Abtreibung in jungen Jahren?

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4 Antworten


Die wenigsten Frauen haben nach einem Schwangerschaftsabbruch lang anhaltende psychische Probleme, sofern sie vorher gut informiert wurden, eine klare Entscheidung getroffen haben, sowie in einer angenehmen
Atmosphäre optimal medizinisch betreut wurden. Wichtig für eine gute Verarbeitung ist allerdings auch eine soziale Akzeptanz.

Zeitweise Phasen der Traurigkeit sind Teil eines ganz normalen
Verarbeitungsprozesses, wie in jeder anderen Krisensituation auch.

Viele Beratungsstellen, die eine Schwangerschaftskonfliktberatung durchführen, bieten auch Hilfe und Beratung nach einem Schwangerschaftsabbruch an.

Schau z.B. mal hier:

http://www.profamilia.de/angebote-vor-ort/nordrhein-westfalen/witten/beratung-nach-einem-schwangerschaftsabbruch.html

Es gibt auch Selbsthilfe-Foren nach Abtreibung im Internet.

Alles Gute für dich und deine Freundin!

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Die Schuldgefühle sind wohl "normal". Aber aus meiner Sicht, war ihre Entscheidung richtig. Wenn sie keine Hilfe vom Elternhaus zu erwarten gehabt hätte, wovon ich ausgehe -  Sozialfälle gibt es mehr als genug. Sie soll sich jetzt auf ihre geplante Karriere konzentrieren und ihren geplanen Lebensweg gehen. Zum Kinderkriegen hat sie noch ausreichend Zeit.

Schade, dass wohl mit ihren Eltern nicht ein so gutes Vertrauensverhältnis herrscht, dass sie von dort Hilfe bekommen hätte/bekommt. Schade auch, dass sie und ihr Partner nicht ausreichend über die diversen Verhütungsmaßnahmen informiert waren. Man sollte doch annehmen, dass alle Jugendlichen darüber inzwischen auf dem Laufenden wären. Eine ungewollte Schwangerschaft hat heute niemand mehr nötig.

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Ich kann dir von meiner Erfahrung mit einer Abtreibung berichten: mit 23 habe ich abgetrieben. Die Beziehung zerbrach, ich wurde krank, Schuldgefühle plagten mich. Meiner nächster Partner, ein gläubiger Katholik, nannte Abtreibung "Mord" und betete für mich in der Kirche!

12 Jahre und drei gesunde Kinder weiter kam ich wegen anderen Themen zu einem wildfremden "Geistheiler". Ohne jegliche Kenntnis der alten Geschichte sagte er mir etwas belustigt, es wäre da ein Seelenanteil von mir, der sich bei mir entschuldigen möchte, für die Probleme, die er mir verursacht hat mit der Schwangerschaft! Es war mir etwas peinlich, dass dieser mir komplett Unbekannte nun etwas über mich wusste, was ich selber mittlerweile (dauerte auch lange!) verarbeitet hatte... Aber er sagte, meistens ist es die Mutter, die für die Abtreibung um Verzeihung bittet, bei mir wär's umgekehrt. Denn dieser Seelenanteil wollte sich doch nicht inkarnieren, d.h., auf die Welt kommen. Dieser Mann sagte mir auch, eine Seele, die unbedingt auf die Welt kommen möchte, sucht sich keine Mutter, die abtreiben wollen würde. Und eine Frau, die kein Kind auf die Welt bringen will, wird eher sterben, als Mutter zu werden. Der Mensch hat einen freien Willen - das wurde den Frauen lange Zeit von den Männern abgesprochen, um Macht über sie zu haben. 

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Ich bin selbst mit 16 Jahren Mutter geworden und stand auch vor der Entscheidung, das Kind zu bekommen oder abtreiben zu lassen.

Ich habe mich für das Kind entschieden und habe es nie bereut, denn mir war klar, dass ich mir einen Abbruch niemals hätte verzeihen können.

Es war nicht immer leicht, aber es hat sich gelohnt und meine Träume und berufliche Zukunft haben darunter auch nicht gelitten.

Heute ist mein Sohn Zahnarzt und ich bin unheimlich stolz auf ihn.

Deine Freundin hat sich anders entschieden und muss jetzt damit leben. So ist es nunmal.

Was ich nicht verstehe ist, wie sie einen Abbruch machen lassen konnte, ohne das ihre Eltern davon wissen. Das ist in Deutschland nicht erlaubt und jeder Arzt, der so etwas bei einer Minderjährigen ohne die Erlaubnis der Erziehungsberechtigten durchführt würde sich strafbar machen

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Kommentar von isebise50
13.10.2016, 13:13

Das ist in Deutschland nicht erlaubt und jeder Arzt, der so etwas bei einer Minderjährigen ohne die Erlaubnis der Erziehungsberechtigten durchführt würde sich strafbar machen

Für einen Schwangerschaftsabbruch braucht eine Minderjährige nicht zwingend die Erlaubnis ihrer Eltern.

Bei über 16 Jahren alten Mädchen geht man meistens davon aus, dass sie selbst entscheiden können, ob sie eine Schwangerschaft abbrechen möchten oder nicht, auch ohne die Eltern zu fragen.

Mit 14 - 15 Jahren wird die Ärztin oder der Arzt vielleicht die Zustimmung der Eltern oder zumindest von einem Elternteil für den
Schwangerschaftsabbruch einholen wollen. Das hängt davon ab, ob die Ärztin oder der Arzt der Ansicht ist, dass das Mädchen reif genug ist (im Gesetz steht dafür der Ausdruck „Einsichtsfähigkeit“), diese Entscheidung zu treffen.

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