Abmahnung wegen unerlaubter Verwertung an Tauschbörsen

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4 Antworten

Worauf stützt sich denn die Abmahnung? Auf eine IP Adresse? Lass die mal prüfen ob die auch zu eurem Anschluss passt. Also ob das eine Ip der Telekom ist zb. und ob die von der Geografie in Eure Gegend passt. Ich rate Dir zur Verbraucherzentrale zu gehen. Link-Tipp: http://www.gratisrecht.de/forum/onlinerecht/3490-unschuldig-betreff-abmahnung-wg-tauschboerse.html

Blödsinn - die Post ging ja aschon an die Adresse die ermittelt wurde, somit wäre der Weg zu 99% vergebens und weiter hat der Sohn lt. dem Text in der Frage zugegeben, dass er auf der Tauschbörse war und einen Download gestartet hat - das wäre nur ein Versuch sich um 20 Ecken aus der Sache herauszuwinden ...

Wie soll ein Anschlussinhaber die IP-Adresse prüfen, vor allem wenn die schon abgelaufen ist und ggf bereits erneuert wurde. Mit den verfügbaren Tools im Netz erhält man nur den letzten bekannten Einwahlknoten und der muss nicht geographisch mit dem Standort des Anschlusses identisch sein.

Oft wird über diese Schiene versucht sich zu drücken - in 98 von 100 Fällen war dies erfolglos!

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ganz wichtig erstmal: auf keinen fall zahlen! und: nichts zugeben! ich kenne mehrere persönlich die schon so eine abmahung bekommen haben und sie sind alle davon gekommen, ohne vor gericht zu landen und auch ohne irgendetwas zu zahlen. wie man jetzt aber genau vorgehen muss hab ich jetzt grad auch nicht im kopf, aber ich weis das es eine lösung gibt.

Erst mal keine Panik.

Der Anwalt vertritt einen Rechteinhaber, dessen Rechte angeblich verletzt worden sind.

Das muss der Anwalt aber nachweisen können (wenn das Schreiben nicht insgesamt ein betrügerischer "Irrtum" ist).

Es muss also eine Datei (Musik, Film...) rechtswidrig aus dem Internet herunter geladen worden sein, und zwar mindestens ZU GROSSEN TEILEN! Da gibt es eine klare Rechtsprechung.

Einfach nur mal kurz anklicken oder allenfalls ein Bruchstückchen herunterladen genügt nicht für eine Forderung.

Wenn Sohnemann sonst nichts verbrochen hat, seh ich keinen Grund zu übermäßiger Aufregung.

Also die Forderung ganz einfach schriftlich bestreiten (das solltest Du unbedingt tun. Nicht einfach totstellen.) Überdies hat der Anwalt bei einem Vierzehnjährigen ohnehin keine großen Chancen, und Du als Anschlussinhaber des Internetanschlusses bist auch nicht automatisch haftbar.

Es muss also eine Datei (Musik, Film...) rechtswidrig aus dem Internet herunter geladen worden sein, und zwar mindestens ZU GROSSEN TEILEN! Da gibt es eine klare Rechtsprechung. (...) Einfach nur mal kurz anklicken oder allenfalls ein Bruchstückchen herunterladen genügt nicht für eine Forderung

Falsch - ein Download selbst ist "meist" nicht die strafbare Handlung an der Nummer, sondern der damit verbundene Upload und somit die unerlaubte Verbreitung. Auch ist nirgends eine allgemeinverbindliche Entscheidung getroffen, dass der Vorgang eine bestimmte Dateigröße hat oder eine bestimmte Zeit gedauert haben muss - richtig ist, dass das LG Köln entschieden hatte, dass 1,2 Sekunden nicht ausreichen, jedoch alles was über 3 Sekunden ist als belastbar heran gezogen werden kann, doch das ist Einzelfallabhängig. Weiter - § 106 Abs 2 UrhG - Der Versuch ist strafbar!

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Ich gehe davon aus, dass Sie der Erziehungsberechtigte sind... Ja sie müssen die Abmahnung begleichen und auch die Unterlassungserklärung abgeben.

Nach § 106 UrhG sind alle Handlungen, die über die Schranken des UrhG hinaus gegehn strafbewährt mit geldstrafe oder gar Haft. Weiter heißt es noch - der Versuch ist strafbar

Der Rechteinhaber oder dessen Beauftragter ist aber gehalten, dies in Form einer Abmahnung zu klären bevor er Klage einreicht - wenn es aber zur Klage kommt, dann wird es noch teurer. Es kann hier ggf auch das Verletzen der Aufsichtspflicht im Raum stehen, so dass sie auf jeden Fall zahlen müssten ...

Unfug!

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@Saarland60

totaler blödsinn..................hört sich an als wär das ein anwalt, das der anders denkt ist wohl klar..........er lebt von sowas!

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@tamobile

Nein ich bin keine Anwalt - ich bin freiberuflicher Fotograf und habe gezwungenermaßen tagtäglich mit dem Urheberrecht zu tun und das seit 23 Jahren ... Unfug - näher begründen kannst du das nicht oder zumindest eine andere plausible nicht auf halbwissen basierende Antwort zu geben.

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Erneut wurde entschieden, dass Eltern für Urheberrechtsverstöße ihrer jugendlichen Kinder als Störer haften, wenn sie ihrer durch die Bereitstellung eines Internetanschlusses gesteigerten Aufsichtspflicht nicht nachkommen.

Landgericht Köln Beschluss vom 01.12.2010 Az.: 28 O 594/10

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