Abrechnung von Nachtspeicherheizung über Stromkosten zulässig?

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7 Antworten

Auf das Vorhandensein dieser Heizung wurde im Angebot hingewiesen, aber im Mietvertrag wurde nichts erwähnt.

Im Mietvertrag muss da auch nichts stehen. Du hast das Angebot gelesen, die Wohnung besichtigt und den Zustand so hingenommen. Damit war Dir klar, dass die Wohnung beheizt werden kann und auch wie.

Dort sind nur Miete und Nebenkosten angegeben und "Strom nach Verbrauch"

Also, wie überall. Könnte es sein, dass es Dir aufgefallen ist, dass die Nebenkosten im Vergleich zu ähnlichen Wohnungen sehr niedrig ausgewiesen wurden?

Strom nach Verbrauch zeigt unmissverständlich auf, dass Du das zu bezahlen hast, was Du an Strom verbrauchst. Wofür, ist egal.

Ich bin nun davon ausgegangen, dass Stromkosten nur Licht und alles, was ich in die Steckdose stecke ausmacht.

Wie in den meisten Wohnungen, ist z. B. auch der Strom für den E-Herd, den Du wohl kaum selbst ansteckst, auch Bestandteil des Stromverbrauchs. Die Nachtspeicherheizungen sind auf ähnliche Weise mit dem Stromnetz verbunden, wie Dein E-Herd.

Ich kenne es so, dass Heizkosten und Warmwasser über die
Nebenkostenabrechnung laufen.

Du kennst es so. Andere kennen es durchaus auch anders. Z. B. all jene, die eine eigene Gastherme mit eigenem Gaszähler in der Wohnung haben oder alle diejenigen, die mit Holzeinzelöfen heizen. Die müssen auch selbst für den Brennstoff sorgen, selbst das Gas bezahlen, so wie Du selbst den Strom für die Heizung zahlen musst.

Daher empfinde ich das als nicht zulässig,
mir auch noch diese Kosten aufzudrücken.

Deine Empfindungen sind aber nicht Maßstab für Gesetz und Verträge und sich daraus ergebende Zahlungsverpflichtungen.

Ich überlege nun, die Miete einzubehalten, bis ich eine Rechnung vom
Stromanbieter erhalten habe und die meiner Meinung nach unzulässige
Umlegung auf die Stromkosten antsprechend abziehen kann.

Das ist keine gute Idee. Angenommen, der Stromversorger erstellt erst gegen Ende des Jahres die Abrechnung oder gar erst im nächsten Jahr, dann darfst Du spätestens Anfang Mai mit der fristlosen Kündigung und allen sich daraus ergebenden Konsequenzen rechnen.

Ist das zulässig oder was sollte ich stattdessen tun?

Ist es nicht (s. o.).

Was Du tun kannst? Der Frühling kommt. Heizung aus und stattdessen warm anziehen. Darüber hinaus möglichst bald eine andere Wohnung suchen und umziehen.

Und natürlich: Immer brav Miete und Strom bezahlen.

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Kommentar von Blindi56
03.03.2017, 11:51

In fast jeder anderen Wohnung wird man auch für einen DLH Stromkosten zahlen müssen (oder eben Gas oder Fernwärme für Heizung und WW)...

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Kommentar von Saenic
03.03.2017, 11:52

Danke für die ausführliche Antwort.

Dass meine Empfindung nicht Gesetz ist, ist mir klar. Aber es gibt auch Gesetze und auch welche, die Nachtspeicherheizungen betreffen. Der Bundestag hat sogar mal überlegt, diese komplett abzuschaffen, weil sie Stromfresser sind.

Was das warm anziehen betrifft, nun ist schon fast Frühling ;) Im Winter habe ich heizen müssen und die Wohnung war kaum über 20°C warm. Das werde ich nun als Anlass nutzen, um die Miete zu kürzen. So habe ich immerhin etwas.

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Kosten für Heizung und Warmwasser sind in dem Fall doch nicht in den Betriebskosten die Du an den Vermieter zahlst enthalten.

Folglich hat er nichts damit zu tun.

