Abschlagszahlung im voraus üblich?

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23 Antworten

Falls Dir das Risiko der Vorauszahlung zu groß ist (was ich nachvollzehen kann), könntet ihr mit Bankbürgschaften arbeiten.

Deine Bank garantiert die Zahlung, seine gibt eine Fertigstellungsgarantie

seit wann gibt eine Bank eine Bürgschaft zur Fertigstellung, die Banken geben nur Bürgschaften für Geld.

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Man kann darauf eingehen man kann dann aber sich schriftlich sich bestätigen lassen das der Handwerker den Vertrag auch erfüllt. Sollte duch irgendwelche unvorhergesehenen Ereignisse (Insolvenz,Pleiten oder andere Ereignisse) die Arbeit nicht mehr ausgeführt werden können muss die Abschlagszahlung entsprechend zur geleisteten Arbeit verrechnet werden und mögliche Guthaben zurückgezahlt werden. Es ist so eine Zusatzversicherung für beide Seiten. Alternativ kann man die Bank dazwischenschalten die dann die Zahlungen nur dann macht wenn das Ok vorliegt.Bei Abschlagszahlungen bin ich selbst auch immer vorsichtig und auch da hab ich auch schon unangenehme Überraschungen erlebt.

Bei einer Insolvenz fließt die Abschlagszahlung in die Insolvenzmasse ein und ist erstmal weg !

Alles andere wäre strafbare Gläubigerbegünstigung.

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Das ganze könnte auch mit einer sogenannten Bankbürgschaft funktionieren. Eine vorauszahlung erscheint sicherlich sinnvoll, jedoch nichtin dieser Höhe.... Ich würde nochmals mit dem Betrieb reden und ihm das mit der Bankbürgschaft vorschlagen.

Ich weiß ja nicht was das für ein Dachgeschoss ist aber 75 000 klingen für mich schon unglaublich viel... Auf dem Bau, und ich bin selber mit eigener Firma aktiv, kenne ich Vorauszahlungen eigentlich nur von Handwerkern die keine Ware mehr auf Rechnung bekommen... Zahlung bei Material Anlieferung ist dagegen bei größeren Bauvorhaben völlig in Ordnung. Bei solchen Summen in jedem Fall 3 Angebote einholen aber auch bedenken - besonders billig ist nicht immer besonders gut.

Das ist wahrlich eine ganze Stange Geld und ich bin sowieso noch schwer im Überlegen, ob ich überhaupt soviel dafür ausgeben möchte. Die Fläche ist halt relativ groß (ca. 100m²) und es muß Parkett verlegt, 4 oder 5 Dachfenster eingebaut, Wände gezogen, nachgedämmt, drei Heizkörper und ein Kamin installiert, Bad gefliest werden ect. (ohne Bad würde es "nur" ca. 45.000 Euro ausmachen). Aber dann ist es halt kein vollwertiger Wohnbereich. Ich hab eigentlich auch eher maximal 50.000 Euro für dieses Projekt veranschlagt. Und wenn man viel selber machen kann, wäre es vielleicht sogar für 30.000 Euro möglich. Mag sein, daß ich es bei einem anderen u.U. billiger bekomme. Aber ob besser oder schlechter, das kann ich schwer sagen. Mich hat nur etwas gestört, daß der Betrieb den Vertrag gleich so schnell machen wollte. Und ich hatte noch nicht mal Gelegenheit, das Angebot richtig zu studieren. Sowas bricht man doch nicht einfach übers Knie, wie wenn man sich eben mal ein paar neue Schuhe kauft.

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Ja, ist nahezu heutzutagen normal. Ich habe auch in so ein branche gearbeitet. also handwerk und ich weiß genau dass viele.. aber sehr wirklich viele iwelche aufträge erteilt und dann nix mehr bezahlen kann. anschliessend anwalt usw. das is sowas von umständlich daher find ich sehr verständlich dass der chef anzahlung verlangt. Muss dich auch nebenbei rumhören wie der firma so ist. bzw wenns größere firma gibt man in inet zu gucken. unter erfahrungsberichte und so.

Aber nicht im Voraus, bei Privataufträgen, es geht nur mit Zwichenrechnung. In der Industrie ist es üblich mit 1/3 Anzahlung bei Vertragsabschluß.

