Abtreibung Folgen auf spätere Schwangerschaften?

10 Antworten

Hi,

am besten drückt es meiner Meinung nach folgender Satz aus:

Eine Abtreibung ist weniger Risikoreich als eine normale Geburt.

HEUTZUTAGE hat eine Abtreibung keinerlei Folgen mehr für spätere Schwangerschaften. Die Infos die teilweise von Abtreibungsgegnern im Netz verbreitet werden, sind total veraltet. Oft werden auch bewusst falsch Infos verbreitet, und 20 Wochen alte Föten von Spätabtreibungen als "Fötus 12 Woche" verkauft.

Es gibt Frauen, die treiben ab, und sitzen 2 Wochen später erneut schwanger beim FA.

Bei einer medikamentösen Abtreibung hat man nicht mal das Risiko der Narkose, wobei die auch nur eine leichte wäre. (Ich hatte eine Absaugung, der Eingriff hat keine 20min gedauert, insgesamt war ich keine ganze Stunde in der Praxis, inkl. Warten, Narkose und Aufwachen)

Hier ein aufklärendes Interview zu den "Schauergeschichten":

https://broadly.vice.com/de/article/j5eag4/von-leidenden-embryonen-bis-unfruchtbarkeit-abtreibungsmythen-im-faktencheck

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"Eine Abtreibung ist weniger Risikoreich als eine normale Geburt.

HEUTZUTAGE hat eine Abtreibung keinerlei Folgen mehr für spätere Schwangerschaften."

Klingt seltsam.

Eine Geburt hat unter anderem das Risiko, dass danach weitere Schwangerschaften schwieriger sind.

Wenn also Abtreibungen lediglich weniger Risikoreich als Geburten sind, dann waere ein Risiko wenn auch geringer als bei einer Geburt fuer spaetere Fruchtbarkeitsprobleme nicht unerwartet.

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@carn122004

Du schon wieder war ja klar, haste deine Goldwaage wieder gefunden?

Ich habe nicht genauer ausgeführt inwieweit sie weniger Risikoreich sind, aber das bedeutet nicht, das du nun da hinein interpretieren kannst, was du möchtest. (Allerdings weis ich ja das reininterpretieren und absichtliches falsch verstehen deine liebsten Hobbys sind...)

Das Risiko bei einer Absaugung zu sterben ist 10x geringer als bei einer normalen Geburt. Die weitere Fruchtbarkeit und die Fähigkeit Kinder bis zum Ende auszutragen werden von Abtreibungen nicht beeinflusst = keinerlei Folgen.

Soo und jetzt geh bitte jemand anderen nerven mit deiner Spitzfindigkeit!

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@Deamonia

Ich nerve dich eigentlich immer nur mit Fakten:

https://www.dak.de/dak/gesundheit/unfruchtbarkeit-der-frau-1755936.html

"Unfruchtbarkeit nach Abtreibung

Ein klinisch und legal durchgeführter Schwangerschaftsabbruch führt nur noch in seltenen Fällen zu einer Unfruchtbarkeit der betroffenen Frau. Grundsätzlich kann ein Abbruch aber eine Unfruchtbarkeit auslösen, wenn bei dem Eingriff die Gebärmutter verletzt wurde oder wenn während des Heilungsprozesses die Eierstöcke verkleben. Aber DAK-Mediziner Dr. Mark Dankhoff kann beruhigen: „Aufgrund der modernen Methoden, mit denen Abtreibungen heute durchgeführt werden, kommt es nur noch sehr selten zu diesen Komplikationen.“"

Womit diese Aussage:

"Die weitere Fruchtbarkeit und die Fähigkeit Kinder bis zum Ende auszutragen werden von Abtreibungen nicht beeinflusst"

nicht dem entspricht, was der DAK Mediziner von sich gibt.

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Eine Abtreibung beinhaltet, ebenso wie eine Geburt, das Risiko, dass irgendwas schief geht und die Fruchtbarkeit geringer wird oder gar 0.

Das Risiko ist aber jeweils relativ gering, sowas wie unter 1 zu 100.

