Adoptieren= komisch?

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18 Antworten

Hi,
ich glaube nicht, dass es nicht anerkannt ist. Wenn Du erwachsen bist und adoptierst ist das eben so und Dein Umfeld wird sich damit arrangieren und auch merken, dass es nicht schlimm ist. Für die Kinder ist das auch ok wenn sie damit aufwachsen und bei der Adoptivfamilie gut aufgehoben sind. Die Leute äußern einfach gerne ihre Bedenken und es gibt eben auch Bedenken.

Ich würde sagen warte erstmal ab wenn Du Erwachsen bist und ein ernsthafter Kinderwunsch entsteht. Bisher ist es ja nur eine Idee. Ich habe ein leibliches Kind und kann keine weiteren Kinder mehr bekommen. Wir haben uns gedanklich lange mit Adoption auseinander gesetzt aber haben letztendlich beschlossen zu dritt zu bleiben. Kinder sind auch mal anstregend und ich habe schon bedenken, ob ich diese Anstrengung für ein "fremdes" Kind wirklich tragen möchte. Ich habe auch Zweifel ob ich das Kind so lieben könnte, wie es das verdient hätte. Wenn Du ein Kind bekommst, dass kein Baby mehr ist, ist es auch schon geprägt, vielleicht auch schon negativ, und da bedarf es noch mehr Erziehung. Ich habe mich auch mit Familien unterhalten die adoptiert haben und kann da nicht so blauäugig rein gehen. Es ist eben doch ein Unterschied ob man das Kind selbst ausgetragen hat oder es von fremden Menschen kommt - zumindest für meinen Mann und mich. Mir ist das Risiko zu hoch dem Kind dann nicht gerecht zu werden und eine Rückgabe kommt ja mal gar nicht in Frage. Das wäre für das Kind sicher der Supergau. Darum muss jeder für sich entscheiden ob man es wirklich möchte und kann. Für die Kinder jedoch ist es das beste wenn man sich sicher ist und das bin ich nicht.

Natürlich gibt es auch viele viele Familien, die adoptieren und damit sehr glücklich sind. Wenn Du Dich dann als Erwachsene Frau dem wirklich gewachsen siehst, mach es halt. Es ist dann egal was die anderen dazu sagen. Jeder wird sich dann auch daran gewöhnen. Wenn Du normal damit umgehst und dahinter stehts kann es auch jeder andere.

LG

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Das ist nicht wirklich komisch, aber in der Regel möchte man Kinder haben, die von einem selbst abstammen, deshalb ist es für Menschen ungewohnt zu hören, dass man dies von vorneherein ausschließt. Das es nicht anerkannt sein sollte, Kinder zu adoptieren, habe ich so noch nicht gehört. Im Gegenteil, wenn man die Möglichkeit hat, finde ich es sehr lobenswert, wenn man fremden Kindern die Chance auf ein erfülltes Leben gibt. Das muss doch jeder für sich selbst entscheiden.

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Doch, Adoptionen sind sehr wohl anerkannt und werden sogar bewundert.

Wahrscheinlich bist du noch sehr jung und deshalb glauben die Erwachsenen dir noch nicht so richtig, dass du das jetzt schon wissen kannst. Auch denken sie, dass du den gefühlsmäßigen Unterschied zwischen eigenen Kindern und Adoptivkindern noch nicht einschätzen kannst, obwohl man Adoptivkinder natürlich genauso lieben kann wie die eigenen. Aber ich glaube, hierüber gehen die Meinungen völlig auseinander.

Die Reaktionen sind in deinem Alter begründet und nicht in Adoptionen. Ich finde dein Vorhaben toll und hoffe, dass du deine Meinung nicht ändern wirst. Aber wenn es doch so sein sollte, ist es nicht schlimm. Es gibt ja auch die Möglichkeit, eigene Kinder zu haben und trotzdem ein Kind zu adoptieren.

Das muß jeder für sich entscheiden.

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also ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen, aber dennoch ...

Wieso soll ich "neue" Kinder in die Welt setzen, wenn es so viele Kinder ohne Eltern gibt?

In Deutschland gibt es wenig Kinder, die zur Adoption freigegeben werden. In meinem Landkreis gab es in den letzten 3 Jahren KEIN Kind, aber 8 Paare, die gerne eins hätten.

