AD(H)S durch falsche Ernährung

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Liebe engelsblume! Ich freue mich sehr für dich, dass du dich mit Concerta besser fühlst. :-)

Solche Erlebnisse wie du schilderst, macht mich immer wieder traurig. Ich hatte schon viele Diskussionen über ADHS und Medis geführt, meistens mit Leuten, die selber nicht betroffen sind, wenig Einfühlungsvermögen haben und deshalb m. E. nur bedingt fähig sind zu verstehen, was ein ADSler fühlt.

Ich selber bin eine erwachsene ADSlerin und Mutter von einem ADSler und nehme selber seit ca. 3 1/2 Jahren Concerta. Ich wäre momentan nicht mehr in der Lage ohne Medi den Alltag mit drei schulpflichtigen Kids zu bewältigen. Meine Erfahrungen mit Ritalin & Co. sind durchwegs positiv. Meiner Meinung nach sind nebst Medis verhaltenstherapeutische Massnahmen unbedingt notwendig. Je nach Kenntnis und Mitarbeit von Eltern und ADSler kann das in der Famile selber umgesetzt werden. :-)

Im Gegensatz zu vielen (leider auch Betroffenen) habe ich eine positive Einstellung zu ADHS und unsere Familie hat nicht mehr Schwierigkeiten als andere "normale" Familien. Im Gegenteil, manchmal habe ich den Eindruck, dass wir trotz oder vlt. wegen unserem "Anderssein" glücklicher und zufriedener sind. Dazu brauchte es natürlich schon einige Veränderungen. :-) ADSler und ihre Familie müssen akzeptieren können, dass

  • anders auch ok ist,
  • Menschen unterschiedliche Entwicklungstempi haben,
  • jeder Mensch nach seinen Fähigkeiten gefördert werden sollte,
  • ADSler sich wirklich Mühe geben,
  • jeder Mensch Fehler macht,
  • ADSler ihrer Wahrnehmung entsprechend gecoacht werden müssen,
  • ADSler ausflippen, weil ihr Compi (Gehirn) abgestürzt ist

und da gäbe es noch sehr viel mehr zu ergänzen. Die Grundvoraussetzung für deine erfolgreiche Entwicklung ist, dass du dich annimmst, wie du bist! Du bist Du, einmalig und wertvoll. Du bist bereits ein Sieger, weil du das Rennen im Bauch deiner Mutter gewonnen hast - und deshalb bist du hier! Yeah!!! :-D

Aus meiner eigener Erfahrung kann ich dir schreiben, dass Mängel an Vitaminen Mineralstoffen oder Spurenelementen keinesfalls deine Probleme beseitigen können oder sogar Concerta ersetzen. Ich habe auch so vieles durchprobiert und zwar genügend lange. Ebenfalls habe ich einen Nahrungsmitteltest gemacht und angepasst. Alls das können die Symptome beeinflussen, jedoch nicht so markant, dass du keine medikamentöse Unterstützung mehr brauchen würdest. Das hängt von anderen Umständen ab.

Deine Bekannte hat es sicher gut gemeint, doch sie scheint nur oberflächliche Kenntnisse über ADHS zu haben. Das Wichtigste bei Medis sind regelmässige Kontrollgespräche und dass du das passende Medi mit entsprechendem Wirkstoff bekommst sowie die Dosis richtig angepass ist. Es ist gut möglich, dass diese mehrmals angepasst werden müssen, weil du noch im Wachstum bist. Bei den negativen Äusserungen von Betroffenen selbst, denke ich mal, dass die meisten medikamentös falsch eingestellt wurden. :-(

Btw, ADSler werden nicht abhängig von Ritalin & Co., im Gegensatz zu Nicht-ADSler. Wusstest du, dass nicht erkannte oder falsch behandelte ADSler später eher zu schädlichen Stimulanzien greifen, wie z. B. Alkohol, Nikotin, Koffein, Energy-Drinks oder sogar härtere Drogen? Hab's selber durchgemacht. :-)

