Adoptierung, wann sagen....?

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20 Antworten

Liebes Community-Mitglied,

ich war 7 Jahre alt, als meine Mutter mir sagte, dass mein Stiefvater nicht mein leiblicher Vater ist.

Ich war zutiefst entsetzt....

Als ich 18 Jahre alt war, schickten mir die Ämter die Papiere zu, wo mein leiblicher Vater wohnt und ich suchte ihn auf. Ich war dankbar dafür.

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Ich wäre aus eigener Erfahrung in einem Alter zwischen 11 und 13 Jahren für ein fürsorgliches, vertrautes Gespräch mit meiner Mutter dankbar gewesen, in welchem sie mir erklärt hätte, dass sie mich liebt und sie sich trennen musste, aber das mein Vater mich auch liebt und das mir Wege offen gestanden hätten, ihn persönlich kennen zu lernen.

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Es gibt nichts schlimmeres für ein Kind, seine leiblichen Eltern nicht kennen zu dürfen. Es muss sich selbst einen Eindruck machen können.

Es ist eigentlich immer schwierig, den passenden Zeitpunkt zu finden, es dem Kind zu erzählen. Es ist ja auch schrecklich, weil alles zusammen bricht, woran das Kind je geglaubt hat. Jedoch denke ich, dass in einem Alter von 11 - 13 ein gewisser Verstand gegeben ist und eine gewisse Stabilität.

Mit 17 und 18 könnte es schon zu spät sein. Es würde sich betrogen fühlen und sich sogar ganz abwenden können.

Sagen sie es ihrem Sohn vertraulich und einfühlsam.

Ich wünsche Ihnen und ihrer Familie alles Gute.


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Ich würde das machen sobald das Kind in einem Alter ist in dem es verstehen kann das es Adoptiert ist. Das hängt natürlich von der jeweiligen Reife des Kindes ab und es sollte dem Kind genau erklärt werden. Wenn man dem Kind erst zur Volljährigkeit oder später sagt das es Adoptiert ist kann es sein das das als Vertrauensbruch ansieht.

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so früh wies irgend geht. man bildet sich immer ein, dass es besser ist das kind zu schonen, aber statt dass es von klein auf ein gesundes Verhältnis zu seinen Lebensumständen aufbaut, schlägt man ihm dann mit 16, 18 oder im schlimmsten fall noch später ein brett vor den kopf. natürlich wird es fragen stellen, natürlich werden viele davon unbeantwortet bleiben, und natürlich wird es da Frust, Enttäuschung oder Traurigkeit geben. aber wenn das kind gleich lernt, damit umzugehen, kann es das gesund verarbeiten. wenn man stattdessen ewig wartet, dann spekuliert das kind im schlimmsten fall heimlich schon jahrelang, und bekommt dann endlich die Wahrheit ins Gesicht geklatscht. diese Methode kann lange aufgebautes vertraue mit einem mal brechen. wenn man jedoch so bald wie möglich an das Thema heranführt, kann das ein Faktor sein, der  das vertrauen zu den Adoptiveltern noch erheblich fördert.

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Meiner Cousine wurde es relativ früh erzählt, ich glaube da war sie zwei Jahre alt. Aber da musste es auch sein, denn die Adoption eines anderen Kindes ging schief und da hat sie schon mit zwei Jahren Fragen gestellt. Naja meine Tante und mein Onkel haben ihr alles erklärt und natürlich im Laufe der Jahre auch nicht einfach unter den Tisch gekehrt.
Immer wenn sie Fragen hatte, waren sie für sie da und haben alles beantwortet, was sie wissen wollte.
Jetzt ist es für sie eigentlich selbstverständlich und es hat an ihrem Verhältnis zu uns allen nichts geändert. Klar gibt es auch Phasen, wo sie viel nachdenkt und nicht so glücklich ist, aber ich denke, das ist besser, als es mit 18 zu erfahren und dann einfach nur enttäuscht zu sein!
Das Kind sollte es so früh wie möglich erfahren und damit aufwachsen, damit das Vertrauen nicht kaputt geht!

