Adoption wieso so schwierig?

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5 Antworten

du schreibst hier ein paar Sachen, die ich nicht verstehe ...

Geburtsurkunden der Antragsteller sowie des zu adoptierenden Kindes Heiratsurkunden der Antragsteller Heiratsurkunde des zu adoptierenden Kindes, wenn dieses schon verheiratet ist

Geburtsurkunde des Kindes? Heiratsurkunde des Kindes, wenn es schon verheiratet ist?

Also wenn ein Kind schon verheiratet ist, dann ist es normalerweise schon volljährig. Willst du ein volljähriges Kind adoptieren? Und Geburtsurkunde des Kindes? Das ist unlogisch. Die Geburtsurkunde des Kindes bekommt man in der Regel vom Amt. Du weißt ja noch gar nicht, welches Kind du adoptieren kannst, also woher soll man dann die Geburtsurkunde vorweisen können? Erst durch das Amt erfährt man doch, was es für ein Kind ist.

Anders ist es natürlich, wenn beispielsweise ein Partner ein Kind mit in die Ehe bringt, und man das adoptieren will. Aber so wie du schreibst, ist das ja nicht der Fall.

Und die hohen Anforderungen - die sind alle zum Wohl des Kindes. Auch wenn es um so etwas wie Finanzen geht. Ein Kind ist eine finanzielle Belastung (Tatsache, auch wenn es komisch klingt). Jetzt stell dir mal vor, ein Paar kommt so schon kaum mit dem Geld zurecht - und dann adoptieren sie  ein Kind - dadurch kommen sie endgültig in finanzielle Probleme. Mir wurde es sogar auf dem Jugendamt erklärt: der Staat hat kein Interesse daran, neue Sozialhilfeempfänger zu machen. Dazu kommt noch: manche Frauen geben ihr Kind ab, weil sie es nicht ausreichend versorgen können. Der Gedanke ist dann: "dem Kind soll es besser gehen, es soll ein Leben haben, daß ich (die leibliche Mutter) ihm nicht bieten kann." Sollte der Staat dann nicht gucken, daß das Kind zu Leuten kommt, die es eben gut versorgen können?

Du behauptest, man muß reich sein? Komisch, ich bin nicht reich. Ich bin
ganz normaler Arbeiter und verdiene entsprechend. Trotzdem hat das
Jugendamt meine Frau und mich als Bewerber für eine Adoption angenommen. Die Kosten für eine Inlandsadoption sind übrigens überschaubar, da das meiste der Staat zahlt. Unsere Sachbearbeiterin meinte, mit den Kosten für Bewerbungsunterlagen, Briefmarken, etc. dürfte eine Inlandsadoption so um die 50€ kosten.

Eine Auslandsadoption ist da natürlich was ganz anderes. Da kommt man schnell auf 20.000-30.000€. Aber auch so was ist machbar. Wenn man es schon früh weiß, kann man drauf sparen (mein Vater hat damals sein Haus gebaut, ohne Kredit, nur mit Erspartem und Eigeninitiative). Oder ein Bankkredit. Andere kaufen sich für das Geld ein neues Auto, aber wenn man wirklich ein Kind will ...

Und psychologisch? Guck mal, wie oft man von vernachläßigten Kindern hört, die geschlagen und gequält werden?

Klar, leibliche Eltern müssen sich nicht durchleuchten lassen. Aber warum wohl? Weil der Staat den leiblichen Eltern nicht reinreden kann.

Achtung: Fiktion:

Sieh es mal von der anderen Seite, wie es aussehen könnte: eine Frau wird schwanger. Sie muß das nicht melden, erst nach der Geburt. Jetzt stell dir vor, das Kind kommt zur Welt, und es stellt sich heraus, die Mutter ist finanziell oder psychisch nicht geeignet, ein Kind zu erziehen (wer entscheidet so was?). Was ist dann? Wird ihr das Kind dann gleich nach der Geburt weggenommen? Zwangsadoption wie in der DDR?