Das ist vollkommen in Ordnung und zulässig.

Ich überlege nun, die Miete einzubehalten, bis ich eine Rechnung vom
Stromanbieter erhalten habe und die meiner Meinung nach unzulässige
Umlegung auf die Stromkosten antsprechend abziehen kann. 

Toll!

Spätestens nach 2 Monaten nicht gezahlter Mieter bekommst Du die fristlose Kündigung.

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Kommentar von Saenic
03.03.2017, 11:32

Ich habe die Wohnung sowieso schon gekündigt. Mir geht es um den Fakt, ob der Vermieter darauf hinweisen muss, dass die Heiz und WW Kosten in den Strom Kosten enthalten sind.

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"Daher empfinde ich das als nicht zulässig, mir auch noch diese Kosten aufzudrücken."

Das sind doch Ihre Kosten, die Sie verursacht haben und selbstverständlich auch bezahlen müssen.

Selbstverständlich kann man Nachtspeicherheizungen über den Strom mit abrechnen. Das sind doch Stromheizungen und es fallen Stromverbrauchskosten an.

Nach Wünschen und Forderungen der Partei "Die Grünen" soll es in Zukunft am besten nur noch Stromheizungen geben, wie auch Autos, betrieben von Windkraft und Sonne. Genau diese "Wünsche" und Forderungen dieser Partei machen den Strom so teuer aufgrund des Erneuerbaren Energie Gesetz.

Wenn Nachtspeicher also hohe Kosten verursachen und verursachen werden, so ist nicht der Vermieter schuld, sondern man muss wohl überlegen wo man sein Kreuz bei den nächsten Wahlen macht.

Ihre Stromabrechnung müssen Sie bezahlen, da führt kein Weg dran vorbei.

 

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du zahlst deinen Strom alleine, 

dass eine Elektroheizung auch Strom verbraucht, und bei WW der DLH ebenso Strom benötigt müsste jedem Klar sein. 

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Kommentar von Saenic
03.03.2017, 11:31

Strom ist für mich bisher immer (wie bereits geschrieben) das, was ich an die Steckdose anschliese gewesen. Auf das Vorhandensein eines DLEH wurde ich nicht hingewiesen.

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Das ist völlig normal, den Strom für die Heizung zahlt man beim Stromanbieter. Es gibt beim Stromanbieter spezielle Verträge für das Heizen mit Nachtspeicher, dann ist der Strom nachts billiger.


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Ist das nicht egal, ob der Vermieter über die Nebenkosten eine Strompauschale für die Heizung erhebt, oder Du das gleich korrekt abgerechnet beim Stromanbieter bezahlst? Es läuft doch über den selben Zähler wie Dein anderer Strom. Wie soll der Vermieter das dann bitte nachhalten?

Das ist vollkommen normal so.


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Kommentar von Saenic
03.03.2017, 11:30

Hier geht es mir darum, dass die Nebenkosten eben geschätzt werden und im Brutto Mietpreis enthalten sind. Dieser wird auf Vergleichsportalen eben zum Vergleichen genutzt. Hätte ich es vorher gewusst, dass die Heiz- und Warmwasser Kosten über den Strom zu zahlen sind, hätte ich die Wohnung u.U. nicht gemietet.

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Kommentar von Saenic
03.03.2017, 11:35

Die Besichtigung wurde vom Vormieter durchgeführt und da wurde ich nicht auf den Fakt hingewiesen, dass die Nachtspeicherheizung und der Durchlauferhitzer über die Stromrechnung abrechnet wird.

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Wenn du eine Elektroheizung hast, ist die Abrechnung über die Stromrechnung zulässig.

Ein seperater Stromzähler wird nicht benötigt.

Vermutlich wird die Stromrechnung über deinen Vermieter abgerechnet?  Dann muss nicht zwischen den einzelnen Verbrauchern aufgeschlüsselt werden.

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Kommentar von Saenic
03.03.2017, 11:58

Nun ja, die Heizkosten werden aber nach einem 70/30 Schlüssel aufgeteilt, da man ja mit seiner Heizung auch noch die Nachbarwohnung heizt.

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