Und diese Paare haben in der Regel alle eine ähnliche Hintergrundgeschichte. Zahlreiche erfolglose Versuche schwanger zu werden.

Im Fall meiner Frau war es so: etwa 10 Versuche mit künstlicher Befruchtung. Es kam zu 4 Schwangerschaften, alle endeten mit einer Fehlgeburt.

Und so etwas ist die Regel. Man muß sich ja auch erstmal bewerben, für eine Adoption, und wenn man dann keine entsprechende Vorgeschichte hat, dann wird man gar nicht aufgenommen.

Zusätzlich kann aus dem Ausland auch adoptieren.

Ja, das kann man. Aber auch hier ist es so, daß man nicht einfach mal hingehen kann und sagen: ich will ein Kind.

Eine Auslandsadoption kostet im Schnitt um die 30.000€ und kann sich locker mal über 3-4 Jahre hinziehen, von der ersten Bewerbung, bis man das Kind in Händen hält.

Und auch da muß man begründen, warum man nicht lieber ein leibliches Kind haben will.

Dazu kommt noch, daß man zahlreiche Unterlagen sammeln muß, wie Geburtsurtkunde, Heiratsurkunde, psychologisches Gutachen, Arztbericht, Referenzschreiben, etc.

Das muß man dann alles vom Notar beglaubigen lassen, anschließend vom Landgericht oder Regierungspräsidium überbeglaubigen lassen, dann von nem staatlich anerkannten  Übersetzter in die Landessprache übersetzten lassen ...

Das haben wir mittlerweile alles abgegeben. Jetzt warten wir voraussichtlich ca. 1 Jahr (oder mehr) bis wir einen Kindervorschlag bekommen (das Geschlecht des Kindes können wir uns übrigens nicht aussuchen, nur das grobe Alter von 0-3). Dann können wir ins Land fliegen, um das Kind zu besuchen und ein paar Unterlagen vor Ort unterschreiben. Dann dürfen wir wieder heimfliegen und noch mal ein paar Montate oder mehr, bis wir das Kind abholen dürfen. Und das ist für Haitit, jedes Land hat andere Regeln. In Kenia ist es beispielsweise so: dort muß man mit dem Kind für mindestens 9 MONATE im Land wohnen. Kannst du dir vorstellen, einfach mal 9 Monate in nem fremden Land zu leben?

In der Zeit, in der eine Auslandsadoption abläuft, da haben andere paare schon 2 leibliche Kinder nacheinander bekommen.

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Kommentar von TheKatzi
21.06.2016, 22:28

Ich meine schön und gut das du hier auch nur negative Fakten aufzählst.
Dies ist mir jedoch alles bewusst!
Meine Frage war leider nicht Warum Leute Kinder adoptieren und nicht einfach selber Kinder machen sondern warum zur Hölle es Menschdn sehen die das Thema im nur schlecht bedrachten und über das selbe ausgelutschte Thema reden!

Betrachte doch mal auch die andere Seite einer Adoption!
Liebe Grüße TheKatzi

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Ich finde das eine gute idee.
Klar würdest du das kind auch lieben. Aber das eigene kind, das so lang in deinem vauch war. Der schmerz der geburt, die freude wenn du es das erste mal auf dem arm hast.
Ich liebe meine patenkinder auch genauso wie meine eigenen. Aber es ist ein unterschied.

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Kommentar von TheKatzi
20.06.2016, 08:30

Vöter sind dennoch nicht 9 Monate schwanger und haben auch keine Körperlichen Schmerzen bei der Geburt.
Trotzdem lieben sie ihre Kinder, wie ist dies zum erklären?

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Hey =)

Ich denke genauso wie du, wirklich 1:1.
Wenn du dich später wirklich dazu entscheiden solltest, ein Kind zu adoptieren, dann kann dir die Meinung von anderen egal sein.
Nur musst du dir im Klaren sein, dass eine Adoption ein langwieriger Prozess ist, der teilweise auch psychisch belastend sein kann:
Du musst lange warten, das Amt prüft dein Leben von A bis Z, und du wirst dem Kind auch sicherlich später sagen, dass es adoptiert ist.
Wenn du damit klar kommst, und davon gehe ich aus, wird dir da hoffentlich nichts im Weg stehen!
Ich finde, es ist sehr reif so zu denken. In der heutigen Welt läuft eben alles drunter und drüber... Alle 5 Minuten entscheidet sich eine Frau zur Abtreibung, dann will ich nicht wissen, wie viele Kinder abgegeben werden....

