Abnehmen und Muskelaufbau durch Proteinshakes?

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4 Antworten

Hallo! Der Ansatz mit dem Protein ist schon falsch. 

Der durchschnittliche Deutsche nimmt lt. Untersuchungen ca. 150% der für ausgiebige sportliche Aktivität notwendigen Menge an Eiweiß mit der normalen Nahrung auf. Bestätigt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Oder : Zitat von Prof. Dr. Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln.

Frage : Mit Proteinpulver baue ich schneller Muskeln auf?

Antwort von Prof. Dr. Ingo Froböse :

Falsch, wir brauchen „nur“ 0,8 bis 1 Gramm Eiweiß pro Tag und Kilo Körpergewicht, der Überschuss landet im Fettdepot, schädigt die Nieren. Zum Muskelaufbau reicht eine ausgewogene Ernährung aus<

Hat man solche Probleme mit dem Gewicht dass man diese nicht mit Kraftsport alleine bewältigen kann, so braucht man zusätzlich eine sportliche Aktivität mit einem optimalen Kalorienverbrauch. Optimal zur Fettverbrennung sind der Crosstrainer, das Laufband und Joggen. Trainingszeit mindestens 1/2 Stunde und nicht zu schnell, damit man im aeroben Bereich mit guter Fettverbrennung bleibt. Ist das Tempo zu hoch, schaltet der Körper teilweise von Fettverbrennung auf Kohlenhydrate um, weil diese schneller verfügbar sind. Du verbrennst dann zwar auch leicht mehr Fett, aber mit einem ungleich höheren Aufwand und weniger gesund.

Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg - schönen Sonntag..

Es ist dennoch komisch, dass die gesamte Fitnessszene, eben die die auch gut aussehen, auf Eiweiß schwören. Die Wissenschaftler hingegen verweisen auf theoretische Studienergebnisse mit ihren lauchigen Ärmchen.

Und das Thema mit "Schädigung der Nieren" wurde schon lange widerlegt. (Ausnahme, Sportler die bereits Nierenprobleme haben!)

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@Stahlers

meine lauchigen Ärmchen  - ich nenne bewußt keine konkrete Zahl weil es mir nicht wichtig ist - haben über 45. 

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Also theoretisch geht auch beides, der Körper wird nach dem Training immer versuchen die Muskeln zu reparieren und sie hinterher etwas stärker zu machen. Wenn du keinen Kalorienüberschuss hast, geht das allerdings ziemlich langsam.

Vor allem sind hier dein Trainingsfortschritt und dein Körpertyp wichtig. Je mehr Muskeln du bereits hast, desto schwerer hat es der Körper noch mehr zuzulegen. Bei einem sehr guten Stoffwechsel, dem endomorphen Körpertyp (kräftig gebaut, viel Fett und Muskeln), kann es durchaus Sinn machen den Hauptfocus der Ernährung auf Proteine zu setzen und ein wenig mit den Kohlenhydraten zu sparen.

Übrigens... wenn dein Körper über einen längeren Zeitraum (etwa ab 1 Woche) deutlich zu wenig Nährstoffe kriegt, fängt er an Muskeln statt Fett abzubauen um Energie zu sparen.

Ich bin 1.84 gross und wiege 94 kg. Durch meine Arbeit als Maurer habe ich auch etwas an kraft zugelegt und bin daher eher breiter und Muskulöser vom Oberkörper her. Aber da eben die Arbeit Körperlich anstrengender ist Esse ich auch ziemlich viel so dass ich eben jetzt einen kleinen Bauch habe. Den würde ich eben gerne wegbekommen und wenn möglich eben noch ein weni kraft zulegen.