Bei der Geburt stoert das aber weniger, denn da hat man ja meist ein Kind danach, waehrend bei der Abtreibung das Kind danach ziemlich sicher tot ist.

"Sie kämpft mit dem Gedanken abzutreiben. Ich selbst stehe hinter ihr, weil ihre Ausbildung im September beginnt und sie selbst erst 19 Jahre ist."

Wenn der Erzeuger undoder ihre Eltern hinter ihr stehen, dann kann sie auch eine Ausbildung und das Kind packen; die Ausbildung dann halt etwas spaeter beginnen.

"Die Frauenärztin meinte nein,"

Das Problem von Aerzten ist immer, welche Risiken erwaehnt man gegen[ber dem Patienten. Die 1 zu 10? 1 zu 100? 1 zu 100000? Und wie formuliert man es dann?

Denn z.b. kann eine Frau bei einer Abtreibung auch sterben; letztes Jahr in Frankreich hat sich auch mal eine bei einer Abtreibung eine Infektion zugezogen und in Folge beide Beine und einen Arm verloren; aber das sind halt 1 zu 100000 Risiken oder noch geringer.

Das "nein" der Aerztin ist also mehr zu verstehen als: Das Risiko ist so klein, dass sie gar nicht darueber nachdenken sollen, deshalb sage ich es nicht.

Ich hoffe ein anderes wesentliches Risiko hat die Frauenaeytin erwaehnt:

Dass das ungeborene Kind deiner Freundin mit so 98 bis 99,5 % Wahrscheinlichkeit durch die Abtreibung gezielt getoetet wird.

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Dass das ungeborene Kind deiner Freundin mit so 98 bis 99,5 % Wahrscheinlichkeit durch die Abtreibung gezielt getoetet wird.

Na hoffentlich (sofern sie sich dafür entscheidet) das ist immerhin das Ziel einer Abtreibung.

Aber hau nur weiter feste mit der Moralkeule zu wenn du dich dann besser fühlst ;)

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@Deamonia

Was ist an der zitierten Tatsache, die du ja selber durch Befuerwortung billigst, eine Moralkeule?

Bei Abtreibung wird das ungeborene wasauchimmer gezielt getoetet.

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@carn122004

Sie kann die Ausbildung auch später machen... Jaja.. Du hast einfach ein Problem damit wenn Frau Selbstständig werden möchte, Unabhängig werden möchte.. Wozu??

Sie kriegt ein Kind, kann von der Stütze leben und/oder vom Partner.. Sich abhängig vom Mann machen - Für dich Wunderbar wa:-)

Dein Ideal einer Mutter ist wohl dieser User Laury - mit 19 Mutter geworden, Minijob(wooow was ein Job) und finanziell abhängig vom Partner.

Das ist nicht das was sich die Mehrheit junger intelligenter Frauen wünscht..

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@ninaxx2

Die Mehrheit junger intelligenter Frauen wuenscht sich aber moeglicherweise auch, nicht ihr eigenes Kind dem Wunsch und dem gesellschaftlichen Druck yur Selbststaendigkeit opfern zu muessen.

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@carn122004

Die Mehrheit junger intelligenter Frauen treiben nicht wegen "gesellschaftlichem Druck" ab.. Sie machen es weil Sie erstmal was für Ihre Bildung machen wollen, einen Beruf erlernen wollen, studieren wollen und finanziell auf eigenen Beinen stehen wollen um ein Kind zu ernähren.. Wie gesagt nicht jede bevorzugt den Lebensstil einer gewissen Userin hier.. Abhängig vom Freund und keinen Beruf

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@carn122004

Ja das wird es (was wie gesagt gut so ist) aber da dies jedem bekannt ist, ist es eben ein "zuschlagen mit der Moralkeule" wenn man das unnötigerweise nochmal extra erwähnt.

So wie wenn du Vegetarier wärst, und jedem der ein Stück Fleisch ist erzählst, das dafür ein Tier getötet wurde -> Moralkeule! (Intelligente Menschen wissen das Fleisch von Tieren kommt, und diese dafür sterben, das muss denen keiner sagen!) 