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@dietmar632

Ich kann nur sagen was bei mir war bei der arbeit. Und steht da was von privatauftäge oder so? Nein. es heißt übrigens ZWISCHEN!!

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@monochrom

Da hat er sich halt vertippt. Ich denke mal, daß er auch weiß, daß es "ZWISCHEN" heißt. Und ja, es handelt sich um einen Privatauftrag. Mir ist die Rechtslage da auch nicht so genau bekannt. Daher würde ich schon gerne wissen, wie man sowas am besten handhabt.

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@Franz577

ich würde keine Anzahlung machen, Zwischenrechnung für Lohnkosten, wöchentlich und bei Materiallieferung auch zum gelieferten Material eine Zwischenrechnung.

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Das Problem ist, wenn der plötzlich pleite geht stehst du dumm da. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass viele Auftraggeber nicht zahlen können und das Unternehmen dadurch Verlust macht. Ich würde nicht soviel im Voraus bezahlen. Du kannst aber mit der Firma ausmachen, dass immer bezahlt wird was gerade gemacht wurde. Also wenn er die neuen Balken fertig eingebaut zahlst du sofort. Für die nächsten Ausbaustufen machst du das dann genauso. Dann sieht der Auftragnehmer auch deine Zahlungsmoral und hat kein großes Risiko und du zahlst einfach nicht mehr wenn die Arbeiten nicht weiter geführt werden.

Das Material muss ja auch geordert werden, und man bringt in der Regel nicht nur ein Teil. Der Handwerker muss also seinerseits in Vorlage treten. Was hat er denn für ne Sicherheit dass auch gezahlt wird???

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@Krolline

ein ordentlicher Handwerkerbetrieb hat zu seinem Lieferanten auch eine Zahlpause von mindestens 21 Tage!!! eben nur ein guter Betrieb, denn wenn er das nciht hat, hat er schon ein paar Rechnungen nicht bezahlt und ist mit Vorsicht zu behandeln.

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Bei derartige Summen ist eine Anzahlung üblich, ja, ein solcher Auftrag erfordert eine Materialanschaffung, die er so vielleicht nicht tätigen würde. Der ARgumentation jannst Du entgegenhalten, es hätte auch schon Betriebe gegeben, welche nach dem Zahlungseingang sich abgemeldet hätten, wg. sonnstige Schwierigkeiten, Auflösung, Bankrott, etc. Einen solchen Fall erlebte ich in der Nachbarschaft, 15000 angezahlt für eine Außenrenovierung, nach 1 Woche waren sie weg, die Gerüste waren geliehen, der vErleiher hat sie noch abgebaut. Wir hatten seinerzeit dem Elektriker auch 30% Vorstrecken sollen, haben auf 25% heruntergehandelt. Da er aber nicht den ganzen Auftrag durchführen sollte, bekamen wir den Restbetrag wieder.

Also grundsätzlich sollten beide Vertragsparteien sich in die Lage des anderen ein wenig reinversetzen können und ohne Bauchgefühl kommt man da eh nicht drum herum.

Mein Heizungsbauer hat mir zeitgleich mit dem ersten Handwerker vor der Tür um 8:30 Uhr eine Abschlagsrechnung per E-Mail geschickt mit "liefern und montieren", Betrag: 85% des Gesamtbetrags. Die Materiallieferung kam an diesem Tag mittags. Wenn eine Abschlagsanforderung über das Material vorher vereinbart gewesen wäre, hätte ich diese sicher auch beglichen, weil ich den Handwerker verstehen kann. Aber doch nicht auf diese Art und Weise! Hinzu kommt noch: Er hat den Beginn-Termin von Mittwoch auf Donnerstag verschoben und mich erst nach hinterhertelefonieren darüber informiert, und Donnerstag morgen (bei Beginn der Arbeiten) wird mir gesagt dass sie freitags nicht kommen (wg. interner Schulung). Auf ein paar Tage früher oder später fertig werden kommt es mir nicht an, darum habe ich es so hingenommen. Nachmittags um halb 4 wurde mir dann gesagt, sie seien fertig für heute und Heizkörper sollte ich nicht einschalten. Naja, dachte ich. Im Sommer brauche ich die ja auch nicht. Nur durch nachfragen rückten die Monteure mit der Sprache raus, das Warmwasser auch nicht geht, aber am Montag Abend dann bestimmt! Wie gesagt. Man kann nur miteinander reden und sich auf sein Bauchgefühl verlassen, ob der Vertragspartner dem entspricht was man sich wünscht. Ich kann jede Partei verstehen, dass sie Sicherheit haben möchte. Die eine, dass das Geld reinkommt, die andere, dass die Arbeiten termingerecht und ordnungsgemäß ausgeführt werden. Ich stelle mich auch gerade quer wegen der Abschlagszahlung. Aber eigendlich ärgert mich nur dass er weder die Arbeiten noch die Zahlung mit mir abgesprochen hat.