War cool, jemanden zu treffen der genauso denkt ^^

Liebe Grüße, CutKid

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Ich finde das ganz und gar nicht komisch, sondern sehr großherzig! ❤❤❤

Wie viele Leute wünschen sich mit einem Kind im Grunde genommen nur eine "Erweiterung" oder "Fortsetzung" ihrer selbst? Das geht natürlich nur mit dem berühmten eigenen Fleisch und Blut. Wie viele Väter möchten von einem kleinen Wesen, das sie liebt, auf einmal nichts mehr wissen, weil sich herausgestellt hat, dass es nicht ihr eigenes ist? Für wie viele Männer kommt eine Frau, die schon ein Kind hat, gar nicht für eine Beziehung in Frage? In meinen Augen ist das irgendwie nichts anderes als eine erweitere Form von Selbstbezug. 

Dass du erst einmal das Wohl eines elternlosen Kindes in den Mittelpunkt stellst, finde ich klasse! 👍

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Hey, ich denke man sollte Kinder allgemein gerne haben, wir sollten das so verstehen das wir mal in den Kindern weiter leben auch wenn wir nicht mehr sein werden. Dabei spielt es keine besondere Rolle ob es adoptierte sind oder eigene. Wer sich aber selber damit identifizieren will macht es gerne mit eigene.

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Deine Vorstellen in Ehren.. aber es gehört zur Adoption mehr dazu als nur eine Idee bzw den Wunsch einer Adoption.Kinder sind keine Tiere , so dass man die bei nicht gefallen/funktionieren , wieder zurückbringen kann..In Deutschland müssen viele schwere Kriterien erfüllt werden.Selbst einem Ex Bundeskanzler war diese Prozess zu umständlich , so das dieser in Russland Kinder adoptierte.Also stellt sich die Frage, kannst du die Anforderungen auch erfüllen und hast du die Ausdauer diesen Prozess durch zu halten.Als nächstes solltest du "nie Menschen um Rat" fragen oder dir etwas erklären lassen von Menschen , die Null Ahnung oder nie mit deiner Idee konfrontiert waren..Ich selber habe 2 Kinder in DauerPflegschaft (Ziehkind) gehabt und würde meine "nicht so prickelten" Erfahrungen mit anderen Verbinden wollen. Heut zu Tage gehört zur einer guten Erziehung nicht nur können , sondern auch viel Glück dazu.

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Kommentar von TheKatzi
20.06.2016, 08:26

Dies ist mir durchaus bewusst, danke für deine Antwort! :)

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Kommentar von Saturnknight
21.06.2016, 20:03

In Deutschland müssen viele schwere Kriterien erfüllt werden.Selbst
einem Ex Bundeskanzler war diese Prozess zu umständlich , so das dieser in Russland Kinder adoptierte.

Da möchte ich widersprechen. Ich finde, die Kriterien sind in Deutschland nicht schwerer als im Ausland, eher sogar umgekehrt.

Meine Frau und ich haben uns für eine Inlandsadoption beworben. Wir hatten eigentlich nur mit dem Jugendamt Kontakt. Diverse Gespräche, ein Hausbesuch, Polizeiliches Führungszeugnis, Lebensläufe schreiben, etc. viel mehr war es nicht.

Allerdings ist es so, daß es in Deutschland wenig Kinder gibt, die zur Adoption freigegeben werden. In unserem Landkreis gab es in den letzten 3 Jahren kein einziges Kind, daß freigegeben wurde, aber an die 8 Paare, die ein Kind wollen. (in Deutschland gibt es nur Säuglingsadoptionen)

Eine Auslandsadoption ist viel teurer (ca. 30.000€) - zuerst konnten wir es uns nicht leisten, aber dann haben wir geerbt. Aber die Voraussetzungen da sind ganz anders.

