Abmahnungsfrage

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4 Antworten

Entschuldige bitte, aber Dein Verhalten lässt eine subversiver Protest- bzw. Trotzhaltung erkennen. Wer also seinen Kopf aus dem Fenster streckt, darf sich auch nicht wundern, wenn es ab und zu darauf regnet!

Zum Formellen:

Eine Abmahnung kann in diesem Falle nur dann gerechtfertigt sein, wenn es eine eindeutige Anordnung (Dienstanweisung) des AG zur Kleiderordnung gibt, gegen die Du verstoßen hast. Wird darin z. B. das Tragen der vom AG gestellten Dienstkleidung gefordert, hat der AG dann allerdings auch dafür Sorge zu tragen, dass von dieser Dienstkleidung (Uniform) ausreichend zur Verfügung steht. Dies kann ich aus Deinen Angaben heraus allerdings nicht beurteilen, da musst Du selbst im Arbeitsvertrag nachlesen bzw. die entsprechenden AG-Informationen /-Anweisungen im Betrieb studieren. (Deine Bringschuld!)

Sollte sich dabei die Abmahnung eben auf unrichtige Tatsachenbehauptungen gründen, ist sie rechtlich unzulässig und Du kannst deren Entfernung aus Deiner Personalakte verlangen. (BAG v. 27.11.2008 - 2 AZR 675/07) Allerdings könnte es sein, dass Du dies erst vor dem Arbeitsgericht durchsetzen muss. Deine Gegendarstellung muss der AG aber auf jeden Fall zur Abmahnung heften.

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werner450 08.12.2013, 10:13

Grüß Dich...

Nein,es gibt keine schriftliche Dienstanweisung was die Arbeitskleidung betrifft.das übrige Personal hat - lange bevor ich dort angefangen habe - ein (!) T-Shirt als Dienstkleidung bekommen.Dieses Shirt wird aber ebenfalls,warum auch immer,von ihnen nur ab und zu getragen. Das mit der Trotzhaltung kann ich so nicht bestätigen,da es ja zuvor auch niemanden aufgeregt hat und diese "Hau-Ruck" - Aktion nur ein Exempel wie man "mit solchen rechten Zeitgenossen" umgeht hat sein sollen.Wir sind ja alle soo tolerant,aufgeschlossen gegenüber anderen und Weltoffen...bis....ja bis einmal jemand vor uns steht,der einfach nicht in´s optische Bild paßt und dabei nicht im geringsten Politisch motiviert ist,und eben diese Eigenschaften die sich solche Zeitgenossen auf die Fahnen geschrieben haben auch einfordert.Ich habe nicht im geringsten ein Problem mit Dienstkleidung aber wenn a) die übrigen Angestellten auch tragen dürfen was sie wollen und b) es sich nur um so einen fadenscheinigen Grund handelt,bin ich schon ein wenig enttäucht...vor allem weil der Arbeitgeber - der mich ja immerhin schon fast drei Jahre kennt - nicht soviel Persönlichkeit beweist um solche Vorwürfe von Seiten eines Gastes sofort zurückzuweisen.Außerdem.....in der heutigen Zeit rennt jeder mit einem Internetfähigen Telefon rum,da wäre es doch dank "Onkel Google" innerhalb von Sekunden ein Leichtes herauszufinden was dieser Schriftzug bedeutet - vorausgesetzt man sieht nicht nur das,was man eben sehen will....

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Arbeitsrechtliche Konsequenzen, wie süß, den Spieß würde ich dem Vogel umdrehen und ihn daran selbst knabbern lassen.....

Ich würde dem Arbeitgeber mal mittels Anwalt mitteilen lassen, dass er Dir nicht genügend Arbeitsbekleidung ausgehändigt hat und Du nicht gewillt bist Kleidung zu tragen, obwohl sie schon von alleine in die Waschmaschine laufen will. Solange er nicht bereit ist Dir ausreichend Bekleidung zu liefern, möge er, da es ihm scheinbar missfällt wenn Du ohne diese arbeitest, doch bitte mal schriftlich mitteilen was Du machen sollst, wenn wieder einmal eine Wäsche notwendig ist. Es ist ihm ja schließlich durchaus möglich Dich an Deinen Waschtagen vom Dienst freizustellen und trotzdem dafür weiter zu zahlen. ;) Bei der Gelegenheit könntest Du auch gleich einmal nachfragen lassen, wie er es denn künftig mit den Kosten halten möchte die bei den von ihm gelieferten Dienstbekleidung anfällt, sprich, ob er was dafür zahlen möchte, oder lieber selbst waschen will.

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werner450 08.12.2013, 09:55

Hallo Urknall

Den Vorschlag werde mit der Freistellung werde ich nächstes mal vorbringen.... ;)

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bezüglich der dienstkleidungen gibt es vorschriften - es ist nun die frage, warum man drei jahre geduldet hat, dass du sie nicht getragen hast. wenn sie vorgeschrieben ist, dann musst du sie auch tragen.

die angestellten der goldenen möwe zb. dürfen auch nicht ohne "uniform" erscheinen, der kellner hat sich auch an kleidungsvorschriften zu halten, büroangestellte, öffentlicher dienst.. - aber wie gesagt, wenn die das drei jahre lang geduldet haben..

zur richtigstellung kannst du einspruch erheben, eine gegendarstellung schriftlich einreichen, am besten über den betriebsrat (den ihr sicher nicht habt).. du kannst auf die richtigstellung beharren, allerdings würde ich dir schon raten, neutrale t-shirts zu tragen, also auch ohne werbung usw. irgendeiner findet immer was :)

doch egal, was jetzt kommt, ziehe deine dienstkleidung an - gerade in diesem falle würde das jetzt sinn machen und ggf. noch punkte bringen :)

lg :)

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werner450 02.12.2013, 20:20

Hallo Snugata.

