Abtreibung mit 17, Einverständnis, Kosten?

7 Antworten

ALLGEMEINES

  • In Deutschland hat jede Frau die freie Wahl, eine Schwangerschaft auszutragen oder abzubrechen. Diese freie Wahl sollte sie nutzen und dabei ihre Lebensplanung, ihre eigenen Wertvorstellungen, die wirtschaftliche Lage und die eventuelle familiäre Zukunft berücksichtigen.
  • Das Mädchen darf sich in jedem Alter immer und unter allen Umständen GEGEN einen Abbruch aussprechen und die Eltern können niemals einen Abbruch erzwingen. Das Einwilligungsrecht zum Abbruch ist höchstpersönlicher Natur. Das Mädchen entscheidet sich völlig alleine für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch.
  • Schwangerschaftsabbrüche sind immer eilig. In Deutschland gilt die strenge Fristenlösung, nach der Abbrüche nur bis zur 12. Woche nach Empfängnis erlaubt sind.

EINWILLIGUNG

  • Unterhalb von 14 Jahren ist die Einwilligung der Eltern erforderlich und kein verantwortungsbewusster Arzt wird einen Abbruch ohne elterliches Einverständnis vornehmen.
  • Zwischen 14 und 16 entscheidet der Arzt über die Reife und Einsichtsfähigkeit der Schwangeren und er kann auf die Einwilligung der Eltern verzichten. Nur wenn der Arzt Zweifel an der Einwilligungsfähigkeit des Mädchens hat, müsste er die Zustimmung der Eltern einholen. Dies ist regelhaft nicht der Fall. Ein Abbruch ohne Einwilligung und Kenntnis der Eltern ist normal in Deutschland.
  • Ab 16 Jahren ist eine Einwilligung der Eltern NICHT erforderlich und es ist problemlos möglich, einen Abbruch ohne Kenntnis der Eltern durchführen zu lassen.
  • Das Mädchen darf sich in jedem Alter immer und unter allen Umständen GEGEN einen Abbruch aussprechen und die Eltern können niemals einen Abbruch erzwingen. Das Einwilligungsrecht zum Abbruch ist höchstpersönlicher Natur. Das Mädchen entscheidet sich völlig alleine für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch.
  • Ab 14 Jahren gilt die Schweigepflicht des Arztes uneingeschränkt. Hat er also Zweifel an der Einwilligungsfähigkeit, so darf er nicht gegen den Willen des Mädchens die Eltern informieren, sondern allenfalls den Abbruch verweigern. Du kannst Dich also problemlos und ohne Angst an einen Frauenarzt oder an ProFamilia wenden und Dich ausführlich beraten lassen.

KOSTEN

  • Die Krankenkassen übernehmen die Kosten bei medizinischer und kriminologischer Indikation.
  • In den anderen Fällen (Beratungsregelung) übernimmt der Staat die Kosten, wenn die Schwangere weniger als 1033 Euro im Monat zur Verfügung hat.
  • In allen übrigen Fällen müssen die Kosten von der Schwangeren getragen werden.
  • Du benötigst umgehend eine anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatung, die Dir erstens alle Fragen zur Thematik beantwortet und zweitens rechtliche Voraussetzung für einen Abbruch ist. Unter profamilia.de findest Du rechts oben "Angebote vor Ort" und kannst eine nahegelegene Filiale kontaktieren und Dir einen dringlichen Termin geben lassen. Du hast danach immer noch alle Möglichkeiten und kannst fundiert entscheiden. Dort kannst Du auch ganz felsenfest die Sache der Kosten klären.

Kommt das auch auf das Einkommen meiner Eltern an ?

Und wenn die krankenkasse die kosten übernimmt, kommt dann keine post nach Hause ? Ich denke, ich bin unter 18 noch durch meine Eltern mit versichert oder ? Also kann es wirklich sein, dass die eltern dann gaaar nichts mitkriegen ?

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@laurabcd

Das Einkommen der Eltern spielt keine Rolle. Die Privatsphäre wird meines Wissen nach absolut beachtet.

Richtig 100%ig kann Dir das ProFamilia erläutern. Lasse Dich dort dringend beraten, und zwar gleich als gültige Schwangerschaftskonfliktberatung.

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Ist das sicher, dass die Eltern wirklich nichts erfahren werden? Und stimmt das, dass die Kosten übernommen werden?

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Ich war selbst mit 15 Schwanger direkt in meinen Abschlussprüfungen. Ich hab es gleich meiner BF gesagt die hat mir geraten das mit meiner Mutter zu besprechen. Sie machte gleich einen FAtermin für den Tag und diese bestätigte das Ergebnis. Dann klärte sie uns auf weitere Schritte auf. 

1.  Zu ProFamilia und das winverständnis holen das du dazu berechtigt bist bzw. das du geistig klar bist was du da tust. Das heist du sprichst mit einem Mitarbeiter warum du das Kind nicht willst, die versuchen natürlich dich zu überreden das Kind zubehalten, lass dich aber nicht bezierzen. Dann bekommst du ein Schreiben.

2. Mit diesem Schreiben gehst du zu deiner KK  bei mir ist es die AOK bayern. Die wollen den Zettel evtl nur als bestätigung das du das darfst. Dann geben sie dir eine kleinen Zettel mit das diese deine nakose und op übernehmen solange du aber kein selbstständiges einkommen hast. Arbeitest du? musst du die hälfte zahlen.

3. Such dir einen Abtreibungsarzt aus der dir seriös rüberkommt und bei dem du dich sicherfühlst. Meistens sind vor diesen Praxen Gottesleute und wollen dich vom abtreiben abhalten und belabern dich. Geh einfach zu deinem Termin.

4. Das Gespräch mit dem arzt ist ein afklärendes. Dh. Du musst einen Fragebogen ausfüllen und er wird dir alles erklären wie das funktionieren wird.

5. Er schickt dich nachhause mit einem Abtreibetermin...

Erscheinst du viel glück und wenn nicht schick dem arzt ein foto deines kleinen babys :)

Ps. Willst du das wirklich annonym machen lass den teil mit der fa und der mutter aus. Geh gleich zu profamilia du bekommst nicht einen zettel nachhause zugeschickt.

Du bist 17, der nötige Reifegrad sollte also vorhanden sein. Zwecks Kostenübernahme, lässt du dich am besten bei Profamilia beraten, sollte an sich aber kein Problem darstellen. Vielleicht kannst du es auch bar bezahlen, dann erfahren deine Eltern garantiert nichts, aber eigentlich müsste es auch bei Kostenübernahme möglich sein, die Eltern davon nichts wissen zu lassen. Lass dich hier nicht von den ganzen Abtreibungsgegnern von wegen Mord etc fertig machen. Du hast deine Entscheidung getroffen und wenn du fest dahinter stehst, wirst du später sicher auch keine schweren psychischen Folgen zu befürchten haben. Und jeder Mensch macht Fehler, du hast sicher draus gelernt und damit hat sich's.

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