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Also ich bin zwar 16 und würde mir gesagt werden dass ich adoptiert bin, wäre ich erstmal froh dass es nicht meine wahren Eltern sind. Meine "leiblichen" Eltern würde ich nicht kennenlernen wollen.
Meine Freundin würde mit 16 anders reagieren: Sie würde wütend sein und ihre leiblichen Eltern suchen etc..

Ich selber wäre dafür, so früh wie möglich!! Wächst ein Kind zB damit auf, sollte es wenig Probleme damit haben.

Später könnte es einiges zerstören meiner Meinung nach, so wie bei meiner Freundin. Nicht jeder denkt so und wäre damit einverstanden..

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Kommentar von MissMephisto
15.06.2016, 13:56

Nimm es mir bitte nicht übel, aber als jemand der nicht adoptiert worden ist kann man sich nicht so einfach vorstellen, wie das wäre. Du machst dir keine Vorstellung davon, wie viele Dinge emotional auf einen einwirken. Ein einfaches "was wäre wenn -  Gedankenspiel" ist da einfach nicht angebracht 

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Ich pers. würde es so bald es geht tun. Stell dir vor du bist 18 und jemand sagt dir, hey ich bin gar nicht deine richtige Mama/Papa. Dann lieber früh und mit etwas Feingefühl aufklären.

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Also erstmal heißt das Adoption (Adoptierung gibt es nicht) und zweitens gibt es im zwischenmenschlichen Bereich keine Pauschalregeln:

Es kommt immer aufs Gegenüber und die Situation an.

Normalerweise fragen Kinder woher sie kommen, wie sie entstanden sind - wenn man seinem Kind erklärt, dass der Klapperstorch ein Märchen ist, kann man auch mit einfließen lassen, dann manche Mütter nicht in der Lage sind, ihre Kinder selbst großzuziehen und sie in die Hände von Adoptiveltern geben, die gut für das Kind sorgen können.

Oder man sieht ähnliche Beispiele in der Tierwelt oder im Bekanntenkreis - das kann man als Ausgangspunkt nehmen, um die eigene Adoption anzusprechen.

Du hast offenbar schon einen erwachsenen Adoptivsohn - der sollte längst Bescheid wissen! Ich würde das aber auf jeden Fall im Rahmen einer harmonischen Familiensituation tun...

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So bald wie es geht. Auch wenn die noch klein sind. Man kann das denke ich auch einem Kind so erklären und so an das Thema ranführen dass das später nicht zu Problemen führt.

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um so früher desto besser. Wenn sie erst erwachsen sind stellen sie eure Liebe aufgrund der Lüge absolut in frage. Insbesondere Jugendliche reagieren sehr emotional auf sowas... wenn in dieser Entbindungsphase noch sowas kommt ist Chaos vorprogrammiert. Lieber mit dem Kind 5-8 Jahre sachlich drüber sprechen aber immer betonen ihr liebt das Kind und werdet immer für es da sein.

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Ich bin adoptiert. 

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, mach es so früh wie möglich. Am besten noch vor dem Kindergarten. Man kann kleinen Kindern das ganze kindgerecht erklären. Mit fortschreitendem Alter werden Fragen kommen, die du so gut und gewissenhaft wie möglich beantworten solltest. 

Alles andere ist für mich moralisch nicht vertretbar. Jeder Mensch hat das Recht, zu wissen wo er herkommt. 

Mal abgesehen davon, hat das auch praktische Gründe. Wüsste ich nicht, dass ich adoptiert bin, dann hätte ich nie nachgeforscht und auch nie erfahren, dass die mütterliche Seite meiner Familie vermehrt in jungem Alter mit Brustkrebs zu kämpfen hatte. Da ich diese wichtige Information nun habe, kann ich Vorsorge betreiben. 

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So früh wie möglich. Bekommt er es früher heraus kann es sein das er euch nicht mehr vertraut.

