Abteilungsleiterin hat Krankenschein verschwinden lassen

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7 Antworten

Du ärmste. Da machst du ja noch viel schlimmeres mit als ich!

Auf jeden Fall würde ich mit diesen Personen nach Möglichkeit nur noch schriftlich und zwar am allerbesten per Fax kommunizieren und jeden Sendebericht gut aufheben. Möglichst ein Faxgerät benutzen, welches auf dem Sendebericht auch den kompletten Text des gefaxten Dokumentes abdruckt. Und darauf achten, dass das Faxgerät so eingestellt ist, dass Datum und Uhrzeit auch halbwegs richtig sind. Denn manchmal ist die Uhrzeit oder sogar Datum, Jahreszahl am Faxgerät nicht oder falsch eingestellt und erscheint entsprechend auch falsch auf dem Sendebericht. Denn "Emails können, verschwinden oder leicht versehentlich im Spamfilter hängen geblieben sein. Auch gelten Emails im Zweifelsfall nicht als Beweise für Vereinbarungen, Übermittlungen von Informationen." Faxe mit Sendebericht hingegen sind so sicher aber wesentlich schneller als Einschreiben und außerdem kannst du sogar - im Gegensatz zum Einschreiben - sogar noch genau beweisen, was du konkret geschrieben hast. Und umgekehrt kann die Gegenseite alles, was sie dir per Fax mitteilt, im Nachhinein schlecht abstreiten. Falls du kein eigenes Faxgerät aber privaten Internetzugang hast, kannst du sogar über deinen Emailaccount Faxe versenden und dir eine eigene persönliche Faxnummer einrichten, welche du der Gegenseite als deine persönliche Faxadresse für Rückfragen oder Absprachen mitteilen kannst. Google einfach mal "Fax per Email versenden - Anbieter" o.ä.!

Zu 1) In der Regel besteht die Krankmeldung ja aus mehreren Durchschlägen. Falls du noch einen solchen Durchschlag hast, könntest du diesen entweder als Fax und/oder als farbig eingescannte pdf-datei nochmal an die Gegenseite schicken mit der Begründung, dass du, als du zuletzt in dein Zeitkonto reingeschaut hast, gesehen hast, dass da wohl jemand vergessen hat, dich dort in den Krankenstatus zu versetzen...vielleicht fällt dir auch noch etwas besseres ein. Hier sind Skrupel deinerseits, sich die Wahrheit genauso zurecht zu biegen wie die Gegenpartei meiner Meinung nach echt nicht begründet. Weist du, ob die Abteilungsleiterin, welcher du den Krankenschein persönlich übergeben hast, persönlich diese Scheine abheftet und entsprechend dein Zeitkonto verwaltet, oder ob das beispielsweise eine Sekretärin o.ä. macht, welcher du nochmal ein Fax mit dem Krankenschein direkt schicken könntest? Oder hast du in der Firma eine Person, der du wirklich vertrauen kannst, dass sie im Zweifelsfalle auch vor Gericht bezeugen würde, dass sie in deinem Auftrag den Krankenschein persönlich der Abteilungsleiterin übergeben hat oder zugesehen hat, wann (Datum, Uhrzeit) sie gesehen hat, dass du das gemacht hast? Verzweifle nicht, wenn du keinem deiner Kollegen diesbezüglich vertrauen kannst. Vielen Mobbingopfern geht es genau so. Das bedeutet nicht, dass du eine schlechte Kollegin (gewesen) bis. Viele haben einfach nur Angst, dass sie das nächste Opfer sind, sobald sie einem Opfer gegen die Führungskräfte helfen. Leider musste ich selbst schon die bittere Erfahrung machen, dass manchmal sogar der Betriebsrat mit der Geschäftsführung gemeinsame Sache macht, anstatt seine Pflicht zu erfüllen, dir wenigstens auf konkrete Anfrage deine Rechte mitzuteilen und zu helfen, diese auch durchzusetzen. Gibt es bei euch einen Betriebsrat? Hast du zu ihm volles Vertrauen? Falls ja, vertraue dich ihm in einem 4Augengespräch möglichst so an, dass das wirklich niemand mitkriegt! Wenn du eine Möglichkeit hast, die Adressen der "früheren Mitarbeiter" mit vergleichbaren Fällen rauszukriegen, und dich mit denen in Verbindung zu setzen, würde ich das zeitnah tun. Falls es irgendwann mal vor Gericht gehen sollte, kann es nur von Vorteil sein, wenn dort mehrere ehemalige Mitarbeiter bezeugen, dass ihnen das gleiche oder sehr ähnliches mit deinen Chefinnen passiert ist. Hast du eine Möglichkeit wegen deiner Erkrankung vielleicht einen Facharzt, beispielsweise einen Neurologen, zu konsultieren? Möglicherweise kann dir dieser Facharzt vielleicht eine weitere, möglicherweise längere Krankschreibung ausstellen, welche du dann unmittelbar an die Firma faxen und somit nachweislich und zeitnah übermitteln kannst. Möglicherweise stellt dir auch dein bisher behandelnder Arzt einfach nochmal einen neuen Krankenschein aus, wenn du ihm sagst, dass du den anderen nicht mehr findest, oder dich ihm bzgl. der Wahrheit anvertrauen kannst. Oder er schreibt dir eben eine Überweisung zum Facharzt. In Situationen wie deinen kann es ja leicht zu einer depressiven Episode kommen, welche medikamentöse Behandlung durch den Facharzt erfordert. Sollte es jemals zu einem Rechtsstreit mit deinem AG kommen, wirkt sich sowas i.d.R. eher positiv auf deine Chancen aus, egal ob du mutig wegen Mobbing klagst, oder man dir vorwirft, dass du nicht wirklich krank gewesen seist. Im ICD-Code, gibt es übrigens sogar die Krankheitsdiagnose "Probleme am Arbeitsplatz"...