Viele Unterlagen sind in Deutschland von jedem Amt einsehbar. Aber beim Ausland ist das ganz anders. Wir benötigten fürs Ausland beispielsweise internationale Geburtsurkunden, Heiratsurkunden, Referenzschreiben von 2 Freunden (keine Verwandte), Arztbericht mit HIV-Test, Übersicht der Konten, Gehaltsbescheinigung, psychologisches Gutachten, etc. ... und diese ganzen Unterlagen müssen beglaubigt werden (vom Notar) und überbeglaubigt werden (vom Landgericht oder Regierungspräsidium, je nachdem).

Und anschließend müssen die Unterlagen von einem geprüften Übersetzter in die entsprechende Landessprache übersetzt werden ...

Im Fall von Altkanzler Schröder gab es wohl 2 Kriterien, warum er nicht in Deutschland adoptiert hat: zum einen gibt es hier zu wenig Kinder, und zum anderen hat Schröder schon ein gewisses Alter. Und die meisten Jugendämter wollen keine zu alten Bewerber (auch wenn es keine offizielle Altersgrenze gibt)

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Mit den eigenen Kindern und der automatischen Verbundenheit, das ist Quatsch - man kann auch zu Menschen, die keine Blutsverwandten sind eine sehr enge, ja manchmal sogar engere Verbundenheit haben.

Sag doch einfach nichts mehr zu dem Thema, wenn dich die Reaktionen nerven - zieh dein Ding dann später einfach so durch, wie du es für richtig hältst. Aber nicht zu lange warten, denn es gibt für Adoptionen Altersbeschränkungen nach unten wie nach oben.

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Egal ob man ein leibliches Kind, ein adoptiertes Kind (wenn der Ehepartner beispielsweise ein Kind mit in die Ehe bringt) oder man es via Jugendamt adoptiert, oder ein Pflegekind groß zieht....

Nichts davon ist höher oder minder wertig als das andere. Bei all diesen Varianten kann eine sehr enge Bindung zwischen Eltern und Kind entstehen - oder auch garnicht.

Egal ob leiblich, adoptiert, in Pflege - dieses Kind kann dermaßen in die Familie integriert werden das es keinerlei Unterschied zu anderen anwesenden Familienmitgliedern gibt. Es ist dann das Kind dieser Eltern, nennt sie beispielsweise Mama und Papa, wird stolz als "das ist mein Sohn/ meine Tochter" vorgestellt.

Ich sehe es bei meinem Mann und seiner sozialen Familie. Das sind seine Geschwister, seine Eltern, seine Onkels und Tanten, Cousins und Cousinen. Fertig.

:)

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Das wird durchaus anerkannt. Aber ich kann Dir jetzt schon sagen, dass die Behörden es einem da nicht einfach machen.

Bevor man ein Kind adoptieren kann, wird genauestens überprüft, wie hoch das Einkommen ist, ob die häuslichen Verhältnisse es gestatten, ein Kind aufzunehmen und vor allem "muss der Partner damit einverstanden sein". Diese Kleinigkeit hast Du evtl. übersehen? lg Lilo

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Kommentar von TheKatzi
20.06.2016, 08:12

Nein habe ich nicht übersehen. Das ist mir duechaus bewusst, dass es lange dauern kann, bis man ein Kind adoptieren darf.

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sich mit 15 mit einer solchen Frage auseinander zu setzen halte ich allerdings auch für merkwürdig..Zum einen brauchst du einen Partner ( denke ich) der deinen Wunsch auch mit macht..zum anderen , wenn du selbst in der Lage bist Kinder zu bekommen was spricht dagegen..Oder gehörst du zu den Mädels die Angst haben , dicker / Falten o.ä. vom Kinder bekommen zu haben.. Werd erstmal 20-25 und denke dann nochmal drüber nach.. 

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Kommentar von TheKatzi
20.06.2016, 08:24

Nein, ich bin kein Mädchen das Angst hat "dick" oder sonst was zu werden.
Auch habe ich nichts gegen eigene Kinder, doch mir gefällt es nicht das es Kinder ohne Eltern gibt.
Ich kann mir nicht vorstellen, nicht meinen Vater gehabt zu haben damals sowihl auch heute!
Nur weil ich 15 bin, heißt auch nicht das ich mir darüber keine Geddanken machen kann und dabei uneeif zu denken.
Ich spiele schon viel länger mit diesen Gedanken.

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Es ist nicht so, dass es in der Gesellschaft nicht anerkannt waere, Kinder zu adoptieren, aber es ist ungewoehnlich auf eigene zu verzichten, wenn man sie haben koennte.

