Absetzen von Antidepressiva! Beschwerden! Hilfe!

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Das Absetzen von Citalopram als Antidepressivum ist eine Sache für sich. Citalopram wirkt nicht alleine gegen die Depression, es ist ein Allzweckwaffe für psychische Erkankungen. So wirkt wie in deinem Fall Citalopram auch gegen Angststörungen. Wenn die Depression im Griff ist und es kein Antidepressivum mehr braucht, ist dann die Angststörung auch auskuriert? Das war wohl bei dir nicht der Fall, vielleicht war die Angststörung als Symptom der Depression angesehen worden, obwohl es eine eigenständige Störung neben der Depression war und ist? Meist kann das ein Kurarzt gar nicht erkennen, er kennt ja seine Patienten kaum. Ich denke, dass du wegen der Angstsymptomatik die Tabletten niedrigdosiert weiterhin nehmen solltest. Aber vorher mit dem Arzt sprechen. Ich habe übrigens ein ähnliches Problem. Neben meiner Depression plagt mich eine Epilepsie, die ich mir bei einer Hirn.OP eingefangen habe. Wegen der Depri bräuchte ich die Citalopram nicht mehr, aber wenn ich sie absetze, kommen die Anfälle wieder, weil Citalopram bei mir sogar gegen die Epi wirkt, sagt mein Neurologe. Und ich wäre sie so gerne los. Aber wenns doch hilft...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo, 
es ist sehr gut möglich das sich Absetzungserscheinungen, in den ersten Wochen bilden.
Letztlich hast du Jahrelang ein Stoff zu dir genommen, der auf die Hirnchemie wirkt. Nun wo der Wirkstoffspiegel verschwindet, kommt einiges wieder durcheinander.
Ich habe oft gehört das es zu solche Dingen kommt.
Ist aber immer zurück gegangen nach einiger Zeit (bis zu 2 Monate)
berichtet wurde über Übelkeit, Schmerzen (sämtlicher Art), Desorientierung, Stimmungsschwankungen, Angstgefühle, Panikattacken. Je nach Wirkstoff, Persönlichkeit und Vorerkrankung kann das variieren.
Ich kann dir nur zu raten:
wenn unerträglich wird, ab ins Krankenhaus
wenn erträglich ist schnell Termin beim Facharzt
ansonsten ist es immer ein guter Weg sich vor Augen zu halten, dass es keine Sucht, sondern nur Absetzungsbedingt ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Leute ! Blöd bin ich auch nicht. Ich wäre schon lange bei einem Arzt gewesen. Ich bekomme aber keinen Termin vor Ende nächster Woche. Meiner Psychologin hab ich ne E-Mail schreiben können und hoffe auf Antwort. Ist alles nicht so leicht. Ich dachte vielleicht gibt es hier Jemanden, der Erfahrungen in diesem Bereich habe. Was ich mache entscheide ich im Endeffekt selbst. Ein paar hilfreiche Tipps habe ich mir erhofft.

AUF HINWEISE DIE LEDIGLICH AUSSAGEN ICH SOLL ZUM ARZT GEHEN, KANN ICH VERZICHTEN, WENN DIES NICHT FUNDIERT BEGRÜNDET IST ! ICH GEH DA SCHON HIN SOBALD ICH KANN. DAS IST NICHT BÖSE GEMEINT, ES BRINGT MICH NUR NICHT WEITER !!!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Vienna1000
22.01.2013, 18:44

So, wie du offensichtlich gerade daruf bist solltest du vielleicht zu einer Akutbehandlung in das nächste Krankenhaus mit einer Psychatrie.

2
Kommentar von Support20
22.01.2013, 21:38

Liebe/r Depressivo,

bitte achte in Zukunft darauf Reaktionen zu einer Antwort auch in Form von nachträglichen Ergänzungen Deiner Frage über den Link "Antwort kommentieren" hinzuzufügen. So ist sichergestellt, dass der Zusammenhang im Nachhinein nicht verloren geht, da die Antworten durch die Bewertungen ja ständig in Bewegung sind.