Ich denke mal,das es der Geschäftsleitung letztenendes egal ist,sonst hätten sie mir von anfang an Dienstkleidung zur Verfügung gestellt.Es geht dabei wohl mehr, den verletzten Stolz des Referenten weil ich so "böse" war,da ich ja am nächsten Tag mit dem gleichen Shirt kam (wenngleich auch verdeckt) zu besänftigen.

Vielen lieben dank für Deine Antwort

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snugata 02.12.2013, 20:24
@werner450

selbst wenn es um den stolz des typis gehen sollte, es geht auch um deinen arbeitsplatz.

eine richtigstellung kann die abmahnung auch rückgängig machen.

lg :)

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Wenn es dort eine Dienstkleidung gibt, dann solltest Du die auch tragen, denn die hatte der AG Dir ja vermutlich nicht aus Lust und Dollerei zur Verfügung gestellt.

Und falls Du ausnahmsweise mal Privatkleidung tragen musst - warum auch immer - dann sollte die keine missverständlichen Logos oder Schriftzüge tragen, denn einmal ist das generell unpassend und zweitens kennt nicht jeder diese Musikgruppe und da da etwas von "NATION" steht und das noch in Blockbuchstaben liegt der Verdacht nahe, das könnte irgendeine "rechte" Bedeutung haben.

Die Abmahnung war also zu recht ergangen und Du solltest Dein Verhalten "wunschgemäss" anpassen.

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werner450 08.12.2013, 10:49

Hallo demosthenes :)

Da steht etwas mit "Nation"....genau das ist es ja,was mich so ärgert....was ist so schlimm daran? Unserer Gesellschaft wird jeden Tag eingetrichtert wie böse die Deutschen vor 70 Jahren doch waren....es vergeht kein Tag ohne das irgendwann mal "Onkel Adolf " (ACHTUNG IRONIE UND KEINE VERHERRLICHUNG - leider muß man soetwas in der heutigen Zeit gleich mit erwähnen) - sogar schon auf den KIndersendern über den Bildschirm hüpft....ich denke,die Deutschen haben aus ihren Fehlern gelernt und soetwas wäre heute aufgrund der Lebensumstände (z.B. Internet oder Urlaub in fremden Ländern das es zu dieser Zeit noch nicht gab bzw. aufgrund der Lebensumstände des Einzellnen nicht möglich war.Somit war es leicht dem Volk etwas vorzuquatschen,da es ja nur schwer nachgeprüft werden konnte - und auch gewollt wurde...) auch gar nicht mehr möglich.Fragt man heute einen Türken was er davon hält was mit den Kurden in der Türkei passiert oder einen Amerikaner was mit den Indianern (sogesehen ist jeder Westernfilm eigentlich die Verharmlosung und Verherrlichung - "wenn der gute Sherriff die Farmerstochter vor den "Rothäuten" rettet - eines Völkermordes) passierte,dann erntet man nur verständnisslose Blicke! Also,warum sollte ich dann ein schlechtes Gewissen haben und mich Schuldig fühlen für Dinge an denen ich nicht die geringste Schuld trage?? Nein,diesen Schuh - und das ist keine rechte Meinung - ziehe ich mir nicht an.Leider wird man heute von den meißten Zeitgenossen (die sich sofort in die Hose S****en wenn jemand "Nazi" schreit,ohne sich erstmal zu fragen "warum sollte ich mich für etwas schuldig fühlen was zu einer Zeit passierte,wo ich noch nicht mal geboren war?") schon aufgrund dieser Meinung abgestempelt. Europa und die Völker wachsen zusammen und das ist gut so.Und genau auf dieser Basis muß es möglich werden (nicht "sein" - denn das ist es noch lange nicht) das man auch als Deutscher neutral,sachlich und offen mit diesem Thema umgehen kann!

Ein kleines Beispiel: Als ich vor einigen Jahren wärend meiner Dienstzeit bei der Bundeswehr einen Aufenthalt auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr hatte,kam ich durch zufall an einem Gebäude vorbei bei dem als Abschlußstein des Türrahmens ein gemeißelter Stahlhelm mit Hakenkreuz gesetzt war.Ich fragte daraufhin einen vorbeikommenden Amerikaner ob dieser Stein denn nicht entfernt werden würde,was dieser nur mit einem überraschten "Warum denn?" "So haben sie eben zu dieser Zeit gebaut..." verneinte.Und genau so sollte es auch sein.Keine falsches Schuldgefühl,kein Entsetzen (weil so ein böses Zeichen aufgefunden wurde) sondern lediglich die Sachliche und vor allem Neutrale Antwort.

So,jetzt habe ich lange genug meine Gedanken zu diesem Thema niedergeschrieben und wünsche allen hier noch einen schönen Sonntag.

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demosthenes 08.12.2013, 16:20
@werner450

Ich verstehe Deine Gedankengänge, aber wenn das Motiv bei auch nur einem einzigen Teilnehmer ungute Befürchtungen ausgelöst hatte oder hätte auslösen können und Dein AG Schiss davor hast, an den Pranger gestellt zu werden deshalb, dann kann er natürlich darauf reagieren.

Ob Du das nachvollziehen kannst oder nicht, ist hier arbeitsrechtlich erst einmal egal und könnte allenfalls vor Gericht geklärt werden.

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