Abzocke der Firma Provea

4 Antworten

Nimm dir ganz schnell 'nen Anwalt, allein kann man da gar nichts mehr machen! Trotzdem: gerade in solchen Fällen ist oft ein extrem unseriöses Inkassobüro (verbunden mit einem Forderungsaufkäufer mit gleichem Geschäftsführer und einer Anwaltskanzlei) aufgetreten, wo z.B. ohne jede Rechtsgrundlage Konten gesperrt und Leute damit zur Anerkennung unberechtigter Wucherforderungen genötigt wurden.

AUF KEINEN FALL DENEN GEGENÜBER IRGENDWAS UNTERSCHREIBEN!!! (neue Wucherforderungen)

Provea (alias Tono, Miriale, Atlas-Verlag) ist ein unseriöses Versandhaus, das Leute nach einmaliger Bestellung, oder auch ganz ohne Bestellung, mit Serienlieferungen zumüllt und dafür ohne Rechtsgrundlage, aber mit ziemlich allen Mitteln Geld einzutreiben versucht.

Normalerweise wird bei sowas immer erst ein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt, und wenn man dem nicht innerhalb 2 Wochen widerspricht, kommt der Vollstreckungsbescheid, der wiederum nach 2 Wochen nahezu unanfechtbar ist, egal, wie betrügerisch die Forderungen sind.

Ich gehe mal davon aus:

  • das Mahnschreiben von vor 4 Jahren war nur ein einfacher Schrieb, kein Mahnbescheid vom Gericht, oder? Einfache Mahnschreiben haben keine Bedeutung!
  • Wenn es wirklich der gelbe Brief vom Gericht war: ging der Widerspruch, wie es sein muss, ans Gericht und nicht an die Abzocker? In letzterem Fall haben sie sich gefreut!

Normal kann man gegen einen länger bestehenden Vollstreckungstitel nichts tun, aber gerade in solchen Zusammenhängen gibt es massenhaft Berichte, wonach Leute nie gerichtliche Mahnbescheide bekamen und es trotzdem Kontosperren gab (teils infolge falscher oder belangloser Sperraufforderungen/Vorpfändungen), oder wo genau so aus dem Nichts Vollstreckungsmaßnahmen erfolgten. Deshalb kann es gut sein, dass nie Mahn- und Vollstreckungsbescheid korrekt zugestellt wurden und deshalb auch die Sache auf faulen Voraussetzungen beruht und anfechtbar ist.

deine story ist etwas komisch. Normal kommt erst der Mahnbescheid von Gericht und dem kann man widersprechen. Auch beim Gerichtsvollzieher kann man der Forderung wiedersprechen. wenn du den Rechtsweg einschalgen willst dann kansnt du gegen die Firma klagen. Normal sagt auch der Gerichtsvolzieher was man tun kann.

ich habe damals sowie anfang des jahres gegen einen mahnbescheid widerspruch eingelegt nur ist der nicht beim gericht...und ich habe keine ahnung wo der nun ist. der gerichtvollzieher sagte nur zu mir ich müßte das bis zum stichtag klären oder bezahlen

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@spike011076

nur ist der nicht beim gericht.

Dann hast du auch keinen Widerspruch eingelegt.

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@spike011076

Hast du noch den MB von Jahresanfang? Von wem ist der, gleicher Forderungssteller?

Mit dem Widerspruch muss man sehr genau sein, hinterher telefonieren, ob er auch wirklich angekommen ist! Gerade dieser Abzockkomplex verschickt oft mehrere gerichtl. Mahnbescheide nacheinander, in der Hoffnung, dass wenigstens einige untergehen.

Normalerweise kommt danach auch noch der Vollstreckungsbescheid, gegen den kann man dann auch noch mal 2 Wochen Einspruch einlegen, was dann aber in einen Gerichtsprozess mündet und meist mindestens einen Teil der Gerichtskosten mit sich bringt, weil man ja schon gegen den MB hätte Widerspruch einlegen müssen!

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@spike011076

Kam dieser Mahnbescheid vom Gericht? Nur diese zählen! Abzockfirmen schicken auch gerne einmal Mahnbescheide, die man an eine Inkassofirma oder einen Anwalt zurückschicken soll. Das sind dann aber keine echten Mahnbescheide!

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Du hast zwischendurch ne Menge Post verschlampert. Jetzt kann dich eigentlich nur noch ein Anwalt retten - wenn überhaupt.

Post vom Gericht wird kopiert und fristgerecht beantwortet. Dann kommts garnicht erst so weit. Jetzt freut sich das Inkassobüro, dass du deren überhöhte Gebühren nicht mehr abwimmeln kannst, da die schön im Paket verschnürt sind und sie einen Titel über die Gesamtsumme haben.

In diesen Zusammenhängen gab es wiederholt Kontosperren bei Opfern, obwohl keine gültigen Vollstreckungstitel vorlagen, wo entweder durch Täuschung der Gerichte illegale Vorpfändungen erreicht wurden, oder völlig belanglose Schreiben an Banken verschickt wurden.

Auch gibt es außergewöhnlich viele Fälle wie diesen, wo Leute ohne jegliche Vorwarnung (weder Mahn- noch Vollstreckungsbescheid) Vollstreckungsmaßnahmen am Hals haben. Theoretisch kann man auch Mahnbescheide immer nur für ein räumlich begrenztes Gebiet beantragen und da dann Kleinkriminelle losschicken, die sie aus den Briefkästen fischen...

Problem ist, dass dieser Abzockkomplex im Moment wohl ziemliche Immunität genießt.

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