ADS Testung Ergebnis am Mittwoch wer hat Erfahrung?

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1 Antwort

Wenn es ADS ist, freu dich. Dann kann man es behandeln. Aber wenn es das tatsächlich sein sollte, mach nicht nur die Medikamentöse Therapie. Versuch es mit der sogenannten Multimodalen Therapie. Die besteht aus Verhaltenstherapie, Medikamenten, Aufklärung und pädagogischen Maßnahmen und ist die wirksamste.

Wenn es nicht ADS ist, gib nicht auf. Suche dir eine Lerngruppe, damit hast du soziale Kontakte, die anderen können dir erklären, was du nicht verstehst. Was bei mir immer ganz großartig beim Lernen hilft: Ich erzähle jemandem in meinen eigenen Worten, was ich wissen muss. Der ideale Test um herauszufinden, ob du es wirklich verstanden hast. Außerdem hilft es, das Gelesene noch einmal zu hören.

Wie kommst du eigentlich auf den Gedanken ADS? Hast du Konzentrationsschwierigkeiten, bist du impulsiv, hast du andauernd Gedanken, die dir im Kopf rumrasen? Das sind die Hauptsymptome einer ADS. Hast du jemanden mit ADS in der Verwandtschaft?

Um dir noch mal zu erzählen, wie es bei mir gewesen ist: Meine ADS wurde Mitte der 1. Klasse diagnostiziert. Meine Mutter hat auch eine, ebenso wie mein Bruder. Ich zeigte die selben Symptome auch sehr sehr stark. Meine Noten waren furchtbar weil ich nie aufpasste, ich war unglaublich vergesslich. Stell dir vor, einmal vergaß ich meinen Schulranzen zu Hause. Dabei war ich ein sehr intelligentes Kind, habe ständig Fragen über alles mögliche gestellt und wollte alles wissen. Meine Mutter erkannte die ADS und nahm mich mit zu einem Test. Das Ergebnis sagte aber, ich hätte keins. Ich war einfach zu weit entwickelt. Aber sie gab nicht auf. Sie musste als Kind mit einer unbehandelten ADS leben und wollte mir das ersparen. Wir sind zu glaube ich drei Psychologen gedackelt bis es endlich jemand zugeben wollte. Ich wurde multimodal behandelt. Bis heute. Meine Noten gingen damals durch die Decke, mein Sozialleben allerdings hat länger gebraucht. Ich hatte die Grundschule über keine Freunde, in der 6. Klasse habe ich meine erste richtige Freundin kennen gelernt, das war wundervoll. Aber sie musste die Schule wechseln, leider. Ganz gekrabbelt hatte ich mich dann in der 10. Klasse, also vor einem Jahr. Jetzt bin ich ein Jahr vor dem Abitur, habe zwar nur ein paar, aber dafür gute und treue Freunde, tolle Noten und ich bin glücklich.

So, das war meine Geschichte. Ich hoffe, deine hat auch ein Happy End :)

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Kommentar von christin20
24.06.2014, 16:13

Vielen Lieben Dank für deine Herzliche Antwort:) Ich hab kein Ads der Psychiater sagte meine Kreativität Sprecher dagegen. Als Kind hatte ich immer 3-4er aber dafür musste ich soo lange lernen, vergesslich war ich nicht so. Aber träumerisch jedoch konzentriert( laut Grundschulzeugnis) Problematisch war es bei mir als ich 12/13 wurde da hab ich mich dann sehr verändert und die Noten wurden auch schlechter. Naja irgendwann fing es dann auch an das ich beim lesen immer abschweifte und Am Ende des Textes nicht mehr wußte was ich da gelesen hatte..das habe ich auch noch heute. Und jetzt bin ich 24 und hole das Abi nach und lerne aber immer wieder 5er. Ich hab einfach das Gefühl das das gelernte nicht richtig hängen bleibt und ich nicht darauf aufbauen kann...naja aber ich werde irgendeinen Weg finden müssen. Du kannst sehr Stolz auf dich sein.Ich wünsche dir Alles Gute:

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