Abmeldung aus Deutschland, Krankenversicherungspflicht?

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Wenn du deine Wohnung in Deutschland auflöst und dich beim Einwohnermeldeamt abmeldest, kann die Krankenversicherung aufgelöst werden.

Die Krankenkasse benötigt dafür eine Abmeldebescheinigung vom Einwohnermeldeamt.

Wunderbar. Weißt du zufällig den Paragraphen im Gesetzbuch oder hast du einen Link, damit ich mir die Rechtslage nochmal genau durchlesen kann? Habe leider im Internet nichts finden können.

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@OneQuest

Nur wenn man in Deutschland mir Hauptwohnsitz gemeldet ist, besteht die Pflicht eine Krankenversicherung GKV oder PKV zu haben.

Wenn du dich in Deutschland abmeldest und auswanderst greift das Sozialgesetzbuch V nicht mehr.

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@Apolon

Demnach könnte ich sogar noch einen Zweitwohnsitz in DE haben und wäre trotzdem nicht Krankenversicherungspflichtig, solange ich weniger als 6 Monate pro Jahr in Deutschland bin?

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@Apolon

Versicherungspflicht besteht nur, wenn man sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Oder sehe ich das falsch?

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@ClochardFranken

Du kannst keinen (offiziellen) Zweitwohnsitz in Deutschland haben, wenn Dein Hauptwohnsitz im Ausland ist. Du kannst hier gemeldet bleiben oder eben nicht. Entweder - oder. Deine KV kannst Du abmelden, wenn Du Dich komplett ins Ausland abmeldest.

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@ClochardFranken

Nein, jeder der in Deutschland lebt wird dazu gewzungen sich zu versichern. Wenn du dies nicht tust wirst du zwangsläufig irgendwo versichert und wenn du diese Versicherung nicht zahlst steht das Hauptzollamt vor deiner Haustür und pfändet dir alles weg, was nicht niet- und nagelfest ist.

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@OneQuest

Hey OneQuest

Keine Ahnung wo du deine recht seltsamen Informationen her hast.

Fakt ist, weit über 100 000 Mensch in Deutschland sind nicht krankenversichert, das wurde bereits 2014 dokumentiert.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ohne-krankenschutz-die-unversicherten/10691928.html

Was dein Auswandern angeht, ich sehe dein Vorhaben mit gewisser Sorge. Du wirkst uninformiert, die Einstellung zu deiner Gesundheit bzw. Arbeitskraft ist leichtsinnig. 

Genug Geld? Was ist genug, woher weißt du was das Leben kostet-ohne Eltern? 

Hast du bereits einen Job und eine Wohnung am Ort deiner Wahl? Sprichst du die Sprache? 

Was sicher ist,du verzichtest auf das wichtigste-den Krankenschutz. Bereits ein Unfall kann ich ein Leben lang ruinieren. 

Aus der KV rauszukommen ist eine Sache von 5 min. Kündigen und fertig. 

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@LouPing

Das sind keine recht seltsamen Informationen, sondern Tatsachen, die ich am eigenem Leibe erfahren musste.

Ich habe nie einen Vertrag bei einer Krankenversicherung unterschrieben. Wurde irgendwann einfach angeschrieben, dass ich dort jetzt Pflichtversichert bin und jeden Monat Summe X bezahlen muss.

Als ich nach der Rechtsgrundlage gefragt habe, wurde dies mit der KV-Pflicht begründet und ich habe die Gesetzestexte auch nachgelesen. Steht alles im Sozialgesetzbuch.
Als ich die Zahlung verweigert habe kam dann Post vom Hauptzollamt: "Vollstreckungsankündigung"
Habe dann gezahlt und zahle seitdem.

Die einzige möglichkeit aus der KV rauszukommen ist, sich eine andere KV zu suchen oder eben auszuwandern.

Sonst wäre es ja keine Pflicht. Du kannst ja auch nicht einfach deinen Rundfunkbeitrag oder deine Steuern kündigen.
Es sind Pflichtabgaben, zu denen du in diesem Land gezwungen wirst und gegen die du dich nicht wehren kannst.
Ist zwar traurig, aber leider war.