Herzliche Grüße,

Klara vom gutefrage.net-Support

0

Also was das ausschleichen angeht...da hast du nichts falsch gemacht. wenn ich meine AD´s ausschleiche habe ich ähnliches erlebt...eigentlich so gar schlimmer...konnte stellenweise nicht mal mehr Auto fahren weil mir schwindelig war usw... Die Frage ist wie gut geht es dir jetzt? Wie gut ging es Dir mit dem Medikament?...Ich würde es wieder nehmen wenns dir so besser geht...ein Arzt wird dir auch nichts anderes sagen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Depressivo
22.01.2013, 18:45

Vielen Dank ! Die Antwort war schon hilfreich. Denke ähnlich. Befürchte nur, das wenn ich jetzt wieder anfange, das es vielleicht zu früh ist. Da mein Körper sich erst mal an ein Leben ohne das Medikament gewöhnen muss. Wie lange das s ist weis ich nur nicht .

0

Einen Arzt solltest Du auf jeden Fall mal konsultieren.

Aber bedenke: das Medikament braucht ja einige Wochen, bis es anschlägt, weil sich der Gehirnstoffwechsel umstellt. Samt Nebenwirkungen. Jetzt geht der ganze Prozess retour, also auch wieder eine Umstellung. Und die geht weder von heute auf morgen noch ohne Nebenwirkungen ab. Zudem klingt es, als ob Du totale Angst hast, es ohne die Tabletten nicht zu schaffen. Dann ist es vielleicht wirklich noch zu früh.

Machst Du begleitend noch eine Therapie? Eine Depression kommt ja nicht von heut auf morgen, weil Du Tabletten absetzt. Es kann gut sein, dass die Restdepression , die durch das Citalopram eingedämmt wurde, jetzt wieder aufkommt.

Die Entscheidung liegt bei Dir, ob Du DIch sicherer fühlst, die Tabletten wieder zu nehmen, in der geringstmöglichen Dosis oder ob Du versuchen willst, diese Umstellungsphase durchzustehen - denn die wirst Du früher oder später haben, falls Du nicht Dein Leben lang AD nehmen möchtest.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Depressivo
22.01.2013, 18:50

Angst wäre zu viel gesagt. Es ist mehr Unsicherheit ! Ich kann einfach nicht unterscheiden, ob es sich hier um Nebenwirkungen durch das Absetzen handelt, ob es wieder aufflammende Symptome meiner Erkrankungen sind oder etwas ganz Anderes. Das Eine hieß abwarten. Das Andere hieß nehmen und das Dritte hätte gar nichts mit Allem zu tun.

0

Hi,

Da die Symptome wiederkehren, würde ich das Medikament weiter nehmen und mit dem Arzt sprechen, ob Du sie überhaupt unter diesesn Umständen absetzen solltest. Für Körper und Psyche ist es schwieriger erst ein Medikament auszuschleichen, um dann wieder neu zu beginnnen. Ih bin nicht dafür leichtfertig zu sagen, nehme ein Medikament weiter. Aber auch das Absetzen birgt Gefahren. Ohne ärztliche Begleitung: nein, nicht absetzen.

Alles Gute, yonga

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du hast den Begriff ausschleichen nicht verstanden und ehrlich, das macht man nicht ohne den Psychiater, geh da ganz schnell hin. Schade es hätte klappen können...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Depressivo
22.01.2013, 18:46

In wie fern, habe ich "aus schleichen " falsch verstanden ?

0

Sollte ich zum Arzt ?

Ja. Schon weil jeder, der dich hier zu Medikamenteneinnahmen berät ohne selbst Arzt zu sein, bereits deshalb unglaubwürdig ist.

Vor konkretem medizinischem Rat durch Unbekannte muss stets gewarnt werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Zu wem denn sonst? Dein Arzt kennt Dich und Deine Krankheit, wir nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?