Absetzen von Kreditzinsen als Vermieter?

9 Antworten

Wenn Du für eine schuldenfreie Immobilie beim Beginn der Vermietung ein Darlehn aufnimmst, wird das Finanzamt mit Sicherheit nach der Begründung für die Darlehnsaufnahme fragen.

Den Zusammenhang mit der Vermietung wirst Du nicht nachweisen können- also keine Werbungskosten für die Zinsen.

Wenn die Wohnung der Einkünteerzielung dient, sind die Zinsen für ein aufgenommenes Darlehen als Werbungskosten abzugsfähig.

Es gilt jedoch § 11 EStG. Die Aufwendungen können nur in dem Jahr geltend gemacht werden, in dem sie auch abgeflossen sind.

Der eine sagt, es geht nicht, der andere sagt, es geht. Natürlich dient es der Einkünfteerzielung, meine Mietwohnung zu vermieten. Allerdings steht das aufgenommene Darlehen nicht im Zusammenhang, weil der Kaufpreis ja vor 30 Jahren schon bezahlt wurde. Das jetzt aufgenommene Darlehen ist an meine Kinder gegangen. Ich müsste nun wissen, ob die Zinsen absetzbar sind oder doch nicht

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@Steibis

Wurde das Darlehen für etwas verwendet für dem du konkret und unmittelbar heute Einkünfte erzielst, sei es eine vermietete Wohnung ein Unternehmen etc.

  • Wenn ja --> Zinsen sind Werbungskosten nach § 9 bzw. Betriebsausgaben nach § 4 Abs. 4 EStG.
  • Wenn nein --> Zinsen sind dein Bier.

Ich denke nicht, dass du mit deinen Kindern Einkünfte erzielst, also tendiere ich zu nein.

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In welcher Wohnung wohnst du denn. In der neu gekauften, für die du noch Zinsen zahlst? Dann kannst du die Zinsen nicht von der Steuer absetzen. Wohnst du in der alten Wohnung, die abbezahlt ist, und hast die neue Wohnung vermietet, dann kannst du die Zinsen natürlich von der Steuer absetzen.

Ich wohne in der neuen. Man sollte lieber nie abbezahlen, sondern immer eine Tilgungsaussetzung machen, weil man nie weiß, ob man die selbstbewohnte Wohnung mal vermieten wird und dann leider getilgt hat, anstatt auszusetzen. Dumm gelaufen

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@Steibis

Die Argumentation is löchrig und halbgar.

Eine selbstgenutzte Immobilie sollte man schnellstmöglich vollständig entschulden, da der Kredit keinerlei steuerliche Relevanz hat.

Bei einer fremdgenutzten ist es relativ egal, da die Zinsen Werbungskosten sind und die Tilgung indirekt durch die Mietzahlung des Mieters erfolgen.

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@Steibis

Hey, du bist ja schon ein richtiger Profi :-)

So etwas hätte ich jetzt aber auch nicht auf dem Schirm gehabt. Aber nicht ärgern: Steuern kann man ja immer nur von dem Geld bezahlen, das man vorher einmal verdient hat.

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Was darf der Vermieter, was nicht?

Mein Vermieter vermietet seine Wohnung an eine Wohngemeinschaft zimmerweise. Dabei bewohnt sein Sohn eines der Schlafzimmer. Laut Vertrag wird an mich ein Zimmer vermietet und die Nutzung einer Küche, eines Badezimmers und einer Abstellkammer ist eingeschlossen. Nun ist der Vermieter (ohne sich voher anzukündigen) in die Wohung gekommen. Dabei war keiner zu Hause.

Frage 1: Ist dies erlaubt, was kann man dagegen machen?

Anschließend hat uns der Vermieter eine Frist von einer Woche gegeben die Abstellkammer aufzuräumen, ansonsten würde er alles in der Abstellkammer wegscheimßen und die Kammer anschließend abschließen.

Frage 2: Kann er einfach die Sachen wegschmeißen und anschließend das Zimmer absperren und uns damit die Nutzung verweigern?

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