zu 2 (Herausgabe der PC-Daten) würde ich sagen, es hängt davon ab, ob man nur direkt in der Firma an deinem Arbeitsplatz diese Abwesenheitsnotiz erstellen kann. Wenn du dich auch von zu Hause übers Internet dort einloggen und selbst diese Abwesenheitsnotiz erstellen kannst, sehe ich keine Notwendigkeit, dass die das machen müssen. Als Begründung, dass du das lieber selbst übernimmst, kannst du ja angeben, dass sie ja derzeit durch deine Krankheit schon genug belastet sind und du ihnen diese zusätzliche Aufgabe nicht auch noch zumuten willst/kannst, sondern sie diesbzgl. gerne entlastest.

Vielleicht kann dir der Betriebsrat auch sagen, ob und welche Regelung es dazu gibt. Falls du die Schlüsselübergabe baldmöglichst machen musst, kannst du ihnen ja mitteilen, dass du dafür einfach ein paar Minuten früher kommen und dann persönlich die Abwesenheitsnotiz anfertigen kannst. Ich denke, wenn man die Daten tatsächlich nur für die Anfertigung dieser Abwesenheitsnotiz braucht, musst du sie auch nicht rausrücken, sofern nicht jemand anderes unter deinem Account und damit deinen Einloggdaten deine Arbeit während deiner Krankheit erledigen muss. Kannst du die Zugangsdaten vielleicht einer Person deines Vertrauens am Arbeitsplatz oder dem Betriebsrat geben, dass die im Bedarfsfall diese Abwesenheitsnotiz anfertigen?

Zu 3) Wie andere hier schon rieten, würde ich zur Schlüsselübergabe unbedingt einen Zeugen mitnehmen. Dass sie vor dem dann rumzicken, kann ich mir schwer vorstellen. Kannst du dieses Übergabeprotokoll mit Freizeilen für Angabe der genauen Uhrzeit, "in Anwesenheit von...." etc. vielleicht schon zu Hause anfertigen, ausdrucken, um die Gegenseite auch zeitlich zu entlasten? Sicherheitshalber heimlich von der Sprachmemofunktion eines geeigneten Handys Gebrauch zu machen ist eine gute Dokumentationsmöglichkeit, die rechtliche Zulässigkeit allerdings nicht gewährleistet. Kann für dich aber sehr hilfreich sein, falls du dich durch die Aufregung, Angst und vehemente Provokationsversuche der Gegenseite im Nachhinein nicht mehr richtig an alles gesagte erinnern kannst.