Oder noch besser: sie wird schwanger - und es gibt ein neues Gesetz, daß sie es sofort melden muß. Dann muß sie einen Test ablegen, ob sie eine geeignete Mutter wäre. Und wenn sie den Test nicht besteht? Soll man sie dann zwingen, das Kind abzutreiben? Und sie zur Sicherheit vielleicht auch gleich sterilisieren lassen, damit sie nicht noch mal schwanger werden kann? Das wäre dann fast wie im 3. Reich, als es zu Zwangskastrationen kam?

Du siehst, bei leiblichen Eltern ist so was nicht möglich. Aber bei Adoptionen ist so etwas durchaus möglich.

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Betrachte das Ganze doch mal aus der Sicht des Staates. Man gibt ein Kind, dass sich in staatlicher Obhut befindet, an Privaleute weiter. Diese müssen bestmöglichst geeignet sein. Wenn Kinder geboren werden und „ganz normal“ bei ihren Eltern bleiben, kann der Staat da wenig gegen tun. Wenn ein Kind aber an eine Familie „weitergegeben werden soll“, ist es eine sehr wichtige Aufgabe, die Bedingungen für das Kind möglichst hoch anzusetzen. 

Wenn du eine Adoption möchtest, hälst du dich wahrscheinlich für einen guten Vater. Guck dir doch aber mal andere Leute an, die genauso viel verdienen wie du und beurteile, ob du als Staat jedem von denen ein Kind anvertrauen würdest.

Es geht bei dem strengen Verfahren einzig um das Kindeswohl und das ist auch gut so.

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Sorry, dass ich frage - aber wie darf man das

Problem bin ich

verstehen?

Um der Sicherheit der Kinder willen muss das ganze Prozedere sein.

Wenn man auf natürlichem Weg Kinder zeugt, ist das alles nicht nötig.

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Kommentar von Hausi06
14.05.2016, 17:15

ich meine damit ich hatte 3 Jahre lang Chemo und habe mich kontrolieren lassen, und das ergebnis war negativ.

Um welche Sicherheit? Sicherheiten gibt es nicht, es ist nur ein Wort um den Menschen zu beruhigen.

"
Wenn man auf natürlichem Weg Kinder zeugt, ist das alles nicht nötig."

Und genau das meine ich,auf natürlichem wege kannst du alles sein ob reich oder arm, krank oder gesund.

Aber wege du willst adoptieren, da musst du gesund, reich sein.

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Wenn du ein kind adoptieren willst,  dann ist das doch nicht einfach so shoppen gehen -  kind mitnehmen - fertig. 

Ich bin der Meinung dass das alles seine richtigkeit hat. Wer nicht in der lage ist ein paar zettel zu organisieren, formulare auszufüllen und ein paar gespräche zu führen, der ist wohl auch nicht ernsthaft genug interessiert. 

Wir haben das komplette bewerbungsverfahren durchgemacht und nicht als besondere gängelung empfunden. Klar waren manche dinge aus unserer sicht unnütz und manches auch a bisserl doof aber im allgemeinen hat alles so gepasst. 

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Das ist keine "Frechheit", sondern in zig Ländern sehr normal. Außerdem kommt da noch mehr: Ihr müsst ja auch seelisch, charakterlich und von der Reife her in der Lage sein, ein Kind zu adoptieren und es großzuziehen. Da kommt so ein gewisser Prozess auf euch zu, aber das ist doch normal. Ein Kind ist ja kein Plüschhund.

Die Arschkarte habt nicht ihr gezogen, sondern Kinder, die einfach so und ganz ohne Bürokratie von Deppeneltern geboren werden. DAS ist das Ungerechteste, nicht, dass potenzielle Adoptionseltern gründlich geprüft werden und eine Vorbereitung durchlaufen müssen.

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Kommentar von Hausi06
14.05.2016, 17:33

das es in zig Ländern normal ist so ok ist, ist es für mich persönlich eine Frechheit.

Weil die Menschen die es nicht auf natürlichem Wege ein Kind kriegen dürfen, so viele Hürden nehmen müssen um zu beweisen das sie ein Kind großziehen können.

Aber im gegenzug dürfen die auf dem natürlichen wege natürlich jetzt im sehr übertriebenen Sinne Kinder geberen ohne auf die Richtlinien zu achten.

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