Absprung Punkt richtig abschätzen?

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8 Antworten

Ich habe oft Springunterricht gehabt in meinem Leben. Die meisten Kurse waren SCHLECHT. Dann habe ich einen Springkurs mit Rolf Becher gemacht, einen sog. Chironkurs.
Ich habe sehr viel gelernt, vor allem den korrekten leichten Sitz, den mir vorher kein RL  beigebracht hat.

Wir haben systematisch gelernt, wie man ein Pferd im Parcour reitet und am Ende konnte jeder in gutem Stil einen E-Parcour reiten. Das reicht erst mal für Springanfänger.

Was wir nicht gelernt haben, ist die Absprungstelle zu bestimmen. Wozu auch auf dem Niveau? Das machen gut geschulte Pferde doch völlig alleine, selbständig. Die haben doch Augen im Kopf, die können das, wenn sie nicht dran gehindert werden. Vor den HIndernissen lagen freilich Absprungstangen, aber ansonsten ritt man halt und ließ das Pferd weitestgehend die Arbeit selbst machen.

Und das können sie sehr gut, wenn man sie nur lässt.

Ich finde, das Reiter auf dem E-A Niveau überfordert sind, dafür zu sorgen, dass das Pferd den Absprung richtig macht. Dann kommt nämlich dieses hässliche Gerühre  und Gezerre im Sattel zustande. Auf dem unteren Niveau sollte man Pferde so ausbilden, dass die ihren Teil Arbeit selbst erledigen. Die wissen doch am besten, wo und wie sie abspringen sollen. Und das haben in meinem Kurs, der fünf Tage gedauert hat, alle Pferde gut gelernt.

Später ist das sicher anders, aber ich glaube nicht, dass die Fragestellerin auf L oder M/S Niveau reitet.

An die Fragestellerin: Google mal nach den Filmen von/mit Rolf Becher. Da gehen dir die Augen auf.

Und du merkst, wie unglaublich schlecht heutzutage das Springen gelehrt wird. Rolf Becher hat noch in der Kav.Schule Hannover gelernt und gelehrt, er war der Freund der größten Stillisten unserer Zeit und hat in den 50iger Jahren beim HH Springderby mitgeritten.

Das nur für die Leute, die meinen, dass Becher ein alternativer Anfängerlehrer gewesen sei.

Wenn du anständig springen lernen willst, dann mach mal an einem Chironkurs mit.

Chiron ist keine neue Reitweise, sondern R.Becher hat die klassische Springreitweise der Kav. Schule Hannover so genannt. Niemals wurde stilistisch besser geritten als damals.

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Du wirst das erst wirklich hinbekommen durch Übung, denn das Auge trainiert man, und je öfter du es machst desto besser wird dein Auge.

Ganz wichtig, galoppierst du im Rhythmus? Denn ohne Rhythmus ist es sehr sehr schwer bis fast unmöglich den Punkt zu sehen.

Wenn du durchgehend Rhythmus hast, vorher Tempo einstellen, dann auf den Sprung zu reiten und auf die oberste Stange schauen (auch an einem cavaletti kannst du das üben), dann siehst du wo dein absprungpunkt momentan liegt, wenn er zu weit weg vom Sprung ist, also groß, treibst du. Wenn der letzte galoppsprung zu klein ist, du dicht kommst, nimmst du an. Auch wichtig, dein grundtempo bleibt gleichmäßig solange du nur wartest.

Zur Übung am Anfang nicht einfach blind etwas tun, sitzen und warten, wenn du etwas siehst springen und dann reflektieren, war das richtig was du gesehen hast? Wenn du dann sicherer wirst kannst du regieren.

Wie hier schon erwähnt, es hilft wenn dein Reitlehrer dir am Anfang sagt "vorwärts!" oder "zurück!" Pass aber auf, dass du dann nicht da nur langgaloppierst und wartest was er sagt, du solltest auch dann hinschauen und kontrollieren ob dein Auge richtig war.

Den absprungpunkt markieren, und dann sollst du genau dort abspringen ist etwas fortgeschrittener, da du dann sehr viel genauer deine Hilfen dosieren musst. Das wäre denke ich erst etwas für dich wenn du schon ein richtiges Auge hast und an der Präzision arbeiten möchtest.

