem Griechischen stammen, ist das so ähnlich, und da Spanisch selbst quasi "Neulatein" ist, ist das lateinische Neutrum im Spanischen zwar zu Maskulin geworden (bzw. mit dem Maskulin verschmolzen), aber die Verteilung feminin und maskulin hat sich gegenüber Latein meistens nicht verändert.

Insofern gibt es bei deutschen Fremdwörtern, die aus dem Latein oder Griechischen stammen, auf jeden Fall Parallelen zum Spanischen. Z.B.:

1) Griechische Neutra auf -a/-ma sind im Deutschen Neutrum und im Spanischen Maskulin: das Thema, el tema, das Trauma, el trauma, das Dilemma, el dilema

2) Fremdwörter aus dem Latein: die Information, la información, die Affinität, la afinidad, die Distanz, la distancia

3) Griechisch-lateinische Fremdwörter: der Absolutismus, el absolutismo

4) Griechische Fremdwörter: das Poem, el poema, die Physik, la física, die Biologie, la biología, der Biologe, el biólogo, die Politik, la política

Die Fausregel ist (wie auch beim Deutsch-Lernen), dass man die Artikel zum jeweiligen Nomen lernen muss.

Beispiele wo es genau umgekehrt als im Deutschen ist: el sol, la luna, el mundo

Beispiele wo es genau umgekehrt ist, als dass es die Endung vermuten läss: la radio, la foto, el tema


Du musst dazu auch mal Deutsch genau ansehen: Es gibt dort 3 Geschlechter, Plural wird aber wie ein eigenes Geschlecht betrachtet zusammengefasst: der Mann, die Frau, das Kind. Die Männer, die Frauen, die Kinder. Auch grammatikalisch: ohne den Mann, ohne die Frau, ohne das Kind, ohne die Männer/Frauen/Kinder.

Im Spanischen gibt es für Nomen normalerweise nur 2 Geschlechter: maskulin und feminin und auch im Plural werden diese unterschieden: el hombre, la mujer, el niño / la niña. Los hombres, las mujeres, los niños / las niñas.

Allerdings gibt es auch Nomen mit "lo" (das). Als Ausnahmeerscheinung erhalten substativisch gebrauchte Adjektive oder Verben den Artikel lo, wenn es um die Sache selbst geht:

Lo bueno (de este asunto), lo blanco (de tus ojos), lo (nunca mejor) dicho.

Im Gegensatz, wird das entsprechende Geschlecht benutzt, wenn diese Eigenschaften auf eine Person zutreffen:

El bueno, la buena. Was vor allem auf Spitznamen zutrift.

Nichtsdestotrotz gibt es weitere Regeln, was das Geschlecht betrifft. Z.B. ist es bei radio oder foto so, dass dies verkürzte Versionen von radiografía oder fotografía sind, also im Ursprung doch mit -a enden und weiblich sind.

Ebenso sind tema, wie auch problema, lema etc. griechische Fremdwörter mit der Endung -ma, welche im Spanischen männlich sind. Das spanische (la) espuma (Schaum) dagegen nicht.

Kurzum: bis du mal einen gewissen Wortschatz dir angeeignet hast, ist es besser den Artikel zum jeweiligen Nomen zu lernen. Später geschieht dies aus Gefühl heraus oder du kannst dir entprechend trockene und unendliche Theorien dazu reinziehen ;-)

Danke für die Hinweise. Es hat leider nicht meine Frage beantwortet. Es geht darum, ob ähnliche Wörter das gleiche Geschlecht (Ausnahme sächlich (Deutsch) und männlich (Spanisch)) haben wie z. B. la universidad, die Universität, el general, der general, el tema, das Thema. Es geht nicht um andere Faustregeln, weil ich diese schon kenne, sondern um diese.

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@Okinkino

Ok, dann wie folgt:

Wie gesagt: griechische Fremdwörter auf -ma im Deutschen und Spanischen endend, sind Spanisch zu 100% männlich, Deutsch sächlich (ohne 100%ige Gewähr), denn es gibt im Deutschen teilweise für einzelne Wörter noch Ausnahmeregeln. Spanisch ist dagegen deutlich regelmäßiger.

Bei el general u.ä. kommt es rein auf das Geschlecht der Person an: El/la general = der General / die Generalin.

Universidad und Universität haben zwar das gleiche Geschlecht, aber von diesem jetzt auf die fast 2000 Worte, die im Spanischen mit -dad enden zu schließen ist zu ungenau.

Richtig ist, dass -dad mit lateinischem Ursprung im Spanischen weiblich ist. Deutsche Fremdwörter, welche aus diesen Begriffen geformt wurden, haben oft die ebenfalls weiblichen Endungen -tät, -heit oder -keit oder -schaft. Also "Zufall". Würden sie eine andere Endung haben, käme es drauf an.

Allerdings habe ich mal eine ellenlange Liste überflogen und es ist wirklich so, dass praktisch entweder eine dieser 4 Endungen im Deutschen auf Worte, die im Spanischen mit -dad enden zutrifft oder das Wort wurde eingedeutscht (dann quer durch alle Geschlechter) und ist nicht mehr dem spanischen bzw. lateinischen Begriff ähnlich.

Ebenso passiert das oft mit lateinischen, französischen oder spanischen Wörtern auf -ie (im Französischen) oder -ía (im Spanischen) und -ie im Deutschen.

Ansonsten: la radio - das Radio, el machete - die Machete, el cigarillo - die Zigarette, el metro - die Metro (U-Bahn), el tranvía - die Tram, el automóvil - das Automobil, el coche - die Kutsche, el mango - die Mango (Frucht), la salsa - der Salsa (Tanz) ...

Es kommt also weiterhin stark drauf an und ein Zusammenhang ist dem Zufall verschuldet und kommt auf die jeweilige Endsilbe im Deutschen an, auch wenn man so eine ganze Reihe bestimmter Endungen schonmal eingrenzen kann.

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Im spanischen ist doch meistens die nomen die auf a enden weiblich und die auf o männlich  ist doch schon Erleichterung genug bleiben nur noch die auf e und Ausnahmen

Ups frage falsch verstanden sry

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