Abrechnung der Rentenversicherung durch Arbeitgeber bei Minijob

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Also, bei einem Mini Job ist es nicht möglich in der Einkommensteuererklärung die entsprechenden Werbungskosten zu erklären. Da hat dir dein Arbeitgeber eine falsche Auskunft gegeben.

Die Sache mit den Fahrtkosten ist gar nicht so abwegig. Auch wenn es hier mal wieder den Großteil überrascht. Der Arbeitgeber kann auch bei Mini Jobs die Fahrtkosten erstatten (und pauschal besteuern).

Dies kann z.B. dazu führen, dass ein Minijobler 450 Euro verdient und dazu noch den Betrag x als Fahrtkosten bekommt. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe von "Aufwendungen" die der Arbeitgeber übernehmen kann.

Wie gesagt, dazu muss man sich ein wenig auskennen. Es ist ja ein gängiges Problem. Weil viele Arbeitnehmer bzw. Arbeitgeber diese "Gestaltungen" ausnutzten. Die Zahlungen sind nicht "freiwillig und ohne Gegenleistung". Oft wird diese Gestaltung missbraucht. Der Arbeitnehmer verdient schon 450 Euro und möchte mehr verdienen. Aus verschiedenen Gründen, möchte er aber in den Grenzen der Mini Job Regelungen bleiben. Dann werden die Arbeitgeber und Arbeitnehmer "kreativ".

Fazit: Als Werbungskosten kannst du die Fahrtkosten nicht absetzten. Dein Arbeitgeber könnte dir innerhalb der gesetz. Bestimmungen die Fahrtkosten ersetzen, muss es aber nicht.

vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast für so eine ausführliche und plausible Erklärung.

0

Der Arbeitgeber zahlt deinen Beitragsanteil von 3,7 % gemeinsam mit seinem Anteil von 15 % an die Minijob-Zentrale. Dein Anteil wird von deinem Gehalt einbehalten.

Der Hinweis des Arbeitgebers, dass du deine Fahrtkosten im Lohnsteuerjahresausgleich geltend machen kannst, ist natürlich nicht richtig.

Da du keine Steuern zahlst, kannst du auch keine Fahrtkosten geltend machen. Aber auch der Arbeitgeber ist nicht zur Übernahme verpflichtet, sondern es ist allein dein Problem, wie du zur Arbeitsstelle kommst und die Kosten musst du tragen.

Fahrtkosten von Wohnung zum Arbeitsplatz und zurück sind immer reines privat vergnügen. Er hat recht.

Du zahlst in diesem Fall nicht nur RV Beiträge sondern auch KV und PV Beiträge und Lohnsteuer. Deshalb kannst du deine Fahrtkosten in der Lohnsteuererklärung in der Anlage N geltend machen.

Steuerkarten gibt es schon lange nicht mehr.

Was überlesen? Es geht um einen Minijob!

Kurze Bemerkung am Rand: Es geht hier Steuer. Da beißt sich der Hinweis, dass "Fahrtkosten privat vergnügen" sind und der Hinweis, dass man "Fahrtkosten in der Anlage N als Werbungskosten" gelten machen kann.

0
@Hefti15

Was überlesen? Er hat geschrieben dass er vom Minijob RV Beiträge abgezogen bekommt.

dann hat er sich gegen die pauschale Abgabenreglung entschieden Dann gilt:

Wählt der Arbeitgeber für einen Minijob nicht die pauschale Lohnsteuererhebung, so ist die Lohnsteuer vom Arbeitsentgelt nach Maßgabe der Lohnsteuermerkmale, die dem zuständigen Finanzamt vorliegen, zu erheben. Die Höhe des Lohnsteuerabzugs hängt von der Lohnsteuerklasse ab. Bei den Lohnsteuerklassen I (Alleinstehende), II (bestimmte Alleinerziehende mit Kind) oder III und IV (verheiratete Arbeitnehmer/innen) fällt für das Arbeitsentgelt bis 450 Euro keine Lohnsteuer an; bei den Lohnsteuerklassen V oder VI erfolgt hingegen schon bei geringen Arbeitsentgelten ein Steuerabzug.

Schaue auch www.Minjobzentrale.de

Fahrtkosten von zu Hause zum Arbeitsplatz und zurück sind immer privat vergnügen. Wie erwähnt kannst du diese beim Steuerausgleich in der Anlage N geltend machen. Sie verringern dann dein zu versteuerendes Einkommen, aber du bekommst das Geld für die Fahrten nicht 1:1 zurück.

0
@Griesuh

Ein wenig aufmerksamer lesen und schon hat man weniger Probleme.

Witzig, du hast die richtige Seite gefunden aber nicht den richtigen Link:

http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/09_versicherungspflicht_rv/node.html

Jetzt mal nachlesen, was es mit den 3,7% Rentenversicherung auf sich hat!

Er hat sich eben nicht gegen die pauschale Abgabenreglung entschieden!

Kann es ein, dass du dich schon eine Weile nicht mit dem Thema beschäftigt hast? Dass du aus der Sachverhaltsdarstellung 3,7% Rentenversicherungsbeitrag den ganz falschen Schluss gezogen hast?

0
@Hefti15

Wenn du meinst. Ja ich ging davon aus, dass er sich gegen die Pauschaleabgabe des Minjobs ausgesprochen hätte.

0

eine Steuerkarte gibt es auch nicht mehr. geht es jetzt eigentlich um die Rentenversicherung oder um die Fahrkosten?

Ist wohl klar, dass er eine Abgrenzung zum "normalen" Arbeitsverhältnis gemeint hat.

0

Wenn Dich Dein Arbeitgeber angemeldet hat, dann bezahlst Du/er ja automatisch in die Rentenversicherung ein. Darüber hinaus kannst Du auch noch freiwillige Beträge zahlen.
Infos dazu gibts bei der Minijobzentrale.
Das mit dem Fahrgeld weiß ich nicht. Denke mal, die Fahrkosten musst Du selber tragen.
Habe nie gehört, dass die von jemanden übernommen werden.

Ich glaube dies hat sich geändert. Man zahlt nicht mehr "freiwillig" in die Rentenkasse einen Eigenanteil ein, sondern dies ist jetzt der Grundsatz. Man zahlt ein, kann dies aber "abwählen". Früher (ich glaube vor dem 01.01.2013) war es andersherum. Da hat man Grundsätzlich keinen Eigenanteil gezahlt, konnte aber dazu optieren.

0
@Hefti15

Hat ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer bei der Minijobzentrale angemeldet, so zahlt er auch Rentenbeiträge ein für ihn. ZUSÄTZLICH kann der Arbeitnehmer freiwillig selber aufstocken. Das ist schon lange so.

0
@Koifrau

Nein, Koifrau, dass stimmt so nicht. Es ist seit 2013 genau andersherum. Man zahlt grundsätzlich und kann es abwählen!

0
@Koifrau

Was soll ich darauf antworten? Ich kann nur die mir bekannte Rechtslage darstellen.

Wie schon einmal gemacht, hier der entsprechende Link:

http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/09_versicherungspflicht_rv/node.html

Was den Gesetzgeber zu dieser Änderung bewogen hat, kann ich leider nicht mehr nachvollziehen. Ich muss aber auch zugeben, dass ich seinerzeit mich nicht großartig mit der entsprechenden politischen Diskussion befasst habe.

0

Was möchtest Du wissen?