Adoption - Auslandsadoption - Hat jemand Erfahrungen damit gemacht? Welche?

3 Antworten

Die Voraussetzungen für eine Auslandsadoption sind fast dieselben wie für eine Inlandsadoption - nur ist es viel teuerer, dafür sind viele Länder beim Alter großzügiger als es in Deutschland der Fall ist (keine Möglichkeit mehr in der Regel ab 35 Jahren): 1. Positiver Sozialbericht muss vorliegen (positive Bewertung idR Deines Jugendamtes Deiner Beziehung, Deiner Motive, Deiner Lebensumstände, Deiner finanziellen Motive etc) 2. Haager Konventionen müssen eingehalten werden (Hauptaussage: nur wenn ein Kind nicht im Inland vermittelt werden kann, darf es ins Ausland adoptiert werden; deshalb vergeht idR ein Jahr ab Geburt der Kinder) Und nun zu Deinen Fragen: Cons Auslandsadoption: Kind wird evtl. mit Ausländerfeindlichkeit konfrontiert, stammt aus einem anderen Kulturkreis, verliert seine kulturelle Identität, Adoptions-Imperialismus, besser wäre es, den armen Müttern im Ausland zu helfen, dass sie ihre Kinder behalten können. Pro: Bis die Verhältnisse in zB Afrika sich ändern, können die Kinder in den Waisenhäusern dort nicht warten, die kulturelle Identität des Kindes kann in die Adoptionsfamilie integriert werden und bereichernd wirken, in Deutschland gibt es kaum noch Kinder, die adoptiert werden können. Kosten: rund 15.000 bis 20.000 Euro. Es wird von Dir erwartet, dass Du in einer stabilien Beziehung in guten finanziellen Verhältnissen lebst, mit Deinem eigenen Kinderwunsch abgeschlossen hast, die adoptierten Kinder kein Ersatz für eigene Kinder sind, bzw mit eigenen konkurrieren müssen. Diese letzten Voraussetzungen und noch viele mehr werden von einer Psychologin des Jugendamtes oder der Organisation für die Du Dich entschieden hast bei ca vier Hausbesuchen und diversen Psychotests abgeklopft. Du/Ihr werdet also "durchleuchtet" - aber das finde ich auch ok. Viel Erforlg!

Nachtrag: bei einer Auslandsadoption müsst ihr euch für ein bestimmtes Land entscheiden, aus dem ihr adoptieren wollt. Zu dem Land solltet ihr in irgendeiner Form einen Bezug haben. Dann müsst ihr euch eine Organisation suchen, die aus dem jeweiligen Land vermittelt. Nicht jede Organisation vermittelt aus jedem Land, ich glaube, helpachild vermittelt überwiegend aus Haiti. Wenn ihr diese Entscheidungen getroffen habt, bewerbt ihr euch bei der Organisation (man kann sich nur bei einer Bewerbung und nur ein Verfahren durchführen) und beginnt das Verfahren. Es dauert in der Regel ca ein halbes Jahr, bis der positive Sozialbericht vorliegt (wenn er denn positiv ist! ;-)), dann beginnt die Wartezeit auf den Kindervorschlag. Die Organisationen stellen sich auf Infoveranstaltungen vor. Du bekommst dort einen guten Eindruck von den Vorsitzenden und ihrer Arbeitsweise.

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In Deutschland gibt es genügend Kinder, die auf ein vernünftiges Elternhaus warten. Wenn Du mit einer Adoption Schwierigkeiten hast, gibt es immer noch die Möglichkeit ein Dauerpflegekind zu Dir zu nehmen.

Genau und deshalb hat eine Adoption in Deutschland auch so viel Aussicht auf Erfolg da ja nur ca 16 Paare auf ein Kind kommen!

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@Taraa

Deshalb sprach ich von einem Dauerpflegekind. Ich weiß wovon ich rede. Ich habe selber 2 Pflegekinder, die keiner haben wollte und die sonst im Heim gelandet wären.

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@Qetan

Aber die rechtliche Situation ist bei einem Pflegekind eine andere, oder?

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@ViVi2802

Ja ist sie und du hast das JuAmt und die Eltern im Nacken...muss man(n) wissen ob man das braucht?!

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@ViVi2802

Es wird vor dem Gesetz nicht als Dein leibliches Kind gewertet, das ist der einzige Unterschied. Glaub mir, ich würde es immer wieder machen. Ich habe meinen autistischen Pflegesohn(6Jahre) fast soweit dass er normal spricht. Kannst Du dir ein größeres Glück vorstellen?

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@Qetan

Quetan, Du hast völlig recht. Aber nicht jeder schafft es, und bevor man mit einem Pflegekind und der Situation (Eltern und Jugendamt immer mit im Spiel, meist verhaltensauffällige Kinder) nicht zurecht kommt, sollte man es doch lieber lassen, oder? Ich glaube, sich um eine Pflegekind zu kümmern ist um einiges belastender und schwieriger, als eine Adoption. Und von daher ist es gut, die Unterschiede und seine eignen Grenzen zu kennen.

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