Abschreibung Solaranlage (USt, ESt?)

2 Antworten

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...also, dann wollen wir mal.

Ertragsteuerliche Behandlung
 
Grundsätzlich handelt es sich bei dem Betrieb von Photovoltaik-Anlagen um einen Gewerbebetrieb, wenn du mit dem kommunalen Stromversorger ein Vertragsverhältnis eingehst, nach dem du den Strom in das kommunale Netz einspeist und hierfür ein Entgelt erhältst. Hiervon gehe ich im Weiteren aus.
 
Für den Betrieb der Photovoltaik-Anlage wäre eine eigenständige Einnahmen-Überschuss-Rechnung zu erstellen. Deiner Einkommensteuererklärung würde dann eine weitere Anlage (EÜR und G) hinzugefügt.
 
Einnahmen sind natürlich die Entgelte des Stromversorgers. Ausgaben sind die laufenden Kosten für die Anlage, aber auch die Abschreibungen. Bei den Abschreibungen ist zu beachten, dass die Bauart der Anlage entscheidend ist für die Einstufung im Anlagevermögen. Diese Beurteilung ist wegen der Höhe der Abschreibung ausschlaggebend für die Höhe der Einkünfte, deshalb möchte ich die Varianten näher erläutern:

Maßgebend für die Frage, ob es sich bei der Solaranlage um einen Gebäudebestandteil oder eine Betriebsvorrichtung handelt, ist ihre Montage.
 
Leider führt sich auch hier das deutsche Recht sehr kompliziert auf und lässt verschiedene Kombinationen zu:
 
Indachmontage:
 
Bei dieser Montage werden spezielle Solarmodule anstelle von Dachziegeln verwendet. Die Photovoltaikanlagen sind zwar Betriebsvorrichtungen; dienen sie jedoch gleichzeitig als Ersatz für eine ansonsten erforderliche Dacheindeckung, sind sie als Gebäudebestandteil in das Grundvermögen einzubeziehen.
 

Aufdachmontage:

Die Photovoltaik-Module werden auf eine Trägerkonstruktion montiert, die auf den Dachziegeln „liegt”. Dienen die Photovoltaikanlagen ausschließlich der Energieerzeugung und Einspeisung in das öffentliche Energienetz, unterhältst du damit einen Gewerbebetrieb und die Photovoltaikanlagen sind Betriebsvorrichtungen.
 
Flachdach- oder Bodenaufstellung:
 
Eine auf einem Flachdach oder auf dem Boden aufgestellte Photovoltaikanlage bedarf einer Befestigung (Trägerkonstruktion). Diese Photovoltaikanlagen sind Betriebsvorrichtungen.

Die Beurteilung, ob es sich um Betriebsvorrichtungen oder um Gebäudebestandteile handelt, ist wesentlich für die Höhe der Abschreibungen und damit für die Höhe der erzielten Einkünfte aus dieser Anlage.

 

Umsatzsteuerliche Behandlung

Die Einnahmen aus der entgeltlichen Einspeisung von Strom in das öffentliche Netz unterliegen der Umsatzsteuer.

Die auf die Entgelte entfallenden Umsatzsteuern müssen demzufolge in eine zu erstellende Umsatzsteuervoranmeldung und die Umsatzsteuerjahreserklärung integriert werden. Die Möglichkeit der Inanspruchnahme der Kleinunternehmerregelung besteht, ist aber oft ungünstig.

Denn auf der anderen Seite hast du auch den Anspruch auf Abzug der in den Rechnungen enthaltenen Vorsteuern aus dem Betrieb und die Anschaffung der Anlage.

Wooow... Super, vielen Dank :)

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@sarahhh0

@sarahhh0: Dann wäre doch auch mal eine positive Bewertung für EnnoBecker fällig?!

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Die Abschreibung hat mit USt nix zu tun. Die 20prozentige AfA auf die Anschaffungs-u. Herstellungskosten sind eben Kosten für Dich.

Ach, das sind Kosten ? Ichdachte, das mindert es. Aber bei der ESt hinzurechnen?

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@sarahhh0

...also, ich kann hier euren beiden Gedankengängen nicht folgen.

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