Um deine anderen Fragen noch zu beantworten:
Genug Geld  - ja, im 6-stelligem Bereich
Wissen was das Leben kostet - ja
Job habe ich bzw ich arbeite im Internet, also kann von überall aus arbeiten.
Wohnung habe ich noch nicht, sollte aber kein Problem sein.
Sprache spreche ich fließend.

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@ClochardFranken

Ja, das siehst du falsch.

Auch jeder Selbständige, oder Beamter der in Deutschland mit Hauptwohnsitz gemeldet ist muss eine Krankenversicherung abschließen.

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@OneQuest

Nein, jeder der in Deutschland lebt wird dazu gewzungen sich zu versichern.

Wie kommt man nur auf so eigenartige Ideen?

Nein, denn auch die US-Streitkräfte leben in Deutschland und benötigen keine deutsche Krankenversicherung.

Sie sind auch nicht mit Hauptwohnsitz hier gemeldet.

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@Apolon

Mit "jeder in Deutschland lebt" meinte ich jeden, der seinen Hauptwohnsitz in Deutschland hat.

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Hallo OneQuest,

wenn Du genug Eigenkapital für den Notfall hast, dann sollte es auch für die monatliche Krankenversicherung reichen, oder?

Anders gefragt: Was ist für Dich ein Notfall? Unfall mit langer Nachsorge, Krebserkrankung, Diabetes, Hirntumor, Herzinfarkt, Schlaganfall? Manchmal reicht auch ein komplizierter Bruch, wenn Du vom Bordstein kippst, um dich für einiges an Geld außer Gefecht zu setzen.

Mach Dich auch mal in Deinem Zielland kundig, was ein Tag auf der Intensivstation kostet. Hast Du das wirklich bis zu Ende durchgerechnet? 

Ich weiß ja nicht, wie alt Du bist, aber es gibt durchaus fiese Krankheiten, die man auch in jungen Jahren bekommen kann und die richtig teuer werden können. Und irgendwann ist eben auch der Lack ab. Je jünger Du bist, desto weniger Lust hast Du vielleicht auch, dann wegen einer medizinischen Versorgung langfristig gesundheitlich doof dazustehen.

Viel Spaß beim Rechnen und eine gute Gesundheit, egal wie Deine Entscheidung sein wird.

Anja

Hallo Anja,

Natürlich reicht mein Kapital und mein monatliches Einkommen für eine Krankenversicherung. Aber was ist das denn für eine Argumentationsgrundlage? Ich buche mir doch auch keine Putzfrau, obwohl ich sie nicht brauche, nur weil mein Kapital dafür theoretisch ausreichen würde. Das eine hat doch mit dem anderen rein gar nichts zu tun.

Generell habe ich gegen Krankenversicherungen oder Versicherungen im allgemeinen nichts einzuwänden und finde es sehr gut, dass es Versicherungen gibt.

Wogegen ich etwas habe ist die Pflicht eine Krankenversicherung zu besitzen und diverse andere gesetzliche Regilierungen, die einen freien Markt in der Krankenversicherungsindustrie unmöglich machen.

Außerdem:

- Muss ich mit meinem gesunden Lebensstil für alle Versicherten mit ungesundem Lebensstil (die dadurch häufiger krank werden) mitbezahlen.
- Muss ich für Chemotherapien, Transplantationen und diverse andere extrem teure Operationen und Therapien für andere Versicherte mitbezahlen, obwohl ich persönlich diese als Versicherter niemals in Anspruch nehmen würde.
- Muss ich für Geschlechtsumwandlungen und diverse andere Dinge mitbezahlen, die ich persönlich nicht für gesundheitlich relevant halte.

Um hier nur mal ein paar Stichpunkte zu nennen. Ich könnte hier noch hundert weitere aufzählen.

Die wenigen Dinge, die ich in Anspruch nehmen würde sind da leider auch noch genau die Dinge, bei denen man draufzahlen muss. (Zahnärzte)

Es ist also im Prinzip so, als würde man einen Veganer dazu zwingen, in ein "all you can eat" Fleisch-Restaurant zu gehen und die 50€ Eintrittsgebür zu zahlen, obwohl von vornherein klar ist, dass dieser dort nur die vergleichsweise günstigen Beilagen essen wird und dazu noch ein Glas Wasser trinkt, für das er dann auch noch selbst zahlen muss.
Der zahlt dann für alle anderen unfreiwillig mit.

