(Achtung langer Text) Kann das schon eine Posttraumatische Belastungsstörung sein?

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4 Antworten

Also ich bin kein Psychologe und kann auch keine Diagnose stellen. Aber ich kann dir einen Rat geben. Und zwar, dass deine Schwester auf jeden Fall wieder zur Klinik gehen sollte. Das ist nicht mehr normal und vor allem hat sie ja auch Kinder. Es ist in Ordnung, dass du dich von ihr distanzieren willst. Ich würde es dir auch raten, weil sie dir nicht gut tut. In der Klinik kannst du sie, wenn du willst, mal besuchen oder auch nicht, wenn du nicht willst. Wenn sie sich weigert zur Klinik zu gehen dann wäre eine Zwangseinweisung nötig, finde ich. Hast du sie schonmal gefragt warum sie denn ihre Medikamente nicht nehmen will? Oder reagiert sie auf diese Frage auch negativ? Ich finde es gut, dass du einen Termin beim Psychologen hast. Ich hoffe er ist auch ein guter Psychologe und kann dir helfen. Viel Erfolg mit dir und deiner Schwester.

Ich danke dir sehr für deine Antwort!

Ja, zuerst war es weil "sie sie müde machen", das hat ja auch gestimmt. Mittlerweile ist sie überzeugt es ist vollkommen OK wie sie sich verhält, sie hätte das Recht Menschen (manchmal auch Körperlich) anzugreifen. Sie sagt diese Krankheit gäbe es nicht und Freud hätte das erfunden (obwohl der ja gar nichts damit zu tun hat). Sie spricht mit Engeln und Feen, hielt sich für die Reinkarnation von Maria oder DaVinci. Das bestärkt sie noch.. Psychiater und jeder der ihr rät die Tabletten zu nehmen oder in Behandlung zu gehen will ihr etwas schlechtes und ist "gemein". 

Du hast Recht dass sie in die Klinik müsste aber ich weiß nicht wie ich zu ihr durchdringen kann. Ich bin leider Alleine, mein Vater unterstützt sie und will nichts von ihren Psychosen hören, meine Mutter fürchtet sich und hat Angst ihre Enkel nicht mehr zu sehen, ihr "Partner" ist maßlos überfordert, alle Anderen sehen weg... 

Ich wollte ihr schon oft sagen dass ich sie nicht sehen kann weil es mich zu sehr belastet, ich hab aber Angst dass sie sich dann etwas antut.

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Ich verstehe, das ist eine komplizierte Situation. In diesem Fall solltest du warten bis du zum Psychologen gehst. Er kann dir und deiner Familie helfen und ich glaube er kann auch dafür sorgen, dass deine Schwester zu einer Klinik geht auch wenn deine Eltern da nichts unternehmen. Außerdem könntest du mit deiner Mutter reden, dass man etwas unternehmen sollte obwohl sie Angst hat. Dein Vater hat es ja anscheinend nicht vor. Ansonsten musst du irgendwie bis zum Termin durchhalten. Ich weiß, das ist garnicht so leicht aber du schaffst das. Und bitte sehr, ich hoffe meine Antworten helfen immerhin ein kleines bisschen. Vielleicht könntest du ja auch bei einem guten Freund/Verwandten/Bekannten ein paar Tage übernachten damit du mal in einer sicheren Umgebung bist.

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Gut dass Du schon mit einem Psychologen hast denn Du brauchst dringend fachliche Hilfe zumal Du ja auch weiterhin Kontakt zur Schwester hast und das Trauma reaktiviert wird. 

Es ist wichtig für Dich eine Therapie zu machen. Für Deine Schwester wäre es unbedingt notwendig die Medikamente einzunehmen. Wenn es zu solchen Ausnahmesituationen kommt, solltet ihr unverzüglich einen Notarzt rufen und das schildern was ihr alles erlebt.

hmmm. ferndiagnosen sind schwer machbar.

aber für mich klingt es eher nach den typischen leiden unter der erkrankung anderer familenmitglieder. je nach beziehungsstatus auch co- abhänigkeit genannt (wobei dies wort irreführend ist). 

rede mit deinem hausarzt

Nein, Du hast keine PtBs. Dazu gehören andere Voraussetzungen.

Du warst ja auf das krankhafte Verhalten Deiner Schwester vorbereitet.

Es müsste sonst jede Krankenschwester, jeder Arzt, jeder Polizist und jeder Feuerwehrmann an einer PtBs leiden.

Falls du z.B. die Vorraussetzung meinst was die Kindheit betrifft, die erfülle ich...

Aber du hast Recht, ich wusste das sie krank war, leider habe ich über solche Anfälle nichts gewusst, mein Vater hat es auch sehr heruntergespielt und ich hab ihm eher getraut als meiner Mutter.  Ich war also doch sehr überrascht, wenn man es so nennen kann.Ich hatte davor ein sehr tiefgehendes Vertrauen zu ihr, wie zu sonst keinem Menschen, so was hätte ich mir im Leben nicht erwartet. Auch nicht das sie so unverantwortlich ist und einfach im Ausland im Beisein ihrer Kinder die Tabletten absetzt. Da war ich ziemlich blöd und eigentlich selbst Schuld.

Die von dir genannten Berufsgruppen leiden auch sehr häufig daran, aber es stimmt schon das mein Erlebnis lächerlich ist gegen das was diese Menschen erleben.

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@some1likeme

Ein Trauma ist ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde (ICD-10) (z. B. Naturkatastrophe oder menschlich verursachtes schweres Unheil – man-made disaster – Kampfeinsatz, schwerer Unfall, Beobachtung des gewaltsamen Todes Anderer oder Opfersein von Folter, Terrorismus, Vergewaltigung oder anderen Verbrechen).“

so lautet die Traumadefinition nach ICD10

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