Gibt es noch einen anderen springtrainer dort? Es gibt auch fahrende Reitlehrer die zu dir kommen, denn wenn du in zwei Jahren noch nicht gelernt hast eine Distanz zu sehen bist du auch noch ziemlich weit weg vom richtigen Parcours reiten, und hast auch keine Chance wirklich besser zu werden.

 Natürlich kannst du ihn erstmal fragen ob Ihr Ratschläge umsetzen könntet die dir hier gegeben werden, aber wenn er in zwei Jahren mal nicht auf die Idee gekommen ist dich da zu fördern, bzw überhaupt erstmal diese Fähigkeit zu entwickeln. Da frage ich mich ob er noch wichtige Dinge weggelassen hat, und das wäre sehr schade für dich.

Ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß noch :)

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Wie wärs, wenn du mal springst und dir von jemanden den Absprungpunkt markieren lässt, wenn der Sprung gut war? Erst mal nur ein Hinderniss um ein Gefühl dafür zu bekommen, wann der richtige Zeitpunkt ist. 

Schade, dass dein Lehrer das nicht besser erklären und helfen kann. Du magst vielleicht das Hindernis nicht sehen und nicht abschätzen können, aber er kann dein Problem nicht lösen und dich unterstützen dies zu lösen. 

Nicht jeder Sprung ist gleich, das bedarf viel Übung um das tadellos zu beherrschen und auch richtig abzuschätzen. Dafür brauchts aber einen RL, der auch anhand von plausiblen Stichpunkten und nachvollziehbaren Erklärungen zeigt, wie's geht. 

Frag deinen RL ob er dir anmarkieren kann, wo du abspringen sollst und wann du wo schneller bzw langsamer anreiten sollst. 

Es ist keine Schande etwas nicht zu wissen, durchaus aber, als Reitlehrer nicht richtig erklären zu können/wollen. 

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Kommentar von Victoriacj
27.09.2016, 03:13

Danke, werde ich beim nächsten mal versuchen:)kannst du mir vlt auch sagen wann ich treiben und wann zurückhalten muss?
Ich hab leider einen SEHR unsympathischen Lehrer seine Erklärung ist "spring, irgendwann hast du den Dreh raus" und das noch in einem erhobenen Ton.. Ich springe mittlerweile seit fast 2 Jahren aber das kann ich einfach immer noch nicht, ich weiß nie vor einem Hindernis ob ich das Pferd eher halten oder treiben soll..
Lg

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Hallo,

ich bin da auch schlect drin^^ Was mir hilft/geholfen hat:

Eine Galoppstange (Cavalettie auf der niedrigsten Stufe) und dann die Galoppspürnge bis zum Galoppsprung über der Stange rückwärts (!) zählen, dadurch kann man sich nämlich nicht selbst besch****. Also angaloppieren, du denkst es sind noch drei Galoppsprünge und dann 3,2,1, Sprung. Wenn du das gut für 7-8 Sprünge vorraussagen kannst, kannst du vorher die Strecke ausmessen und dir vornehmen wie viele Galoppsprünge du bis zur Stange machen möchtest.

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Mein Reitlehrer hat das immer gesagt.

Treiben oder langsamer. So bekam ich dann ein Gefühl dafür (alleine hab ich es auch nicht hinbekommen) und dann hat er auch immer den Absprungpunkt markiert, das hat mir dann auch sehr geholfen! :)

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Da hilft nur Erfahrung sammeln. Leg dir ne Stange auf den Boden oder ein Cavaletti auf kleiner Höhe und reite Runde für Runde immer wieder drüber. Und dann zählst du die Galoppsprünge vor der Stange rückwärts mit. Irgendwann wirst du 3 Galoppsprünge sehen, später vielleicht auch 5 oder 6 vorher... Auge und Gefühl schulen ist da das A und O.

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Frag deinen Reitlehrer ob er dir absprungstangen hinlegen kann. Nutze die dan zur Orientierung und versuche es wenn du dich sicher fühlst ohne.

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Benutzt ihr denn keine absprungstangen fürs Training,?

(Was für ein Trainer!?!:)

Laß dir das mal aufbauen.

Drei galoppstangen, ein cavaletti

Drei galoppstangen, ein kreuz mit absprungstange

Usw, damit du das taxieren lernst.

Ggf brauchst du einen besseren Trainer. Es ist SEIN Job dir das vernünftig zu zeigen und zu erklären. Für was zahlst du denn!?!

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