Weitere Ratschläge: - Beantrage Einsicht in deine Personalakte, am besten in Anwesenheit eines verläss- lichen Zeugens! Diese Einsicht darf dir nicht verwehrt werden. Kontrolliere, ob diese Akte durchgehend paginiert ist, und fotografiere einfach darin eine Seite nach der anderen ab, um sicher zu gehen, dass sowohl vor als auch nach deiner Einsichtnahme darin keine Seiten gegen andere mit gleicher Seitenzahl ausgetauscht werden! Auf jeden Fall notiere dir die Anzahl der Seiten und verlange, falls nötig, die nachträgli- che Paginierung, welche dann nicht gerade mit einem Bleistift erfolgen sollte!

Versuche ein Mobbingtagebuch und Gedächtnisprotokolle von allen relevanten Mobbingvorfällen/-Gesprächen zu führen unter Vermerkung von Datum, Uhrzeit, Namen der Beteiligten, Beobachtern etc.! Gedächtnisprotokoll und Mobbingtagebuch werden mittlerweile von Richtern als Beweismittel anerkannt. Wenn möglich solltest du darin auch Veränderungen an deiner Gesundheit schriftlich dokumentieren oder von Angehörigen protokollieren lassen: Beispielsweise: Kopfschmerzen, Schwindel, Zittern, Schweisausbrüche, Bauchschmerzen, Kolliken, Schlafstörungen, Heulkrämpfe, Appetitlosigkeit, Durchfall etc. dokumentieren. Denn sowas ist häufig die Folge von Mobbing und gleichzeitig auch Beweisindiz dafür.

Ich würde noch versuchen, abzuklären, ob du dein Arbeitszeugnis vor der endgültigen Überreichung einsehen und kontrollieren (lassen) kannst. Mit der diesbzgl. Rechtslage kenne ich mich nicht aus. Aber dass dieses korrekt sein muss und keine negativen Geheimcodes enthalten darf, dürfte ja wohl selbstverständlich sein.

Falls du Rat und Hilfe eines Anwaltes in Anspruch nehmen willst, würde ich den vorher sehr genau abchecken, ob er nicht zufällig in der gleichen Partei wie deine Kontrahenten ist, oder aus anderen Gründen befangen sein könnte.

Nach meinem Wissen musst du bei Prozessen vor dem Arbeitsgericht immer die erste Instanz inklusive Rechtsanwalt aus eigener Tasche bezahlen.

Ich wünsche dir viel Kraft, Mut und Erfolg. Und immer dran denken: "Lächeln ist die schönste Art, dem Gegner die Zähne zu zeigen!"

Mh das ist schon ein schwierige Situation.Also sofern du nicht mehr dort beschäftigt bist denke ich haben die danach ein Recht darauf auf diese Daten und auf dein Schlüssel.

Aber soviel ich weiß wenn man kündigt, muss der Arbeitgeber dir Papiere aushändigen, wie z.B. Arbeitszeugnis, wie viel Urlaub du hast, wie viel Geld dir noch gezahlt wird etc..

Aber sowas mit der Krankschreibung ist schon eine Frechheit. Darauf auf das Geld würde ich bestehen natürlich. Dein Arzt wird dir das im Zweifel nochmal aushändigen. Dann würde ich dort ins Personalbüro gehen und das sagen wie es war und das die das gerade stellen soll.

Falls nicht denke ich bleibt dir nur der Schritt zum Anwalt. Weil es kann nicht sein das du kein Geld bekommst, obwohl es dir zusteht.

Lasse dir auch am besten bestätigen das du das abgegeben hast.Dann kann dir auch keiner was nachsagen.

Ich hoffe du findest noch einen für dich glücklichen Abschluss dort.