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@fussballfreund

Ich geb dir mal meine Standardtipps für den gesunden und nachhaltigen Fettabbau:

  • Viel (und am besten ausschließlich) Wasser trinken, 3l täglich als Orientierung. Tee, Kaffee sind ok, Limonade, Saft, Bier etc. möglichst selten.
  • Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel einer guten und erfolgreichen "Diät". Obst, Gemüse, Salat, mageres Fleisch, Fisch und Vollkornprodukte sind dafür essentiell. Von Süßigkeiten, fettigen Speißen und Fertigprodukten (sowas wie Dosenmais ist natürlich ok) sollte man sich fernhalten, diese enthalten nicht nur Zusatzstoffe sondern meist auch viele versteckte Nährstoffe um sie geschmacksintensiver zu machen.
  • Im Idealfall sollte man frisch kochen. Das kann jeder Idiot mit ein bisschen Übung und eine große Portion für die nächsten Tage kaltzustellen, hilft nicht jeden Tag lange kochen zu müssen.
  • Wichtig ist, nicht zu wenig zu essen. Konfrontiert man den Körper mit einer Hungersnot fährt dieser den Kreislauf runter um den Verbrauch zu senken, nach der Diät erhöht sich dieser nur sehr langsam (12 - 18 Monate) und man nimmt wieder zu (Jojo-Effekt). Jeden Tag mindestens den Grundumsatz essen! Dieser lässt sich ganz leicht berechnen: Normalgewicht (Größe - 100) x 1,0 (1,1 für Männer) x 24. In etwa so viel braucht der Körper jeden Tag um die wichtigen Organe, Muskeln etc. zu versorgen.
  • Iss 3 Mahlzeiten pro Tag mit min. 3 (besser 5) Stunden dazwischen. Spar dir die Zwischenmahlzeiten (das gilt auch für Cappucino, Cola etc.), diese erhöhen den Insulinspiegel und fördern die Fetteinlagerung.
  • Sport ist wichtig zum abnehmen, das gilt sowohl für Krafttraining als auch für Ausdauereinheiten. 1kg Muskeln verbraucht im Ruhezustand etwa 100 kcal pro Tag, außerdem fördert Krafttraining auch den Verbrauch der bereits vorhandenen Muskeln.
  • Beim Ausdauertraining gibt es ein paar Dinge zu beachten. Joggen, Radfahren, Schwimmen, alles bei dem du konstant in Bewegung bist, ist gut zum abnehmen. Mach lange Übungen, 45 - 60min sind empfehlenswert, der unfitte Körper braucht eine Weile bis er wirklich Fett verbrennt. Übertreib es nicht, Fett wird nur verbrannt wenn der Körper genug Sauerstoff hat (also nicht wenn du nach Luft ringst/Seitenstechen hast), außerdem geht durch Überanstrengung der Trainingseffekt verloren.
  • Noch ein Hinweis für alle Ungeduldigen... man sollte etwa 2kg Fett pro Monat abnehmen, alles andere ist ungesund und führt zum Jojo-Effekt, du hast dir die Kilos ja auch nicht in 2 Wochen angefressen.

Erwarte keine Luftsprünge was dein Krafttraining angeht während du abnimmst, erst recht wenn du schon etwas muskulöser bist. Geh das Ganze langfristig an (die Ratschläge oben gelten auch für nach der "Diät"), dann verhinderst du dass du in 1 Jahr wieder die selben Probleme hast :-)

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Muskelaufbau ist ein anaboler Prozess und damit sicher der Körper überhaupt leisten kann Muskeln aufzubauen, braucht man einen Kalorienüberschuss.

Deswegen ist beides nicht möglich, entweder Aufbau oder Abbau. Ein Haus kannst du auch nicht bauen und zur gleichen Zeit Abreißen.

Deine Überlegung kann nur falsch sein, schließlich hast du anscheinend keine Ahnung von Sportwissenschaft.  Prof. Dr. Froböse stellt viele qualifizierte Zusammenfassungen solcher Themen einfach erklärt und verlässlich ins Netz, ideal für Einsteiger. Auf "Experten" im Internet oder "Experten", die nur eine Fitnesstrainerlizenz vorzeigen können, solltest du nur im Zweifelsfall hören.

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