Abmahnung/Kündigung wg. Nebentätigkeit im Wettbewerbsbereich

7 Antworten

Mindestens abmahnen kann er ihn, evtl. sogar kündigen - und das sollte er auch schleunigst tun, denn wenn er das nicht macht, heißt es hinterher, er habe die Nebentätigkeit ja geduldet und damit stillschweigend sein Einverständnis gegeben. Eine Abfindung ist übrigens nicht zwingend - darauf gibt es ja kein Recht, sondern Arbeitgeber zahlen dann eine Abfindung, wenn sie sich nicht sicher sind, ob die Kündigung wasserdicht ist. Dein Bekannter sollte sich einen Arbeitsrechtsanwalt nehmen - gut angelegtes Geld, sonst wird er hinterher über den Tisch gezogen.

Danke für den HInweis mit dem Dulden der Nebentäigkeit wenn er nicht reagiert. Daran hatte ich gar nicht gedacht.

Aber wie ist das dann? Was soll er in der Abmahnung denn verlangen? Dass er die Nebentäigkeit aufgibt? Kann er das verlangen?

Zumal seine Leistungen auch deutlich unter denen der anderen Gesellen liegt. Wenn ein anderer 10 fenster ausgebaut hat, z.b., schafft er gerade mal 5. Der Typ schiebt halt ne ruhige Kugel und spekuliert auf seine Kündigung und eine hohe Abfindung.

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@Ragga

Wie gesagt: Arbeitsrecht ist immer ne komplizierte Sache. Wenn er ihn wirklich loswerden will, braucht er den Rat eines Anwalts - wirklich. Man kann das so viel falsch machen, und wenn der Typ dann hinterher klagt usw. wird im Prozess jeder Fehler teuer. So teuer ist ein Anwalt nicht - wenn sich alles so verhält wie du beschreibst, kann der schon dafür sorgen dass der Typ sich mit der Abfindung total verrechnet hat.....

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Wenn er während der Krankschreibung in seiner eigenen Firma arbeitet, ist dies ein fristloser Kündigungsgrund, dann gibt es auch keine Abfindung. Bei einer 15jährigen Betriebszugehörigkeit würde ich in jedem Fall einen Arbeitsrechtler kontaktieren.

Jetzt haben wir die Adresse der Firma herausgefunden, er wirbt ja sogar für sich im Netz.. einmal googeln.. schon gefunden. Allerdings muss er erstmal wieder krankfeiern, damit da mal jemand bei der Adresse vorbeischaut. Klar, und dann gibts Kasalla..

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Hallo,

wenn er gegen den Arbeitsvertrag verstößt, könnte der Mitarbeiter wahrscheinlich erst einmal abgemahnt werden.

Bei 3 Verstößen könnte ihm fristlos gekündigt werden.

Mir kommt jedoch ein anderer Verdacht auf.

Es sollte mal kontrolliert werden, ob der Herr wirklich krank ist, wenn er krank geschrieben wurde, oder ob er als Selbstständiger arbeitet.

Geht er einer Beschäftigung nach und es kann bewiesen werden, so kann sofort gekündigt werden.

Es gibt Detekteien, die solch eine Überwachung vornehmen. Wurde der Nachweis erbracht, dass der Herr während der "Krankheit" arbeitet, so können die Kosten bei ihm eingefordert werden.

Da er ja selbstständig ist, könnte man zur Not das Inventar pfänden lassen.

Leider ist der Bekannte einer von der ganz alten Schule. Ein Privatdetektiv ist im schlicht zu teuer... er ist halt Handwerker, sieht die versteckten Kosten die ihm der Typ eigentlich verursacht nicht :-(

Aber langsam reichts ihm auch. Er wird sich die Tage nochmal von einem Anwalt beraten lassen.

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@Ragga

Er muss nicht unbedingt einen Detektiv einschalten, sondern könnte den Angestellten auch während der Arbeit überraschen.

Allerdings sollte er dann einen Zeugen dabei haben.

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