Absicherung von 12V-Leitungen im Wohnmobil auch mit Sicherungsautomaten aus dem Hausnetzwerk?

5 Antworten

Normalerweise sind die Sicherungsautomaten für Wechelspannungen ausgelegt. der Unterschied besteht hauptsächlich darin, dass zum einen die Kontakte beim Schalten durch den Gleichstrom stärker beansprucht werden und zum anderen der Lichtbogen der beim Kurzschluss entsteht nicht so leicht abreist.

bis maximal 48V DC kann ein Automat jedoch aus dem Gebäude Bereich auch für Gleichstromanwendungen verwendet werden.

Jedoch währe auch die Impedanz wichtig die Automaten besitzen verschiedene Auslösecharakteristiken die den Kurzschlussstrom bestimmen.

B steht dabei für den 4-5 Fachen Nennstrom der als Kurzschluss interpretiert wird und dieser Löst dann nach DIN Norm innerhalb von 400ms aus.

5*5A=25A im Kurzschlussfall.

das währe noch realistisch. Sollte allerdings auch das ein Problem sein sollte hier besser nach einen Z Automaten gegriffen werden, dieser geht bis zum 2-3 fachen Nennstrom also 3*5A=15A. Diese Automaten sind extra für Kreise mit hohen Impedanzen ausgelegt.

Ich würde hier aber dennoch spezielle KFZ Sicherungsautomaten empfehlen, da diese speziell für solche Anwendungen da sind, da machst du auf jeden Fall nichts verkehrt mit. Das heißt wenn der Rest richtig dimensioniert ist versteht sich ;)

bei diesen Automaten springt der Rote pin hoch, wenn dieser auslöst. Einfach wieder einstecken und der Stromkreis ist wieder geschlossen. Beim erneuten Auslösen musst du leider spätestens dann auf Fehlersuche gehen.

 - (Technik, Strom, Elektrik)

Das funktioniert. Im Maschinenbau wurden auch lange Jahre die ganz normalen Sicherungsautomaten in C- Charackteristik eingesetzt, bis die DC- Abgangsmodule kamen. Aber selbst bei DC- Abgängen, die über dem Bereich der elektronischen Sicherungsmodulen liegen, kommen nach wie vor C- Automaten zum Einsatz.

Mfg

Da üblicherweise durch Wärme bzw. Strom ausgelöst wird spielt die Spannung dabei weniger eine Rolle, DC belastet allerdings die Schaltkontakte stärker weswegen der Hersteller seinen Segen im Datenblatt geben muss.

ÄH eher wohl nicht, da Sicherungsautomaten aus dem Heimbereich für 230V ausgelegt sind und nicht für 12V

Da musst Du mal Schauen, ob und wo es dafür spezielle Automaten und alles gibt

Einem Bimetall ist egal ob es sich durch Wechsel- oder Gleichstrom erwärmt.

https://youtu.be/kRB7Z66brO0

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@xdanix77

Bemessungsbetriebsspannung Ue 230 / 400 V

Quelle

Laut Hager ist es nicht egal. Aber was weiss schon Hager von ihrer eigenen Technik oder...!?

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@Silke18Neu

Das Bimetall im Inneren löst durch Erwärmung bei Stromfluss aus, die Spannung hat darauf erstmal keinen Einfluss sondern spielt erst bei Abständen im Inneren und Kontakten eine Rolle (Lichtbogen, Durchschlag).

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@Silke18Neu

Bemessungsspannung heißt nicht, dass es nur bei der Spannung betrieben werden muss das macht auch physikalisch keinen Sinn.

genauso wie einen elektrischen Leiter kann man sich auch den Automaten wie einen in Reihe zum Verbraucher geschalteten Widerstand vorstellen (also um das mit dem Spannungsabfall zu verstehen) und dann gilt für den Spannungsfall wie auch bei der Leitung ganz billig gesagt das ohmsche Gesetz:

ΔU=R*I

das heißt dem Automaten ist die vorgeschaltete Spannungsquelle egal, ob es nun 12V oder 2000V sind. die angegebene Spannung gibt lediglich an, dass diese für Spannung maximal 230V / 400V also Niederspannung ausgelegt ist.

physikalisch interessanter ist die Frage nach dem Lichtbogen. der Lichtbogen im Gleichstromkreis reißt nicht so schnell ab wie es bei der Wechselspannung der Fall ist, dafür muss im Kurzschlussfall die Löschkammer ausgelegt sein bzw die müssen auch beim Gleichstrom damit umgehen können.

Auch werden durch den Gleichstrom die Kontakte wesentlich stärker beim Schalten beeinflusst.

das sehen wir auch an den Link den xdanix77 reingestellt hat, anhand des Beispiels sieht man gut, dass der LS auch für 48V DC gedacht ist, bzw hier verwendet werden kann, damit ist es auch für 12V Anwendungen in Ordnung.

Ebenfalls zu klären währe die Impedanz. Denn der B Automat hat interpretiert erst einen Strom ab dem 4-5 Fachen Nennstrom als Kurzschluss also 5*16A=80A.

Die Frage ist, ob die Impedanz der Anlage ausreicht, dass bei 12V ein solcher Kurzschlussstrom fließt. Ansonsten müsste auf die Z Charakteristik zurückgegriffen werden, der licht beim 2-3 fachen Nennstrom extra für Anlagen mit hohen Impedanzen konzipiert.

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Ich würde eher Schmelzsicherungen aus dem Kfz-Bereich empfehlen. Die Kosten nicht viel und gibt es in vielen Abstufungen.

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