Adam Smith Wohlstand der Nationen

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

"Ertrag des Wertzuwachs" ist das, was wir heute "Mehrwert" nennen. Wer aus einem Stück Lehm einen Ziegel formt und brennt, hat aus dem Lehm von geringem Wert etwas gemacht, was wesentlich wertvoller ist als das Ausgangsmaterial. Diesen Mehrwert (Marx hat später bewiesen, daß Mehrwert nur durch Arbeit entsteht) lässt sich der Hersteller bezahlen, wenn er den Ziegel verkauft. Abgezogen die Kosten für die Arbeit (ausgraben, formen, brennen) bleibt der Ertrag, sprich Gewinn, also der Mehrwert. (Der Kapitalist behält den größten Teil dieses Gewinns für sich und gibt nur einen kleinen Teil dem Arbeiter als Lohn ab.)

"Einheimische Betriebe" sind schlicht und einfach alles Betriebe, die sich im Landesinneren bzw. in der jeweiligen Region befinden. In London sind alle Londoner Betriebe, Firmen, Manufakturen "einheimisch", in England alle englischen.

Den "größtmöglichen Wert" zu erzielen ist das Interesse jedes Unternehmers. Es bedeutet, soviel Mehrwert zu erzielen wie nur möglich. Je begehrter der Ziegelstein ist, für desto mehr Geld kann er verkauft werden. Deswegen strebt die wirtschaftliche Aktivität danach, die Rohstoffe und die Arbeit so billig wie möglich, die gebrauchsfertigen Waren aber so teuer wie möglich zu machen. Je mehr arbeitslose Menschen Arbeitsplätze suchen, desto billiger wird die Arbeit und die Löhne sinken. (Wie zur Zeit bei uns in der westlichen Welt.) Je knapper und begehrter eine Ware, desto teurer kann sie verkauft werden. (Deswegen halten die Energie-Konzerne den Strom knapp und die Mineralöl-Firmen das Benzin.) Die Spanne zwischen dem Wert des Rohmaterials und dem Wert des Endproduktes wird so größer und es ist das Bestreben jedes Unternehmers, diese Spanne so groß wie möglich zu bekommen um den größtmöglichen Profit zu erhalten.

Adam Smith hat damit die Grundlagen unserer heutigen Wirtschaftstheorien gelegt und auch für Karl Marx eine wichtige Vorarbeit geleistet. Wie der Kapitalismus aber wirklich funktioniert, insbesondere der Monopol-Kapitalismus, hat erst Karl Marx wirklich durchschaut und beschrieben.

Als Befuerworter des Kapitalismus......Was jegliche Interessen ueber die Humanitaet stellt....... Hier geht es nur um Profit......und um ausgekluegelte Manipulationen um diesen zu steigern Zitat: Smith sieht die Ursachen der Arbeitsteilung in der menschlichen Neigung zu Austausch und Handel und fügt dann hinzu, daß diese nicht etwa durch Wohlwollen und Altruismus angetrieben werde, sondern durch Interesse „Wir erwarten unser Essen nicht vom Wohlwollen des Metzgers, Brauers oder Bäckers, sondern von deren Bestehen auf ihrem eigenen Interesse. Wir wenden uns nicht an ihre Humanität, sondern an ihre Eigenliebe, und wir sprechen zu ihnen nicht von unseren eigenen Erfordernissen, sondern von ihren Vorteilen. Nur der Bettler will allein vom Wohlwollen seinerMitbürger leben Homo oeconomicus ist geboren, der Mensch als Träger von Interessen, die er unerbittlich verfolgt. In der heutigen Zeit ist das bittere Realitaet geworden.....

Hallo, es ist schön, im tristen Alltag etwas zu lesen, was der kapitalistischen Verwertungslogik kritisch gegenüber steht. Man sollte aber auch wissen, dass Smith immer noch ein bürgerlicher Ökonom war, der den Spielarten des Neoliberalismus sehr kritisch gegenüber stand. Er hatte auch Gedanken an die Gesellschaft und sozialen Hintergründen gehabt. Das soll ihn in seiner bürgerlichen Grundhaltung nicht besser machen, aber differenzierter betrachten lassen ... Ausserdem kann man daran erkennen, dass dem heutzutage landauf - landab überall wuchernden Neoliberalismus auch aus bürgerlicher Sicht durchaus etwas entgegen zu setzen ist! Viele Grüße

0

Was möchtest Du wissen?