Ich habe eine Freundin, die drei eigene Kinder hat und die noch eins adoptiert haben, einfach um der Gesellschaft zu helfen, so hatten sie es schon vor der Heirat geplant. Die Familie ist total okay, aber meine Freundin gibt zu, dass sie eine andere Verbindung zu den eigenen Kindern hat.

Ich fuerchte, das kann man nur verstehen, wenn man Kinder hat.

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Für mich klingt das alles ziemlich naiv - in Deutschland gibt es viel mehr potenzielle Adoptiveltern als Kinder, die man adoptieren kann.

Außerdem sehe ich deinen Traum schon vor mit - ein perfektes kleines Wesen, mit rosa oder blauer Schleife frei Haus geliefert... Natürlich mit Garantie, Bedienungsanleitung und Rückgaberecht.

Sorry, aber die wenigsten Kinder werden als Neugeborene adoptiert! Viel häufiger wird den Eltern später das Sorgerecht entzogen - nachdem sie den Kindern schon schwere Schäden (körperlich und/ oder psychisch) zugefügt haben.

"Liebe" alleine reicht dann oft nicht - kannst du auch damit umgehen?

Und spätestens in der Pubertät wird "dein" Kind dir an den Kopf werfen, dass du gar nicht seine "richtige Mutter" bist. Auch damit muss man fertigwerden...

Ich habe eher das Gefühl, dass du Angst vor einer Schwangerschaft/ Geburt hast und glaubst, der Weg über eine Adoption wäre einfacher...

Vielleicht solltest du dich nochmal in Ruhe damit auseinandersetzen (es gibt z.B. auch Selbsthilfegruppen zu diesem Thema!) und dir überlegen, was wirklich hinter deinem Wunsch steckt...

Andere "retten" zu wollen, kann auch Zeichen eines Helfersyndroms sein. Und dabei geht es v.a. um den Betroffenen selbst, nicht um seine Schützlinge...

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Kommentar von TheKatzi
20.06.2016, 08:37

Es tut mir ehrlich gesagt leid das du so denken musst!
Dies ist nämlich genau die Antwort die ich vom Großteil erhalte!!
Ich habe keine Angst bor der Schwangerschaft, dennoch möchte ich wie gesagt keine neuen Lebewesen in die Welt setzen, obwohl es so viele Kinder ohne Eltern gibt.
Zusätzlich kann aus dem Ausland auch adoptieren.
Außerdem ist mir durchaus bewusst, das man keine Neugeborene mit rosa Schleifchen bekommt??
Ich hatte nie gesagt das es ein Baby sein muss!
Es gibt tatsächlich auch Kleinkinder, Kinder und Jugentliche die keine Eltern haben. Die Vorstellung ohne meinen Vater aufgewachsen zu sein, nie Eltern gehabt zu haben, ist furchtbar!
Ich weiß das es lange dauern kann oder wird, bis man ein Kind adoptieren kann.
Das ist mir alles bewusst!!
Meine Frage war nicht warum man oder wie man adoptiert sondern warum es Menschen mit einer solchen Meinung geben kann!
Trotzdem vielen Dank für deine Antwort!!

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Ich find es gut, wenn man's kann.

Mein größter Wunsch war's immer zwei Kinder zu haben. Würde ich sie aber nicht bekommen können, würde ich auch keine wollen.

Ich merke es gerade, denn ich bin schwanger. Es ist ein Gefühl, auf das ich einfach nicht verzichten wollen würde. Mein kleiner Bauchzwerg, in mir... Das Wunder des Lebens auf diese Art und Weise zu spüren...Ist das beste was mir in diesem Leben passiert ist und passieren kann. Es ist ein kleines Ich, ein kleines Er...

Und dieses Glück sollte man auch nicht in Frage stellen.

Wenn jemand ein Kind so lieben kann wie sein eigenes, ist das schön.

Ich könnte es aber nicht.

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Ja gibt halt viele Menschen die lieber eigene Kinder wollen. Aber ein Kind zu adoptieren kann lange dauern.

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Also ich finde WENN DU EIN KIND ADOPTIEREN WILLST DANN TUST DU DAS du musst es ihnen erklären und Wenn sie es nicht verstehen musst du wohl oder übel sagen tja dann Pech gehabt ich mach das jetzt !

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