Wir sind ebenfalls selbständig, und es ist üblich bei Auftragsvergabe eine Anzahlung zu leisten. Allein die Materialbeschaffung für einen Auftrag in dieser Größenordnung kann für einen Betrieb schon eine Belastung werden. Gar kein Handschlag ist so auch nicht ganz richtig. Der Handwerker hat eine Beratungsleistung erbracht, das Angebot erstellt, Stücklisten ausgearbeitet und das Material geordert. Wir bauen Möbel auf Maß, Einzelanfertigungen und setzen 50% Anzahlung voraus. Ist für beide Seiten fair. Früher haben wir erst nach Auslieferung die Rechnung gestellt und hatten als Handwerker das volle Risiko. Und feste Einbauten wie Küche, Treppe oder Innenausbau kann der Handwerker ja nicht eben mal wieder abholen wenn nicht gezahlt wurde. . Wenn ein Kunde nicht zahlen will, findet er Mittel und Wege. Davor kann und will der Betrieb sich mit der Anzahlung schützen und bleibt zumindest nicht auf den Materialkosten sitzen. Natürlich muss gewährleistet sein, dass im Gegenwert auch Arbeiten verrichtet werde, seriöse Betriebe die schon länger am Markt sind, gibts genügend. Frag nach Referenzen, Kundenzufriedenheit, hör dich um.

Selbstverständlich wird eine Vorauszahlung verlangt. Habe selbst ein Bauunternehmen und kenne sehr viele befreundete Unternehmen. Ohne Vorauszahlung und Abschlägen geht heute gar nichts mehr. Der Betrieb, der die Arbeit machen soll, muß sich unbedingt absichern, denn wenn ein Bauherr nicht zahlt, weil er sich Bauleistungen erschlichen hat, sitzt das Unternehmen mit sämtlichen Löhnen nebst Sozialabgaben und Materialzahlungen dran. Das macht eine mittelständische Firma 2-3 Mal, dann darf sie u.U. Insolvenz anmelden. Warum schreibt man hier, daß es unmöglich ist? Habt ihr eigentlich schon einmal daran gedacht, daß die Endsumme immerhin die gleiche bleibt? Erfahrungsgemäß ist es so: Möchte ein Bauherr nichts im Voraus zahlen, so zahlt er hinterher auch nicht oder bemängelt 1000000 Dinge, so daß er meint, nicht zahlen zu müssen. Wenn ein Bauherr korrekt und realistisch ist, so ist es die Baufirma auch. Einige sollten hier wirklich mal den Kopf gebrauchen und nicht herumphantasieren. Wer arbeitet denn auf dem Bau? Es sind doch immer die Baumitarbeiter, die ihre Knochen für diesen schweren Job hinhalten. Sollen die u.U. kein Geld erhalten, nur weil sich die Bauherren schief legen? Wenn Bauherren vorher schon Streß machen oder alles in Frage stellen, sollte man diese Aufträge ablehnen. Wir machen es, denn auch an der Arbeit soll man Freude haben und sich mit den Bauherren im Einklang befinden. Denn die Bauherren rühren doch keinen Finger. Die dürfen ihre Knochen schonen und wissen gar nicht, wie anstrengend es für einen Bauarbeiter ist. Die Reihenfolge ist doch: Der Bauherr sucht sich eine Firma und kommt auf diese zu, weil er etwas von denen gemacht haben möchte. Die Baufirma stimmt zu, wenn alle Punkte stimmen - und nicht anders herum. Bauherren, die schon eine Vorabzahlung ablehnen, sollten sich echt was schämen.

