Adaptive Radiation. Wie funktioniert es genau?

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1 Antwort

Adaptive Radiation ist ja wenig mehr als die Differenzierung einer Stammart in mehrere Arten in einem relativ kurzen Zeitraum. 

Grundsätzlich funktioniert adaptive Radiation wie jede andere Artbildung auch: Durch geografische oder ökologische Faktoren wird der Genfluss zwischen Populationen derselben Art verhindert, sie sind also genetisch voneinander isoliert und entwickeln sich getrennt voneinander. Nach den üblichen Artbegriffen handelt es sich bei den getrennten Populationen um verschiedene Arten, sobald sie bei erneutem Zusammenkommen nicht mehr gekreuzt werden können.

Artbildungen ereignen sich häufiger, wenn durch fehlende Konkurrenz ökologische Nischen freistehen, weil es dann mehr Differenzierungsmöglichkeiten für eine Art gibt. Das ist besonders der Fall bei der Besiedlung eines weitgehend unbewohnten Lebensraums (z.B. Inseln), nach einem Massensterben (z.B. Kreide-Paläogen-Übergang) oder bei der Erschließung einer unbesetzten "Großnische" bzw. evolutionären Durchbrüchen (z.B. Landgänge oder Flugfähigkeit). All diese Umstände können dazu führen, dass einzelne Arten oder übergeordnete Gruppen eine adaptive Radiation durchlaufen.

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