ADS/ADHS und Depressionen? Wie verhält sich das?

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Erleben ADHSler Depressionen anders

Anders bestimmt, so hat es mir mein Therapeut gesagt. Jedoch war bei mir noch Autismus dabei. Da ADS/Autismus aber ein ganzes Spektrum ist gibt es auch Ähnlichkeiten dazu.

Depressionen bei ADS ist wohl, dass man negative Gedanken hat, aber auch dabei schnell die Gedanken auf ein anderes Thema ablenkt, was jedoch i.d.R. genau so negativ ist. Vielleicht gibt es noch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von "Gedankeneingebungen" durch die Depressionen, aber am Ende erlebt doch jeder die Depression anders.

, sodass man bei ihnen möglicherweise keine Depressionen anmerkt?

Das schon eher. Bei ADHS ist vorallem das H, welches eine Depression mehr oder weniger "verdeckt".

Dennoch gibt es einige Hinweise, z.B. das keine Hyperfokusierung auf Spezialinteressen mehr gibt oder die Hyperaktivität abnimmt/zunimmt. Aber es ist mehr als wahrscheinlich, dass dieses verkannt wird. Ein guter Psychiater müsste aber diese Unterschiede erkennen können!

PS: Laut ICD-10 ist es nicht möglich Depressionen und ADHS gleichzeitig zu haben. Aber das interessiert heutzutage glücklicherweise keinen. ^^

Ich habe ADS und meine Meinung ist diese:

Da ADSler ständig auf der Suche nach geistiger Anregung sind, haben sie oft fabelhafte Ideen oder grosse Pläne. Ich, z.B, springe von einem Projekt zum anderen, ich suche mir immer das Projekt dass für mich am spannendsten ist. Wenn einer dieser intensiven Projekte zu Ende ist (egal ob es wirklich ein Projekt ist oder ein Gespräch mit ner Freundin ist oder der Spaziergang mit dem Hund ist) , ist es als läge plötzlich ein Stein in meinem Bauch. Die geistige Anregungs Quelle, die mich so beschäftigt hat ist plötzlich weg. Das diese Anregung immer wider verschwindet ist natürlich sehr frustrierend, denn ein ADSler sucht schliesselich nach Anregung. Diese Art zu existieren führt zu Stimmungsschwankungen. Es liegt in der Natur der ADSlers mehr Ups and Downs, als ein Mensch ohne ADS zu erleben.

Depressionen werden nicht selten in Kombination mit ADS gesehen. Da ADSler oft in ihrer Kindheit und Jugend missverstanden werden (sie werden als faul oder dumm bezeichnet) und nicht zu ihrem vollen Potenzial leisten, werden die meisten ADSler über die Jahre hin frustriert. Sich immer hart anstrengen und keinen Erfolg haben, würde jeden deprimiert machen.

Ich denke auch, dass eine Depression bei ADSlern versteckter seien kann. ADS wird mit hoher Intelligens verbunden. Manchmal kann dies dazu beitragen, dass die Depression dadurch versteckt wird.

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wieso sollte manleuten wie mir keine depressionen anmerken

ads/adhs bewirkt ja nur, dass man unaufmerksam ist und verändert nicht die ausgedrückten gefühle

Bei mir war es so, dass ich meine Trauer mit Gewalt an anderen Dingen, Menschen und an mir selbst ausgelassen habe, sodass man dachte, dass es eben nur das ADHS sei.

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