Ich glaube, daß die Leute hier, die eine Vorkasse in dieser Höhe ebenfalls skeptisch betrachten, dies sicher nicht einfach so dahersagen. Nicht nur das Bauunternehmen, sondern auch der Bauherr braucht Sicherheiten. Und auch das Unternehmen muß das Material nicht gleich sofort bezahlen, sondern hat gewisse Fristen. Und außerdem, was soll das denn heißen "Die Bauherren rühren doch keinen Finger"? Na hör mal! Für die meisten Bauherren bedeutet so ein Umbau im Haus auch einen nicht gerade unerheblichen Arbeitsaufwand. Da wird sich wohl kaum einer nur hinsetzen und Däumchen drehen. Aber selbst wenn es so sein sollte, dann wäre das auch noch das gute Recht eines jeden Bauherren. Wofür bezahlt er denn auch schließlich? Etwa dafür, daß er die Hälfte selbst machen muß? Der Kunde ist immer noch König. Eine seltsame Logik hast du schon, das muß man dir lassen!

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Ach, und wegen der "armen" Handwerker, die doch einen so schweren Knochenjob haben: Du scheinst zu vergessen, daß es jedem seine freie Entscheidung ist, welchen Beruf er ausübt. Wer den Beruf eines Maurers, Zimmerers ect. wählt, der weiß in aller Regel schon vorher, was ihn erwartet und er erlernt diesen Beruf, weil es ihm Spaß macht. Schon mal daran gedacht? Es soll auch Leute geben, die ihre Arbeit gerne machen und sie nicht als "Strafe" betrachten. Und es gibt genug Arbeitslose, die sich für einen Job im Handwerksgewerbe die Finger ablecken würden. Das sind mir die Richtigen, die ständig nur am Rumjammern sind! Da weiß man ja gleich schon, mit welcher Motivation solche Leute ihre Arbeit machen. Wer in der heutigen Zeit einen guten Arbeitsplatz hat und nur rumjammert, anstatt zufrieden zu sein, DER sollte sich erst recht schämen!

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Das er die Materialkosten nicht vorstrecken will, ist nachvollziehbar. Um Dein Risiko zu minimieren, solltest Du jedoch nicht ohne Gegenleistung zahlen. Man kann vereinbaren, dass klar definiertes und beschriebenes Material in einer nachprüfbaren Menge von Dir bezahlt wird, sobald es bei Dir angeliefert wurde.

Würde ich auch so machen. Sobald das Material auf der Baustelle ist, gibts die erste Zahlung und erst danach wird es verbaut.

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Ne, das ist mittlerweile für die Handwerker überlebensnotwenig geworden. Was meinst Du, wie viele Bauherren anschliessend - nach erbracher Leistung also - die Rechnung nicht zahlen wollen. Die Handwerker gehen mit Material und Arbeitsleistung in Vorlage und rennen anschliessend ihrem Geld hinterher..

Wichtig ist hier natürlich ein Innungsbetrieb und keine Schwarzarbeit!

Wie sollte ein (kleiner) Handwerksbetrieb bei nur 1 Kunden mit 75.000 in Vorlage gehen können???

er kann ja Zwichenrechnungen schreiben, das ist erlaubt, seit der Schneiderpleite, aber keine Vorkasse.

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@dietmar632

Hey Dietmar, mir tun die Augen weh! Es heisst ZwiSchenrechnung. Der Handwerker könnte auch verlangen, dass der Auftraggeber das Material selbst kauft... :-0

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@Randberlinerin

das Material selber kaufen, wird kein Handwerksbetrieb machen, da er am Material auch 30-45% verdient,

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Das ist wirklich nur zur Sicherheit für die Firma. Gerade Baufirmen werden doch oft von Kunden betrogen und gehen letzendlich pleite.

umgekehrt aber auch!!

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Für Dich sprechen im Prinzip die gleichen Argumente dagegen, die für den Handwerker dafür sprechen: Du bezahlst etwas, ohne zu wissen, was Du dafür bekommst.

Für den Handwerker ergibt sich diese Notwendigkeit aus einer kleinen rechtlichen Feinheit:

Werden 2 Stoffe, Waren untrennbar miteinander Verbunden, so gehören sie hinterher demjenigen, dessen wertbezogener Anteil an der verbundenen Sache größer ist.

