Abriss eines Gartenhauses

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3 Antworten

Ich würde das rechtlich so betrachten wollen:

1) Wem gehört das Gartenhäuschen?Antwort: Bei der Anmietung war das Gartenhaus bereits da. => damit ist es Bestandteil der Mietsache. Es gehört der Gesellschaft, genau wie die restliche Mietsache. Das heißt sie ist für den eventuellen Abriss zuständig und muss auch die Kosten tragen.

2) Wer kann was fordern? Antwort: Die Gesellschaft kann nichts von dir fordern, womit du nichts zu tun hast. Du hast das Gartenhaus nicht errichtet und damit brauchst du keine Genehmigung vorlegen. Es gehört dir ja nicht mal, sondern der Gesellschaft. Die können ja auch keine Baugenehmigung für deine Wohnung von dir Verlagen. Das ist ihre Aufgabe, die zu haben.

3) kann ein Abriss verlangt werden?Antwort: Die Gesellschaft kann nichts abreißen, was sie dir zur Nutzung vermietet hat, ohne dafür eine Kompensation zu leisten. Da das Gartenhaus bei der Anmietung mit vermietet wurde, kann sie es zwar auf eigene Kosten abreißen, muss dir aber dann für den geringeren Nutzwert des Gartens eine Mietminderung zugestehen, oder eine neue baugenehmigte Laube hinstellen.

Hinweis: Der Abriss der Laube kann verlangt werden, wenn für sie keine behördliche Baugenehmigung vorliegt. Aber als Mieter kannst du darauf vertrauen, dass alle baulichen Einrichtungen ordnungsgemäß baugenehmigt und abgenommen und deshalb sicher sind. das gilt für das Haus wie für die Laube. Sollte die Laube aus behördlichen Anordnungen abgerissen werden müssen, dann steht dir trotzdem ein Mietminderungsrecht wegen des geringeren Nutzwertes der Mietsache zu, denn du bist für die behördlichen Genehmigungen der Mietsache nicht zuständig.

Ich würde mit dem Verwalter das so besprechen und ihm auch gleich sagen, dass einige andere Mieter aus dem Haus, wie Leute aus deinem Bekanntenkreis und der Umgebung bestimmt bereit sind, als Zeugen dafür aufzutreten, dass die Laube schon weit vor deinem Einzug da stand. Damit dürfte dann auch sehr schnell geklärt sein, was du gemietet hast, auch wenn die Laube nicht explezit erwähnt ist.

Ggf. empfehle ich die Anwälte des Mieterschutzes oder der Verbraucherzentralen.

Viel Erfolg

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Habt ihr damals bei Einzug ein Übergabeprotokoll erstellt/erstellen lassen?

Ist das gartenhäuschen ev. im Mietvertrag erwähnt?

Wenn ja, dann die vermietergesellschaft darauf verweisen, dass man euch die Wohnung inclusive Gartenhäuschen auf der Parzelle vermietet hat.

DANN ist die Vorlage einer Genehmigung nicht erforderlich!

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Kommentar von gartenfrieda
21.06.2011, 12:26

Nein, leider nicht.Weder Garten noch Haus wurden im Mietvertrag aufgeführt.Von 6 Parteien, hat einer bei Neueinzug an die Genehmigung gedacht und sich eine erteilen lasssen.Die anderen wurden seit 15-20 Jahren noch nie beanstandet.Ausserdem haben wir das alte marode Haus auf eigene Kosten durch ein neues ersetzt.Auch dies wurden bei Begehungen nie beanstandet.Erst jetzt, durch denÄrger mit dem Toilettenhaus.

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Wie willst du der gesellschaft denn einen Beleg bringen, dass der Bau damals genehmigt war - hat doch dein Vormieter gemacht, oder?

Ausserdem müßte das der Vermieter ja noch wissen, ob er;s genehmigt hat....

Gibt's nach 13 Jahren nicht sowas wie Bestandsschutz?

Sollen alle Schuppen abgerissen werden?

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