Also, bleib bei deinem Medi und versuche zusammen mit deinen Eltern über ADHS auf dem Laufenden zu bleiben. Wenn du Angst verspürst, kann dein Gehirn-Compi nicht mehr richtig arbeiten. Deshalb rede mit jemandem darüber, der dir helfen kann den "Knopf" wieder zu lösen. Ebenfalls empfehle ich dir wie schon einige andere hier, zusätzlich noch Vitamine & Co. zu nehmen. :-)

Hier ist noch ein Link zu einem ermutigenden Praxis-Bericht von Dr. Ryffel über seine Langzeiterfahrungen mit Ritalin & Co.

http://ads-mainz.de/Stimulanzientherapie.pdf

Wieso kannst du die Concerta-Tabletten nicht immer nehmen? Alles Gute und bleib dir selber treu! :-)

Hey engelsblume, gaaanz herzlichen Dank für den Stern! :-)

Ich hoffe sehr, dass es dir gut geht und dass du dich wieder sicherer fühlst. Lass dich nicht von Vorurteilen verunsichern. DIE ADHS gibt es nicht, weil jeder ADSler anders ist und somit auch jede Person individuell behandelt werden muss.

Falls du wieder mal eine offene Frage haben solltest, teile ich sehr gerne meine Erfahrungen mit dir! :-) Liebe Grüsse aus der Schweiz


"Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist." -Indianischen Redensart-

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Ist zwar schon älter, aber man sollte eher lernen damit umzugehen, als Pillen zu fressen. je früher damit angefangen wird, desto besser ist das Ergebnis. Ich hab damals mit 12 die Drogen abgesetzt und fast ein halbes Jahr gebraucht, um das Zeug vollständig aus meinem Körper zu verbannen.

Diese Ansicht "Ich nehme die Tablette und dann gehts mir besser" ist ein fürchterlicher Trugschluss! Lernt mit AD(H)S umzugehen und hört auf, der Pharmaindustrie Geld in die Taschen zu spülen! Das Zeug wird euch langfristig nicht helfen.

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AD(H)S ist nur bei sehr deutlicher Betroffenheit behandlungsbedürftig, der Übergang von AD(H)S zu einem "normalen" Verhalten ist fließend. Ohne AD(H)S sähe unsere Welt trist aus, hätte man Mozart, Napoleon, Kaiser Wilhelm II, Thomas Gottschalk, Michael Schumacher etc. Ritalin gegeben, würde heute kein Mensch von Ihnen reden. Stimulanzien "klinken" die Hirnfunktion meist in die richtige Richtung ein, so dass man keine Angst vor dem Absetzen haben muß, eine begleitende Psychotherapie ist aber sinnvoll. Über Nahrungsmittel ist noch nicht das letzte Wort gesprochen, die Meinung verantwortungsvoller Forscher muß verfolgt werden. Markulf

Also zuerst einmal: Ich würde mal davon ausgehen, dass deine Ärzte mehr Ahnung haben von ADHS als deine Bekannte, und dass es dir mit Concerta wesentlich besser geht als ohne, ist auch schon mal ein Zeichen, dass es bei dir wirklich ADS ist. ADS ist immer verschieden stark ausgeprägt, manchmal sind die Grenzen auch schwimmend....sowohl nach unten zum "Normal" sein als auch nach oben in Richtung Autismus. Manchmal merkt man es auch nur in der Schule oder nur im Studium. Manchmal wird es auch mit der Pubertät besser, da spielen soviele Faktoren eine Rolle, dass Laien sich da eigentlich kein Urteil erlauben sollten.... Ernährung kann aber oft verstärkend auf das Erscheinungsbild wirken. Manche Kinder drehen nach Traubenzucker bzw. Süssigkeiten extrem auf, ich habe bei meinen beiden Söhnen festgestellt, dass sie sehr viel verträglicher sind wenn der Fettstoffwechsel mit Omega3 und Omega6 Fettsäuren unterstützt wird. Es gibt tatsächlich aber auch Kinder die Lebensmittelallergien haben, bei einer gründlichen ADS- Diagnostik sollte das aber mit abgeklärt worden sein.

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