Also im Prinzip sieht das so aus, dass wenn der Handwerker z.B. dein Bad fliest und Du die Rechnung nicht bezahlst, die Fliesen dann hinterher trotzdem Dir gehören, da kein Eigentumsvorbehalt greifen kann. Denn die Fliesen sind wesentliche weniger Wert als das ganze Haus. Theoretisch aber könntest Du sogar das Eigentum an dem Haus verlieren, wenn Du z.B. das Grundstück nicht bezahlst, dieses aber so groß ist, dass es allein schon den Wert des Hauses deutlich übersteigt. Denn das fertige Haus kannst Du nicht so einfach aus dem Grundstück wieder heraus nehmen und wo anders hin stellen (zumindest nicht zu vertretbaren kosten ;-) ) Hier also könnte der Grundstücksverkäufer sein Grundstück wieder zurück fordern, und da dieses viel teurer war als das Haus selber, würde hier dann auch ein Eigentumsvorbehalt wirken - also theoretisch zumindest ;-)

Das eigentum an einer verbundenen Sache erhält also derjenige, dessen Anteil an dieser verbundenen Sache größer ist, wenn sie sich nicht mehr trennen lässt.

Also das mit dem Eigentum und der verbundenen Sache hab ich so auch noch nie gehört. Aber man lernt ja nie aus. Allerdings kann es ja wohl trotzdem nicht sein, daß sich jemand das Bad fliesen läßt, dann aber einfach nicht bezahlt und der Handwerker nichts tun kann, um sein Geld zu bekommen. Es kam ja ein Vertrag zustande und der Handwerker hat Anspruch auf die Bezahlung seiner Leistung und des von ihm vorfinanzierten Materials. Wenn ich nicht bezahlen KANN, weil ich pleite bin, dann könnte es etwas schwieriger werden. Aber solange ich zahlungsfähig bin bzw. irgendwas zu Geld machen kann, werden die Fliesen wohl kaum einfach so in mein Eigentum übergehen, nur weil ich nicht zahlen WILL. So eine Rechtssprechung wäre ja jenseits jeglichen gesunden Menschenverstandes.

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Guten Tag. Nein, auf keinen Fall! Wieviele Bauherren hatten das Nachsehen! Es wird Zug um Zug gezahlt, also nach Fertigstellung von im Vertrag festgelegter Bauabschnitte. Andernfalls ist bei Insolvenz der Firma das Geld weg. Baufirma und Kunde können sich gegenseitig Bankbürgschaften vorlegen, oder die Summe könnte auf einem Notaranderkonto hinterlegt werden, der Unternehmer aber darauf allein keinen Zugriff hat, sondern erst nach mangelfreier Übergabe des Gewerkes usw... Ein Schutz könnte eine Baubürgschaft sein, die etwa 3-4% der Baukosten ausmacht und auch Mängelbeseitigungen umfassen sollte. Ich würde mir bei diesem Kostenvolumen sehr wohl überlegen, ob ich eine unabhängige Baubetreuung beauftrage. Bei den Verbraucherzentralen, z.B. vzbv.de, gibt es die sinnvollsten Informationen einschliesslich der Möglichkeit, sich gegen geringes Entgelt beraten zu lassen. 75.000 € und Dachausbau sind kein Pappenstiel, und was ist, wenn es, wie immer, teurer wird, z.B. 10%? Na?

Ja, da ist wohl was dran und langsam sehe ich das auch immer mehr so. Zumal die Baufirma das Material ja wie gesagt auch nicht sofort bezahlen muß, sondern ebenfalls eine gewisse Frist hat. Laut der Firma soll das ganze Projekt nicht länger als etwa 6 Wochen dauern, was mir ohnehin sehr schnell vorkommt. Und da dürfte es dann wirklich keine Probleme mit den Zahlungsfristen geben, wenn ich alles immer erst dann bezahle, wenn es ordnungsgemäß verbaut wurde. Und zur Bezahlung seiner Mitarbeiter wird der Firmenchef ja wohl nicht nur auf mein Geld angewiesen sein. Teurer kann es am Ende aber nicht werden, den die Firma macht am Anfang schon einen Festpreis, den sie auch garantiert.