LG

Zu allererst, ich bin kein Experte auf dem Gebiet. Würde aber folgendermaßen vorgehen:

  1. Normalerweise erhält man bei einer Krankmeldung zwei Ausfertigungen. Eine für den AG und eine für die Krankenkasse. In deinem Fall bei der Krankenkasse anrufen und um eine Kopie bitten. Notfalls auch den Arzt kontaktieren und nachfragen, ob er nochmals eine Krankmeldung schreiben würde. Abgeben würde ich die Krankmeldung dann in Anwesenheit eines Zeugen.

  2. Deine PW musst Du sicherlich nicht weitergeben. Du haftest ja immerhin auch für die Sachen, welche unter deinem Benutzer getätigt werden. Also lass Dir von den Damen nichts einreden.

  3. Bei einer Schlüsselübergabe unterschreibt man wie Du bereits sagst ein Übergabeprotokoll. Dies kann man Dir nicht verweigern. Wenn Du den Schlüssel aushändigst, müssen die Dir das schriftlich bestätigen. Wenn das nicht erfolgt, würde ich den Schlüssel auch nicht rausrücken.

dreifels 06.03.2014, 01:49

so weit Übreinstimmung

zum Thema Password: es gibt mindetens ein einschlägiges Gerichtsurteil von einem oberen Gericht.

ich würde zudem einen Rechtsanwalt aufsuchen, der sich mit Arbeitsrecht auskennt.

Ausserdem ebvtl. den Firmennamen mal angeben oder im Internet suchen, ob es noch andere mit ähnlichen Erfarhungen sind, die das irgendwo gepostet haben.

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Am besten du gehst zu einem Anwalt fuer Arbeitsrecht, der kann dich am besten aufklaeren und dir auch sagen welche weiteren Schritte du unternehmen kannst.

Eine Kopie der Arbeitsunfaehigkeitsbescheinigung laesst sich sehr schnell beschaffen und zwar bei deinem Arzt wo du warst oder bei der Krankenkasse, die erhalten immer eine Durchschrift von den Krankmeldungen zugesandt oder du musstest dies selbst bei der Krankenkasse abgeben.

Am besten ist es du nimmst einen Zeugen mit bei der Schluesseluebergabe und du setzt ein Schreiben auf, das du die Schluessel ordnungsgemaess uebergeben hast und das du auch das Uebergabeprotokoll ordnungsgemaess unterschrieben hast.

Verweigern sie dieses alles, so gehst du einfach wieder und wendest dich an deinen Anwalt. Der wird schon wissen wie man da vorgehen muss.

Eventuell muss dies alles vor dem Arbeitsgericht geklaert werden durch eine Kuendigungsscvhutzklage, deshalb setze dich sofort mit einem Anwalt in Verbindung, weil dort auch bestimmte Fristen einzuhalten sind.

Dann nimm einen Zeugen mit , der dann bestätigen kann , dass du den Schlüssel

abgegeben hast, oder lass dir die Übergabe quittieren.

Und über den Rest redest du mit deinem Chef, denn wenn ads bekannt ist dass sie schon

öfters manipuliert haben, wird er vielleicht trotz deiner Kündigung reagieren.

VG pw

Krankenschein kannste dir nochmal holen. Wenn der ausgestellt wurde ist das beim Arzt im System hinterlegt und er kann dir einfach nochmal ne Kopie ausstellen.. sowas "verschwinden" zu lassen ist völliger Blödsinn - da haben die nicht nachgedacht.

Alleine damit kannste die schon "überführen"

armadalailama 06.03.2014, 08:05

Hast du schon mal "Mobbing" am eigenen Leib erfahren? Schön wär's wenn das mit der "Überführung" so einfach wäre. Das "Verschwinden" lassen des Krankenscheines gehört zum System solcher Leute. Man hofft einfach, dass das Opfer die Umtragung/sein Zeitkonto nicht kontrolliert/bemerkt, oder falls doch, durch seine Reaktion die von der Gegenseite angestrebte Eskalation fördert. Nicht jedes Mobbingopfer, hat Kopf und Nerv, sich auch noch um die Kontrolle von sowas zu kümmern bzw. angemessen auf entdeckte Manipulationsversuche zu reagieren.

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