Abschiedsbrief und Planung vom Suizid?

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4 Antworten

Weil ich von einer Psychologin (Schule) gerlernt habe das es 2 Arten gibt. Die sozusagen spontanen Suizidgedanken (die natürlich auch in die Tat umgesetzt werden- häufig genug) und die geplanten.

Und bei geplanten wirds für Psychologen heikel. Denn da ist die Wahrscheinlichkeit größer es auch durchzuziehen. Geplant heißt nämlich auch: länger drüber nachgedacht, sich bereits Methoden zurechtgelegt und ausgesucht zu haben und dann sich das Ziel gesetzt zu haben es zu tun.

Und wenn dann noch ein Abschiedsbrief kommt, kann das heißen, das du den Gedanken schon vollends zuende gedacht hast und deine Planung durchführst, dich sozusagen nur nochmal kurz verabschieden willst.

Nicht alle schreiben einen Abschiedsbrief. Der ist nicht zwingend erforderlich, um zu ahnen, dass es derjenige durchzieht.

Sie kann mich aber nicht Zwangs einweisen mit 19 oder

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Die meisten Menschen die ernsthafte Suizidgedanken haben planen alles ins genauste Detail. Sie wollen wenigstens in diesen letzten Momenten die Kontrolle über ihr Leben haben. Mittels einer genauen Planung wollen viele auch sicher gehen, dass es funktioniert. Den Gedanken daran zu scheitern ist für viele der reinste Horror.

Abschiedsbriefe sind oft ein letztes Aufbeugen. Ein letztes Mal wollen viele die Chance nutzen, dass einem zugehört wird, denn solch einen Brief werden alle lesen. Darin steht dann, dass es einem Leid tut, wer daran Schuld ist, oder das eben keiner außer man selbst daran Schuld ist. Abschiedsbriefe sind häufig dazu da um Schuldgefühle zu verbreiten, oder um sie zu vermeiden.

Dein Psychiater hat dir die Frage wahrscheinlich gestellt, weil er wollte, dass du darüber redest. Vielen Menschen wird bewusst, dass es keine Lösung wäre, oder das der Plan den sie haben kein Guter ist. Und das kann dem Patienten helfen.

Genau kann ich das natürlich nicht sagen und er kann aus völlig anderen Gründen gefragt haben. Das ist nur meine Vermutung.

Ein letztes Schlusswort an dich: Selbstmord ist vielleicht eine Lôsung für dich. Jedoch tust du damit denjenigen die dich lieben etwas sehr schlimmes an. Das wäre es mir wäre es das nicht wert, ich könnte das niemandem an tun. Bleib stark. 

Suizid ist endgültig

Da ein Suizid eine endgültige Handlung sein soll wird das meistens akribisch bis ins kleinste detail geplant. Geplant wird der Suizid dem entsprechend auch häufig von Personen die tatsächlich ihr Leben beenden möchten und nicht nur im Affekt aus einer schlechten Situation heraus.

Die Planung und die Wahl der Methode ist eine Wissenschaft für sich denn es gibt Methoden die sehr viel mehr "erfolgsversprechend" sind als andere. Ausserdem benötigt es eventuell eine gezielte Vorbereitung durch das Beschaffen bestimmter Utensilien die für die durchführung der gewünschten Methode benötigt werden.

Ein willkürlicher Versuch es einfach auf die "nächst beste Art" zu versuchen ist mit einem grossen Risiko verbunden, es zu überleben und langfristige körperliche wie psychische Schäden davonzutragen.

Ein Abschiedsbrief ist nicht zwingend notwendig, gibt einem jedoch noch einmal die Möglichkeit sich selbst und sein Handeln zu rechtfertigen und der Familie und den Freunden die möglichkeit zu geben zu verstehen was einem dazu bewegt hat  dies zu tun.

Lg, Anduri87

Hallo Pikiii,

ob nun mit oder ohne Planung und Abschiedsbrief, Fakt ist: Du hast ein Problem und es wäre besser, das zu lösen als über Suizid nachzudenken.

Dennoch auf Deine Frage: Ich vermute, sie wollte damit herausfinden, wie nah Du einem potentiellen Selbstmordversuch bist. Und wie Deine Gedanken dazu sind.

Bitte lasse Dir weiter von Deiner Therapeutin helfen und für den Notfall habe ich noch Links für Dich:

Eine starke Gemeinschaft | TelefonSeelsorge Deutschland

Nummer gegen Kummer: Homepage (de)

Emotions Anonymous | Selbsthilfegruppen für emotionale und seelische Gesundheit

web4health - ärzte online

Borderline Persönlichkeitsstörung | therapie.de

Alles Gute

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