Es ist deshalb auch vernünftiger weil Adoptierte merken auf der Gefühlebene das etwas fehlt und der Drang zu Wissen wer man ist, woher man stammt etc. Nicht zu unterschätzen ist. Viele Adoptierte leiden auch später an Bibdungsangst, Trennungsangst und Angst verlassen zu werden.

Jeder sollte so früh wie möglich erfahren woher er kommt und wer seine Eltern sind.

Was wollt ihr damit bezwecken es zu verheimlichen? Das er euch als Eltern akzeptiert und euch als Eltern sieht oder ist es die Angst das er weniger für euch empfindet oder gar wegstößt wenn er wüsste ihr seid nicht mehr die leiblichen Eltern?

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das sollte ein offenes Thema sein in jedem Alter des Kindes. Auch ein Kleinkind kann das schon wissen. Um so früher die Kinder das erfahren um so normaler ist es in ihrem Leben und um so geringer ist der Schock. Um so älter, um so mehr fühlen sich die Kids betrogen. Übringens ist es auch ganz einfach ein kleines Kind damit aufwachsen zu lassen.

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Sofort von Anfang an sobald Fragen zum Thema Baby gestellt werden.
Alles andere ist zu spät und das 'Kind' würde sich höchstwahrscheinlich belogen fühlen.

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Am besten von anfang an offen damit umgehen, da so vermieden werden kann, dass das Vertrauen schwindet.

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Ich habe mit 16 selber herausgefunden das mein Vater nicht mein richtiger Vater ist und war Mega enttäuscht das mir meine Eltern das nicht von allein gesagt haben. Ich habe es durch meine Geburtsurkunde erfahren die ich mir einfach so aus Neugierde abgeschaut habe. Ich würde nicht damit warten es deinem Sohn zu sagen, ich hab es ja am eigenen Leib miterlebt und je später, desto schlimmer

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Kommentar von Dichterseele
22.04.2016, 01:57

Richtig - nicht die Tatsache an sich ist schlimm, sondern das Verschleiern der Wahrheit.

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Das ist alles viel zu spät. Das Kind sollte das von Anfang an wissen. dass er eigentlich andere Eltern hat.

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Kommentar von Tommkill1981
21.04.2016, 23:37

Klar weil ein Kind mit 2 oder 3 jahren das auch voll versteht....

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Jedes Kind fragt die Mutter ob es auch mal im Bauch der Mutter war. Das ist der Zeitpunkt dem Kind zu sagen wie es ist.

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Ich würde es ihm sagen, wenn er geistig in der Lage ist so einen Schock zu verkraften, oder wenn ihm auffällt, dass da was nicht ganz richtig ist. Ansonsten springt er ja noch von ner Brücke oder tritt ISIS bei oder so ( was Kinder ohne mentale Widerstandskraft halt tuen, wenn sie sowas erfahren)

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Kommentar von Dichterseele
22.04.2016, 01:45

Warum sollte jemand von der Brücke springen oder zum IS laufen, weil er adoptiert ist? Das ist völliger Unsinn!

Einem Kind zu erklären, dass es nicht aus dem Bauch der Mama kam, aber von ihr genauso geliebt wird, ist auch kein Schock.

Schockierend ist nur, wenn Heuchelei auffliegt.

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Allerspätestens wenn er volljährig ist. Irgendwie kommt sowas immer raus und es ist echt blöde, wenn das per Zufall passiert.

Und wenn er heiratet, braucht er doch eine Geburtsurkunde, oder? Dann wird er es ja erfahren...

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Ich habe es mit 7 Jahren erfahren....

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Kommentar von xmustermann
21.04.2016, 23:35

was geschah dann?

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Kommentar von xmustermann
21.04.2016, 23:45

wie Alt/Jung sind Sie gerade?

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Kommentar von wobfighter
22.04.2016, 01:31

Ich habe es erzählt bekommen von einer anderen Person und Zuhause angesprochen mit 16 Jahren. Und später erfahren das mein Doppelgänger mein Zwillingsbruder ist und wir getrennt worden sind.. Insgesamt sind wir 11 Kinder die letzten 4 Kinder alle adoptiert die anderen alle im Heim gewesen.

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