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@Deamonia

Während meines Wissens kein Fleischverzehrer auf die Idee käme zu behaupten, dass für das Fleisch nichts getötet wurde, behaupten ProChoicer regelmäßig, dass ungeborene nicht lebendig sind, ergo dass nichts getötet wird.

Wenn ProChoicer irgendwann aufhören wahrheitswidrig zu behaupten/anzudeuten, bei einer Abtreibung würde nichts getötet werden und/oder würde kein Lebewesen getötet werden, lasse ich mein ständiges Rumreiten auf der Tatsache gerne sein; aber ich vermute, dass das nicht so bald sein wird.

Z.b. die von dir selbst letztens verlinkte Seite:

http://abtreibungs-mythen.info/mythen/myths-concerning-the-fetus/

Stellt es als "Mythos" dar, dass Leben mit der Befruchtung beginnt. Sie schaffen es auch nirgendwo in den langen Text unterzubringen, dass ungeborene Lebewesen sind.

Also sorry, Situation nicht vergleichbar mit Fleischessern und Tierrechtlern; erstere leugnen schlicht nicht, dass Tiere für Fleisch getötet werden.

Aber danke, dass du implizit zugibst, dass ProChoicler die:

"Dass das ungeborene Kind deiner Freundin mit so 98 bis 99,5 % Wahrscheinlichkeit durch die Abtreibung gezielt getoetet wird."

intelektuell ähnlich viel Sinn machen, wie ein Fleischesser, der leugnet, dass Tiere für sein Essen getötet würden.

Nebenbei, Tierschützer können mir gerne regelmäßig erzählen, woher mein Burgerfleisch kommt, während ich es esse.

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@ninaxx2

Dir ist schon klar, dass es sich um indirekten gesellschaftlichen Druck handelt, wenn es die Gesellschaft nicht auf die Reihe bekommt, dass für "Ihre Bildung machen wollen, einen Beruf erlernen wollen, studieren wollen und finanziell auf eigenen Beinen stehen wollen" nicht auch mit Kind erreicht werden kann?

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@carn122004

Ja genau... Dir geht es um den indirekten Druck dem Frauen ausgesetzt sind.-)

Das sind Menschen generell, nicht nur Frauen. Man kann Kitaplätze schaffen noch und nöcher - Frauen werden trotzdem Stress ausgesetzt sein, eine Ausbildung oder ein Studium hin zu kriegen und noch ein Kind groß zu ziehen.

Mal abgesehen davon das es Frauen gibt die sich erstmal selbst verwirklichen wollen bevor sie Mutter werden.. Kommt dir natürlich nicht in den Sinn, aber wen wunderts..

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@carn122004

Es geht um den Kontext. Das was irre Abtreibungsgegner mit "Leben" meinen.. Emotionalisieren den Begriff um ein schlechtes Gewissen zu schaffen.

Ein Embryo ist keine tote Masse - mehr auch nicht.

Die meisten Menschen betrauern den Tod der Eltern, der Oma usw - MENSCHEN zu denen man eine Emotionale Bindung hatte, Erinnerungen hat, Erlebnisse teilt usw

Ein Embryo - lebendige Zellen und das wars..

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@ninaxx2

"Mal abgesehen davon das es Frauen gibt die sich erstmal selbst verwirklichen wollen bevor sie Mutter werden.. Kommt dir natürlich nicht in den Sinn, aber wen wunderts.."

Deine Logik scheint zu sein, dass weil es einige Frauen gibt, die sich auch bei besserer Bedingungen für eine Entscheidung pro Kind gegen Kinder entscheiden, man die Frauen im Stich lassen soll, für die es einen Unterschied machen würde.

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@ninaxx2

Ich war 20 und nicht 19. Besser gesagt, fast 21.

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Hallo

Heutzutage hat eine Abtreibung keinen nachweislichen Einfluss auf weitere Schwangerschaften. Auch kann keine erhöhte Gefahr einer Fehlgeburt mehr nachgewiesen werden.

Deine Freundin muss einen Beratungstermin z. B. bei Pro Familia vereinbaren. Eine Abtreibung ist mit einer Bedenkfrist von 3 Tagen danach möglich.

Ich wünsche alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

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