Hinzu kommt noch, dass ich bei meinem monatlichen Einkommen sogar noch mehr zahlen muss als die Meisten in meinem Alter.

Um es zusammenzufassen finde ich das komplette System moralisch verwerflich, was vor allem auf den Zwang und die gesetzlichen Regilierungen zurückzuführen ist.
Würde es diese nicht geben, dann gäbe es viel mehr Auswahl an Versicherungen und auch ich würde ggf. eine Versicherung abschließen, wenn ich mit dem Preis/Leistungsverhälnis zufrieden bin.

Trotzdem danke für deine Anregungen. Ich kann deinen Standpunkt gut nachvollziehen, da ich früher selber so gedacht habe, bis ich mal angefangen habe dieses ganze System zu hinterfragen.

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Hallo OneQuest,

ich kann Deine Argumente gut nachvollziehen. Ich habe auch keine Lust, für Raucher etc. mitzuzahlen. Allerdings habe ich eine Putzfrau. Ob ich sie zum Überleben brauche, sei mal dahingestellt. ;-)

Für mich ist damals, als ich noch in Deutschland gewohnt habe, die Wahl auf eine private Krankenversicherung mit sehr hoher Eigenbeteiligung gefallen. Das war für mich ein guter Kompromiss zwischen Absicherung im Notfall und dem Bezahlen für Leistungen, die ich nicht in Anspruch genommen habe.

Wenn Du hauptberuflich selbstständig bist, bist Du doch sowieso von der Krankenversicherungspflicht befreit in Deutschland? Oder hat sich daran was geändert in den letzten Jahren?

Lieben Gruß von
Anja

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@AnjaStrabu

Hallo Anja,

Es freut mich, dass du die Argumente nachvollziehen kannst.

Wenn Du hauptberuflich selbstständig bist, bist Du doch sowieso von der
Krankenversicherungspflicht befreit in Deutschland? Oder hat sich daran
was geändert in den letzten Jahren?

Ja, die Änderung gab es vor schätzungsweise 5-10 Jahren. Seitdem ist jeder, der in Deutschland seinen Hauptwohnsitz hat Krankenversicherungspflichtig.

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Ganz einfach. Du gehst zum Einwohnermeldeamt und meldest dich aus Deutschland ab. Diesen Schriebs leitest du an deine GKV weiter, dann bist du raus. Das kannst du auch 14 Tage vor deiner Abreise erledigen.

Schwieriger wird es, wenn du nach z.B.15 Jahren krank wieder angekrochen kommst. Weil dir in deinem Wunderausland nicht geholfen werden kann. Dann muß dich deine alte Kasse nicht zurück nehmen, weil du freiwillig versichert warst und nicht pflichtversichert. Bleibt dir nur noch die Basisversicherung der PKV. Deren Beiträge berechnen sich bekanntlich nach dem Gesundheitsstatus ihrer Mitglieder. Kannst du mit saftigen Zuschlägen rechnen.

Und Pflegeversicherungsmäßig bekommst du nichts. Dazu müßtest du in 10 Jahren mindestens 24 Monatsbeiträge bezahlt haben.

Um das alles zu umgehen, müßtest du eine Anwartschaft abschließen. Blos, das ist ja wieder etwas, wo du heute keinen Sinn drin siehst. Und du wirst ja nicht krank.


 Dann muß dich deine alte Kasse nicht zurück nehmen, weil du freiwillig versichert warst und nicht pflichtversichert. Bleibt dir nur noch die Basisversicherung der PKV.

Dies ist totaler Unsinn.

Maßgebend ist, wie er zuletzt krankenversichert war.

Bedeutet, wenn er im Ausland nirgends versichert war muss er in Deutschland wieder in die GKV.

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@Apolon

Moin Apolon,

lies doch mal das SGB 5, § 52a "Leistungsausschluß". Gibt es zig Urteile dazu. Die GKV muß nur aufnehmen, wer vor seiner Auswanderung pflichtversichert war. Unser Fragesteller ist jedoch freiwillig versichertes Mitglied. Folglich kann die Gesetzliche dankend ablehnen.

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