Aboticket für bus und Bahn funktioniert noch ohne dafür zu zahlen?

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1 Antwort

Hat sich das Abo möglicherweise automatisch verlängert?

Normalerweise werden bei elektronischen Fahrausweisen, auf denen Zeitkarten gespeichert sind, Start- und Endedatum gespeichert. D. h. abgelaufene Abos (und damit Ungültigkeiten) können erkannt werden, ohne dass es einer zusätzlichen Sperrliste bedarf.

Eine Sperrliste gibt es dann noch zusätzlich. Die wird periodisch in die Kontrollgeräte eingespielt. Wird aber normalerweise nur genutzt, um damit verlorene/gestohlene Karten "abschalten" zu können.

DennisWeber 01.07.2017, 20:27

Abo wurde gekündigt, nun habe ich aber das ticket noch nicht zurückgegeben. Geld wird nicht abgebucht aber das ticket funktioniert

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dan030 01.07.2017, 20:28
@DennisWeber

Hast Du ein NFC-fähiges Smartphone? Zumindest unter Android gibt es eTicket-Apps, die die Daten in einigen Verkehrsverbünden auslesen und ausgeben können. Dann kannst Du ja selbst mal nachschauen, was auf Deiner Karte überhaupt gespeichert ist.

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DennisWeber 01.07.2017, 20:37

Auf dem Ticket wird nur die Kundennummer, Name und Vorname gespeichert. Ich hatte das einmal dem Kundencenter nachgefragt. Anscheinend hängt alles von den Ticketprüfgeräte ab. Die müssen über das Internet die Daten abrufen, ansonsten kann ich mir das anders nicht vorstellen

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DennisWeber 01.07.2017, 20:58

Habe mittlerweile die Daten abgelesen aber es zeigt die Daten verschlüsselt an. Das ist eine Hexa Zahl

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dan030 01.07.2017, 21:48
@DennisWeber

D. h. das Leseprogramm erkennt die Karte als eine "dumme" Speicherkarte, und nicht als eine intelligente Chipkarte?

Das ist erstaunlich. Wo werden diese Karten ausgegeben?

Die allermeisten Verkehrsunternehmen, die heute schon elektronische Fahrausweise im Umlauf haben, setzen auf einen bestimmten VDV-Standard, bzw. setzen ihn zumindest so mehr oder weniger halbherzig um. Und da gibt es dann spezielle Ausleseprogramme für. Diese Standardprogramme wie die NXP-Tools bringen Dir da nicht viel, eher könntest Du Glück haben mit mytraQ und Konsorten. Hängt aber halt ein wenig davon ab, wo die Karte ausgegeben wurde. Im Zweifelsfall muss man sich das eben selbst programmieren...

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DennisWeber 04.07.2017, 09:44

wie "intelligent" soll eine Karte den sein? Die Karte ist nichts anderes als ein Speicher mehr nicht. Bei meinem Fall war es eine Abokarte die kein Ablaufdatum hatte und ich jederzeit kündigen konnte. Wie soll die Karte erkennen wann ich gekündigt habe? logische Schlussfolgerung: Die Prüfgeräte sind entscheidend

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dan030 04.07.2017, 12:14
@DennisWeber

eTickets nach VDV-Standard sind "intelligente" Chipkarten. "Intelligent" bezieht sich darauf, dass sie eben keine reinen Speicherkarten sind, sondern mehrere getrennte Speicherbereiche zur Verfügung stellen, auf die nur mit kryptographisch abgesicherter Legitimation zugegriffen werden kann.

Das wird in mehrerlei Richtung genutzt:

- Zum einen stellt die Karte von sich aus sicher, dass nur befugte Ausgabestellen da überhaupt reinschreiben können.

- Weiterhin wird damit sichergestellt, dass geprüft werden kann, ob es sich um eine "Originalkarte" oder um eine "Fälschung" (Kopie) handelt.

- Außerdem werden Ticketdaten und personenbezogene Daten nochmal voneinander getrennt, auch was Zugriffsrechte angeht. So kann beispielsweise ein Kontrolleur das aktuell(!) gültige Ticket (d. h. Preisstufe, Gültigkeit) sehen, nicht aber persönliche Daten wie z. B. die Anschrift des Ticketinhabers.

Es gibt dann noch ein paar weitere Features wie z. B. ein "letzte Fahrten"-Protokoll, was ursprünglich mal dazu gedacht war, dass sein Fastgast selbst seine Abrechnung (bei "pay per usage"-Karten, was auch vorgesehen ist im Standard) kontrollieren kann. Dieses Feature ist aber auch schon in die Negativschlagzeilen gekommen, weil z. B. bei Zeitkarten so ein Protokoll ungefragt angelegt wurde und von Datenschützern hinterfragt wurde.

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