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Die Vorauszahlung ist nicht unüblich. Lass Dir aber über die Höhe der Anzahlung eine Bankbürgschaft geben (sollte die Hausbank des Betriebes machen), damit Du im Falle einer plötzlichen Insolvenz des Betriebs nicht das Schicksal anderer Gläubiger teilst.

Wir haben/hatten solche Fälle häufig.

Bei solchen "General-Umbauten" von Geschossen sind immer beide Seiten unsicher, ob Alles wirklich funktioniert.

  1. Zunächst zur Abschlagzahlung/ Anzahlung.

Ja , ist nicht unüblich. Aber die Höhe muss ausgehandelt werden. Ein Drittel ist zu viel. Ich empfehle dringend nachzuhandeln. Mit 10% anfangen und sich auf 15% nachher einlassen. Das reicht aus.

Denn wenn ein Handwerksbetrieb auf 1/3el angewiesen ist, kann das nicht richtig sein.

Auf der anderen Seite muss man auch Handwerker verstehen : Wie oft bleiben sie auf Kosten sitzen u. werden nicht bezahlt. Ich denke 15% ist angemessen.

  1. Vertrag

Haben Sie einen UMFASSENDEN Vertrag gemacht ?

In dem muss unmissverständlich stehen, daß der Auftragnehmer ALLES zur Erreichung des vorgesehenen (und hoffentlich gut beschriebenen ) Ausbauziels OHNE ZUSATZZAHLUNGEN und NACHFORDERUNGEN AUF SEINE KOSTEN zu erstellen hat.

Gut ausformulieren ! Ansonsten kommen Handwerksbetriebe mit VIELEN Nachforderungen, weil angeblich das und das nicht vereinbart gewesen wäre oder dies und das wieder Extra-Wünsche wären....

Hier im Vertrag liegen die wahren Fallstricke der Angelegenheit.

Bitte beim Vertrag viel Mühe geben !!!!!

Sonst gibt´s leider Streit und Ärger.

Alles Gute und gutes Gelingen !!!

Vielen Dank! Nein, einen Vertag gibt es noch nicht. Aber ein gut ausgearbeitetes Angebot zu einem Festpreis. Vor Auftragserteilung müssen allerdings auch noch gewisse Formalitäten geklärt werden. Der Betrieb hätte den Auftrag gerne schon bei der Besprechung des Planes entgegengenommen, aber ich räume mir da schon etwas Zeit ein. Soviel Geld ist ja auch kein Pappenstiel und ich muß mir das auch erstmal in aller Ruhe durchlesen.

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@Franz577

Da wir sowas häufiger gemacht haben, bekommen wir die Verträge schon selbst einigermassen hin.

Aber wenn Jmd. so etwas selten macht, evtl. einen Fachanwalt für Baurecht nehmen u. mit dem einen niedrigen Festpreis von EU 500,-- o.ä. abmachen. Dann soll der den Vertrag in Ihrem Sinn möglichst perfekt machen.

Übrigens, man kann mit Anwälten Honorare aushandeln gem. der neuen Gebührenordnung.

Das ausführliche Angebot kann Bestandteil einer Vereinbarung werden.....

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@OnkelBerni

Ok, aber braucht man bei sowas denn wirklich unbedingt einen Anwalt? Wenn im Vertrag steht, daß der Ausbau schlüsselfertig erfolgt, ein Festpreis gemacht wird und alle Arbeiten aufgelistet sind, dann ist der Handwerker doch daran gebunden.

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Das ist nicht üblich. Ohne Leistung keine Kohle. Schlimmsten Falls geht der Betrieb kurzfristig pleite und du bist deine Kohle los. Such dir einen anderen Handwerksbetrieb.

Zwischenabschläge sind bei solchen Summen üblich.

Aber vorab eine so hohe Anzahlung, bevor überhaupt ein Handschlag getan wurde ?

Davon rate ich dringend ab !

Genau mein Reden

DH

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Danke für all diese Antworten, aber viel schlauer als vorher bin ich nun auch nicht. Manche sagen, sowas ist durchaus üblich, andere raten mir wiederrum davon ab. Was soll ich nun tun?

Daß dieser Betrieb plötzlich pleite geht, kann ich mir nicht gut vorstellen. Das ist eigentlich ein ganz renommierter Betrieb mit gutem Ruf. Und um Schwarzarbeit handelt es sich definitiv auch nicht.

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