Abweichende Kündigungsfrist in Auftragsbestätigung gültig?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Eine Änderung der Kündigungsfrist ist eine Vertragsänderung und bedarf zur Entfaltung ihres Wirksamwerdens beiderseitiges Einvernehmen.

Also, NEIN, gas.de darf nicht von sich aus einfach etwas ändern.

Wo war denn zuvor eine andere Kündigungsfrist vereinbart? Offensichtlich stand diese nur in dem Angebot bei Verivox, welches überhaupt keinen rechtliche Wirkung für gas.de entfaltet. Hier liegt höchstens auf Seiten von Verivox ein Fehler im Angebot vor, mehr aber nicht...

0
@MosqitoKiller

Auf dem Antrag bei Verivox standen 6 Wochen, also wie gesagt, auf dem Dokument, welches ich unterzeichnet habe. Die entscheidende Frage ist ja, ob es ausreicht, dass gas.de mir die Kündigungsfrist von 3 Monaten mitteilt (per Mail) und ich nicht widerspreche oder ob ich das noch einmal hätte bestätigen müssen.

0
@jrosenb

danke.

Wenn gas.de dir von sich aus etwas Gutes geben will, weil sie das halt jedem Kunden jetzt neu auch geben, dann ist es in der Tat nicht nötig, darauf zu reagieren, denn du kannst auch in 2 Jahre noch, dich auf deren Email beziehen. ;)

Wenn aber diese neue Frist dir nicht gefällt, dann solltest du gas.de Bescheid sagen, dass du mit dieser Änderung nicht einverstanden bist.

0
@jrosenb

Stand denn die 6-wöchige Kündigungsfrist auch auf dem unterschriebenen Schriftstück, oder nur in der Anzeige von Verivox? Von wem kam denn das Schriftstück? Wenn es von Verivox kam, war Verivox berechtigt, dies mit dieser Kündigungsfrist in der Anzeige anzubieten?

0
@MosqitoKiller

der Kunde darf davon ausgehen, dass Verivox berechtigt ist, "Angebote" zu machen. Das ist jedenfalls keine Sorge, die sich der Kunde machen muss.

gas.de hat ja auch reagiert und eine Bestätigung geschickt. Die grundlegende Frage lautet nun, ist diese Fristverkürzung für den Kunden gut oder schlecht? Wenn sie gut ist, dann kann man das einfach so hinnehmen und fertig, ist sie aber schlecht, dann hätte gas.de unrechtmäßig gehandelt, weil sie etwas bestätigt haben, was ja gar nicht gewünscht worden war.

0
@ThomBer

Gut, wenn der Kunde dies annehmen darf, dann werde ich jetzt Dein Auto für 1 Euro zum Kauf anbieten (zzgl. 500 Euro Provision für mich). Wenn ich einen Käufer gefunden habe (in 2 Minuten), schicke ich Dir eine entsprechende Nachricht mit den Kundendaten, und da Du Deinen alten Golf ja ohnehin schon immer zu einem Preis von 30.000 Euro verkaufen wolltest, gehst Du selbstverständlich freudig darauf ein, und bestätigst dies für 30.000 Euro. Der Käufer glaubt meinem Angebot, liest nicht mehr richtig, und geht ebenfalls freudig darauf ein...

Dieses Besipiel ist natürlich überspitzt, aber nach Deiner eigenen Aussage könnte der Käufer trotzdem jetzt auf dem Kaufpreis von einem Euro bestehen...

Und bevor der Einwand kommt: NEIN, rechtlich gibt es zwischen mir und Verivox keinen Unterschied, beide sind rein private Anbieter...

0
@MosqitoKiller

So ein Bödsinn. Nur um zu meckern bastelst du dir hier Sachverhalte zusammen, die vollkommen falsch und wider jeglicher Rechtsprechung sind. Ok, du verwendest immerhin mehr Hirnschmalz zum Meckern als andere überhaupt haben, fein. Aber was wolltest du eigentlich damit sagen?

Es ist doch gar nicht die Frage, ob Veri für gas.de handeln darf! es geht nur um die geänderte frist. wäre cool, wenn es in diesem thread mal um die frage gehen könnte.

und im übrigen hat der kunde, wenn veri etwas falsches verspricht, ansprüche gegen veri und nicht gegen gas.de. das heißt, DU musst das Auto dem Kunden zu diesem Preis besorgen und wie du das machst, ist deine Sache, aber der tatsächliche eigentümer des autos hat mit deinem handel nichts zu tun.

0
@ThomBer

und im übrigen hat der kunde, wenn veri etwas falsches verspricht, ansprüche gegen veri und nicht gegen gas.de. das heißt, DU musst das Auto dem Kunden zu diesem Preis besorgen und wie du das machst, ist deine Sache, aber der tatsächliche eigentümer des autos hat mit deinem handel nichts zu tun.

Und damit hat mein Beispiel ja doch was gebracht, denn Du hast den Casus knaxus erkannt. Somit kann ich mir lange Erklärungen ersparen...

Tatsächlich ist es genau deswegen so, dass der Fragesteller im Zweifel Ansprüche gegen Verivox auf Schadenersatz hat, aber nicht gegen gas.de. Ansonsten müsste der Fragesteller eine vertragliche Beziehung zwischen den beiden oder eine Berechtigung für dieses Angebot von Verivox durch gas.de beweisen (was faktisch unmöglich ist)...

Aber ich sage mal voraus, dass auch diese Forderung gegen Verivox unmöglich ist, da Verivox die Verbindlichkeit seiner Angebote in den AGB ausgeschlossen haben wird...

0
@MosqitoKiller

Aber ich sage mal voraus, dass auch diese Forderung gegen Verivox unmöglich ist, da Verivox die Verbindlichkeit seiner Angebote in den AGB ausgeschlossen haben wird...

Jep, genau so wird es sein.

0

Was Verivox sagt, hat keine rechtliche Bindung, entscheidend sind ausschließlich die Vertragsunterlagen. Wenn die nicht gelesen wurden und nicht mehr vorhanden sind, ist das aussichtslos...

Was möchtest Du wissen?